Tempolimit - Das neue "Dieselkillen"

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  • Imho ist es einer der wenigen verbliebenen Vorteile des Diesel, dass man sehr schnell fahren kann ohne dass der Verbrauch drastisch ansteigt. Mit Richtgeschwindigkeit kann ich auch einen Benziner SUV mit 7..8 Litern bewegen. Wenn Tempo 130 kommt ist der Diesel in Deutschland endgültig tot.


    Viele Grüße
    Michael



    Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es in diversen europäischen Nachbarländern Diesel-Marktanteile, die noch wesentlich höher als in Deutschland waren (z.B. Österreich, Frankreich...). Nur an der Frage eines Tempolimits kann die Attraktivität eines Ottos oder Diesels somit nicht liegen. Der Praxisverbrauch spielt eine Rolle, die Besteuerung, die Versicherungskosten etc. etc.

  • Kann ich nicht bestätigen. Meine Erfahrungen im 5er bei gleichen Fahrprofil z.B.:
    545i, 333 PS: 10,52 l
    530d, 235 PS: 6,91 l


    Der eine ein V8 ohne Direkteinspritzung, der andere ein mit Hochdruck einspritzender Sechszylinder. Kann man vergleichen, ergibt aber nur eingeschränkt Sinn. Mittlerweile haben sich die Verbrauchswerte der V8-Motoren den Sechszylindern deutlich angenähert (nur geringer Mehrverbrauch - ähnlich viel wie im Vergleich zwischen 4- und 6-Zylinder). Zwischen Benziner und Diesel wird bzgl. Wirkungsgrad aber in der Regel immer eine Differenz von ca. 30 % vorhanden sein. Bei besonders sparsamen Fahrzeugen, wie etwa in der Kompakt- und Kleinwagenklasse, lohnen sich die Diesel aber eher selten: Da verbraucht der sparsam bewegte Diesel 4 Liter, der Benziner eben seine 5 Liter (ein Beispiel dafür fahre ich aktuell gerade selbst). Wow.

    :rolleyes:

    Die Differenz beim CO2 ist sogar noch geringer, da Dieselkraftstoff für mehr CO2 sorgt (2,65 kg CO2 je Liter Diesel, 2,37 kg CO2 je Liter Benzin). Gesamtersparnis für den Diesel: 12,5 g CO2 je km für den Diesel für dieses zeitgemäße Beispiel (sofern man keinen SUFF fährt).


    Ich fahre täglich durch die Schweiz. 120 max. Bei meinen 25 tkm im Jahr lohnt sich der Diesel schon. Auch ein 525i würde sich wohl 9 l genehmigen und wäre ungleich langsamer, als der 530d.
    Die Fahrleistungen sind beim 530d annähernd auf gleichem Niveau zum 545i. 80-120 ist der D sogar schneller.


    Die Fahrleistungen des 530d liegen etwa auf dem Niveau des 530i (M54), der wiederum ohne Direkteinspritzung auskommen muss. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mit diesem Fahrzeug ein Verbrauch um etwa 8-9 Liter absolut realistisch ist. Mit DI wie etwa beim E60 LCI (525i, 530i - 218 und 272 PS) dürften auch Werte mit einer 6 vor dem Komma bei kraftstoffsparender Fortbewegung keine Seltenheit sein. Die 6 vor dem Komma hatte ich sogar schon beim 325i (N52) oder 335i (N55) ablesen können, also auch hier ist der Vorteil für den Diesel nicht immens. Eben erst bei flotter Gangart, speziell bei Geschwindigkeiten oberhalb von 130-150 km/h. Bei höherem Tempo geht der Verbrauch zwischen Diesel und Benziner wie eine Schere auseinander.

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

  • Die 6 vor dem Komma hatte ich sogar schon beim 325i (N52) oder 335i (N55) ablesen können, also auch hier ist der Vorteil für den Diesel nicht immens. Eben erst bei flotter Gangart, speziell bei Geschwindigkeiten oberhalb von 130-150 km/h. Bei höherem Tempo geht der Verbrauch zwischen Diesel und Benziner wie eine Schere auseinander.



    freakE46, bei allem Respekt vor den von dir erreichten Minimalverbrauchswerten:



    Bei den allermeisten Fahrern eines 335i wird im ganz normalen Alltag keine 6 vor dem Komma stehen...

  • freakE46, bei allem Respekt vor den von dir erreichten Minimalverbrauchswerten:



    Bei den allermeisten Fahrern eines 335i wird im ganz normalen Alltag keine 6 vor dem Komma stehen...


    Bei den allermeisten Nutzern des 530d wird auch keine 6 vor dem Komma stehen.

    :rolleyes:

    Und auch 10,27 Liter für einen technisch fast 20 Jahre alten 545i klingen wirklich hervorragend. Der normale Nutzer dürfte da wohl eher bei 12 Litern liegen.


    Es geht in meiner Aussage natürlich um das technisch Mögliche und daraus wiederum lässt sich ein gesunder Gesamtdurchschnitt errechnen - also ein Mittelwert aus ruhigen Passagen und sportlichen Einlagen. Beim 335i oder 340i muss man sich für die 6 vor dem Komma (sprich: 6,99 l/100 km und darunter) definitiv zurückhalten, aber dieser Wert ist so völlig normal im Alltag reproduzierbar und daher definitiv nicht unrealistisch (wenn auch eben nicht für jeden Fall wie etwa Kurzstrecken oder Stau, logisch).


    Bei flotter Fahrt auf der Autobahn liegt man indes schnell mal bei 15 Litern. Einen Diesel (kein SUV) kriege ich auch auf über 20 Liter. Aber das ist weit an meiner Aussage vorbei.

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

    5 Mal editiert, zuletzt von Rex ()

  • Hmm, im Durchschnitt kommt das nicht hin:
    530i, 272 PS: 10,27 l
    530d, 235 PS: 8,02 l


    Die Werte von Spritmonitor sind immer mit Vorsicht zu genießen, da sie vom Spritsparer bis zum Heizer wirklich alles abbilden. Und manche Einträge sind wirklich sehr zweifelhaft. Reden wir aber von einer regulären Nutzung mit einer gewissen Kenntnis zur effizienten Fortbewegung eines PKW (was auf mich eben zutrifft), dann entfernen wir uns deutlich von den Durchschnittswerten von Spritmonitor (zumal man gleichfalls betrachten muss, dass in den Listen auch Fahrzeugmodelle einbezogen werden, die einem anderen Typ/Modelljahr entsprechen und damit auch über eine andere Technik).


    Vergleiche ich nun die niedrigsten Dauerverbräuche, dann steht es 7,52 l (530i) zu 6,36 l (die 4,39 l beim 530d sind nicht ernst zu nehmen). Ich lasse mich beim 530i auch auf den Wert 8,62 l eines Users einigen, der dem genannten Typ (E60, also kein F11 mit 8-Gang-Automatik) entspricht bei einer gleichzeitig repräsentativen Anzahl an Tankvorgängen. Der Unterschied ist wirklich nicht gewaltig.


    Spritmonitor ist schon eine tolle Statistik. Aber glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.




    Ich habe gerade den Faden verloren, worum es eigentlich in diesem Thread geht...




    Ach ja: Böser Diesel, böse unlimitierte Autobahn. Dabei passen beide so wunderbar zusammen. In der Stadt mag keiner den Diesel und dort macht er auch wenig Sinn. Flott bewegt auf der Langstrecke ist seine Bestimmung. Ansonsten kann man sich auch einen sparsamen Benziner kaufen (meinen trete ich auf der Autobahn auch nur höchst selten, der 40 Liter Tank wäre auf längeren Strecken sonst vor Ankunft am Ziel leer). Der läuft auch noch bei Richtgeschwindigkeit im einstelligen Verbrauchsbereich (SUV mal wieder fein ausgeklammert - die saufen eben vor allem ab 120 km/h).


    Was wäre also sinnvoller als ein Tempolimit? SUV verbieten.

    ;)

    :D


    Aber jetzt mal ohne Witz: Immer öfter sind es SUV-Fahrer, die auf der Autobahn ordentlich angasen und sich scheinbar überhaupt nicht um den Spritverbrauch scheren. Gerade mit so einem Ding würde ich eher gemütlich fahren.

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

    5 Mal editiert, zuletzt von Rex ()

  • Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es in diversen europäischen Nachbarländern Diesel-Marktanteile, die noch wesentlich höher als in Deutschland waren (z.B. Österreich, Frankreich...). Nur an der Frage eines Tempolimits kann die Attraktivität eines Ottos oder Diesels somit nicht liegen. Der Praxisverbrauch spielt eine Rolle, die Besteuerung, die Versicherungskosten etc. etc.


    Aber die anderen Vorteile schwinden in D doch auch. Z.B. ist der Wertverlust höher geworden und dadurch, dass jetzt immer mehr Wenigfahrer umsteigen, wird über kurz oder lang auch die Versicherung wieder anziehen. Der Diesel entwickelt sich somit wieder zu einem Auto für Vielfahrer und ein generelles Tempolimit würde diesen Trend nochmals verstärken.


    Viele Grüße
    Michael

  • Nochmal zum Tempolimit. Auch wenn wir ein solches aktuell nicht haben wird doch niemand gezwungen unlimited zu fahren. Sollte also wirklich eine Mehrheit für ein solches Limit sein, dann setzt es doch einfach auf freiwilliger Basis um.

    Aber dann auch immer schön das Rechtsfahrgebot beachten. Näch...

    :D
  • Ich habe mit meinem 440i eine 9 vor dem Komma im Langzeitverbrauch.


    Wenn ich eine einigermaßen freie Autobahn habe und oft Geschwindigkeiten zwischen 200 und 250 fahre, natürlich inklusive der Stellen, an denen man nicht so schnell fahren kann, dann habe ich eine 11 vor dem Komma, z.b. die letzte Fahrt München-Karlsruhe.
    Wenn ich im täglichen Berufsverkehr mitschwimme, dann habe ich auf meiner Standardstrecke (80km pro Richtung) am Abend eine 8 vor dem Komma.


    Wenn ich in Urlaub fahre auf tempolimitierten Autobahnen, habe ich eine 6, in der Schweiz sogar eine 5 vor dem Komma.


    Sprich, die unterschiedlichen Geschwindigkeiten, selbst auf tempolimitierten Strecken (es macht einen Unterschied im Verbrauch, ob ich in Italien 130-150 fahre, oder in in der Schweiz strickt 100 bis maximal 120) wirken sich deutliche auf den Verbrauch aus.


    Ich bin gegen ein Tempolimit, weil es mir einfach Spaß macht, schnell zu fahren. Aber so zu tun, als ob man keine Ersparnisse beim Verbrauch und damit CO2 hätte, finde ich auch seltsam. Die Argumente für ein Tempolimit passen alle. Auch der Zeitgewinn ergibt sich nur, wenn man zu Zeiten auf der Bahn unterwegs ist, in denen man überwiegend schnell fahren kann. Nachts, Sonntag morgens etc.
    Der Spaß am Schnellfahren ist für mich der eigentliche Grund, gegen ein Tempolimit zu sein, alle anderen Argumente sind für mich pseudo Argumente.

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

    Einmal editiert, zuletzt von Micha M3 ()

  • Sehe ich ähnlich wie Micha M3.
    Fahre beruflich sehr viel Autobahn, meistens auch längere Strecken > 500 km am Stück.
    Ok, mit jeweils einer Tankpause weil beim Mustang GT der Tank etwas klein dimensioniert wurde.
    Meistens mache ich den Tempomat auf 140 und lasse einfach rollen. Ist so einfach deutlich entspannter auf Dauer.
    Ganz besonders deutlich wird das, wenn ich derzeit von Österreich Richtung Passau über die Grenze komme. Ab der Schwerpunktkontrolle auf der A3 hinter der Grenze wird es ungemütlich, wo es vorher absolut entspannt war. Da kommt man sich teilweise vor, als hätten die entsprechenden Leute nach der Schwerpunktkontrolle das Gehirn ausgeknipst.

  • Das der Verbrauch mit höherer Geschwindigkeit steigt ist ja nachvollziehbar.


    Aber die konsequente (und auch radikale) Fortführung dieses Gedankens (Energiesparen/Klimaschonung) bedeutet doch, es müsste verboten sein zuhause mehr als 21 Grad zu heizen, Urlaubsreisen mit dem Flugzeug nur noch max. 2x pro Jahr und Kopf, Deckelung des Stromverbrauchs..


    Diese Einschränkungen sollten die Befürworter des TL mal ins Rennen werfen, da bläst dann aber der Gegenwind aus den Massen. Traut sich keiner, weil politisch wäre das natürlich direkt der freie Fall nach unten.

  • @MichaM3: Sehr guter Beitrag

    :top:



    Letztlich kommt es auf die persönlichen Begebenheiten an. Einer der im Berufsverkehr trotzdem nur digitales Gaspedal kennt, der zahlt das eben auch an der Tanke.

    Die überwiegende Zahl meiner AB-Fahrten liegen in verkehrsarmen Zeiten weil das überwiegend natürlich Urlaubsfahrten sind die ich halbwegs zeitlich steuern kann. Morgens in die Arbeit bin ich so früh, dass auch wenig bis nix los ist. Abends fahre ich dann eine doppelte so lange Strecke in der gleichen Zeit, habe dafür aber nicht mal ein Drittel an Ampeln. Kann natürlich nicht jeder so händeln. Dafür steht mein Benziner-Van aber halt auch "nur" auf 7,7 inkl. auch z.B. Wohnwagen. Da macht ein Diesel recht wenig Sinn für mich. Kleinere Strecken auf AB oder Bundesstraße fahre ich persönlich auch ganz gerne mal nur mit den LKW mit weil es sich auf den 3 bis 10 km zeitlich auch kaum lohnt da zu Fahren wie in Irrer.

    Ein Tempolimit sehe ich als relativ sinnlos an da viele Strecken - in aller Regel auch berechtigt - ohnehin dauerhaft oder zumindest variabel limitiert sind und die offenen Strecken das ebenfalls in aller Regel auch hergeben. Dieses Jahr an die Ostsee sind 870km A8/A7. Die fahre ich nachts bis morgens. Da krieg ich ja ein Rohr wenn ich da 120 fahren müsste obwohl die AB leer ist. Wobei ich da aber dann einen Diesel fahren werde, für sowas sind die ja absolut prädestiniert. Da brauche - bei gleichen Geschwindigkeiten! - halt 3 bis 4 Liter weniger. Hab das ja auch erst von Fulda heim probiert. 6,0 bei einem Schnitt von über 100. Bei der Fahrzeit mit meinem wäre da eine 9 bis eher 10 dran gestanden zumal bei 200 beim Zafira eh natürliches Ende ist.
    Ok, der TDI lief natürlich die ganze Zeit vermutlich ohne Abgasreinigung bei der Fahrweise, aber dafür kann ich ja nixn.

    :p

    Die Frage die man sich immer wieder stellen sollte, ist "Hä?"...

  • Hallo


    Der ganze Sicherheits- und Umweltquatsch ist nur vorgeschoben um andere in ihrer Freiheit zu beschränken.


    Sowohl wenn man unseren Planeten retten wollte, als auch wenn man Krankheiten verhüten wollte gäbe es sinnvollere und bessere Möglichkeiten.


    Hindert ja keinen 100km/h zu fahren wenn er das will. Und mein Geldbeutel soll mal meine Sorge sein.


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori


  • Wenn ich in Urlaub fahre auf tempolimitierten Autobahnen, habe ich eine 6, in der Schweiz sogar eine 5 vor dem Komma.


    in der Schweiz strickt 100 bis maximal 120) wirken sich deutliche auf den Verbrauch aus.


    Ich hoffe du fährst stur rechts, das klingt nach Verkehrshinternis :crazy:




    Ich bin gegen ein Tempolimit, weil es mir einfach Spaß macht, schnell zu fahren. Aber so zu tun, als ob man keine Ersparnisse beim Verbrauch und damit CO2 hätte, finde ich auch seltsam. Die Argumente für ein Tempolimit passen alle. Auch der Zeitgewinn ergibt sich nur, wenn man zu Zeiten auf der Bahn unterwegs ist, in denen man überwiegend schnell fahren kann. Nachts, Sonntag morgens etc.
    Der Spaß am Schnellfahren ist für mich der eigentliche Grund, gegen ein Tempolimit zu sein, alle anderen Argumente sind für mich pseudo Argumente.


    Da gibt es nichts mehr zu ergänzen.




    Aber die konsequente (und auch radikale) Fortführung dieses Gedankens (Energiesparen/Klimaschonung) bedeutet doch, es müsste verboten sein zuhause mehr als 21 Grad zu heizen


    Da müsste man eher bei der Isolation von alten Häusern ansetzen und bei Heizsystemen wie Elektroöfen oder Infraot Heizung im ganzen Haus


    Urlaubsreisen mit dem Flugzeug nur noch max. 2x pro Jahr und Kopf, Deckelung des Stromverbrauchs..


    Das ist auch ein ernstes Problem, aber da der Flugverkehr international ist, schwer zu lösen. Aus meiner Sicht müsste ein Flug auf Male retour mindestens 400 Euro kosten und ein Interkontinentalflug mindestens 1000 Euro
    Aber dann heisst es gleich, dann können nur noch die "reichen" Grosse Reisen machen. Das ist auch so. Anders lässt es sich jedoch nicht lösen.


    Das Oekosystem verträgt leider nun mal nicht, das jeder jderzeit überall hin kann.


    Desweiteren müsste man auch mal über die ganze Schifffahrt diskutieren.
    Jetzt kommen aber zwei Argumente dagegen: Da werden sich die Chinesen wehren, die leben von dem das ihre Produkte exportiert werden.
    Die Leute müssten plötzlich für viele Produkte wieder mehr bezahlen.


    Nur ein Beispiel, mit Trumps Zollpolitik, ist der Stahlpreis bei den Amis um 30% gestiegen.



    Diese Einschränkungen sollten die Befürworter des TL mal ins Rennen werfen, da bläst dann aber der Gegenwind aus den Massen. Traut sich keiner, weil politisch wäre das natürlich direkt der freie Fall nach unten.


    Ein kleiner Unterschied ist halt.
    Mit dem Tempolimmit triffst du "wenige" und sie haben bis auf den Faktor Spass und Zeitgewinn, keine Einschränkungen. Die Gegner können dann noch das Thema Sicherheit ins Boot werfen.

    ehemals Driver 7
    Früher war alles besser

  • Ich hoffe du fährst stur rechts, das klingt nach Verkehrshinternis :crazy:


    Den Schweizern (und auch den Österreichern) traue ich nicht über den Weg.

    :D


    Da fahre ich nur mit Tempomat oder eingeschalteten Limiter. Und zwar immer exakt so schnell wie erlaubt. Die Schweizer haben ja nicht nur das allgemeine Tempolimit von 120, sondern auch noch viele Autobahnen auf 100 beschränkt. Zumindest auf meiner Standardroute von Basel durch den Gotthard nach Mailand. Auch wenn ich viel einspare durch den geringen Verbrauch, bin ich immer froh, wenn ich durch die Schweiz durch bin. Sowohl in Italien als auch in Deutschland fahre ich sehr viel entspannter, da mich das Geschleiche in der Schweiz wahnsinnig macht. :crazy:

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

  • Das Thema generelles Tempolimit ist schon solange ein Thema wie ich dem dem Auto fahre.....Über 40 Jahre. Die Energiekrise 1974 habe ich bereits mit dem Kleinkraftrad erlebt, und wie gesagt seit 1976 bin ich mit dem Auto unterwegs.
    Jedesmal hat es geheißen, das generelle Tempolimit kommt bald. Und jedesmal kam es nicht....

    :cool:

    :D


    Diese Sau wurde schon so oft durch das Dorf getrieben, und ist immer wieder entkommen....;)


    Ein Argument der Befürworter ist ja auch das Thema Verkehrssicherheit / Verkehrstote. Angeblich sterben so viele Menschen wegen überhöhter Geschwindigkeit. Das mag ja sein, aber eben nicht auf der Autobahn wegen "dem Raser".....
    Überhöhte Geschwindigkeit bedeutet auch z.B. 140 bei Regen..... Eben nicht angepasste Geschwindigkeit bei schlechtem Wetter. Mit in den Verkehrstoten auf der Autobahn sind auch die LKW Unfälle mit Todesfolge. Insgesamt gibt es wohl ca 8% der Verkehrstoten auf der Autobahn, ca 60% auf der Landstraße und den Rest im Innerortsverkehr. Insgesamt gibt es ca 3200 Verkehrstote, wobei natürlich jeder Verkehrstote einer zu viel ist.
    Aber, im Vergleich zu zu 1970 ist die Anzahl der Verkehrstoten von ca 19.200 bei einem Fahrzeugbestand von 16,7 Mio auf ca 3200 bei einem Fahrzeugbestand von 55,6 Mio drastisch gefallen.


    Irgendwann wird sicherlich ein generelles Tempolimit kommen. Aber hoffentlich nicht während meiner "aktiven Autofahrerzeit"....;) Falls doch, dann bitte so bei ca 180....:D

    1) Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, Du darfst sie kostenlos nutzen.
    Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. Du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.



    2) Es gibt Tage, da beantwortet mein Mittelfinger alle Fragen......

  • Sowohl in Italien als auch in Deutschland fahre ich sehr viel entspannter, da mich das Geschleiche in der Schweiz wahnsinnig macht. :crazy:

    Da ist halt das strikte Einhalten das anstrengende und nicht das Fahren mit der Geschwindigkeit an sich. Weil ständig Muffe haben musst, dass 5 drüber kommst und dann steht da einer "Sie sind aber Rrrrasssrrr, odrrrr? Das macht 800 Franken, odr..."

    Bin die Schweiz zwar erst einmal wirklich gefahren, aber das war schon recht übel da mit 100 langfahren obwohl mir z.B. in D mal 90 mit den LKW dagegen für ne halbe Stunde nicht wirklich was antut. Weil hier wenn mal 10 drüber kommst ist auch nix passiert, da zahlst halt ungefähr den Gegenwärt des BIP von Guatemala als Strafe. :crazy:

    Die Frage die man sich immer wieder stellen sollte, ist "Hä?"...

  • Insgesamt gibt es ca 3200 Verkehrstote, wobei natürlich jeder Verkehrstote einer zu viel ist.





    Dazu gilt auch anzumerken, dass es einfach einen gewissen "Bodensatz" (nicht falsch verstehen bitte!) an Autofahrern gibt, die einfach wirklich nicht autofahren sollten.
    Sie können es nicht, begeben sich selbst und alle um sie herum in Gefahr und sehen es oftmals selber nichtmal.


    Die gibt es übrigens durch die Bank weg, egal welche Altersgruppe(n).


    Von daher wird man nie bei "0" ankommen, das klappt einfach nicht.
    Da steht Darwin ebenso im Weg wie der Faktor "richtig blöd gelaufen bzw. einfach echt Pech gehabt" (Reh durch Scheibe) und obendrein auch noch technische Fehler.
    Selbst bei jährlicher HU Prüfung geht da ab und an mal was durch.




    Von daher ist eine echte "0" bei Unfalltoten einfach eine utoptische Zahl, welche nicht zu erreichen ist.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

    Einmal editiert, zuletzt von Amtrack ()

  • Von daher wird man nie bei "0" ankommen, das klappt einfach nicht.
    Da steht Darwin ebenso im Weg wie der Faktor "richtig blöd gelaufen bzw. einfach echt Pech gehabt" und obendrein auch noch technische Fehler.
    Selbst bei jährlicher HU Prüfung geht da ab und an mal was durch.


    Zumal man auch schauen muss, wie die Unfälle passieren. Die eigene Beobachtung ist sicherlich nicht repräsentativ, aber in den meisten Fällen passieren die Unfälle, die ich mitbekomme, entweder durch LKW Auffahrunfälle oder PKW, die aufgrund der Bedingungen unangepasst fahren. Gerade bei uns wieder am Sonntag ein 19 Jähriger, der auf der BAB im Regen die Kontrolle verloren hat.
    Das alles ist durch ein Tempolimit nicht zu lösen.


    Es ist klar, die Geschwindigkeitsunterschiede auf den Autobahnen sind ein Sicherheitsrisiko und führen auch zu Unfällen. Da brauchts nicht mal das man bei hohen Geschwindigkeiten selbst ein Problem hat, sondern das ängstliche Autofahrer damit nicht umgehen können und die hohen Geschwindigkeiten der anderen nicht richtig einschätzen.
    Dennoch würde es mich wirklich mal interessieren, wie viele Unfälle tatsächlich auf pure hohe Geschwindigkeiten zurückzuführen sind, also ohne Wettereinfluss etc.


    Das einzige was mich stutzig macht ist die Aussage der Polizeigewerkschaft. Die haben ja nun tagtäglich damit zu tun und die müssen es eigentlich am besten wissen, was Sache ist. Wenn die sich für ein Tempolimit aussprechen, komme ich ins grübeln.

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "