Tempolimit - Das neue "Dieselkillen"

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  • Psst, nicht so laut, sonst kommt ganz schnell Tempo 80 auf Landstrassen. :)

    Es ist sehr wahrscheinlich so, dass das ungleich mehr Sicherheit und viel weniger Unfälle bedeuten würde als ein Tempolimit auf Autobahnen.


    Das heißt aber nicht, dass es kein Sicherheits- und Umweltthema auf unlimitierter Autobahn gäbe. Es sollte unstreitig sein, dass schnelles Fahren gefährlicher und umweltschädlicher ist als langsames Fahren. Inwieweit das hingenommen wird oder nicht, ist eine Frage des gesellschaftlichen Konsenses.


    Die Tatsachen herunterzuspielen, erweist dem Anliegen, weiter schnell fahren zu dürfen, m.E. eher einen Bärendienst. Ich hatte jedenfalls noch kein Auto, dass bei >200 nur einen Liter mehr oder so verbraucht hätte als bei 130. Wenn dann solche Argumente kommen, macht man sich unglaubwürdig und dann wird man am Ende auch nicht weiter beachtet.

  • Shice, man.

    Und Du kommst echt nicht von alleine darauf, dass es den Leuten, die nur 130 fahren wollen, nicht um ein Tempolimit geht, weil sie sowieso nicht schneller wollen, sondern weil sie die Nase von den Dränglern etc. voll haben?

    Denke, dass selbst hier im Forum irgendwo Beiträge zu finden sind, die besagen, dass man auf ausländischen Autobahnen ganz entspannt fahren kann, weil einem dort keiner in den Graben drücken will, weil man nicht so schnell fährt, wie es der Hintermann gerne hätte.

    Jo, irgendwo finden die sich sicher. Ich kann aber ganz genau vom Gegenteil berichten, und zwar sehr häufig. Da wird einem im Ausland bei gefahrener zulässiger Höchstgeschwindigkeit +10km/h die Rückleuchte weggefahren wo es geht. Ausnahme ist großteils die Schweiz, weil es dort schlicht zu teuer ist.

  • Denke, dass selbst hier im Forum irgendwo Beiträge zu finden sind, die besagen, dass man auf ausländischen Autobahnen ganz entspannt fahren kann, weil einem dort keiner in den Graben drücken will, weil man nicht so schnell fährt, wie es der Hintermann gerne hätte.

    Das liegt vor allem daran, dass die meisten Leute den Verkehr im Ausland vor allem in ihrem Urlaub erleben.


    Fahr mal im ach so entspannten Frankreich oder Italien im Berufsverkehr. Oder in den ja noch viel entspannteren USA, vielleicht gar im Traumstaat Kalifornien im Valley. Danach reden wir weiter.

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
    - Paul Sethe

  • was ich auch als wichtig empfinde:

    letztendlich haben wir unsere Autobahnen auch für hohe Geschwindigkeiten gebaut.

    Wenn ich von der Ostsee heimfahre, habe ich auf der A10 (West) kein Problem damit 120 durchzufahren; die ist eher "schmalspurig".

    Dann kommt man auf die A2 - und bekommt dort das Gefühl mit 120 quasi zu stehen

    So gut ausgebaute Strecken herunterzubremsen ist im Grunde auch nur eine gewaltige Geldverschwendung.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Die Tatsachen herunterzuspielen, erweist dem Anliegen, weiter schnell fahren zu dürfen, m.E. eher einen Bärendienst

    Ich spiele es nicht herunter. Ich habe hier im Treff schon mal geschrieben, dass es neben den Industrieinteressen keinen vernünftigen Grund gegen ein Tempolimit gibt.

    Das Freiheitsargument ist kein Argument, da der öffentliche Strassenverkehr kein Ort ist, um seine Freiheiten auszuleben. Wer den Sicherheitsaspekt leugnet, macht sich etwas vor.

    Ich bin gegen ein Tempolimit, weil ich auf der Autobahn gerne schnell fahre und es ätzend finde nicht voran zu kommen. Der Weg durch die Schweiz nach Italien ist für mich immer seeehr nervig.

    Das ist aber persönliches Interesse und keine Argumentation für gegen ein Tempolimit. Und da es keine echten Argumente gegen ein Tempolimit gibt, behelfen isch einige mit so verschwurbelten Argumenten, dass die persönliche Freiheit eingeschränkt wird und was weich ich.


    EDIT: Was ich aber bei den Tempolimit Befürwortern gar nicht verstehe ist die Argumentation, dass aufgrund der Elektro Mobilität sowieso nicht mehr schneller als 130 gefahren werden wird und es dann sowieso ein Tempolimit geben wird. Nö, wenn sowieso nicht mehr schneller gefahren wird, dann braucht man eben gerade kein Tempolimit, denn dann gibt es keine Legitimation mehr für das Gesetz.

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

    Einmal editiert, zuletzt von Micha M3 ()

  • Ich hatte mit dem herunterspielen auch nicht Dich gemeint, sorry, wenn das wegen des Zitates so auf Dich wirkte. Im Gegenteil kann ich das eigentlich alles genau so unterschreiben, was Du schreibst.

  • Ich finde es mittlerweile lächerlich wie die Tatsachen in der Diskussion verdreht werden:


    - Wir brauchen Argumente gegen ein Tempolimit? Hallo? Es ist ein Verbot. Das muß begründet sein. Nicht anders herum. Die Argumente und "Gefühle" der Befürworter halten kaum irgend einer objektiven Überprüfung stand... Ist schon irgendwie absurd auf den sichersten Straßen der Republik von einem Sicherheitsproblem zu schwafeln.....


    Ich klinke mich aus diesem Thread aus. Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Heute kenne ich kaum noch Tempoliberale, und selbst mir, der ich kein Tempolimit will, kommen die meisten Argumente der Pro-freie-Fahrt ziemlich merkwürdig vor. 🙄

    Ich will auch keins, aber die Argumente der Tempolimitbefürworter kommen mir zumindest ähnlich hanebüchen vor wie die der Gegner. Und solange es kein wirklich schlagendes Argument für eine Einschränkung der Freiheit gibt bin ich dagegen.

    So ist unsere Rechtsordnung eigentlich auch aufgebaut. Zumindest habe ich das in den Vorlesungen im Ö-Recht mal so gelernt. Ist aber lange her. Vielleicht hat sich unsere Republik ja verändert...

  • Wir brauchen Argumente gegen ein Tempolimit? Es ist ein Verbot. Das mu begründet sein.

    Das ist eine Regel.

    Fahr mal ausnnahmsweise paar Stunden rechts und beobachte mal links den Verkehr und achte dabei auf die Abstände. Weißer Strich + Lücke = 18m. Wenn also links nur 150 gefahren wird müssten da immer 4 weiße Striche zwischen zwei Autos sein.

    Alternativ mach google-maps an und schau nach.

    Man könnte täglich tausende von Fahrverboten aussprechen, wenn es denn kontrolliert würde. Ja wir brauchen sinnvolle Regeln.

  • Wir brauchen Argumente gegen ein Tempolimit? Es ist ein Verbot. Das mu begründet sein.

    Das ist eine Regel.

    Fahr mal ausnnahmsweise paar Stunden rechts und beobachte mal links den Verkehr und achte dabei auf die Abstände. Weißer Strich + Lücke = 18m. Wenn also links nur 150 gefahren wird müssten da immer 4 weiße Striche zwischen zwei Autos sein.

    Alternativ mach google-maps an und schau nach.

    Man könnte täglich tausende von Fahrverboten aussprechen, wenn es denn kontrolliert würde. Ja wir brauchen sinnvolle Regeln.

    Dann hast doch sicher auch schon beobachtet, dass wenn du den Sicherheitsabstand halbwegs einhälst, ständig einer in die Lücke reinfährt zum Überholen. So musst du dich ständig zurückfallen lassen, um den Sicherheitsabstand wieder einzuhalten.

    Gruß
    schecke

  • Drängeln ist verboten. Sollte besser kontrolliert werden, richtig! Wird sich aber mit Tempolimit nicht ändern (s. Italien bspw.)

    Andere Leute beabsichtigt/unbeabsichtigt durch Ignorieren des Rückspiegels einzubremsen oder zu gefährden aber auch!

    Dann muss ich für mein 110km/h-Überholmanöver lt. StVO halt erstmal die schnelleren durchlassen, that's it.

    Ganz ehrlich, Leute die damit überfordert sind sollten eine Autobahn halt nicht befahren.

    Drängeln hat mMn erstmal überhaupt nichts mit Tempolimit zu tun. Drängeln kann ich auch in der Stadt bei 50 oder in der Baustelle mit 80.

    Das mit der Richtgeschwindigkeit kommt ja aus einer Zeit, da fuhren die Autos höchstens 180, die Autobahnen waren noch in Ordnung und der Verkehr viel weniger.

    So wie Zigaretten heute keine Zulassung mehr bekommen würden, würden auch Autobahnen nicht mehr unbegrenzt "auf den Markt" kommen.

    Und die Fahrer besser auszubilden, oder besser zu kontrollieren, klappt auch nicht. Auch wenn es jedes Jahr schlimmer wird.


    Natürlich darf man auch keinen einbremsen, aber was dazu zählt, wird schon sehr locker definiert.

    Die meisten von uns kennen doch entweder folgende Situation, oder die Geschichten davon:

    Eine deutschlandweit agierende Firma veranstaltet irgendwo ein Meeting/Seminar/Training.

    Und von diversen Niederlassungen gibt es immer irgendwelche Angestellten, die ein paar Mitarbeiter einladen und mit dem Dienstwagen zum Treffen fahren.

    Am Abend (wo nichts wichtiges passiert), wird sich dann erstmal mit den anderen Niederlassungen darüber ausgetauscht, wer wie oft bei über 200 Km/h voll in die Eisen musste.

    Also trotz Verkehr gilt oft die Vorstellung, dass 200 km/h durchaus okay sind. Trotz Richtgeschwindigkeit.

    Das ist auch irgendwie fest in den Köpfen drin und wird man nicht raus bekommen.

    Wenn man mit 130 einen LKW überholen will, müsste man den rückwertigen Verkehr bis zum Horizont frei haben, um niemanden einzubremsen, der meint, dass man im Verkehr so schnell fahren kann.


    Klar, wer überfordert ist, sollte lieber Zuhause bleiben, aber scheinbar ist der Führerschein auch so was wie ein Grundrecht und jeder weiß halt, was für Hampels unterwegs sind.

    Das bedeutet aber auch, dass man jederzeit mit solchen Leuten rechnen muss und seine Geschwindigkeit dementsprechend anpassen muss und nicht davon ausgehen darf, dass alle anderen sich an die Regeln halten, die man selber aufstellt.


    Drängeln kann man natürlich überall. In der Stadt weiß man aber, dass man im Unrecht ist, wenn man jemanden mit 50 km/h anschieben will.

    Auf der Autobahn glaubt der Drängler aber, er wäre im Recht, wenn andere seine Wunschgeschwindigkeit verhindern.

    Solche Limits werden in der Regel präventiv oder nach einer gewissen Gefahrenlage (Unfallhäufigkeit) angelegt und haben gewiss ihre Berechtigung. Das Risiko, auf Landstraßen zu verunglücken, ist in Relation zur Kilometerfahrleistung deutlich höher und auch die Mortalitätsrate ist aufgrund hölzerner Hindernisse auf einem dramatisch höheren Niveau. Das Sicherheitsbedürfnis kann auf Landstraßen nicht hoch genug sein. Der Vergleich zur Autobahn mit Schutzplanken, von einander getrennten überbreiten Einrichtungsfahrbahnen ohne Kreuzungspunkte und weitestgehender Abgrenzung von Wild hinkt also. Hundertprozentige Sicherheit gibt es natürlich auch dort nicht - auch nicht dann, wenn wir 100 km/h für Alle fordern, damit die Differenzgeschwindigkeit zu LKW und Bussen noch geringer wird...

    Eigentlich müsste auf Autobahnen auch vor jeder Auffahrt eine Geschwindigkeitsbegrenzung kommen.

    Ist ja schon heftig, wie viele meinen, sie würden Lebenszeit verschenken, wenn sie auch nur zwei Sekunden zu lange auf der rechten Spur bleiben würden. Und die Leute achten noch am wenigsten darauf, was für eine Tempo die linke Spur fährt.

    Ist zwar auch ein falsches Verhalten, aber auf der Landstraße knallt es ja auch nur, wenn sich jemand falsch verhält.


    Ich finde es mittlerweile lächerlich wie die Tatsachen in der Diskussion verdreht werden:


    - Wir brauchen Argumente gegen ein Tempolimit? Hallo? Es ist ein Verbot. Das muß begründet sein. Nicht anders herum. Die Argumente und "Gefühle" der Befürworter halten kaum irgend einer objektiven Überprüfung stand... Ist schon irgendwie absurd auf den sichersten Straßen der Republik von einem Sicherheitsproblem zu schwafeln.....

    Dann muss man wohl erst mal definieren, was als Objektivität gilt.

    Und wenn Freiheit in Verbindung mit Tempolimit fällt, ist die Objektivität schon mal raus.

    Was die Freiheit angeht, so galt auch immer der Satz: Die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo sie die Freiheit der Anderen einschränkt.

    Und wer Fahrer, die sich an die Richtgeschwindigkeit halten, auf die rechte Spur verbannen will, nur damit man links ungehindert mit 200+ km/h fahren kann, will die Anderen einschränken.


    Ebenso ist es ganz klar, dass man bei 200 km/h mehr verbraucht, als bei 130 km/h.

    Das rettet nicht das Weltklima, aber wenn der Einzelne keinen Müll trennen würde, würde das auch nichts ändern.

    Trotzdem macht man das.


    Das ist aber im Prinzip alles nebensächlich.

    Am wichtigsten ist, dass genügend Fahrer nicht mit der Richtgeschwindigkeit klar kommen.

    Es ist eine ganz andere Situation, als noch vor 20 Jahren.

    Und wie bei allen Vorschriften wird das Tempolimit nicht für 80, 50, oder 30 Prozent der Fahrer benötigt, sondern für 10%.

    Das ist natürlich traurig.

    Es wird ja auch versucht, auf möglichst vielen Abschnitten ein Tempolimit einzuführen, um die anderen Abschnitte möglichst lange frei zu halten.

    Auf mehr kann man wohl nicht hoffen.

    Tauchen ist rödlich.

  • Dann hast doch sicher auch schon beobachtet, dass wenn du den Sicherheitsabstand halbwegs einhälst, ständig einer in die Lücke reinfährt zum Überholen. So musst du dich ständig zurückfallen lassen, um den Sicherheitsabstand wieder einzuhalten.

    Die Regel für den Sicherheitsabstand ist schon ein Zugeständnis an Raser weil der Bremsweg nicht linear steigt.

    Eine Regelverletzung eines anderen hebt nicht die Regeln für alle auf.

    Im speziellen Fall gibt es eine einfach Lösung. Langsamer fahren. Bei 80-100km/h ist die Kapazität einer Straße am höchsten.

  • Die Regel für den Sicherheitsabstand ist schon ein Zugeständnis an Raser weil der Bremsweg nicht linear steigt.

    Eine Regelverletzung eines anderen hebt nicht die Regeln für alle auf.

    Im speziellen Fall gibt es eine einfach Lösung. Langsamer fahren. Bei 80-100km/h ist die Kapazität einer Straße am höchsten.

    Meine bescheidene Meinung:

    Raser ist man nicht mit 200 auf einer unlimitierten Bahn, sondern mit 100 in einer Baustelle, wo nur 60 erlaubt sind.

  • Jo, kann man so sehen. Aber mal zur Diskussion gestellt, rekrutieren sich die 100 statt 60 Fahrer denn eher aus der Freie-Fahrt-Fraktion oder sind das diejenigen, die sich sonst an die Richtgeschwindigkeit halten?

  • Jo, kann man so sehen. Aber mal zur Diskussion gestellt, rekrutieren sich die 100 statt 60 Fahrer denn eher aus der Freie-Fahrt-Fraktion oder sind das diejenigen, die sich sonst an die Richtgeschwindigkeit halten?

    Meiner Erfahrung nach aus beiden.

    Es gibt die Honks, die stumpf ihre 110 fahren, damit auf freier Strecke den Betrieb aufhalten, dafür aber auch in der Baustelle konsequent ihren Stiefel weiter fahren. Die überholt man als "regelkonformer Schnellfahrer" dann ein halbes Dutzend Mal.


    Und es gibt die Idioten, die immer volles Rohr fahren.


    Ich wiederhole mich gern: ein Tempolimit würde nur dann Sinn machen, wenn man den Kontrolldruck um 800% erhöht. Schon jetzt hält sich kaum eine Sau an bestehende Limits. Wenn ich 10 über Limit fahre (was ja an sich schon ein Verstoß ist), werde ich bedrängt, als ginge es um Leben und Tod.

  • Aber mal zur Diskussion gestellt, rekrutieren sich die 100 statt 60 Fahrer denn eher aus der Freie-Fahrt-Fraktion oder sind das diejenigen, die sich sonst an die Richtgeschwindigkeit halten?

    Das sind überspitzt gesagt die, die genau nach der Baustelle mit 87,1km/h einen LKW überholen der 87km/h fährt.

  • Sehe ich ähnlich. Ehrlich gesagt halte ich den Ausbau von Überwachungsmaßnahmen für mich auch für die größere Bedrohung als die eigentlichen Limitsetzung. Bei nominal 130 könnte man ansonsten bei derzeitiger Überwachungsdichte (also fast nix) mit +20 noch sicher hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten erzielen.

  • Da hätte ich nicht einmal etwas dagegen. :sz: Dann wird eben auf der Landstraße nur noch 100 statt der heutigen 120 km/h gefahren... :m: Wer sich da brav an 100 hält, wird bedrängelt und überholt. Und manchmal würde ich mich schon sehr freuen, wenn die Leute wenigstens 70 oder 80 fahren...

    Also die Erfahrung mache ich hier bei uns im Süden eher weniger.

    Trotz des starken Verkehrsaufkommens in München und Umland hab ich die Problematik noch nicht erlebt und das, obwohl ich maximal einige km/h überm Limit unterwegs bin.

    Da kommt es eher vor, dass Lieschen Müller oder Kurti Huber aus Kleinkleckersdorf auf dem Weg zum Großeinkauf "in die Stadt" (das nächstgrößere Dorf halt wo es noch nen EDK gibt) eben nur mit 70-80 unterwegs sind. Die kann man aber dann problemlos mit den erlaubten 100 überholen. Es sollte nur nicht kurz vorm nächsten Ort sein weil dann hat man wirklich jemand im Genick der da weiterhin die vorherigen 70-80 fahren will.


    Georg

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Dann hast doch sicher auch schon beobachtet, dass wenn du den Sicherheitsabstand halbwegs einhälst, ständig einer in die Lücke reinfährt zum Überholen. So musst du dich ständig zurückfallen lassen, um den Sicherheitsabstand wieder einzuhalten.

    Die Regel für den Sicherheitsabstand ist schon ein Zugeständnis an Raser weil der Bremsweg nicht linear steigt.

    Eine Regelverletzung eines anderen hebt nicht die Regeln für alle auf.

    Im speziellen Fall gibt es eine einfach Lösung. Langsamer fahren. Bei 80-100km/h ist die Kapazität einer Straße am höchsten.

    Wieso ist diese Regel ein Zugeständnis an Raser? Auf diese Erjklärung bin ich gespannt.

    Wer langsamer fahren will, also 80 bis 100 km/h, sollte über die Landstraße fahren, dass würde viele Probleme lösen.

    Autobahnen wurden mit viel Geld und Aufwand gebaut, um schneller und gefahrloser als auf Landstraßen von A nach B zu kommen. Wenn man das nicht mehr will, braucht man den immensen Aufwand auch nicht mehr zu betreiben.

    Das Problem ist, dass es inzwischen halt zu viele Idioten auf beiden Seiten gibt, zum eine die hirnlosen Raser und zum anderen die gedankenlosen Schleicher und Oberlehrer. Hier würde in der Tat eine höhere Kontrolldichte und Verschärfung der Strafen für Abhilfe schaffen. Ein Tempolimit eher weniger.

    Gruß
    schecke

  • Ich habe hier im Treff schon mal geschrieben, dass es neben den Industrieinteressen keinen vernünftigen Grund gegen ein Tempolimit gibt.

    Zum einen sind es wohl nicht nur Industrieinteressen, wie hier in der lebhaften Diskussion schoen zu sehen ist. Zum anderen gibt es auch keinen vernuenftigen Grund gegen ein Alkohol- oder Tabakverbot, aber das wird sicherlich nicht kommen. Gut, beim Rauchen gibt es mittlerweile Einschraenkungen, aber saufen darf noch jeder ueber 16 legal. Und auch da ist es so, dass man nicht alle bestraft, die gerne mal ihr Glaeschen Roten oder ihre Feierabendhalbe trinken, nur weil es einen gewissen Prozentsatz gibt, der damit nicht umgehen kann. Ohne Zahlen zu kennen, oder Quellen zu suchen, ist der Schaden durch Alkoholmissbrauch im Jahr wahrscheinlich deutlich hoeher, als der durch zu hohe Geschwindigkeit auf der Autobahn.