Parkschaden verursacht...Frage zur Regulierung

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  • Hallo zusammen,


    ich bräuchte mal wieder einen Rat... und zwar habe ich dieser Tage beim Ausparken ein anderes Auto übersehen und dessen Rücklicht beschädigt. Da das andere Auto geparkt war, ist die Schuldfrage wohl eindeutig ;) :o


    Wir haben die Fahrerin vor Ort ausfindig gemacht, und ich habe mittlerweile einen Kostenvoranschlag von ihr: Schaden ist ca. 330 EUR. Den würde ich am liebsten selbst regulieren um die Rückstufung zu vermeiden. Die wäre von SF19 nach SF9 -- hab jetzt nicht nachgerechnet aber denke mal das lohnt sich auf keinen Fall, es über die Versicherung zu machen...


    Nun meine Frage: die Versicherung sagte mir, ich sollte vom KV den Netto-Betrag überweisen, und wenn (falls...) eine Rechnung kommt dann den Rest. Soweit ich weiß ist das bei Versicherungen die übliche Vorgehensweise...
    Aber, wie würdet Ihr als Geschädigter reagieren, wenn ihr schon auf Anwalt usw. verzichtet habt, wenn der Verursacher dann mit sowas ankommt?


    Bin gerade etwas unschlüssig, zum einen hätte ich es gerne schnell erledigt und hatte daher vor den KV einfach zu überweisen. Der Hinweis von der Versicherung hat mir jetzt etwas zu denken gegeben... :rolleyes:

    Gruß Mathias (formerly known as Mathias386)


    Für einen Fahrzeugtyp, wie ihn der BMW 7er und seine nationalen wie internationalen Wettbewerber darstellen, sind rund 135 kW (gut 185 PS) angemessen und selbst bei sportlichsten Ansprüchen mehr als ca. 185 kW (rund 250 PS) nicht erforderlich.

    (aus einem BMW-Prospekt von 1980, gefunden bei www.7-forum.com)

  • Zahl den Bruttobetrag und gut ist. Das macht bei 330 EUR ca. 50 EUR aus. Willst wg. dem Mist weiteren Ärger und am Ende ggf. weitaus höhere Kosten an der Backe haben.


    Fehler gemacht, einstehen, zahlen und fertig.

  • Sehe ich genauso, ist ja auch noch eine relativ kleine Summe, ich würde das zahlen und gut ist.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Den würde ich am liebsten selbst regulieren um die Rückstufung zu vermeiden. Die wäre von SF19 nach SF9 -- hab jetzt nicht nachgerechnet aber denke mal das lohnt sich auf keinen Fall, es über die Versicherung zu machen...


    Bietet deine Versicherung es nicht an, dass die Versicherung die Sache reguliert und du am Ende die Rechnung bzw. den KV bezahlst? So macht es sogar die HUK...
    Und das ist halt auch die sicherste Variante: Du bist rechtlich einfach sicher, weil der Schaden sauber an die Versicherung gemeldet ist und die Versicherung die Kommunikation übernimmt.


    Bin gerade etwas unschlüssig, zum einen hätte ich es gerne schnell erledigt und hatte daher vor den KV einfach zu überweisen. Der Hinweis von der Versicherung hat mir jetzt etwas zu denken gegeben... :rolleyes:


    Wie wäre es die Unfallgegnerin einfach anzurufen? Wenn sie eh vor hat reparieren zu lassen soll sie halt einfach die Rechnung schicken. Wenn sie nicht vor hat zu reparieren erklärst du ihr was die Versicherung gesagt hat und handelst entsprechend. Der Vorteil für die Frau ist, dass sie unbürokratisch das Geld bekommt, welchem sie bei der Versicherung erst mit ner ordentlichen Schadensmeldung und Forderung nachlaufen muss.
    Mit einem Brief oder einer Email kann so etwas zu leicht eskalieren. In jedem Seminar zu Kommunikation lernt man, dass man in solchen Fällen das Telefon nutzen sollte und im Anschluss kurz eine Bestätigungsmail zum Telefonat verfassen sollte.

  • Hallo,


    erstmal noch vielen Dank für die Antworten :) (ich war jetzt zwei Tage im tiefsten Schwarzwald...das Internet war dort ziemlich wackelig, reichte gerade noch zum lesen...daher antworte ich erst jetzt :o)


    @irvine und otti: genau das war/ist auch mein Bauchgefühl...macht für mich keinen riesigen Unterschied, und ich kann es sofort abhaken...und auch für die Geschädigte ist es einfacher weil sie das Geld sofort hat. Und wenn sie es dann doch nicht reparieren lässt und das Geld behält, sei's drum.


    Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich eher schnell ein schlechtes Gewissen habe wo es garnicht unbedingt nötig wäre... daher kam mir hier eben die Frage, mein Gewissen beruhigen und direkt zahlen...oder den "korrekten" Weg wählen und erstmal netto erstatten?


    Ich weiß entscheiden muss ich selber...wäre trotzdem interessant wie andere das sehen...


    (irgendwie empfinde ich es auch gerade etwas kleinlich hier wegen 50 Euro diskutieren zu wollen, wenn ich z.B., wie im anderen Thread geschrieben, gerade überlege eine unnötige Uhr für x k€ zu kaufen... :rolleyes:)


    Bietet deine Versicherung es nicht an, dass die Versicherung die Sache reguliert und du am Ende die Rechnung bzw. den KV bezahlst? So macht es sogar die HUK...
    Und das ist halt auch die sicherste Variante: Du bist rechtlich einfach sicher, weil der Schaden sauber an die Versicherung gemeldet ist und die Versicherung die Kommunikation übernimmt.


    Doch, das ist hier auch möglich (Versicherung ist übrigens die HDI). Den Schaden hatte ich der Versicherung natürlich auch gleich gemeldet, mit paar Bildern usw. Und stimmt, eigentlich hätte ich mich danach komplett rausziehen können und die Versicherung alles übernehmen lassen...da war es wieder, das schlechte Gewissen... :rolleyes:


    Zitat

    Wie wäre es die Unfallgegnerin einfach anzurufen? Wenn sie eh vor hat reparieren zu lassen soll sie halt einfach die Rechnung schicken. Wenn sie nicht vor hat zu reparieren erklärst du ihr was die Versicherung gesagt hat und handelst entsprechend. Der Vorteil für die Frau ist, dass sie unbürokratisch das Geld bekommt, welchem sie bei der Versicherung erst mit ner ordentlichen Schadensmeldung und Forderung nachlaufen muss.
    Mit einem Brief oder einer Email kann so etwas zu leicht eskalieren. In jedem Seminar zu Kommunikation lernt man, dass man in solchen Fällen das Telefon nutzen sollte und im Anschluss kurz eine Bestätigungsmail zum Telefonat verfassen sollte.

    Stimmt absolut, schriftlich eskaliert sowas u.U. schnell -- in der Tat haben wir auch bereits mehrmals telefoniert, und ich habe ihr auch bereits das mitgeteilt von der Versicherung, dass sie den KV netto erstattet bekommt und die MwSt dann nach der endgültigen Rechnung (sorry dass ich das nicht gleich erwähnt hatte :o).
    Sie fand das jedenfalls nicht so toll...meinte z.B. sie hätte es sich auch einfacher machen können und gleich zum Anwalt gehen, den hätte ich ja auchbezahlen müssen. Auch wenn vielleicht fraglich ist ob ein Anwalt bei dem Betrag tätig wird, aber prinzipiell stimmt das schon. Auch hier im Forum wird ja gerne zum Anwalt geraten bei unverschuldeten Schäden...



    EDIT: eine Frage kam mir noch, steht einem Geschädigten in so einem Fall nicht sowieso noch etwas zu als Ersatz für Auslagen usw.? Meine da mal was von einer Pauschale gehört zu haben...

    Gruß Mathias (formerly known as Mathias386)


    Für einen Fahrzeugtyp, wie ihn der BMW 7er und seine nationalen wie internationalen Wettbewerber darstellen, sind rund 135 kW (gut 185 PS) angemessen und selbst bei sportlichsten Ansprüchen mehr als ca. 185 kW (rund 250 PS) nicht erforderlich.

    (aus einem BMW-Prospekt von 1980, gefunden bei www.7-forum.com)

    2 Mal editiert, zuletzt von Mathias ()

  • Wenn du das ganze der Versicherung übergibt und den Schaden später zurückkaufst machst du meiner Meinung nach nichts falsch. Das würde für mich die beste Lösung sein. Pauschal stehen dem Geschädigten noch 40€ Auslagen zu meine ich.

  • Sobald eine Versicherung im Spiel ist, ist der Gegner geneigt, alles Mögliche geltend zu machen, z.B. Anwalt, Gutachter, Mietwagen, Verdienstausfall, Auslagen, usw.
    Damit rentiert es sich üblicherweise nicht den Schaden zurückzukaufen und man wird gnadenlos hochgestuft.

    Willst Du das?
    Und nicht zu lange warten, sonst läuft das auf Hinhaltetaktik raus und die Sache ist sofort bei einem Anwalt. Die wollen ja auch von was leben, ...

  • Wenn also privat abgewickelt wird, halten sich der gegnerische Anwalt und der Geschädigte mit Ihren Forderungen zurück, bzw. verzichten darauf ??



    Merkwürdige Logik.



    O.

  • Wenn also privat abgewickelt wird, halten sich der gegnerische Anwalt und der Geschädigte mit Ihren Forderungen zurück, bzw. verzichten darauf ??



    Merkwürdige Logik.
    .


    Welcher gegenerische Anwalt?


    Noch ist die Regulierung zwischen den Beteiligten möglich.


    Wenn's der Geschädigten zu dumm wird, dann kann sie jederzeit einen Anwalt einschalten (den der Schädiger bzw. dessen Versicherung übernehmen muß) und der wird sich sicher nicht zurückhalten und die Schadenshöhe (evtl. alleine durch sein Honorar) so hoch treiben, daß sich eine private Regulierung nicht mehr lohnt.

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • .....Sie fand das jedenfalls nicht so toll...meinte z.B. sie hätte es sich auch einfacher machen können und gleich zum Anwalt gehen, den hätte ich ja auchbezahlen müssen. Auch wenn vielleicht fraglich ist ob ein Anwalt bei dem Betrag tätig wird, aber prinzipiell stimmt das schon. Auch hier im Forum wird ja gerne zum Anwalt geraten bei unverschuldeten Schäden...




    Mathias hat doch geschrieben, daß sie einen Anwalt ins Spiel gebracht hat

  • Also, wenn mir einer mit einem Anwalt droht, halte ich dagegen. Egal ob im Konjunktiv oder im Indikativ :D;)

  • Leute, seht das doch mal aus dem Blickwinkel der Geschädigten:
    Sie hat nichts falsch gemacht und jetzt nen Schaden an ihrem Auto. Sie ist natürlich froh, dass der Schädiger dazu steht und die Kosten übernimmt, und sagt daher: Komm, machen wir unbürokratisch, ich verzichte auf mein Recht auf Anwalt und die Pauschale, dafür gibst Du mir das Geld so und wir sind quitt!
    DAS finde ich eine echt großzügige Ansicht, und ich wäre froh im Falle eines Falles so eine Geschädigte zu treffen!
    ICH wäre allerdings als Geschädigter auch angepisst wenn dann auf einmal kommt "Je nun, meine Versicherung.... erst mal nur netto, dann sehen wir mal...." - DA würde ich dann auch sagen: OK, ICH war kulant, wenn Du jetzt kleinlich werden willst dann werde ich´s auch!
    VERDAMMT NOCH MAL ZAHL DIE 50 EURO DIREKT MIT, die Geschädigte verzichtet im Gegenzug auf alle weiteren Forderungen aus dem Schadensfall und alle sind glücklich!!!

    Good cars get you from point A to B.
    Great cars get you in trouble.....

  • Leute, seht das doch mal aus dem Blickwinkel der Geschädigten:
    Sie hat nichts falsch gemacht und jetzt nen Schaden an ihrem Auto. Sie ist natürlich froh, dass der Schädiger dazu steht und die Kosten übernimmt, und sagt daher: Komm, machen wir unbürokratisch, ich verzichte auf mein Recht auf Anwalt und die Pauschale, dafür gibst Du mir das Geld so und wir sind quitt!
    DAS finde ich eine echt großzügige Ansicht, und ich wäre froh im Falle eines Falles so eine Geschädigte zu treffen!
    ICH wäre allerdings als Geschädigter auch angepisst wenn dann auf einmal kommt "Je nun, meine Versicherung.... erst mal nur netto, dann sehen wir mal...." - DA würde ich dann auch sagen: OK, ICH war kulant, wenn Du jetzt kleinlich werden willst dann werde ich´s auch!
    VERDAMMT NOCH MAL ZAHL DIE 50 EURO DIREKT MIT, die Geschädigte verzichtet im Gegenzug auf alle weiteren Forderungen aus dem Schadensfall und alle sind glücklich!!!



    So ist es :rtfm:

  • Sag ich doch schon die ganze Zeit, Bruttosumme bezahlen und gut ist, wir reden ja hier nicht über zig tausende von Euros ;)

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.