Frage an Unternehmer hier, die ihren Mitarbeitern Dienstwagen stellen

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  • Und dann geschäftlich mit meinem Privatfahrzeug fahren?
    Dafür dann den Tankgutschein? Nöööö....!


    Doch nicht so. Aber keine Privatfahrten (zu Hause --> Arbeit) mit ner Gurke die ich nicht will und die dann vor der Hütte rumsteht. Für dienstliche Fahrten kann man mir hinstellen was man will.
    Es soll ja der Bonus sein dass man das Fahrzeug privat nutzen kann ohne sich Gedanken zu machen. Dann muss es aber schon ein Fahrzeug meiner Wahl sein. Mir hat man mal nen Renault Megane hingestellt, hab ich abgelehnt. Mit sowas fahr ich privat nicht mal nachts zum tanken...

    Die Definition von Wahnsinn ist: Immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. A. Einstein

    Einmal editiert, zuletzt von Martin ()

  • Wenn das Auto den Mitarbeiter motivieren soll, kommen folgende Punkte wohl eher nicht gut an:


    - vorgeschriebener Fahrzeugtyp, Farbe und Ausstattung


    - Begrenzung der km


    Oder würdest du als Firmenfahrzeug irgendeinen Kompaktwagen mit Einstiegsmotorisierung fahren wollen, wenn du privat bisher ein sportliches Auto fährst?


    Meiner Meinung nach könnte eine sinnvolle Vorgehensweise so aussehen:


    - Fahrzeugtyp und Motorisierung sind möglichst frei wählbar


    - gleiches gilt für die zusätzlich gewünschte Ausstattung (eine bestimmte Mindest-Ausstattung wird meist ohnehin vorgeschrieben)


    - km-Leistung wird entweder nicht begrenzt, oder es gibt nach Erreichen einer bestimmten km-Anzahl eben das nächste Fahrzeug


    - jegliche Reparaturen, Versicherung etc. gehen auf Kosten des Arbeitgebers


    - den Kraftstoff bezahlt im Idealfall der Arbeitgeber per Tankkarte, die an möglichst vielen Tankstellenketten einsetzbar ist.


    - im Gegenzug bezahlt der Arbeitnehmer einen bestimmten prozentualen Teil des Listenpreises als monatlichen Eigenanteil (bzw. von dem Teil, der über x EUR Listenpreis hinausgeht). Alles andere bezahlt der Arbeitgeber.


    - Im Idealfall könnte der Eigenanteil des Arbeitnehmers per Gehaltsumwandlung aus dem Brutto bezahlt werden. Leider kommt das in der Praxis nicht häufig vor, meist muß der Eigenanteil aus dem Netto bezahlt werden.

  • Zunächst mal am besten den Steuerberater der Firma konsultieren, da das Thema einigermaßen komplex ist (sowohl auf AN- als auch auf AG-Seite).


    Dann soll der Wagen, soweit ich es verstehe, als zusätzliche Motivation, als quasi indirekte Gehaltserhöhung dienen.


    Das funktioniert dann aber nur, wenn es für den Mitarbeiter einen echten Vorteil darstellt, d.h. wenig Einschränkungen bei der Fahrzeugwahl und bei der privaten km-Leistung und keine bis sehr niedrige Kostenbeteiligung über die Versteuerung hinaus.


    Fraglich, ob je nach den Bedingungen den Wagen überhaupt privat nutzen und damit auch versteuern möchten, also die Leute vorher fragen.

    Grüße Peter

  • Guck mal, wie naiv ein Selbständiger sein kann :)
    All die genannten Punkte habe ich gar nicht bedacht. Dazu sage ich aber auch ehrlich, dass ich mich nicht in die Lage der MA habe zu versetzen versucht.
    Nochmals vielen Dank für die geballten Infos und Einschätzungen.
    Steuerberater ist klar, aber zum Beispiel die Sicht des MA wird der StB auch nicht zwangsläufig kennen oder so gut berücksichtigen, wie es in den Einschätzungen hier der Fall ist.

  • Ich häng mich hier mal als Arbeitnehmer mit einem aufs Auge gedrückten Peugeot 308 SW (EZ mitte 2015):
    Wie gesagt: ich konnte mein Geschäftsfahrzeug auch nicht selbst aussuchen. Da es bereits vorhanden war (als ehemaliges Poolfahrzeug - aber zu diesem Zeitpunkt zu 90% von mir bewegt), gab es eben keine Alternative für mich. Da mein AG ein Verein ist (Non-Profit-Organisation), und wir vom lokalen Peugeot-Händler "unterstützt" werden, gibt es auch nichts anderes wie Peugeot (und Jeep).


    Würde ich persönlich privat den Peugeot fahren? Definitiv nein! Weshalb habe ich das Auto angenommen? Ganz einfach: Der E36 stand langsam aber sicher zur Ablösung an. Mir wird pro Monat 0.8% vom Fahrzeugwert auf den Lohn aufgerechnet. Bei den Anschaffungskosten des Peugeots macht das knapp über Fr. 210.- pro Monat. Dafür ist bis auf die Reinigung des Fahrzeuges alles enthalten (Versicherung, Service, Scheibenwischwasser, Strassenverkehrssteuern, Benzin, Reifen, etc.). Da ich täglich 42km Arbeitsweg habe, jedoch steuertechnisch nur Fr. 3500.- abziehen kann, ist dies für mich ein super Deal. Auch wenn ich mit dem Auto ansonsten nicht wirklich 100% glücklich bin.


    Neben dem Arbeitsweg gibt es aber pro Jahr kaum mehr wie 700km welche ich mit dem Peugeot privat fahre. 95% der privaten Fahrten mache ich mit dem F11.


    EDIT meint: Sprit ist bei mir für kleinere private Fahrten inklusive. Nur bei längeren (privaten) Strecken (die sind aber nicht genau spezifiziert ;-) ), müsste ich das Benzin selbst bezahlen. Logischerweise bei privatfahrten ins Ausland geht der Sprit komplett auf mich

  • Ich häng mich hier mal als Arbeitnehmer mit einem aufs Auge gedrückten Peugeot 308 SW (EZ mitte 2015):
    Wie gesagt: ich konnte mein Geschäftsfahrzeug auch nicht selbst aussuchen. Da es bereits vorhanden war (als ehemaliges Poolfahrzeug - aber zu diesem Zeitpunkt zu 90% von mir bewegt), gab es eben keine Alternative für mich. Da mein AG ein Verein ist (Non-Profit-Organisation), und wir vom lokalen Peugeot-Händler "unterstützt" werden, gibt es auch nichts anderes wie Peugeot (und Jeep).


    Würde ich persönlich privat den Peugeot fahren? Definitiv nein! Weshalb habe ich das Auto angenommen? Ganz einfach: Der E36 stand langsam aber sicher zur Ablösung an. Mir wird pro Monat 0.8% vom Fahrzeugwert auf den Lohn aufgerechnet. Bei den Anschaffungskosten des Peugeots macht das knapp über Fr. 210.- pro Monat. Dafür ist bis auf die Reinigung des Fahrzeuges alles enthalten (Versicherung, Service, Scheibenwischwasser, Strassenverkehrssteuern, Benzin, Reifen, etc.). Da ich täglich 42km Arbeitsweg habe, jedoch steuertechnisch nur Fr. 3500.- abziehen kann, ist dies für mich ein super Deal. Auch wenn ich mit dem Auto ansonsten nicht wirklich 100% glücklich bin.


    Neben dem Arbeitsweg gibt es aber pro Jahr kaum mehr wie 700km welche ich mit dem Peugeot privat fahre. 95% der privaten Fahrten mache ich mit dem F11.


    Danke, also kann das auch so gehen.
    Im betreffenden Fall wird das aber denke ich doch nicht so schön sein.
    Wie gesagt, das war zunächst ein einfacher Gedankengang von mir, um sich ein Bild der Dienstwagenwelt zu verschaffen.
    Dabei musste ich mit großem Schrecken feststellen, dass alle Kleinwagen bei Sixt-Neuwagen plötzlich ein Vermögen kosten. Ein Honda Civic wird teuer als so mancher BMW gehandelt...

  • Danke, also kann das auch so gehen.


    Ja, gibt auch diesen Weg ;)
    Wobei ursprünglich waren die Bedingungen wie folgt: 0.8% vom Fahrzeugwert als Lohnaufrechnung, Reinigung & Sprit für gschäftliche fahrten unter 100km/Tag zu meinen Lasten, restliche Kosten (Versicherung, Strassenverkehrssteuern, Service, Reifen, etc. zu Lasten des Arbeitgebers. Das hätte wohl zu vergleichbaren Kosten im Jahr geführt, wie wenn ich weiterhin mit dem E36 zur Arbeit gefahren wäre, da nur ein eher kleiner Teil meiner geschäftlichen Fahrten am Tag über 100km sind. Nach etwas nachverhandeln (das Geschäftsauto war ja schlussendlich ein Bonus für meinen Einsatz sowie herausragende Leistung für die Firma), bin ich nun mit dem Deal durchaus zufrieden. Auch wenn ich mit dem PUG nicht 100% glücklich bin, so wird das Auto von mir sehr gut gepflegt (kriegt sogar ab und zu mal Pflegeprodukte von SirRichi (Autobrill) ab :crazy:).


    Was mir sicherlich auch noch entgegen kommt: In der Schweiz muss man als Mitarbeiter nur den effektiven Anschaffungspreis (also die 0.8% vom Kaufpreis), resp. die effektive Leasingrate versteuern. Da wir den Peugeot zu sehr guten Konditionen erhalten haben, fällt daher mein Anteil am Auto sehr überschaubar aus.

  • In DE haben wir die ziemlich unsinnige 0,1%-Regelung.
    So muss ich meinen 4er (und noch schlimmer meinen F10, den ich als Jahreswagen kaufte) zum BLP versteuern, obwohl beim F36 wir deutlich über 16 % (und beim JaWa nachträglich doch recht enttäuschende rund 30%) Nachlass bekamen.

  • M.W. sind es 1% pro Monat


    Zzgl. 0,03% je Entfernungskilometer

    Mein Alter
    Aktueller Kilometerstand: 247.000 (06.02.17) nach 111.000km (06.02.12)
    Das meiste Geld habe ich für Autos und teure Frauen ausgegeben, den Rest hab ich einfach verprasst. [George Best]