Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Bestätigt mich mal wieder darin, dass ich zu 99% per Eierföhn im Forum bin. Da sieht man die Signaturen nicht.

    Die sieht kein mobiles Gerät, Displaygrößenabhängig :)

    When nothing goes right, go left :top:

  • Mal zum Thema: Wie sieht es beim Elektroantrieb eigentlich bei langen Standzeiten aus? Wäre der geeignet für einen Wagen den man sich z.B. dauerhaft an eine Ferienwohnung stellt, der dann aber halt auch ein paar Monate nicht bewegt wird? Vermutlich besser als ein Verbrenner, oder?

  • Bei Porsche bekommt man ein Info-Blatt "Wichtige Hinweise zum Umgang mit der HV-Batterie".


    Da steht zu längeren Standzeiten über zwei Wochen, dass man das am besten bei Umgebungstemperaturen zwischen 0 und 20° macht und dass man den Batterieladezustand zwischen 20 und 50% halten soll.


    Aber das ist wohl eher übervorsichtig. Ich habe bei ein- bis zweiwöchigen Standzeiten keinen niedrigeren Akkustand bemerkt, würde aber dennoch bei einer Ferienwohnung wohl mit 50 % abstellen, damit auch noch was im Akku ist, wenn man nach Monaten wieder hinkommt.

  • Wie sieht es beim Elektroantrieb eigentlich bei langen Standzeiten aus?

    Die Frage habe ich mir bei den möglichen Standuhren im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft schon gestellt. Da soll ja zur Zeit einiges auf Halde stehen.

    When nothing goes right, go left :top:

  • ... das könnte mitunter problematisch werden, wenn die Dinger auf 100% geladen und dann in die pralle Sonne gestellt werden und das über eine längere Zeit.


    Händler arbeiten da teilweise auch hirnlos. Mir wurde der Born beim letzten Werkstatttermin mit 100% SOC übergeben. Da ich nur 6 km Heinweg hatte, bin ich erstmal noch 30 km flott Autobahn gefahren :D

  • Hätte damit null Probleme gehabt den auch mit 99% so stehen zu lassen. Wie schon mal gesagt, zu einem untergebenen meines Fahrzeugakkus mache ich mich nicht.

  • Mal zum Thema: Wie sieht es beim Elektroantrieb eigentlich bei langen Standzeiten aus? Wäre der geeignet für einen Wagen den man sich z.B. dauerhaft an eine Ferienwohnung stellt, der dann aber halt auch ein paar Monate nicht bewegt wird? Vermutlich besser als ein Verbrenner, oder?


    Heinz hat das schon gut erklärt.

    Hier wäre es dann eigentlich nur noch wichtig, das in Frage kommende Model im Detail zu kennen bzw. zu recherchieren, da die Hersteller unterschiedlich große (oder keine, im Falle von Tesla) Puffer nach unten und oben vorsehen und auch unterschiedliche Zellchemie hier ein Thema ist (LFP Akkus als Beispiel).


    Beim EV6 wird zwar auch gesagt, man solle nicht bis 100% laden und ihn in die pralle Sonne stellen, in der Realität ist das aber tatsächlich gar nicht soooooooo schlimm, weil die angezeigten 100% nicht den echten 100% entsprechen.


    Kia hat hier eine Reserve unter 0% vorgesehen ebenso wie einen Puffer über 100%.

    Du kannst in der Realität von 100-0% 73,4kWh nutzen, Kia selber gibt die Bruttogröße des Akkus mit 77,4kWh an (das ist die Reserve unterhalb 0%).

    Aber auch nach oben hin gibt es einen Puffer (mindestens 3,5% = 2,6kWh), der wird seitens Kia allerdings dazu verwendet, die unvermeidbare Degradation zu verstecken.



    Zurück zum Thema lange Standzeiten: ich hätte jetzt keine Bauchschmerzen damit, das Auto auf 70 oder 80% aufzuladen und es ein halbes Jahr stehen zu lassen.

    Abgesehen von den Bremsen (die rosten sehr schnell) sollte das keinerlei Probleme mit sich bringen abgesehen von so Kleinigkeiten wie nicht mehr per App zu erreichen wenn langfristig "eingeschlafen".


    Die 12v Batterie wird seitens des Autos regelmäßig nachgeladen solange der Ladestand des Hochvoltakkus über 20% liegt.

    Bei 73,4kWh nutzbar ergeben sich so errechnete 60 oder 50% "Standkapazität" mit 44kWh bzw. 36,7kWh - damit kann man eine 12v Batterie schon seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee *luft hol* eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr lange laden. ^^

    Gerade wenn das Auto eingeschlafen ist.

    Wenn man natürlich täglich mehrfach mit der App spielt und das Auto so jedes Mal aufweckt, dann könnte es mit dem halben Jahr evtl. knapp werden - ich habe aber keinen Plan, was das Auto so an Standby Verbrauch hat in eingeschlafen und "per App aktiv", bin mir aber sicher, dass das schon jemand gemessen hat (in den eForen sind echt viele Freaks unterwegs).

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Aus der Erfahrung mit dem iX kann ich sagen, dass bei langen Standzeiten die 12 Volt Batterie tiefentladen wird und dann zum Problem im Winter wird. Genau wie beim Verbrenner.

    Mittlerweile weiß ich, dass zumindest beim iX die Hauptbatterie die 12V Batterie des geparkten Autos nicht nachlädt.


    Hier ein Artikel zur gemeinsamen Entwicklung neuer Winterreifen von Pirelli und BMW. Vielleicht werden die auch für meinen i5 interessant. Ich bin auf erste Tests gespannt, ob der Reifen hält, was er verspricht. Sowohl beim Verbrauch als auch bei den Wintereigenschaften.

  • Aus der Erfahrung mit dem iX kann ich sagen, dass bei langen Standzeiten die 12 Volt Batterie tiefentladen wird und dann zum Problem im Winter wird. Genau wie beim Verbrenner.

    Mittlerweile weiß ich, dass zumindest beim iX die Hauptbatterie die 12V Batterie des geparkten Autos nicht nachlädt.


    Hier ein Artikel zur gemeinsamen Entwicklung neuer Winterreifen von Pirelli und BMW. Vielleicht werden die auch für meinen i5 interessant. Ich bin auf erste Tests gespannt, ob der Reifen hält, was er verspricht. Sowohl beim Verbrauch als auch bei den Wintereigenschaften.

    Sowas muss doch gescheit programmiert werden. Ich stelle meinen Hyundai regelmäßig weg mit unter 10% für zwei Wochen…über sowas mache ich mir gar keine Gedanken.

  • Amtrack  AndreasF


    Danke für Eure Erläuterung, ich nehme mal mit, dass es auf das jeweilige Modell ankommt...


    Mit 100% Ladung wegstellen muss ja nicht sein, dass könnte man vernünftig abpassen. Ich bin aber schon ein wenig erstaunt, dass die Wagen noch eine separate 12V Batterie haben und die dann - zumindest nicht immer - aus dem großen Akku geladen wird. Gerade da hätte ich erwartet, dass das bei dem Anwendungsfall ein Vorteil zum Verbrenner ist.

  • Sowas muss doch gescheit programmiert werden. Ich stelle meinen Hyundai regelmäßig weg mit unter 10% für zwei Wochen…über sowas mache ich mir gar keine Gedanken.


    Das dürfte irgendwann ein böses Erwachen geben bzw. eben nicht.

    Unter 20% wird zumindest beim EV6 überhaupt nicht(!) mehr der 12v Klotz nachgeladen.

    Unter 25% nur noch sporadisch / energiesparend.


    Ich gehe davon aus, dass du die identische Ladelogik programmiert bekommen hast ab Werk.


    Ich habe aber hier gelernt: es geht auch schlechter, siehe iX 8| - da hat man so nen Haufen kWh da rumstehen und der 12v Block wird leer... das darf eigentlich gar nicht passieren mMn.


    Ich bin aber schon ein wenig erstaunt, dass die Wagen noch eine separate 12V Batterie haben und die dann - zumindest nicht immer - aus dem großen Akku geladen wird. Gerade da hätte ich erwartet, dass das bei dem Anwendungsfall ein Vorteil zum Verbrenner ist.


    Der 12v Block ist für alle "herkömmlichen" Anwendungen gedacht. Wobei das auch einfach mittels entsprechend leistungsfähigem Spannungswandler gelöst hätte werden können.

    So dient der 12v Akku auch mit zur Überbrückung von Spitzenzeiten schätze ich mal.

    ABER, der Hauptgrund: son eAuto muss, soweit ich weiß, spannungslos sein im Ruhezustand.

    Also ziehen die HV Schütze erst an, sobald man das Auto einschaltet - und genau dafür brauchts den 12v Block.

    Ist der leer, steht dein Auto. Ganz egal wie voll der HV Akku ist.


    Beim eAuto, das wegen 12v Unterspannung nicht anspringen will, reicht dann auch zum Überbrücken ein kleiner Schubser, eben so viel, dass die 12v ausreichen um die HV Schütze anziehen zu lassen.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Der 12v Block ist für alle "herkömmlichen" Anwendungen gedacht. Wobei das auch einfach mittels entsprechend leistungsfähigem Spannungswandler gelöst hätte werden können.

    So dient der 12v Akku auch mit zur Überbrückung von Spitzenzeiten.


    ABER: son eAuto muss, soweit ich weiß, spannungslos sein im Ruhezustand.

    Also ziehen die HV Schütze erst an, sobald man das Auto einschaltet - und genau dafür brauchts den 12v Block.

    Ist der leer, steht dein Auto. Ganz egal wie voll der HV Akku ist.


    OK, dass erklärt den separaten Akku natürlich. Ich wäre jetzt auch davon ausgegangen, dass die Spannungsversorgung für alle Anwendungen aus dem Hauptakku generiert wird. Schließlich bringt der 12V Akku auch wieder Gewicht und Kosten mit sich.


    Wie wird der denn geladen, wenn nicht aus der Hauptbatterie, ich hoffe nicht per Lichtmaschine...

  • Nein, Lima gibts nicht (wobei ich noch nicht bei Elektro VWs geschaut habe :duw: ).

    Das ist ein DC/DC Wandler in der ICCU (integrated charging controll unit), wird bei allen anderen eAutos aber sicherlich auch sowas sein.


    Und tatsächlich genau das Bauteil, weswegen aktuell tausende EV6 / Ioniq / GV irgendwas in die Werkstätten müssen zum Überprüfen / Software Update / ggfls. Austausch.


    Quasi 800v an einem großen orangen Stecker rein, 12v an einem kleineren orangen Stecker wieder raus (unter anderem, das Ding hat noch mehr Aufgaben). ^^

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • AFAIK ist die 12V-Batterie für den ganzen Notfallkrams, Infotainment, Lichter etc.

    Wenn Du das nächste Mal lachst, weil Deine Eltern Dich fragen wie sie einen Screenshot machen können, dann denke daran, dass sie Dir gezeigt haben wie man einen Löffel und das Klo benutzt... :zf:

  • Findest du? Ich halte das technisch gesehen für ein Absurdum.

    Jetzt lass doch die Batterieindustrie auch noch was verdienen :duw:

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Ich hab es mal so gehört, dass die Spannungswandler sehr ineffizient sind wenn nur ein kleiner Strom fließt, und dass es deswegen sich lohnt eine extra 12V-Batterie zu haben die im Stand die Versorgung übernimmt und dann ab und zu aus der großen Batterie nachgeladen wird (mit dann entsprechend größerem Strom und damit besserem Wirkungsgrad).


    ABER, der Hauptgrund: son eAuto muss, soweit ich weiß, spannungslos sein im Ruhezustand.

    Das wusste ich noch nicht, klingt aber plausibel, somit wäre es nicht nur eine Frage der Effizienz sondern es geht ja garnicht ohne zweiten Akku. Ob die Vorschrift dass die Hochspannung abgeschaltet wird jetzt Sinn macht sei mal dahingestellt, vielleicht ist man da einfach noch zu übervorsichtig und das wird irgendwann fallen gelassen, keine Ahnung...



    EDIT: ich hatte meinen Tesla kürzlich mal für gut fünf Wochen abgestellt, und in der Zeit ging der Akkustand von 32% auf 30% runter. Ist danach auch ganz normal aufgewacht als ich mit dem Handy in die Nähe kam, und ich hatte auch nix extra abgeschaltet o.ä. vor dem abstellen. Von daher also wirklich unproblematisch...

    Gruß Mathias (formerly known as Mathias386)


    Für einen Fahrzeugtyp, wie ihn der BMW 7er und seine nationalen wie internationalen Wettbewerber darstellen, sind rund 135 kW (gut 185 PS) angemessen und selbst bei sportlichsten Ansprüchen mehr als ca. 185 kW (rund 250 PS) nicht erforderlich.

    (aus einem BMW-Prospekt von 1980, gefunden bei www.7-forum.com)

  • Findest du? Ich halte das technisch gesehen für ein Absurdum.


    Wenn es regulatorische Anforderungen gibt, dass der Fahrakku nicht oder nicht in allen Situationen mit dem übrigen Bordnetz verbunden sein darf dann verstehe ich, warum die Hersteller das so umsetzen. Ob es andere Möglichkeiten gäbe hängt dann von der genauen Formulierung der Anforderung ab. Ich bin mir aber sicher, dass das irgendwer auf den 1/10 Cent genau kalkuliert hat.


    Allerdings wäre es nicht die erste eher merkwürdige regulatorische Anforderung die ich in meinem Leben erlebe und es ist auch schon oft genug vorgekommen, dass ich mich mit dem (in unserem Fall TÜV) über die genaue Auslegung einer Norm streite...