Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Das einzige Bundesland wo ich fast nie ne öffentliche Ladesäule nutze, ist das eigene Bundesland. ^^

    Die Statistik ist bissel fürn Allerwertesten.

    Es gibt Regionen da ist es wirklich weit bis zur nächsten DC-Säule. Ländlicher Raum meist. Aber AC findet man da meist trotzdem.

    Ich schreib hier in der Regel meine Meinung. Ab und zu ergänze ich die auch mal mit Quellen.

  • Vielleicht in 20 Jahren?

    Genau dann ungefähr. Wenn 2035 bei den Neuzulassungen mehr als 50% elektrische LKW sind, dann werden das in erster Linie die bereits genannten Zulieferer sein deren Einsatzbereich maximal 200-300km am Tag ist.

    Bei durchschnittlich 8 Jahren Alter braucht das noch 15 Jahre um überwiegend elektrische LKW auf der Straße zu haben.

    Sind deutlich mehr als 20 Jahre.

    Und das Problem mit der mangelnden eichweite ist damit immer noch nicht gelöst.

    Du solltest mal Lenk- und Ruhezeiten mit einkalkulieren. Es macht keinen Sinn einen größeren Akku zu verbauen. Erstens verliere ich weiter Zuladung und zweitens muss ich Doppelbesetzung fahren, um das dann auch auszunutzen.

    Ich schreib hier in der Regel meine Meinung. Ab und zu ergänze ich die auch mal mit Quellen.

  • Du solltest mal Lenk- und Ruhezeiten mit einkalkulieren. Es macht keinen Sinn einen größeren Akku zu verbauen. Erstens verliere ich weiter Zuladung und zweitens muss ich Doppelbesetzung fahren, um das dann auch auszunutzen.

    In der Ruhezeit hat er vielleicht 35 Minuten Zeit zum Laden, in der Zeit muss er min. für 400 km laden, das wird er wohl nicht schaffen. Und was machen die, die in Doppelbesetzung fahren müssen? Die fahren dann wohl weiter Verbrenner, oder geben ihr Geschäft auf. :sz:

    Gruß
    schecke

  • Der Fernverkehr wird glaub deutlich optisch überschätzt, auch ich kenne natürlich die übervollen Rastplätze.


    Glaubt man dem KBA, dann ist der Anteil an LKW (3,501 to aufwärts) die mehr als 20 Tonnen wiegen bei ~40% der Neuzulassungen (5% an LKW-Zulassungen insgesamt). Und das ist Fernverkehr, Zulieferer und z.B. auch Baustellen-LKW, Bierlaster zusammen. Vielleicht kann sich jemand die Mühe machen und mal rausfinden, wieviel Prozent der LKW, gerne ab 3,5to aufwärts wirklich Fernverkehr fahren und was Zuliefer- und Regionalverkehr ist. Was brauchste 800km Reichweite wenn der LKW eh nur zwischen Aldi-Zentrallager und 8 Filialen pendelt. Oder die Kieskutscher die keine 200km am Tag zusammenbringen. Oder unsere Lieferbrauerei mit über 200 LKW am Start. Die Müllautos die von Tonne zu Tonne rumpeln. Dass ein DHL-Laster der Hamburg-München nachts pendelt mit einem E-Antrieb eher suboptimal ausgerüstet sein dürfte, das ist mir auch klar. Ich frage mich, warum man da immer ins Extreme gleich rennen muss. Nur weil man ständig irgendwelche Ostblock-LKW hier sieht, heisst das nicht, dass die dauernd von Spanien nach Lettland fahren. ;)

    Signatur

  • Der Fernverkehr wird glaub deutlich optisch überschätzt, auch ich kenne natürlich die übervollen Rastplätze.


    Glaubt man dem KBA, dann ist der Anteil an LKW (3,501 to aufwärts) die mehr als 20 Tonnen wiegen bei ~40% der Neuzulassungen (5% an LKW-Zulassungen insgesamt). Und das ist Fernverkehr, Zulieferer und z.B. auch Baustellen-LKW, Bierlaster zusammen. Vielleicht kann sich jemand die Mühe machen und mal rausfinden, wieviel Prozent der LKW, gerne ab 3,5to aufwärts wirklich Fernverkehr fahren und was Zuliefer- und Regionalverkehr ist. Was brauchste 800km Reichweite wenn der LKW eh nur zwischen Aldi-Zentrallager und 8 Filialen pendelt. Oder die Kieskutscher die keine 200km am Tag zusammenbringen. Oder unsere Lieferbrauerei mit über 200 LKW am Start. Die Müllautos die von Tonne zu Tonne rumpeln. Dass ein DHL-Laster der Hamburg-München nachts pendelt mit einem E-Antrieb eher suboptimal ausgerüstet sein dürfte, das ist mir auch klar. Ich frage mich, warum man da immer ins Extreme gleich rennen muss. Nur weil man ständig irgendwelche Ostblock-LKW hier sieht, heisst das nicht, dass die dauernd von Spanien nach Lettland fahren. ;)

    Wir sind ein Transitland und alles von Nord nach Süd und von Ost nach West und umgekehrt fährt durch Deutschland. Diese Menge an LKW sollte man nicht unterschätzen. Vor allem werden die LKW aus dem östlichen Europa wohl kaum so schnell umsteigen und die werden die Parkplätze, die für das Laden benötigt werden, weiter besetzen. Die Parkplatznot ist extrem hoch, so dass viele die Lenkzeiten überschreiten müssen um eine Parkplatz zu finden und das wird sicher nicht besser werden, also wo sollen die E-LKW dann laden?

    Das die kleinen LKW die überwiegend im urb´banen Umfeld umherpendeln keine Problemehätten ist klar, dafür würde es ja auch Sinn machen.

    Gruß
    schecke

  • Der Fernverkehr wird glaub deutlich optisch überschätzt, auch ich kenne natürlich die übervollen Rastplätze.


    Glaubt man dem KBA, dann ist der Anteil an LKW (3,501 to aufwärts) die mehr als 20 Tonnen wiegen bei ~40% der Neuzulassungen (5% an LKW-Zulassungen insgesamt). Und das ist Fernverkehr, Zulieferer und z.B. auch Baustellen-LKW, Bierlaster zusammen. Vielleicht kann sich jemand die Mühe machen und mal rausfinden, wieviel Prozent der LKW, gerne ab 3,5to aufwärts wirklich Fernverkehr fahren und was Zuliefer- und Regionalverkehr ist. Was brauchste 800km Reichweite wenn der LKW eh nur zwischen Aldi-Zentrallager und 8 Filialen pendelt. Oder die Kieskutscher die keine 200km am Tag zusammenbringen. Oder unsere Lieferbrauerei mit über 200 LKW am Start. Die Müllautos die von Tonne zu Tonne rumpeln. Dass ein DHL-Laster der Hamburg-München nachts pendelt mit einem E-Antrieb eher suboptimal ausgerüstet sein dürfte, das ist mir auch klar. Ich frage mich, warum man da immer ins Extreme gleich rennen muss. Nur weil man ständig irgendwelche Ostblock-LKW hier sieht, heisst das nicht, dass die dauernd von Spanien nach Lettland fahren. ;)

    Wie schecke schon sagte: Du machst da eine gravierende Fehleinschätzung Aufgrund der Zulassungszahlen bei euch in Deutschland. Die meisten Lastwagen welche ich so sehe, haben Kennzeichen aus Polen, Tschechien, Bulgarien, Rumänien oder der Türkei. Glaube kaum, dass die bei euch in Deutschland oder bei uns in der Schweiz in der Zulassungsstatistik auftauchen ;)

  • Wobei es bisher auch so ist, dass die aufgrund der großen Tanks in D normalerweise gar nicht tanken (vor allem die Ost-Höker) was dann bei geringeren Reichweiten aber nötig sein wird, sprich auch hierfür wird zusätzlicher Strom benötigt.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Das die kleinen LKW die überwiegend im urb´banen Umfeld umherpendeln keine Problemehätten ist klar, dafür würde es ja auch Sinn machen.

    Da muß man aber auch beachten, dass die Waren, die bisher mit einem 7,5-Tonner ausgeliefert wurden, dann zukünftig einen Führerschein der Klasse C erfordern, weil ein 7,5-Tonner mit Batterie dann halt 10 oder 11 Tonnen wiegt (und mit C1 nicht mehr gefahren werden darf). :sz:

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Wobei es bisher auch so ist, dass die aufgrund der großen Tanks in D normalerweise gar nicht tanken (vor allem die Ost-Höker) was dann bei geringeren Reichweiten aber nötig sein wird, sprich auch hierfür wird zusätzlicher Strom benötigt.

    Es geht doch nur um deutsche LKWs - WIR retten die Welt, im Osten interessiert das nicht annähernd so stark und das Zuladungsproblem, dass durch 6 oder 7 oder mehr Tonnen Batterien aufkommen würde, wird vermutlich durch den weiteren Einsatz von Diesel-LKWs gelöst...

    Grüße
    shneapfla
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  • Da muß man aber auch beachten, dass die Waren, die bisher mit einem 7,5-Tonner ausgeliefert wurden, dann zukünftig einen Führerschein der Klasse C erfordern, weil ein 7,5-Tonner mit Batterie dann halt 10 oder 11 Tonnen wiegt (und mit C1 nicht mehr gefahren werden darf). :sz:

    Lt. meiner Erfahrung haben Speditionen zum Einsammeln und Verteilen der Waren (Paletten) ohnehin größere als 7,5t (8,5t?). Die Fahrer haben alle einen Lkw Führerschein.

  • Lt. meiner Erfahrung haben Speditionen zum Einsammeln und Verteilen der Waren (Paletten) ohnehin größere als 7,5t (8,5t?). Die Fahrer haben alle einen Lkw Führerschein.

    Das kenne ich (aus eigener Erfahrung) anders - das sind, zum weitaus größten Teil, 7,5-Tonner mit C1-Führerscheinen. :sz:

    Grüße
    shneapfla
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  • Wer schon mal die Zuladung von einem 7,5-Tonner angeschaut hat, der weiß warum das für kaum mehr taugt als bisschen Päckle rumfahren, hast 15 Palettenplätze und wenn Pech hast, dann fährst zwei, drei Paletten Ladung und 30 Kubikmeter Luft spazieren. Einziger Vorteil ist der C1 und auch den müssen die Jüngeren erst mal machen.

  • Wenn zu mir eine Spedition kommt, dann häufig mit einem 7,5 Tonner mit Hebebühne.


    Nutzlast ist dann nicht mehr viel.


    Hier ums Eck ist eine große Spedition - Antrieb Erdgas - viele dieser LKW stehen derzeit still.

    Grüße Peter

  • Wir sind ein Transitland und alles von Nord nach Süd und von Ost nach West und umgekehrt fährt durch Deutschland. Diese Menge an LKW sollte man nicht unterschätzen. Vor allem werden die LKW aus dem östlichen Europa wohl kaum so schnell umsteigen und die werden die Parkplätze, die für das Laden benötigt werden, weiter besetzen. Die Parkplatznot ist extrem hoch

    So sieht’s aus 👍🏻


    Wir sind heute über die A5 und A7 in den Norden gefahren, die Autobahn war auf der rechten Spur voll mit großen Lkws, keine 7,5 Tonner, die Lkw-Parkplätze entlang der Autobahn auch gut voll.


    So viele Ladesäulen wie man da bräuchte wird es nie geben und den Strom zum Laden erst recht nicht, da sollen ja keine 11kw Ladesäulen hingestellt werden.


    Reichweiten der Batteriebetriebenen Lkws sollen ja so 500 Kilometer sein, das sind dann im Winter gut 200 und dann ist der Akku leer, ist ja bei den BEV auch nicht viel anders.

    Ich sehe jetzt schon die liegengebliebenen Lkws weil der Akku leer ist, das dann auf einer der vielen Baustellenabschnitte in Deutschland, viel Spaß beim im Stau stehen 😖

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Wer schon mal die Zuladung von einem 7,5-Tonner angeschaut hat, der weiß warum das für kaum mehr taugt als bisschen Päckle rumfahren, hast 15 Palettenplätze und wenn Pech hast, dann fährst zwei, drei Paletten Ladung und 30 Kubikmeter Luft spazieren. Einziger Vorteil ist der C1 und auch den müssen die Jüngeren erst mal machen.

    2,5 bis 3 Tonnen +/-

    Wenn man nicht gerade 800kg-Paletten rumfährt sondern Stückgut mit vllt. 2 - 300 kg pro Palette, dann kommt man damit durchaus einigermaßen weit... :sz:


    Und der C1 ist sicher schneller und günstiger gemacht als der C.

    Grüße
    shneapfla
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Reichweiten der Batteriebetriebenen Lkws sollen ja so 500 Kilometer sein, das sind dann im Winter gut 200 und dann ist der Akku leer, ist ja bei den BEV auch nicht viel anders.

    Ich sehe jetzt schon die liegengebliebenen Lkws weil der Akku leer ist, das dann auf einer der vielen Baustellenabschnitte in Deutschland, viel Spaß beim im Stau stehen

    60% Reichweitenverlust im Winter? Bisschen übertrieben, zwischen 10 und 30% sind da realistischer (Quelle)


    Und dass die E-LKW oft in Baustellen liegenbleiben werden ist wohl auch eher Deinem generellen Pessimismus in Sachen Elektro-Antrieb geschuldet! ;)


    Ändert aber natürlich nichts daran, dass es auch in 15 Jahren nicht viele (Fernverkehrs-)LKW geben wird, die elektrisch unterwegs sind, weil das halt schon rein von der Nutzlast her keinen Sinn macht. :sz:

    Grüße
    shneapfla
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  • Und dass die E-LKW oft in Baustellen liegenbleiben werden ist wohl auch eher Deinem generellen Pessimismus in Sachen Elektro-Antrieb geschuldet! ;)

    Dem Pessimismus nicht, eher Murpys Law. Wobei dem da auch noch die massenhaft unbeackerten Baustellenstrecken zugute kommen. Was fährt man teilweise kilometerlang durch verengte Baustellen und irgendwo ist ein einzelner Bagger in Betrieb... dass sowas dann Jahre dauert wird einem schnell klar.

    Ändert aber natürlich nichts daran, dass es auch in 15 Jahren nicht viele (Fernverkehrs-)LKW geben wird, die elektrisch unterwegs sind, weil das halt schon rein von der Nutzlast her keinen Sinn macht. :sz:

    Volle Zustimmung.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party: