Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Man sieht leider immer häufiger, dass viele mit dem richtigen Fahren auf der Autobahn schlichtweg überfordert sind. Die vorausfahrenden Autos richtig beobachten und deren Geschwindigkeit richtig abschätzen. Da könnte man schon rechtzeitig vom Gas gehen weil abzusehen ist das die den LKW überholen werden. Aber nee, die schieben dann mit einer Vollbremsung in letzter Sekunde ihre Aggro raus.

    In der irrigen Annahme dem Überholenden damit die Angst einzujagen, damit der sich das des nächste Mal nicht traut.

    Verkehrserziehung auf dem Weg klappt halt auch blos nicht.

  • In der irrigen Annahme dem Überholenden damit die Angst einzujagen, damit der sich das des nächste Mal nicht traut.

    Nimmt die Honk gar nicht wahr. Man glaubt gar nicht wie unaufmerksam die sind. Die nehmen auch nicht wahr das rechts wieder frei ist. Da wünscht man sich eine Taste um ihr ferngesteuert den Airbag in's Gesicht poppen zu lassen....


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Man sieht leider immer häufiger, dass viele mit dem richtigen Fahren auf der Autobahn schlichtweg überfordert sind. Die vorausfahrenden Autos richtig beobachten und deren Geschwindigkeit richtig abschätzen. Da könnte man schon rechtzeitig vom Gas gehen weil abzusehen ist das die den LKW überholen werden. Aber nee, die schieben dann mit einer Vollbremsung in letzter Sekunde ihre Aggro raus.

    In der irrigen Annahme dem Überholenden damit die Angst einzujagen, damit der sich das des nächste Mal nicht traut.

    Verkehrserziehung auf dem Weg klappt halt auch blos nicht.

    Ja auch diese Spezies gibt es, das sind aber nach meiner Beobachtung sehr wenige im Verhältnis zu den Oberlehrern und Träumern.

    Davon mal abgesehen hat der, der die Spur wechselt dafür Sorge zu tragen, das kein Anderer gefährded wird, das wird immer gerne vergessen.

    Gruß
    schecke

  • @Zinn: Der Fehler in deiner Annahme: du gehst davon aus, dass der Spurwechselnde reingelassen werden müsste.

    Wenn derjenige dem von hinten kommenden Überholer aber so dicht vor die Nase zieht, dass dieser Bremsen muss, dann liegt der Fehler *NICHT* beim Überholenden.


    Aber DAS wirst du in deiner Denkweise leider niemals verstehen können - wie ganz viele andere leider auch.


    Und ja, selbsverständlich lasse ich Leute vor mir einscheren, wenn ich dafür bloß das Gas lupfen muss oder minimal Bremsen muss - vorausschauendes Fahren und gegenseitige Rücksichtnahme eben.

    Wenn ich aber von 160 auf 95 abbremsen muss, dann liegt der Fehler nicht bei mir :rolleyes:


    Wobei ich aus eigener Erfahrung sagen muss: je flacher oder größer das Fahrzeug, desto weniger passiert oben beschriebenes.

    Beim 6er geht eh jeder davon aus, dass da ein Raser am Steuer sitzt und bei den SUVs anscheinend jeder von der überforderten Helikoptermami die nicht in der Lage ist, rechtzeitig zu bremsen. :D

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • @Zinn: Der Fehler in deiner Annahme: du gehst davon aus, dass der Spurwechselnde reingelassen werden müsste.

    Wenn derjenige dem von hinten kommenden Überholer aber so dicht vor die Nase zieht, dass dieser Bremsen muss, dann liegt der Fehler *NICHT* beim Überholenden.

    Danke, ich wollte es auch gerade schreiben. Wie man auf das schmale Brett kommt, dass man als Initiator des Spurwechsels Vorrang vorm Rest der Welt hat, ist mir ein Rätsel.


    Zitat

    Aber DAS wirst du in deiner Denkweise leider niemals verstehen können - wie ganz viele andere leider auch.

    Ja, die Erfahrung hab ich auch schon in Diskussionen gemacht. Die fühlen sich in ihrer kleinen Welt im Recht und fertig.


    By the way:

    In Lux ist 130 im Trockenen und 110 bei Nässe. Fahre ich im Trockenen 140, bin ich für die Einheimischen Freiwild. Da wird gedrängelt und geheizt, bis der Arzt kommt. Ob's daran liegt, dass ich ne alte Karre hab und in Lux viele neue, gut motorisierte Kisten unterwegs sind? Keine Ahnung.

    Dass ein Tenpolimit für entspanntes Fahren sorgt, halte ich jedenfalls für ein Märchen.

  • Der Fehler in deiner Annahme:

    Der Fehler in deiner Annahme sind die ominösen 130km/h.

    Mit mehr muss der nicht rechnen und der Rest ist deine Betriebsgefahr.


    Nein ganz so einfach ist es natürlich nicht und es gibt ganz sicher Honks die zu knapp raus ziehen.


    90% sind es aber nicht.

    Da bleibt Schnellfahrer einfach auf dem Pedal obwohl Abstand ausreichend ist, um dem zum Überholen Ansetzenden, einfach mit Gas wegnehmen für den Überholvorgang Platz lassen zu können.

    Aber da könnte auch noch ein zweiter in die Lücke rein fahren. Das geht natürlich gar nicht. Also muss man drauf halten.

    Alltag... leise lächelnd aus der rechten Spur zu beobachten wenn man die AB eben nicht als Rennstrecke sieht und sich da aus dem Kindergarten lieber raus hält.

  • Wie man auf das schmale Brett kommt, dass man als Initiator des Spurwechsels Vorrang vorm Rest der Welt hat, ist mir ein Rätsel.

    Wird aber von vielen Verkehrsteilnehmern inzwischen offensichtlich so interpretiert und dazu gehören u.a. auch viele "Profis" (aka LKW-Fahrer)

  • Ich stimme insofern zu, als dass es viel zu wenig Mitdenken und Miteinander gibt.

    Es überwiegt das "nach mir die Sintflut" - aber auf *allen* Seiten!
    Es könnte sehr viel entspannter sein, ganz ohne Tempolimit wohlgemerkt - das ist, meiner Erfahrung nach, auch genau der Grund warum in SLO und HR sehr viel entspannter gefahren werden kann.
    Abgesehen davon, dass dort natürlich deutlich weniger Fahrzeugdichte vorliegt.


    Bedeutet aber auch, dass bei belebter Autobahn eben keine 230 auf dem Tacho stehen...


    Österreich und entspannt in einem Atemzug zu nennen ist ja schon echt grenzwertig.

    Die Einheimischen fahren auch mal munter 160 oder 180 wenn sie es eilig haben während der Touri nach dem ersten Blitzer sehr vorsichtig ist.

    Die ständig wechselnden Limits durch die Tunnel führen auch nicht gerade zur Entspannung bei.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • By the way:

    In Lux ist 130 im Trockenen und 110 bei Nässe. Fahre ich im Trockenen 140, bin ich für die Einheimischen Freiwild. Da wird gedrängelt und geheizt, bis der Arzt kommt. Ob's daran liegt, dass ich ne alte Karre hab und in Lux viele neue, gut motorisierte Kisten unterwegs sind? Keine Ahnung.

    Dass ein Tenpolimit für entspanntes Fahren sorgt, halte ich jedenfalls für ein Märchen.

    Das war doch in Italien zumindest vor 20-30 Jahren auch nicht anders. Die Brenner-BAB war schon immer limitiert und die BABs hatten dort eh schon immer ein generelles Tempolimit von 130.

    Da bin Ende der 80er nachts trotzdem mit 200 durch auf dem Weg von Verona nach Hause und da war ich mitnichten der Schnellste.

    Nur die Carabinieri sind nicht hinterher gekommen.

  • 90% sind es aber nicht.

    Da bleibt Schnellfahrer einfach auf dem Pedal obwohl Abstand ausreichend ist, um dem zum Überholen Ansetzenden, einfach mit Gas wegnehmen für den Überholvorgang Platz lassen zu können.

    Aber da könnte auch noch ein zweiter in die Lücke rein fahren. Das geht natürlich gar nicht. Also muss man drauf halten.

    Ich weiß ja nicht wo du unterwegs bist, ich beobachte inzwischen eher das Gegenteil. Immer mehr ziehen rücksichtslos raus, egal was von hinten kommt. Dass das oft bewusst gemacht wird merkt man dann an der Reaktion der Fahrer beim Vorbeifahren. Sturer Blick geradeaus und verkrampftes Festhalten am Lenkrad. Auch wenn man mal hupt kommt keine Reaktion, die scheinen auch noch taub zu sein. 8|

    Gruß
    schecke

  • Man sieht leider immer häufiger, dass viele mit dem richtigen Fahren auf der Autobahn schlichtweg überfordert sind. Die vorausfahrenden Autos richtig beobachten und deren Geschwindigkeit richtig abschätzen. Da könnte man schon rechtzeitig vom Gas gehen weil abzusehen ist das die den LKW überholen werden. Aber nee, die schieben dann mit einer Vollbremsung in letzter Sekunde ihre Aggro raus.

    In der irrigen Annahme dem Überholenden damit die Angst einzujagen, damit der sich das des nächste Mal nicht traut.

    Verkehrserziehung auf dem Weg klappt halt auch blos nicht.

    StVO ist nicht so deins, oder?

  • Ich fände es sehr entspannend (warum sollte man eigentlich entspannen beim Autofahren? ;) ) , wenn die Leute auf " meiner" 130er AB wenigstens die 130 fahren würden und nicht 110-120 .... die sind wohl zu entspannt... :p

    Je langsamer, um so entspannter vermutlich. Ich hab ein paar so AB-Kurzstrecken, da häng ich mich hinter nen LKW und fertig. Diese Nix-halbes-und-nix-ganzes-Fahrer versteh ich nicht wirklich. 5 km/h schneller als die LKW fahren bringt kaum Zeit, also warum sich die Überholerei antun? Klar, nicht jeder kann oder will mit 200 über die Bahn ballern, muss man auch anerkennen. Es ist natürlich auch sehr schwierig die Balance zu finden zwischen den Bedürfnissen des einzelnen Fahrer. Der eine meint, er muss konstant 200 durchfahren können. Der andere will seine 120 fahren und gut ist für den. Warum der mit 120 nicht auch seine LKW-Schlange überholen können darf ohne ständig sich in Lücken reinbremsen zu müssen nur um andere schnellere vorbei zu lassen, hätte ich aber dann auch gerne erklärt. Klar, wenn frei und möglich, dann natürlich rechts rüber, aber wenn das dazu führt, dass der mit den 120 sich dadurch selber ausbremst nur weil er gutmütig ist und niemand aufhalten will, dann wird der das auch nicht lange tun. Und was tut der 200-Fahrer wenn ein schnellerer kommt? Ist letztlich nichts anderes, es gibt immer welcher die schneller wollen. Ich fahre lang genug Auto als dass mir schon genug bei 200+ im Weg rumgestanden sind die sicher auf irgendwelche 120-Fahrer geschimpft haben.

    enn es ein Sicherheitsproblem wäre, wäre dort ja auch ein Unfallschwerpunkt und ich wäre auch für eine Begrenzung. Wenn sich dort keine Unfälle häufen kann alles so bleiben wie es ist, oder?

    Bist die A8 ab Chiemsee noch nicht gefahren, was? :D

    Man sieht leider immer häufiger, dass viele mit dem richtigen Fahren auf der Autobahn schlichtweg überfordert sind. Im rückspiegel den Verkehr beobachten, Geschwindigkeiten der Anderen (manchmal sogar der eigenen) richtig einschätzen, Blinker beim Spurwechsel setzen usw.

    Das sehe ich unabhängig von der Geschwindigkeit dass auf der AB viele Menschen einfach schlichtweg überfordert sind. Problem ist: "Früher" (TM) waren Geschwindigkeiten von 180 aufwärts nur relativ wenigen Fahrern "vorbehalten". Einfach weil der Golf II und der Kadett kaum schneller gingen. Heute kriegst ja kaum mehr was unter 150PS und das langt in der Regel für 210 im Schein und 220 am Tacho aus. Und selbst die Kleinwagen schaffen heute in der Regel ihre 180. Von den leistungsfähigeren Fahrzeugen die Richtung 250 gehen mal ganz abgesehen. Die Zahl der Fahrzeuge die bequem 200 schaffen ist also in den letzten Jahrzehnten massiv angestiegen. Die Zahl der Leute die das fahren können - und damit meine ich nicht die Leistung des Autos ;) - ist allerdings IMHO nicht wirklich gestiegen. Gefahren wird es trotzdem, weil drauf den Socken ist ja ansich nicht schwer.


    Keiner muss irgendwen reinlassen, absolut richtig. Nur von "Ich muss nicht" werden halt auch die Bremsscheiben blau. ;)


    Ich rechne jederzeit mit dem Fehlverhalten anderer. Klar, der Fehler liegt ganz klar beim Rausziehenden, der hätte kucken müssen. Hilft halt wenig wenn er es trotzdem tut. "Ich hatte Recht" mag auf Granit am Grabstein gut aussehen, ist für mich persönlich aber relativ unerstrebenswert.

    Man muss dazu ergänzen, dass - alte Leier - die Richtgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen 130 beträgt. Daraus ergibt sich in der Rechtsprechung das Problem für den Schnelleren, dass er in der Mitschuld ist. Das hat der BGH schon vor 30 Jahren festgestellt. Kann man ok finden oder nicht. Es ist halt leider so. Mit mehr wie 130 sollte eigentlich jeder AB-Fahrer rechnen, er muss es aber nicht unbedingt. Finde ich jetzt auch nicht die ideale Rechtsprechung in vielen Fällen weil der Unaufmerksame auch noch "belohnt" wird quasi.


    Es gibt eigentlich nur eine wichtige Regel die ich aus der Fahrschule mitgenommen habe. Die steht in keiner StvO oder sonstigen Verordnung drin. Die weisen Worte vom diggen Fahrlehrer Günther waren folgende: "Denk immer nur an eines: Der einzige Mensch der Auto fahren kann bist DU. Alles andere sind blinde taube Vollidioten die nix können. Und für DIE musst DU mitdenken." Hat mir bislang gut geholfen der Grundsatz.


    Die Vollidioten wird man nicht los werden. Im Gegenteil, trotz immer mehr Ausbildung, immer mehr Hilfssystemen im Auto etc. werden sie augenscheinlich immer mehr. Mag mit der fortschreitenden Verblödung und Verarschlochisierung der Gesellschaft zu tun haben, keine Ahnung. Mit meiner Vorgehensweise reduziere ich zumindest die Zahl der Pfostenmomente auf meinen AB-Fahrten auf ein Minimum. Muss ich dafür gelegentlich "zurückstecken"? Kann sein. Reg ich mich in dem Moment auf? Sicherlich, wäre gelogen wenn nicht. Nur wenn sowas einem ständig oder mehrfach auf einer Fahrt passiert, dann sollte man überlegen, ob das jetzt die passende Geschwindigkeit für das Verkehrsaufkommen ist.


    --------------


    Das Thema hatten wir ja schon sehr oft in der Diskussion. Ich fürchte es läuft drauf hinaus, dass irgendwann tatsächlich ein Tempolimit kommen wird, diverse "Argumente" dagegen sind eher sogar noch Wasser auf die Mühlen der Befürworter. Egal ob man es regelmässig nutzt oder nur gelegentlich, man darf froh sein um jeden Tag an dem es noch keines gibt. Wie schon mehrfach betont: Ich persönlich will kein Tempolimit, aber eine strikte und knallharte Verfolgung vorhandener Beschränkungen. Das würde für die Sicherheit und Umwelt IMHO viel mehr bringen, auch angesichts der Tatsache dass ohnehin schon 30% der AB dauerhaft begrenzt sind.

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • Wie schon mehrfach betont: Ich persönlich will kein Tempolimit, aber eine strikte und knallharte Verfolgung vorhandener Beschränkungen. Das würde für die Sicherheit und Umwelt IMHO viel mehr bringen, auch angesichts der Tatsache dass ohnehin schon 30% der AB dauerhaft begrenzt sind.

    Dem könnte ich mich vollumfänglich anschließen.

  • StVO ist nicht so deins, oder?

    Das Zauberwort nennt sich Richtgeschwindigkeit und hat deswegen eine eigene Verordnung:

    Zitat

    Den Führern von Personenkraftwagen sowie von anderen Kraftfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 t wird empfohlen, auch bei günstigen Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen ... nicht schneller als 130 km/h zu fahren (Autobahn-Richtgeschwindigkeit).

    Richtgeschwindigkeit - Geschwindigkeitsüberschreitung 2021

    Zitat

    Die Missachtung der Richtgeschwindigkeit auf einer Autobahn zieht in Deutschland grundsätzlich keine verkehrsrechtlichen Konsequenzen nach sich, da dadurch keine Ordnungswidrigkeit oder Straftat begangen wird. Fahren Sie schneller, als die empfohlene Geschwindigkeit es vorgibt, müssen Sie weder Bußgelder noch Punkte befürchten, solang dadurch niemand geschädigt wird.

    https://www.bussgeldkatalog.org/richtgeschwindigkeit/


    Du darfst... solang du niemand anders gefährdest.

  • Generell verstehe ich nicht, warum die Diskussion um ein Tempolimit immer schwarz & Weiß geführt wird. Man könnte auch über ein Limit von z.B. 160 oder 180 nachdenken (auch da wäre ich aber dagegen) um die Spitzen rauszunehmen. Noch besser wäre es, das Tempo bei hohem Verkehrsaufkommen zu begrenzen und sonst halt nicht. Es gibt ja schon genug Abschnitte mit variablem Tempolimit, leider beobachte ich da oft genug, dass dort ständig, egal wie viel gerade los ist, 120 oder 130 steht, selbst Sonntags morgens um 8:00...


    Bis Salzburg schön den Tempomat eingestellt, den Sitz zurückgelehnt und entspannt mit dem Verkehr in völlig ausreichender Geschwindigkeit mitgeschwommen.


    Ich empfinde gerade das Fahren in Österreich oder der Schweiz als alles andere als entspannend, auch nicht mit Tempomat. Ich bin immer froh, wenn ich da von der Autobahn runter bin, in die Schweiz mache ich sogar nennenswerte Umwege um die Zeit auf Schweizer Autobahnen möglichst zu verkürzen


    Ist totaler Quatsch.

    Wenn es die Verhältnisse zulassen ist man enorm viel schneller.


    Kann ich bestätigen. Auf meiner Hausstrecke benötige ich tagsüber in der Regel 2:30 - 3:00, bei freier Strecke und entsprechendem Tempo klappt es regelmäßig in 2h oder knapp drunter. Das schnellste jemals waren 1:41 (wohlgemerkt unter Einhaltung der Regeln), dass ist mir aber schon sehr lange nicht mehr gelingen, zu viele Tempolimits ;)


    Bis Salzburg stupide den Tempomat auf 110 eingestellt, den Sitz aufrecht und Fenster auf damit man bei 0 Verkehr auf einer 2/3 spurigen Autobahn mit gefühlt Standtempo vor Langeweile nicht die Aufmerksamkeit verliert.


    Das problem habe ich ganz genau so. In der Schweiz ist man irgendwann mit den Gedanken überall und nicht beim Autofahren. Auch unter Verkehrsforschern gilt es durchaus nicht als ausgemacht, dass ein Tempolimit zu weniger Unfällen führt, unter anderem aus diesem Grund. Letztlich muss man sich ja auch nur die Unfallzahlen in anderen Ländern anschauen.


    Dann brauchts da auch kein Tempolimit, oder?



    Eben :top:


    Ich wäre ja eher für eine Autobahngebühr. Dann wäre es nicht so voll und man könnte auch mal wieder auf den Pin drücken. Und damit es nicht noch mal Streß gibt bitte eine 1:1-Übernahme des Ösimodells.


    Meine Zustimmung hättest Du!


    Man sieht leider immer häufiger, dass viele mit dem richtigen Fahren auf der Autobahn schlichtweg überfordert sind. Die vorausfahrenden Autos richtig beobachten und deren Geschwindigkeit richtig abschätzen. Da könnte man schon rechtzeitig vom Gas gehen weil abzusehen ist das die den LKW überholen werden. Aber nee, die schieben dann mit einer Vollbremsung in letzter Sekunde ihre Aggro raus.


    Wie schon von anderen geschrieben, beim Spurwechsel darf der nachfolgende Verkehr nicht behindert werden. Ja, solche Leute gibt es, sehr viel häufiger sehe ich aber Kleintransporter bei denen der Fahrer auf dem Handy daddelt und nichts mitbekommt, Mütter die Ihre Kinder bespaßen und auch nichts mitbekommen, Leute den Blinker maximal 1x aufblinken lassen, wenn überhaupt, Spurwechsel unmittelbar mit dem Blinken, ein viel zu langsames Tempo am Ende der Beschleunigungsspur. Oder auch Leute, die kilometerweit direkt hinter dem LKW hängen und dann herausziehen anstatt etwas Abstand zu halten und den vor dem Spurwechsel zum Beschleunigen zu verwenden.


    Meine Lieblingsspezies sind aber diejenigen, die immer das gleiche Tempo fahren, auf der Landstraße 80, egal welches Tempolimit gerade gilt, auf der Autobahn 100-110, egal ob Baustelle und unbegrenzte Bahn. Keine Ahnung, was die antreibt..



    Die ständig wechselnden Limits durch die Tunnel führen auch nicht gerade zur Entspannung bei.


    Das empfinde ich auch in langen Baustellen als Pest, ständiger Wechsel zwischen 60 und 80, teile mit nur sehr wenig Strecke dazwischen.


    5 km/h schneller als die LKW fahren bringt kaum Zeit, also warum sich die Überholerei antun?


    Weil ich keine Lust habe hinter dem LKW zu hängen, wo ich im Zweifel nicht nach vorne schauen kann und stinkende Abgase habe... LKWs überhole ich auch, wo es nur geht

  • Noch besser wäre es, das Tempo bei hohem Verkehrsaufkommen zu begrenzen und sonst halt nicht. Es gibt ja schon genug Abschnitte mit variablem Tempolimit.

    Richtig.

    Und warum macht man das?

    Weil bei langsamerem Tempo mehr Fahrzeuge diese Abschnitte passieren können, als bei Vmax.


    Wenn also ALLE langsamer fahren, gäbe es weniger Stau.

    Klingt unlogisch, ist aber so :zf:

  • Danke, ich wollte es auch gerade schreiben. Wie man auf das schmale Brett kommt, dass man als Initiator des Spurwechsels Vorrang vorm Rest der Welt hat, ist mir ein Rätsel.

    Ist das nicht Gesetz? :crazy: Vorallem bei Auffahrten ist das regelmässig zu beobachten. Viele die reinfahren fühlen sich da im Vorrecht und man soll gefälligst Platz machen.

    Wird aber von vielen Verkehrsteilnehmern inzwischen offensichtlich so interpretiert und dazu gehören u.a. auch viele "Profis" (aka LKW-Fahrer)

    Ich schreibe das der zunehmenden Verblödung und wachsendem Egoismus zu. Ich ich ich ich.... Merkt man in so ziemlich allen Lebensbereichen.

    Ich stimme insofern zu, als dass es viel zu wenig Mitdenken und Miteinander gibt.

    Es überwiegt das "nach mir die Sintflut" - aber auf *allen* Seiten!
    Es könnte sehr viel entspannter sein, ganz ohne Tempolimit wohlgemerkt - das ist, meiner Erfahrung nach, auch genau der Grund warum in SLO und HR sehr viel entspannter gefahren werden kann.
    Abgesehen davon, dass dort natürlich deutlich weniger Fahrzeugdichte vorliegt.


    Bedeutet aber auch, dass bei belebter Autobahn eben keine 230 auf dem Tacho stehen...

    Kann man nur so unterschreiben.

    Ich weiß ja nicht wo du unterwegs bist, ich beobachte inzwischen eher das Gegenteil. Immer mehr ziehen rücksichtslos raus, egal was von hinten kommt. Dass das oft bewusst gemacht wird merkt man dann an der Reaktion der Fahrer beim Vorbeifahren. Sturer Blick geradeaus und verkrampftes Festhalten am Lenkrad. Auch wenn man mal hupt kommt keine Reaktion, die scheinen auch noch taub zu sein. 8|

    Wie oben schon geschrieben. Die verkrampfte Haltung ist bei sehr vielen zu beobachten -> Überforderung mit der Gesamtsituation. Nicht mal im Einzelnen die spezielle Situation beim Überholen oder so sondern für die ist das Fahren an sich auf der AB schon völliger Stress. Warum man sich das dann antut würde mich mal interessieren. Gibt so tolle Zugverbindungen. :D

    StVO ist nicht so deins, oder?

    § 3 I StVO ist da ziemlich eindeutig: Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen.


    Darauf basiert auch die entsprechende Rechtsprechung bis rauf zum BGH. Das heisst aber nicht, dass immer der oder der schuld oder nicht schuld oder automatisch zur Hälfte schuld ist. Aber die Tendenz geht, mit Einzelfallabstufungen, generell dazu, dem schneller als 130 fahrenden Fahrer eine individuell zu bestimmende Mitschuld zuzuschreiben. Die Spannweite reicht dabei sicher vom einen Extremfall (bspw. Wohnwagen mit 88 der hinter einem LKW 3m vor einem Fahrzeug mit 135 rauszieht) bis zum anderen (irrer Ferrari mit 340 und "Schleicher" mit 120 der 300m vorher ansetzt).


    Dem könnte ich mich vollumfänglich anschließen.

    Nur könnte???? :heul: :D


    Ich denke einfach, die große Masse ist eben nicht auf den AB unterwegs und ballert halt vereinfacht gesagt in der Stadt bei 70 statt 50 mehr raus als die wenigen die 200 statt 140 fahren wollen. Sieht man ja auch am Streckennetz und dem Autobahnanteil daran.


    Weil ich keine Lust habe hinter dem LKW zu hängen, wo ich im Zweifel nicht nach vorne schauen kann und stinkende Abgase habe... LKWs überhole ich auch, wo es nur geht

    Äh ja. Klaro. Auf Land- und Bundesstraßen verständlich. Aber warum zur Hölle soll man sich auf einer mehrspurigen Autobahn einen ständigen Spurwechsel mit den entsprechenden Gefahren für sich und andere antun nur weil man meint statt 87 mit den LKW muss man 90 fahren? Das bringt auf der Strecke kaum etwas, kostet nur Nerven. Man hängt trotzdem dauernd in den Abgasen, sogar noch mehr weil man ständig an den Auspuffrohren auf der linken LKW-Seite vorbeischleicht ;)

    Ich halte das für bescheuert. Entweder mit den LKW mitschwimmen oder eben deutlich schneller dass ein Überholen auch von den Umliegenden als Überholen wahrgenommen wird und nicht als ein Vorbeischleichen. Ich habe für Muddi mit 100 oder ludicrous(en) 110 :D im Corsa deutlich mehr Verständnis wenn ich vom Gas gehen muss als für irgendwelche Seggl die mit 91 an einem LKW seitlich kleben weil das letztere für mich keinen wirklichen Sinn macht.

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • Zitat

    Wenn also ALLE langsamer fahren, gäbe es weniger Stau.


    Es hat hier doch keiner bestritten, dass bei sehr hohem Verkehrsaufkommen ein niedrigeres Tempo sinnvoll ist. Wenn ich Sonntags morgens meine Hausstrecke fahre, sind da aber so wenige andere unterwegs, dass es schlicht keine Rolle spielt.

  • § 3 I StVO ist da ziemlich eindeutig: Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen.

    Ein Problem ist halt dass im Fall der (Un)Fälle der teil den Du nicht fett markiert hast in den seltensten Fällen zur Urteilsfindung herangezogen wird. Maximal wenn es um nen Unfall eines voll überladenen Kleintransporters aus Hastenichgesehn geht, dessen verschlissene Bremsen nicht mal unbeladen mehr ausreichend gewirkt hätten.

    Aber die überforderte Person*in die ausnahmsweise mal die BAB für die Fahrt zu Schwiegerelterns benutzt, zwischen den beiden LKWs die Panik bekommt und dann einfach rauszieht wird kaum vor der Verhandlung mal zu ner Überprüfung der Fähigkeiten geschickt, sofern nicht der Verdacht auf Alk oder Drogen besteht.


    Natürlich will ich niemandem das Auto fahren verbieten, aber wenn ich sehe wie die Unfallzahlen bei den Motorrädern durch die Einführung von Stufenführerscheinen etc und mittlerweile dem Nachweis der Fähigkeit vor Erwerb des unbegrenzten FS, gesunken sind....

    Nur beim Auto traut es sich keiner mal auf den Putz zu hauen und da was einzuführen.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.