Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Naja, ein Land in dem man alles über 110V für Teufelzeug und den öffentlichen Ausbau von Stromnetzen für Kommunismus hält... wat willste da erwarten... Hauptsache die Bude hat 16 Grad drinnen.... :hehe:


    USA benötigt mehr Hochspannungsnetze | Branchen | USA | Energie (gtai.de)

    Soll heißen, sowas kann bei uns nicht passieren?

    Spannung ist ja das eine, aber wenn die Gesamtmenge an Energie nicht reicht, stößt auch ein 230V-Netz irgendwann an seine Grenzen.

  • Und ich hab´s schon mal erklärt warum ich ein paar Dinge mittlerweile anders sehe als früher.

    Ich auch. Ich denke mir manchmal ich bin härter geworden mit meinen Mitmenschen, mir geht das Verständnis immer mehr ab warum sich jemand nicht selber hilft sondern immer lauter nach dem Staat, d.h. (nach mir) kreischt. Die staatliche Regelungswut und danklose Enteignung macht mich wütend. Verbote und Vorschriften verleiden mir meinen Alltag in Beruf und Freizeit. Früher hätte ich höchstens Herrn Seehofer ohne Behandlung aus meiner Notaufnahme geworfen. Mittlerweile wünsche ich der Mehrzahl unserer Funktionsträger und ihrer staatlichen Ausführungsgehilfen die Pest an den Hals. Von einer Organisation die ich wenn auch nie geliebt so zumindest für ihre Arbeit geachtet habe ist unsere Staat und Regierung zu einer Belästigung geworden deren Zweck es ist mich auszunutzen, zu bevormunden und zu terrorisieren.


    *Dampf ablass* Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Naja, ein Land in dem man alles über 110V für Teufelzeug und den öffentlichen Ausbau von Stromnetzen für Kommunismus hält... wat willste da erwarten... Hauptsache die Bude hat 16 Grad drinnen.... :hehe:


    USA benötigt mehr Hochspannungsnetze | Branchen | USA | Energie (gtai.de)

    Ist schon lustig, wenn man sich über die USA lustig macht.


    Was sagt man denn dann zu den Stromnetzen in Süd- und Mittelamerika und ganz Asien? Hä?


    Klar ist das Stromnetz in USA nicht auf dem letzten Stand. Aber dafür gibt´s auch Gründe.

    a) Ist die USA nunmal ein Flächenstaat. Doppelt so groß wie ganz Europa.

    b) Hatte die USA nicht das "Glück", dass man die Infrastruktur vor 70 Jahren praktisch großflächig platt gemacht hat, so dass man alles neu installieren konnte.


    Wenn wir die nächsten 70 Jahre hier ohne Krieg auskommen, wird unsere Infrastruktur genauso veralten, wie die der USA, weil es wirklich kein Staat leisten kann eine bestehende Infrastruktur wie das Stromnetz grundlegend rundum zu erneuern.

  • b) Hatte die USA nicht das "Glück", dass man die Infrastruktur vor 70 Jahren praktisch großflächig platt gemacht hat, so dass man alles neu installieren konnte.

    Stimmt, Strom war ja nicht im Interesse der Erdölindustrie.

    Da konnte man leider "nur" die Infrastruktur für ÖPNV und Bahn platt machen und durch fette Straßen ersetzen. Dann war die Kohle alle.


    Ja klar... Straßen bauen geht, Kabeltrasse daneben geht nicht. Klingt jetzt eher wie ein Armutszeugnis.

  • Herablassend auf andere schauen und eigene Probleme ausblenden konnten "wir Deutschen" schon immer gut...

  • Soll heißen, sowas kann bei uns nicht passieren?

    Spannung ist ja das eine, aber wenn die Gesamtmenge an Energie nicht reicht, stößt auch ein 230V-Netz irgendwann an seine Grenzen.

    Ohne die exakten Details bis ins Kleinste zu kennen scheint mir das europäische und damit auch deutsche Verbundnetz belastbarer zu sein. Oder wann war hier der letzte Stromausfall der schlichtweg auf Überlastung beruhte?

    Die Amerikaner machen sich über unsere Kommunisten-KV lustig, da können wir doch auch bisschen über deren Bastelbuden-Stromnetz lustig machen. :p


    Was soll man da sagen? Dass es sicher so manches Schwellenland gibt in dem der Strom vermutlich sicherer fließt? Dass es keine Ausrede für ein vorgebliches Hightech-Land ist, dass es woanders noch mieser ist?


    a) wunderbar viel Platz für Wind- und Sonnenstrom. Ah ne.. kann man ja nicht transportieren...

    b) Nur, dass die Stromnetze auch in den USA nicht von vor dem Krieg sind sondern überwiegend in den 1950ern und 60ern entstanden. Zumindest behauptet das die Ingenieursvereinigung ASCE, keine Ahnung wie qualifiziert die zu dieser Betrachtung sind. Aber da ist es halt wie es immer ist, wenn der Gewinn im Vordergrund steht weil "der Markt das schon regelt".


    Unsere Infrastruktur wird eigentlich laufend erneuert wenn wir nicht gerade mal wieder PPP eingehen wie bei der Wasserversorgung gelegentlich. Der Fokus der Berichterstattung liegt zwar gerne auf lauten Windkraftgegnern, aber die stete Erneuerung und Ausbau der Stromnetze geht eigentlich recht unspekakulär voran wenn man vielleicht von den Megaprojekten Nordsüdlink absieht.


    Herablassend auf andere schauen und eigene Probleme ausblenden konnten "wir Deutschen" schon immer gut...

    Jepp. Auch ein Grund warum ich nicht mehr im Politikbereich bin.

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • Was sagt man denn dann zu den Stromnetzen in Süd- und Mittelamerika und ganz Asien? Hä?

    Da brauchst gar nicht so weit gehen!

    Ich hab letztes Jahr im Sommer an meinem Zweitwohnsitz in Rumänien einen "kleinen" Umbau gemacht.

    Ist echt spitzenmässig, wenn zwei-, dreimal am Tag der Strom weg ist und die gefüllte Mischmaschine dann mal für ein oder zwei Stunden steht :rolleyes:

  • Zitat

    Bitte nicht abschweifen, hier geht es um das Thema Elektromobilität und nichts anderes.


    Man sollte mal zur Kenntnis nehmen, dass die Dinge zusammenhängen, die Elektromobilität ist ja hoffentlich kein reiner Selbstzweck sondern wird mit einem Ziel gefördert. Und auch wenn China Kohlekraftwerke baut besteht ein direkter Zusammenhang, schließlich produzieren genau diese Kraftwerke im Zweifel den Strom der zum Laden der Fahrzeuge verwendet wird.


    Der ständige Hinweis auf den Titel des Threads nervt da etwas. Entweder blendest Du diese Zusammenhänge einfach aus oder Du versuchst von Themen abzulenken, die Dir nicht passen. In beiden Fällen wird es damit aber eine unehrliche Diskussion.

  • Ohne die exakten Details bis ins Kleinste zu kennen scheint mir das europäische und damit auch deutsche Verbundnetz belastbarer zu sein. Oder wann war hier der letzte Stromausfall der schlichtweg auf Überlastung beruhte?

    Schau Dir die gestern besprochene Doku an, wir waren bisher immer noch grade so davongekommen. Aber wenn das mal eintritt, ist es nicht nur in D finster, sondern in Halb bzw. ganz Europa.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

    Einmal editiert, zuletzt von tom01 ()

  • Zitat

    Aber wenn das mal eintritt, ist es nicht nur in D finster, sondern in Hals bzw. Ganz Europa.


    So weit würde ich nicht gehen, es ist im Verbundnetz durchaus vorgesehen große Verbraucher (die entsprechende Verträge haben) oder auch einzelne lokale Bereiche vom Netz zu trennen, wenn ansonsten die Versorgung für den Rest nicht zu gewährleisten ist. Das werden wir sicherlich mal sehen, sorgt dann aber auch dafür, dass nicht ganz Europa zusammenbricht.

  • Man sollte mal zur Kenntnis nehmen, dass die Dinge zusammenhängen, die Elektromobilität ist ja hoffentlich kein reiner Selbstzweck sondern wird mit einem Ziel gefördert. Und auch wenn China Kohlekraftwerke baut besteht ein direkter Zusammenhang, schließlich produzieren genau diese Kraftwerke im Zweifel den Strom der zum Laden der Fahrzeuge verwendet wird.

    Also kann man dann jeden Verbrennerthread demzufolge mit den Umweltfolgen der Ölförderung füllen?

    Das fändest du dann genauso o.k.?

  • Also kann man dann jeden Verbrennerthread demzufolge mit den Umweltfolgen der Ölförderung füllen?

    Das fändest du dann genauso o.k.?

    Du vergisst mal wieder eine Sache, von den Verbrennerfreunden hier posaunt keiner raus, dass Verbrenner die Welt retten.

    Bei euch BEV Freunden sieht das doch wohl etwas anders aus. Ihr werdet doch nicht müde uns hier ständig zu erzählen, dass BEV den Planeten retten können und das wird eben immer wieder widerlegt. Ganz einfach.

    Gruß
    schecke

  • Zitat

    Also kann man dann jeden Verbrennerthread demzufolge mit den Umweltfolgen der Ölförderung füllen?

    Das fändest du dann genauso o.k.?


    Wenn es um die Diskussion der Auswirkungen eines Systems geht, dann muss man eben auch das gesamte System betrachten. Daher ja, das fände ich durchaus in Ordnung, genau so wie auch die Diskussionen der Lithium Förderung.


    Ein Problem sehe ich in der Abgrenzung. Erdöl wird ja nicht ausschließlich gefördert um daraus Benzin herzustellen, dass ist nur eine Fraktion in der Raffinierung, aber Fakten dazu fände ich durchaus sinnvoll!

  • Was hier jetzt wieder von so manchen die ich lesen und auch nicht lesen kann (weil geblockt) nicht verstanden wurde ist doch folgendes:


    Niemand bei klarem Verstand zweifelt an den Folgen des ungebremsten Verbrennens von Kohlenstoff basierten Brennstoffen, und dennoch kann man durchaus die Frage stellen, ob es sinnvoll ist dutzende/hunderte Milliarden Euros in Projekte zu stecken, die im Endeffekt nur minimalste Effekte, wenn überhaupt, zeigen werden, oder ob es nicht sinnvoll wäre erstmal zu schauen, wo man mit den gleichen Geldvolumen viel mehr, und damit meine ich mehrere Größenordnungen mehr, erreichen kann. Des weiteren kann man durchaus die Frage stellen, ob so mancher Lobbyist (und FFF/Greenpeace etc. sind in diesem Zusammenhang genauso Lobby wie der Verband der Automobilindustrie) billigend in Kauf nimmt, dass es aufgrund der fehlenden Potentialbetrachtung zu eng gesteckter Zeiträume für die Umstellung zu massiven Benachteiligungen verschiedener Bevölkerungsgruppen kommen wird?

    Je geringer das Einkommen ist, desto höher sind die prozentualen Aufwändungen für Energie, d.h. steigende Strompreise sind zutiefst asozial, da sie geringere Einkommen massiv benachteiligen.


    Dazu.... dutzende Milliarden Euro u.a. in die Elektrifizierung des Fuhrparks, oder die Schliessung von nachrüstfähigen Kraftwerksanlagen in den nächsten Jahren zu stecken ist halt im Bezug auf die zu betrachtenden Mengen an CO2 die einzusparen sind, halt einfach nicht effektiv wenn das in diesem Maßstab nur hier passiert und gleichzeitig in anderen Regionen dieser Erde nach dem Pariser Klimaabkommen erlaubterweise im gleichen Zeitraum das Mehrfache davon noch zusätzlich ausgestoßen werden darf.

    Wieso trifft man da nicht Vereinbarungen mit den entsprechenden Ländern und steckt einen prozentual zu definierenden Anteil des Geldes in die Dekarbonisierung im Rahmen der Produktion von Gütern und der Energieerzeugung dort vor Ort?


    Jedem der halbwegs bei Verstand ist kann sich doch an seinen Fingern abzählen, dass wir (in der BRD) maximal 890 Millionen Tonnen CO2 einsparen können (Jahressausstoß derzeit für die gesamte BRD), eine Senkung von nur 5% CO2 Ausstoß in China und Indien aber schon das Mehrfache davon beträgt weil die Gesamtmenge des CO2-Ausstoß alleine in diesen beiden Ländern so viel größer ist.

    Zusätzlich müssen hier bei uns in der EU natürlich auch Maßnahmen ergriffen werden. Aber wenn man sich die potentiellen Einsparpotentiale anschaut machen die Anstrengungen, die manche Bevölkerungsgruppen deutlich stärker zu spüren bekommen werden als andere, halt im Angesicht der Einsparpotentiale in Bezug auf den Zeitraum keinen Sinn.
    In der EU wird von diversen Lobby-Verbänden derzeit versucht, die Dekarbonisierung in kürzestmöglicher Zeit mit der Brechstange durchzusetzen und das produziert halt deutlich mehr Verlierer als wenn man das mit Augenmaß und deutlich besserer Steuerung der Geldmittel machen würde. Und nein, Subventionen zur Abmilderung sind kein probates Mittel.

  • Danke, dass fasst meine Meinung zu dem Thema ziemlich gut zusammen! Kurz gesagt, dass Geld dort investieren wo es den größten Nutzen, gemessen in eingespartem CO2/EUR hat...

  • Wieso trifft man da nicht Vereinbarungen mit den entsprechenden Ländern und steckt einen prozentual zu definierenden Anteil des Geldes in die Dekarbonisierung im Rahmen der Produktion von Gütern und der Energieerzeugung dort vor Ort?

    Weil es einfacher wäre mit einigen Staatschefs der betroffenen Staaten über die bunte Beleuchtung von Fussballstadien zu reden als diese vom Klimawandel zu überzeugen.


    Und was machen wir in der Zwischenzeit?


    Ansonsten redet keiner davon mit Milliarden den kompletten Fuhrpark an Verbrennern auszutauschen. Es sollen ja nur Neu und sowieso gekaufte Autos elektrisch fahren.

    Die Mehrkosten für die Bevölkerung ist also überschaubar zumal die Herstellkosten eines BEV günstiger sind.

  • Weil es einfacher wäre mit einigen Staatschefs der betroffenen Staaten über die bunte Beleuchtung von Fussballstadien zu reden als diese vom Klimawandel zu überzeugen.

    Moment, mal zum mitschreiben:

    1.) Dort machen wir etwas nicht, weil es wenig Erfolg verspricht.

    2.) Hier sollen wir aber ewas tun was genausowenig Erfolg verspricht, weil der Effekt ausbleibt wegen 1.). Klingt logisch.


    Ich dachte eigentlich die halten sich alle so vorbildlich ans Abkommen?

    Ich dachte echt erst die verarschen uns mit der CO2 Steuer. Aber kaum bezahlt, zack, 16 Grad im August :idee:

  • Zitat

    Ich dachte eigentlich die halten sich alle so vorbildlich ans Abkommen?


    Das kann gar nicht anders sein, es wurde hier mehrfach ausdrücklich betont, dass sich mehr als 190 Länder verpflichtet haben...


    Zitat

    Ansonsten redet keiner davon mit Milliarden den kompletten Fuhrpark an Verbrennern auszutauschen.


    Die letzten zahlen die ich gelesen habe waren 3 Milliarden bis 2020, knapp 10 Milliarden bis 2030 alleine in Deutschland. Dazu gibt es wohl Pläne der EU im deutlich zweistelligen Milliardenbereich, auch davon kommt ein nennenswerter Teil aus Deutschland. Eine Kosten-Nutzen Analyse konnte ich allerdings nirgendwo finden.