Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Es wird und wurde immer gerne darauf abgestellt, dass man froh sein könne über die ganzen Firmenwägen und Dienstwägen weil diese das meiste Geschäft der Autohersteller ausmachen. Die Frage ist, würde denn in etwa die gleiche Menge und Preiskategorie produziert bzw. verkauft werden können wenn es die - sicher nicht verkehrte! - Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit nicht gäbe.


    Eigentlich stellt sich diese Frage so nicht. Nach deutschem Steuerrecht sind (unter anderem) Gewinne zu versteuern, die sich grob gesagt als "Einnahmen - Ausgaben zur Erziehung der Einnahmen" berechnen. Unternehmen, egal welcher Rechtsform, sind dabei durchaus frei zu entscheiden, welche Aufwände sie zur Erziehung eines Gewinnes treiben wollen. Das deutsche Steuerrecht kennt da im wesentlichen zwei Grenzen (aber auch noch weitere, wie z.B. das Bestechungsgelder nicht abzugsfähig sind). Es muss eine dauerhafte Gewinnerziehlungsabsicht bestehen und die Ausgaben müssen angemessen sein. Der letzte Punkt ist etwas schwammig, im Zweifel wird man mit ähnlichen Unternehmen vergleichen. Ein Ferrari für den Kioskbetreiber mit 10 TEUR Jahresumsatz dürfte schwierig werden, für den Geschäftsführer eines Unternehmens mit 100 Millionen Jahresgewinn vielleicht möglich sein.


    In diesem Rahmen ist es vollkommen egal, ob das Unternehmen einen Angestellten bezahlt um zu Fuß von Hamburg nach München zu kommen (das Gehalt ist auch Abzugsfähig), eine Bahnfahrkarte bezahlt oder ob dem Angestellte ein Firmenwagen zur Verfügung gestellt wird. Im zweiten Fall ist es dann auch eine unternehmerische Entscheidung, ob der Firmenwagen auch privat genutzt werden kann oder ob man dem Angestellten lieber mehr Gehalt zahlt.


    Es gibt daher Steuersystematisch einfach keinerlei Unterschied, ob eine Firma ein Gehalt zahlt, neue Computer oder eine neue Maschine kauft oder eben einen Firmenwagen bezahlt. Das eine wird steuerlich genau so behandelt wie das andere, subventioniert wird da nicht.


    Ob ein Firmenwagen anstatt eines höherem Gehalts für einen Angestellten und die Firma attraktiv ist, hängt vom Einzelfall ab, dass ist mitnichten immer so. Ich habe übrigens keinen und will auch keinen, was aber nicht bedeutet, dass ich Fahrten die ich zur Erziehung von Einkommen tätige (z.B. zu einer vermieteten Immobilie) nicht steuerlich geltend mache (nebenbei, in der Regel übrigens Vollkosten und nicht pauschal).



    Weil sie an was verdienen wollen mal abgesehen von Spendeneinnahmen? An neu gegründeten Firmen die die alten vom Markt verdrängen?


    Die Grünen, weil sie sich durch diese Strategie Wahlerfolg versprechen, der direkt zu Einnahmen für die Partei und einzelne Mandatsträger und indirekt auch für Angestellte der Partei führt. Firmen, weil sie mit staatlicher Unterstützung mehr Produkte verkaufen und dabei oft auch noch einen höheren Preis durchsetzen können. Wissenschaftler, weil ein relativ neues Gebiet kreiert wurde, für das neue Stellen geschaffen werden und weil Förderungen für Forschungsvorhaben, die man mit Klima in Verbindung bringen kann deutlich leichter zu erhalten sind. Ein paar Leute schreiben auch noch Bücher.


    Die verstehen sicher genauso wenig vom Motorenbau wie Kolbenmaschinen-Professoren vom Klima.


    Sie haben sich aber auch nicht über die Klimaforschung geäußert. Sie haben etwas zum CO2 Ausstoß der verschiedenen Antriebsarten unter Berücksichtigung des zukünftiges Bedarfs und des Stromes gesagt. Das fällt durchaus in deren Kompetenz.

  • Wie bitteschön, kommst Du auf so einen Zusammenhang und was hat die von dem Prof. erwähnte Anzahl notwendiger dezentraler Anlagen mit Einwohnerzahl von Europa zu tun?!?

    Weil Du es so geschrieben hast:

    Daraufhin habe ich gefragt, ob das EU- oder weltweit gemeint ist mit dem Zusatz, dass es im Hinblick auf die Einwohnerzahlt der EU mit dieser Aussage dann mehr dezentrale Stromerzeugungsanlagen geben würde als die EU - auch nach etwaigen Erweiterungen - überhaupt Einwohner hat. Mir kommt eine dezentrale Stromerzeugungsanlage pro EU-Bürger etwas viel vor. Alternativ wären das aber auch 141 dezentrale Stromversorgungsanlagen pro Quadratkilometer aktueller EU-Fläche. Keine Ahnung in welche Vergleichsgröße Du gerne die 600.000.000 in Relation setzen möchtest. Ich finde die Zahl von mehr als einer halben Milliarde schon relativ beeindruckend.


    Von welcher Grundlage geht der Professor da aus? Kann man die Doku irgendwo ansehen um das zu verstehen?

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  • Ach komm, du wirst es doch schaffen den einen oder anderen Wagen als als Dienstwagen unter zu bringen.

    Das war nicht die Antwort auf meine Frage :rolleyes:

    Die BEV Fahrer bekommen Subventionen um sich einen Firmenwagen zu kaufen/leasen und könnten sich doch auch ohne diese geschenkten Gelder ein solches Auto auf den Hof stellen :idee:

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Hatten wir ja schon mal. Wir konnten nicht schnell genug alles möglichst weit outsourcen um irgendwas noch billiger zu kriegen.

    In diesem Thread geht es doch um E-Mobilität...

    Was in den von mir gezeigten Grafiken ändert sich, wenn wir in Europa ALLE elektrisch fahren WÜRDEN?

    Na? so gut wir nix! Die Kurve Chinas´ wäre genauso steil! Und unsere etwas (!) flacher - oder vielmehr - etwas stärker fallend (sie fällt ja jetzt schon!!!)

  • In diesem Thread geht es doch um E-Mobilität...

    Was in den von mir gezeigten Grafiken ändert sich, wenn wir in Europa ALLE elektrisch fahren WÜRDEN?

    Na? so gut wir nix! Die Kurve Chinas´ wäre genauso steil! Und unsere etwas (!) flacher - oder vielmehr - etwas stärker fallend (sie fällt ja jetzt schon!!!)

    Richtig.

    Das alleine reicht ja auch noch nicht.

    Daher müssen wir noch mehr Anstrengungen unternehmen.


    Oder was schlägst Du vor?

  • Ich schlage vor du fliegst noch Heute nach China und bringst der Regierung dort bei wie sie in Zukunft die Welt zu retten haben :zf:

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Zitat

    Daraufhin habe ich gefragt, ob das EU- oder weltweit gemeint ist


    In einer Diskussion um das regelverhalten der Verbundnetze wäre es logisch, das auf das Europäsche Verbundnetz zu beziehen: Union for the Co-ordination of Transmission of Electricity – Wikipedia


    In dem Zusammenhang erscheint mir 600 Millionen auch etwas viel. Solche Zahlen hängen aber auch sehr davon ab, was genau man dazu zählt. Letztlich ist auch die Lichtmaschine im Auto und die Solarzelle auf dem Camper eine Anlage zur dezentralen Stromerzeugung. Ist natürlich nicht sinnvoll, die mitzuzählen, da meistens nicht mit dem Verbundnetz verbunden.


    In Deutschland gibt es irgendwo zwischen 20-25 Millionen Gebäude, as dürften dann EU-Weit 150-200 Millionen sein, vielleicht mehr. Auf jedem Gebäude mindestens eine Solaranlage ist erklärtes Ziel, auf größeren vielleicht auch mehrere dazu Solaranlagen in der Landschaft, Windräder und sonstige Kraftwerke. Demnächst vielleicht auch Brennstoffzellen oder Wärmekraftmaschinen in den Häusern. Man könnte auch noch die mit dem Stromnetz verbundenen Batterien dazu zählen, insbesondere wenn sie als Puffer dienen. Am Ende kommt da schon was zusammen, vielleicht keine 600 Millionen aber in der Größenordnung "100 Millionen" kann es schon landen.

  • Richtig.

    Das alleine reicht ja auch noch nicht.

    Daher müssen wir noch mehr Anstrengungen unternehmen.


    Oder was schlägst Du vor?

    Ich kann dir hier die Frage, warum du nicht endlich mit gutem Beispiel voran gehst, nicht ersparen. Also, streng dich bitte mal an! :zf:

  • In diesem Thread geht es doch um E-Mobilität...

    Was in den von mir gezeigten Grafiken ändert sich, wenn wir in Europa ALLE elektrisch fahren WÜRDEN?

    Na? so gut wir nix! Die Kurve Chinas´ wäre genauso steil! Und unsere etwas (!) flacher - oder vielmehr - etwas stärker fallend (sie fällt ja jetzt schon!!!)

    26% des CO2 in der EU sind durch den Straßenverkehr verursacht. Kannst ja ausrechnen. Achso ja, nur bevor auf die LKW verwiesen wird: 62% davon, also 16% des Ingesamten entfallen auf PKW und Motorräder. Wird vielleicht nicht ganz 1:1 aufgehen so wegen Stromerzeugung, aber 10% weniger wären auch schon mal ein guter Start für die Kurve.


    Nicht ganz zu vergessen, wir überlassen das Feld der E-Mobilität dann nicht auch noch den Chinesen wenn wir sonst schon so ziemlich alles hingetragen haben. Auch die Chinesen setzen sich Ziele und werden nicht ewig auskommen. Mit "weiter so" geht´s auf Dauer jedenfalls sicher nicht weiter. Wie in dem Link nachzulesen ist, ist jegliche technische Neuerung durch ein stetes Mehr an Fahrzeugen und höhere Verbräuche mehr als überholt worden.

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  • Richtig.

    Das alleine reicht ja auch noch nicht.

    Daher müssen wir noch mehr Anstrengungen unternehmen.


    Oder was schlägst Du vor?

    dass zumindest der grösste Prediger hier endlich selbst aktiv im Sinne der Umwelt wird und zumindest seinen Zweitaktluftverpester durch ein E-Bike ersetzt ???

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Oder was schlägst Du vor?

    Wie sagte Herr Habeck kürzlich in einem ZDF Interview: "Wir müssen unseren Wohlstand neu begründen". Damit würde ich beginnen: Autos aller Fanatiker für die Umwelt versteigern. Fanatiker müßten verpflichtend Ihre eigenen Grundsätze erfüllen.

  • 26% des CO2 in der EU sind durch den Straßenverkehr verursacht. Kannst ja ausrechnen. Achso ja, nur bevor auf die LKW verwiesen wird: 62% davon, also 16% des Ingesamten entfallen auf PKW und Motorräder. Wird vielleicht nicht ganz 1:1 aufgehen so wegen Stromerzeugung, aber 10% weniger wären auch schon mal ein guter Start für die Kurve.

    Ok, der Anteil am derzeitigen Welt-CO2 Ausstoß Deutschlands würde, wenn man den EU-Durchschnitt als Basis nimmt, von ca. 2% auf 1.7% sinken.

    Jepp, das wird das Weltklima mit Sicherheit retten.

    Oh Moment... China, Indien und andere Schwellenländer dürfen ja immer noch ihren absoluten CO2-Ausstoß erhöhen. Verdammt, und ich hab gedacht, wir hätten den Stein der Weisen gefunden!

  • Ok, der Anteil am derzeitigen Welt-CO2 Ausstoß Deutschlands würde, wenn man den EU-Durchschnitt als Basis nimmt, von ca. 2% auf 1.7% sinken.

    Jepp, das wird das Weltklima mit Sicherheit retten.

    Oh Moment... China, Indien und andere Schwellenländer dürfen ja immer noch ihren absoluten CO2-Ausstoß erhöhen. Verdammt, und ich hab gedacht, wir hätten den Stein der Weisen gefunden!

    Dir scheint nicht ganz klar zu sein, dass Deutschland nicht allein da steht. Wir sind ja nicht mal vorne dran dabei. :hehe:


    Aber egal. Ändert ja eh nix. ;)

    Damit würde ich beginnen: Autos aller Fanatiker für die Umwelt versteigern. Fanatiker müßten verpflichtend Ihre eigenen Grundsätze erfüllen.

    Ach wieso? Wenn der Geldbeutel juckt spielt das umgekehrt doch auch keine Rolle ;)

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  • Stefan ... Ja - meinetwegen 26% des EU-Ausstosses.... und dann? guck dir die verdammten Kurven an! "Unsere" würde um 26% absinken (wenn wir ALLE in der EU elektrisch fahren WÜRDEN) ..... dadurch wird sie auf der Grafik etwas niedriger.... NA UND???

    Die chinesische wird dadurch nicht weniger steigen! Ist das so schwer?

    Wenn die nicht gaaanz schnell mitmachen, kannst du dich hier wegeliminieren - mitsamt dem Rest der EU - es wird kaum einen Unterschied machen!


    Noch was:


    WÜRDEN wir jetzt alle umsteigen - weißt du, was dann passiert?

    Die EU-Kurve wird etwas niedriger - die der Chinesen wird aber NOCH STEILER steigen! Warum? Du hast es selbst gesagt: Die sind "unsere Werkbank" und Rohstofflieferanten im derzeitigen System....

    DIE würden also uns die E-Autos liefern - oder Bauteile für die unseren - oder Rohstoffe für die unseren....

    Es wäre also sogar schlecht für die "Steilheit" der chinesischen Kurve ;)




    und was ich machen würde? Der Technik ihren Lauf lassen.... Ist sie gut - setzt sie sich von alleine durch... Ohne Zwang .... Vor allem wird sie dann "reifer" entwickelt, bevor sie sich verbreitet....

    Und versuchen unsere Produkte wieder in Deutschland zu produzieren - wenn denn möglich... Mit zunehmendem Automatisierungsgrad wird der Produktionsstandort immer uninteressanter für den Preis...

    Bosch geht ja gerade voran und baut ein riesiges Halbleiterwerk! Weiter so!

    "Früher" ging das ja auch.... Grundig, ITT, Nordmende, Dual .... und sämtliche deutsche Autos... ich glaube nicht, dass da damals schon chinesische Teile drin waren....

    Einmal editiert, zuletzt von Nik31 ()

  • Je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. Ergo: Je mehr Käse, desto weniger Käse.

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  • Zitat

    Ja - meinetwegen 26% des EU-Ausstosses.... und dann? guck dir die verdammten Kurven an! "Unsere" würde um 26% absinken (wenn wir ALLE in der EU elektrisch fahren WÜRDEN) ....


    Nein, würde sie nicht, da wir aktuell zum Beispiel Braunkohle verstromen (die Herstellung lasse ich mal außen vor, da die im Link von Stefan vermutlich nicht berücksichtigt wurde). Wenn ab morgen alle Elektroautos hätten, würde der Strommix auch noch ungünstiger, da sich Solarstrom und Windenergie eben nicht beliebig steigern lässt (was im. übrigen eines der Argumente des oben genannten Briefes war).


    In der Folge würde aber auch der Weltmarktpreis z.B. für Öl sinken, was dann an anderer Stelle die Anreize senkt, fossile Brennstoffe einzusparen. Es ist eben kein geschlossenes System.

  • Nein, würde sie nicht, da wir aktuell zum Beispiel Braunkohle verstromen (die Herstellung lasse ich mal außen vor, da die im Link von Stefan vermutlich nicht berücksichtigt wurde). Wenn ab morgen alle Elektroautos hätten, würde der Strommix auch noch ungünstiger, da sich Solarstrom und Windenergie eben nicht beliebig steigern lässt (was im. übrigen eines der Argumente des oben genannten Briefes war).

    Im Link nicht, aber in meinem Posting. MIR ist das durchaus klar, es wird einem halt gerne das eine oder andere in die Schreibe gelegt. ;)


    Es ist wohl eher unwahrscheinlich dass von heute auf morgen alle E-Auto fahren. Von daher kann das ganze Drumherum mitwachsen. Wenn man Seiten wie electricitymap.org oder so regelmässig besucht, dann sieht man schön das europäische Verbundnetz und wer wie was erzeugt, wohin was fließt und wie es grad aktuell steht. Ist durchaus interessant, nicht nur weil man sieht was geht, sondern auch dass es sicher noch an einigen Ecken hakt im Tagesverlauf. Ginge vielleicht schneller wenn wir wieder mehr das Land der Denker und Ingenieure wären und weniger das Land der Bedenkenträger und Am-besten-lassen-wir-alles-wie-es-ist-Fans. :sz:

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  • das Land der Bedenkenträger und Am-besten-lassen-wir-alles-wie-es-ist-Fans.

    Witzig dabei ist ja dass die ganzen Grün angehauchten, die die Elektromobilität so sehr fordern genau die sind, die jammern wenn irgendwo ne neue Stromleitung gebaut werden muß, oder wegen dem Vogelschlag am Windrad, oder wegen dem seltenen Hamster am geplanten Windradstandort.

    Mich zu mögen ist ein Talent, das nicht jeder hat! :sz::zf:

  • Aber egal. Ändert ja eh nix. ;)

    Wenn Du das so siehst….

    Ich würde die unglaublichen Geldmengen die hier bei uns für minimale Effekte ausgegeben werden ja eher da investieren, wo in absoluten Zahlen so große Einsparungen erzielt werden könnten, dass sie auch einen globalen Effekt haben und nicht in vergleichsweise winzigen Effekten verpuffen.