Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Ja, Tempomat 110. Super Sache.


    Vernünftig zügig gefahren sind es knapp 43kWh.


    Also bist du mit 25kWh immer noch am schleichen.

    Wenn du morgen den e-tron GT fährst, könnte das anders aussehen.

    Bei den jetzt verfügbaren YouTuber Praxistests, sind sie alle sehr positiv überrascht von der Effizienz und der daraus resultierenden Reichweiten des Autos.

    Testa Björn macht gerade einige Langstrecken Tests damit. Gut, ist in Norwegen, daher nicht mit der deutschen Autobahn vergleichbar, aber die Vergleichbarkeit zählt hier. Und da schlägt der e-Tron GT z.B. den Tesla Model 3 Performance, was die Reisegeschwindigkeit angeht deutlich. Er ist auf der ca. 1.000 km Strecke eine halbe Stunde schneller gewesen im Vergleich seiner gemessenen Zeit mit dem Model 3.


    Allerdings sehe ich beim e-tron GT die Effizienz nicht als Hauptgrund für den Kauf. Das Auto besticht durch seine sexyness und hoffentlich durch sein Fahrverhalten. Daher bin ich sehr auf dein Urteil gespannt.


    Vielleicht verstehe ich auch die Tarife etwas falsch. EnBW z.B. 29 Cent AC, 39 Cent DC, HPC 79 Cent. ADAC-e-charge (meine Karte) dito, nutzt ja EnBW und gibt 2% auf den Tarif. Man kann also DC50 laden für 39 Cent oder DC by Ionity für 79 Cent nutzen

    Die Preise gelten ja nicht mehr, da sie von der EnBW gerade deutlich erhöht wurden. Aber davon abgesehen, hast du tatsächlich aus meiner Sicht einen Denkfehler.

    Die Preise DC gelten ohne Unterscheidung der Ladegeschwindigkeit. Ionity bietet 350 kW Lademöglichkeiten an, ja. Aber das bieten genauso die anderen Ladeanbieter, wie Fastned, Eon, Allego und wie sie alle heißen. Und natürlich auch die HPC Säulen von EnBW. Bei deinen Preisen bleibend, dann zahle ich die 39 ct DC an der langsamen 50 kW Säule, die auch noch an den Autobahnrastplätzen stehen, genauso wie an der HPC Säule, bei der ich die hohen Ladegeschwindigkeiten > 100 kW bekomme - je nach Auto. Warum soll ich mit meinem e-tron also zum langsamen 50 kW Charger, wenn ich für den gleichen Preis an die HPC Säule von allen Anbietern anstecken kann und da mit 150 kW lade?. So viel kann der E-Tron maximal.

    Die von dir erwähnten 79 ct gelten ausschließlich und alleine für Ionity, die aber nur einer von vielen Anbietern in der Leistungsklasse an der Autobahn sind.


    Ein Wort zu Ionity, um die Besonderheit hier zu verstehen.

    Ionity baut europaweit ihre Ladeparks auf. Jede Säule liefert die 350 kW Leistung, auch wenn die anderen Säulen belegt sind. Die Eigentümer von Ionity sind hauptsächlich die Hersteller BMW, Mercedes, VW, Audi, Porsche, Ford und neu Hyundai.

    Ionity hat den Preis von 79ct für alle ad-hoc Lader eingeführt. Im B2B Umfeld gibt es, so wird vermutet, auch keine anderen Preisstrukturen. Die Vermutung stammt daher, dass Ladestromanbieter wie EnBW oder Maingau für Ionity immer den extra Preis von 79 ct haben, der sich vom Standardpreis unterscheidet.

    Wenn man nun Kunde einer der Hersteller ist, dann kann man über diese Hersteller Einen Ladetarif bekommen, der Ionity rentabel macht. Ich zahle an Ionity mit meinem Audi Ladetarif 30ct, anstatt die 79ct.

    Es wird gemungelt das es gewollt ist, dass Ionity somit die Masse an e-Autos von ihren Ladesäulen fern hält, da die 79ct für die meisten zu teuer ist.

    Und das funktioniert auch gut. Man sieht an Ionity fast ausschließlich Autos der genannten Hersteller, vor allem aktuell die E-Tron Modelle, den ID.3 und den Taycan.


    Andere Autos nutzen die HPC Säulen der anderen Anbieter, die oft direkt daneben stehen.


    ich hoffe da hat es jetzt etwas verständlich gemacht, dass der Zeitfaktor nicht der preisentscheidende Punkt ist.

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

    Einmal editiert, zuletzt von Micha M3 ()

  • Wenn du morgen den e-tron GT fährst, könnte das anders aussehen.

    Bei den jetzt verfügbaren YouTuber Praxistests, sind sie alle sehr positiv überrascht von der Effizienz und der daraus resultierenden Reichweiten des Autos.

    Testa Björn macht gerade einige Langstrecken Tests damit. Gut, ist in Norwegen, daher nicht mit der deutschen Autobahn vergleichbar, aber die Vergleichbarkeit zählt hier. Und da schlägt der e-Tron GT z.B. den Tesla Model 3 Performance, was die Reisegeschwindigkeit angeht deutlich. Er ist auf der ca. 1.000 km Strecke eine halbe Stunde schneller gewesen im Vergleich seiner gemessenen Zeit mit dem Model 3.


    Allerdings sehe ich beim e-tron GT die Effizienz nicht als Hauptgrund für den Kauf. Das Auto besticht durch seine sexyness und hoffentlich durch sein Fahrverhalten. Daher bin ich sehr auf dein Urteil gespannt.

    Ich bin auch gespannt.

    Ich werde mich bemühen einen kleinen Bericht zu erstellen.

    Ehrlich gesagt habe ich kein Interesse an dem Wagen, da mir zu teuer und nicht familientauglich.

    Aber das Angebot meines Händlers konnte ich nicht ausschlagen und außerdem möchte ich mich natürlich auch ernsthaft mit dem Thema befassen um zu schauen ob es was für mich werden könnte.

  • Ich war schon verwundert, weil irgendwie ist der Verbrauch schon sensationell niedrig, selbst für den Motor. :top:

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • Wenn ich Micha richtig verstanden habe macht er das übrigens auch nicht, außer einmal zum Test.

    Korrekt, war nur ein Test. Hat mich aber neugierig gemacht, welche Reichweite ich im Hypermiling hin bekomme. Das werde ich irgendwann, wenn ich gar nichts anderes zu tun habe, auch mal testen. Hypermiling bedeutet, so sparsam wie irgend möglich, mit allen Tricks. Windschattennutzung von LKWs, Stromverbraucher wie Klima aus usw.


    Ich hatte es schon mal geschrieben, der optimale Kompromiss zwischen Verbrauch und Geschwindigkeit liegt beim E-Tron bei 150-160 km/h. Die fahre ich daher meist mindestens.

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

  • Die Preise gelten ja nicht mehr, da sie von der EnBW gerade deutlich erhöht wurden. Aber davon abgesehen, hast du tatsächlich aus meiner Sicht einen Denkfehler.

    Hmmm... ich krieg die immer noch angezeigt. Die Preiserhöhnung soll laut Heimseite zum 6.7. kommen allerdings.


    Wenn Du keine 79 Cent zahlst an Ionity, dann ist das natürlich super und es macht natürlich wenig Sinn das gleiche für weniger Ladeleistung zu zahlen. Wobei als nicht-Ionity-Kunde (sofern die Kisten überhaupt die Ladung packen würden) muss man allerdings natürlich schon schauen wo man ansteckt, siehe mein Beispiel hier um die Ecke wo 10 kw mehr 40Cent Unterschied ausmachen würden.

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • Hmmm... ich krieg die immer noch angezeigt. Die Preiserhöhnung soll laut Heimseite zum 6.7. kommen allerdings.


    Wenn Du keine 79 Cent zahlst an Ionity, dann ist das natürlich super und es macht natürlich wenig Sinn das gleiche für weniger Ladeleistung zu zahlen. Wobei als nicht-Ionity-Kunde (sofern die Kisten überhaupt die Ladung packen würden) muss man allerdings natürlich schon schauen wo man ansteckt, siehe mein Beispiel hier um die Ecke wo 10 kw mehr 40Cent Unterschied ausmachen würden.

    Ja, die Preiseerhöhung gilt ab dem 6.7. Aktuell gelten noch die von dir genannten Preise. Ausgangspunkt der Diskussion war aber die Preiserhöhung.


    Das von dir genannte Beispiel mit den 40ct Unterschied möchte ich gar nicht bezweifeln. Allerdings sieht die Realität auf den Autobahnraststätten oft anders aus., besonders hier im Süden (Bayern und BW), sowie in NRW.

    Worüber ich tatsächlich nicht sprechen kann, ist der Osten von Deutschland, da bin ich zu selten.

    Bei uns ist es meist so, dass neben den Ionity HPC Säulen noch die HPC Säulen der EnBW stehen, in NRW dann Eon, Innogy oder Fastned. Oder man fährt eine Rastsstätte weiter oder zum nächsten Autohof. Der Ausbau an HPC Säulen ist zumindest in Westdeutschland sehr rasant. Die sind genauso schnell und kosten eben mit den EnBW Karte aktuell die von dir genannten 39ct.

    Ist für mich als Audi Kunde immer noch teurer, als die 30ct bei Ionity. Daher schaue ich im Alltag, wenn ich jetzt nichts spezielles austesten möchte, immer das ich an Ionity lade.

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

  • Nochmal zum Langstrecken fahren. Ist ja schon eine Weile her bei mir, dass ich mit dem Auto wirklich viel Langstrecke (also >400 km) gefahren bin.

    Aber wenn, dann hat sich da für die meisten Autos bei mir eine "optimale Reisegeschwindigkeit" eingestellt, die so ein Zwischending ist, zwischen möglichst schnellem Vorankommen, Konzentration erfordert aber nicht überfordert um einerseits Ermüdung durch zu langsames Fahren oder andererseits durch zu schnelles Fahren zu vermeiden.


    Das letzte Mal, dass ich >800 km am Stück abgerissen habe mit einem Auto, war 2010. Da war ich immerhin auch schon ganz kurz vor meinem 54er Geburtstag.

    Da bin ich morgens sehr früh aufgestanden mit dem Flugzeug nach Bremen geflogen. Dort hat man mich abgeholt und 1/2 Std. nach Sittensen gefahren. Dann den SL65 kurz besichtigt und probegefahren. Vertrag und finanzielles erledigt. Dann war es so gegen 11:30.

    Fahrzeug war vollgetankt (danke an den Händler). Verbrauch genullt. und ab auf die BAB.

    Schon kurz hinter Bremen stellte sich automatisch ein, dass man mit 180-200 da sehr entspannt und doch schnell vorankommt.

    Kurz vor Nürnberg war dann der Tank fast leer (bis dahin brauchte ich auch keine Pause).

    Auf einer Raststätte bei Erlangen habe ich gehalten. Ausgestiegen ohne Schmerzen, getankt, mir einen Kaffee geschnappt und bin nach nicht ganz 10 min weitergefahren. Bis dahin lage der Durchschnittsverbrauch bei 13,5 l/100 km und für die ca. 600 km bis dahin hatte ich ca. 4,5 Std. gebraucht. Der Rest bis nach Hause waren dann nochmal gut 200 km und da die A9 ab Nürnberg ziemlich frei war, habe ich da wieder laufen lassen mit gut 200 wo nicht beschränkt, was den Gesamtverbrauch overall dann zum Schluss auf 14,1 erhöht hat.

    Dafür habe ich die ganze Strecke von ~820 km in ca 6,5 Std zurückgelegt und bin recht entspannt zu Hause angekommen nach einem 10 min Stopp.

    Mit nem "vernünftigem" Diesel, hätte ich gar nicht angehalten und wäre vermutlich sogar noch kürzer unterwegs gewesen.

  • Dafür habe ich die ganze Strecke von ~820 km in ca 6,5 Std zurückgelegt und bin recht entspannt zu Hause angekommen nach einem 10 min Stopp.

    Mit nem "vernünftigem" Diesel, hätte ich gar nicht angehalten und wäre vermutlich sogar noch kürzer unterwegs gewesen.


    Mit einem etron hätte es ein bisschen länger gedauert. Behauptet ein recht beliebter E-Routenplaner jedenfalls:

    A Better Routeplanner

  • 5x "tanken" für die Strecke..... einfach geil.... also wenn man auf Tankstellen steht :hi:

    Wenn Du 150 km/h fährst. Mit 90 hinterm LKW ist es natürlich nicht so oft. :D

  • Das Einzige, was dieses Urteil hervorbringen wird, wird sein, dass Shell seinen Firmensitz verlegt und fortan Steuern in einem anderen Land bezahlt.

    Die Aktionärsstruktur lässt das ja ohne weiteres zu. Nur Streubesitz.....


    Zum guten Schluss ist niemandem geholfen. Dem Klima nicht und schon gar nicht jemandem in der EU.


    Wie blöd kann man als Richter sein?


    Die Judikative mausert sich in letzter Zeit zu einem Staat im Staate.

    Ob das so gedacht war seitens der Verfassungsgeber? Ich bezweifle das mittlerweile.

  • Uns wird doch auch schon mit Einschnitten in die Freiheit (alt oder neu :p ?) gedroht, wenn die Klimaziele nicht erreicht werden.

    Thomas
    Doppelspitzen verhindern nicht die galoppierende Dummheit sondern verdoppeln die Inkompetenz.

  • Alles eine Frage der Leidensfähigkeit...

    A Better Routeplanner


    Mal in die Runde der eAuto Treiber gefragt: wie gut ist dieser Routenplaner?

    Ich habe, aus ehrlichem Interesse heraus, mal meine "Stammroute" nach Kroatien planen wollen - jedoch wählt der Routenplaner da eine gänzlich andere Route als ich sie nehmen würde (vermutlich ladepunktbedingt).

    Mal zum Vergleich (die selbe Route natürlich):
    Google Maps, 774km und 9h 05Minuten (ok, plus 20 Minuten Tanken und Pause zum Pipi machen - so handhaben wir es bis jetzt) also 9h 25 Minuten

    ABRP, 481mi/770km und 11h 1 Minute (ohne zusätzliche Pause, die sind ja ausreichend dabei).


    Ich weiß jetzt nicht, wie ABRP rechnet, aber bei Google Maps bin ich in den meisten Fällen schneller als der Routenplaner annimmt. :idee:

    Meist schaffen wir es, inkl. Tank/Pipipause wohlgemerkt, in ziemlich genau 9h (8h 30 bis 8h 55).


    Mit der zeitlichen Differenz könnte ich tatsächlich leben muss ich sagen, man ist ja auf dem Weg in den Urlaub und nicht auf der Flucht.

    Wobei ich in 2h Zeitdifferenz halt auch schon am Strand liegen kann und das Auto ausgeladen oder das Boot ins Wasser habe kranen lassen. :sz:


    Wenn die eTour natürlich zu einer Odyssee oder einer eTortour (ha! :D ) werden würde, weil hier und da ein Schnelllader nicht funktioniert oder bereits 3 andere Fahrzeuge vor mir warten, DAS wäre dann in der Tat blöd und würde die Reiseplanung gewaltig über den Haufen werfen.

    Es reicht ja schon ein Fahrzeug vor einem, durch das man dann 20-40 Minuten zusätzlich warten müsste. :m:


    Anhänger habe ich jetzt mal absichtlich außen vor gelassen.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Mal in die Runde der eAuto Treiber gefragt: wie gut ist dieser Routenplaner?

    Ich persönlich nehme ABRP oder goingelektric nur zur Orientierung und ziehe mir dann die Routen zurecht.

    Es ist ja auch immer die Frage kann ich Reisezeitoptimiert (wenn es geht 150 von Lader zu Lader) fahren oder schleiche ich eh im Stau/Baustelle etc.

    Wind und Regen spielen auch ne große Rolle! Die Effizienz des BEV hat da eben einen Nachteil.


    Die Ladekurve spielt ja auch ne Rolle. Tesla hat das ja alles super im Navi integriert. Da hab ich max 100km mehr reingedrück als der nächste SC weg ist und bin dann wieder los gestürzt.

    Wir sind mehrfach mit einstelliger Restreichweite in den SC rein und konnten somit von der hohen Ladeleistung profitieren.

    Der eKona konnte da nun wieder gar nichts selbst rechnen, da bin ich safe gefahren und hab eher zuviel geladen.

    Beim i3, eGolf, Zoe, eNiro und ID3 hab ich keine Langstrecke mit Ladestopp gefahren.


    Eines wirst du feststellen... die Pausen machen was aus. 8h durch knüppeln schlaucht mehr als man zugeben mag.

  • Hatte ich schon einmal verlinkt, von einem der Auszog in Kroatien E-Urlaub zu machen. :cool:


    Grüße aus Köln
    Franz

  • Nach allem, was ich nach Beschäftigung mit der Thematik weiß:

    Wenn Langstrecke, dann Model 3 LR.