Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Ich weiß nicht, ob man den Herstellern den Vorwurf wirklich machen kann

    ich ergänze den Satz mal auf "deutsche Hersteller"

    zu behaupten im Bereich Alternativen hätte sich da so gar nichts getan ist schlicht falsch; denn für Wasserstoff (BMW) und Brennstoffzelle (Mercedes) wurden tatsächlich hohe Summen investiert, unzwar bereits vor vielen Jahren.

    Bezüglich Akkuzellen-Fertigung weiß ich daß Mercedes bereits vor >> 10 Jahren ein Werk in Sachsen gebaut hat. Mangels Nachfrage wurde die Bude schließlich wieder verkauft. Später wurde dann doch wieder ein ganz neues Werk gebaut. Ich habe nachgesehen - das war dann wohl das Werk in Kamenz, anno 2017

    Das war freilich immer noch zu früh


    Es ist gar nicht so lange her als ein User hier herumtrompetete daß die deutschen Hersteller den Wettbewerb bereits verloren hätten weil sie ja so gar keine Rohstoffe hätten und dem heiligen Tesla überhaupt so gar nichts entgegen zu setzen hätten


    heute ?


    Heute gilt eigentlich nur die Erkenntnis: die Politik ist Ziel- und planlos, sowie zunehmend ideologisch verblendet. Laßt doch mal bitte die Wirtschaft machen, was die Wirtschaft so machen tut. Sie findet schon ins Ziel, weil sie gar keine andere Wahl hat. Aber bitte reißt nicht ständig die Rahmenbedingungen um.

    Heute erst hat die Dame Baerbock verkündet den Kohleausstieg von 2038 auf 2030 vorziehen zu wollen.

    Herzlichen Glückwunsch - an China. Wer solche Politiker hat braucht keinen globalen Wettbewerb mehr.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Ja ja... Die Verbräuche die man dann schafft, wenn man so fährt wie den E-Auto-Fahrern immer vorgehalten wird... :hehe: ;)


    Zur Erinnerung, ich habe aktuell selbst einen 2.0TDI und fahre auch noch andere Fahrzeuge mit ähnlichen Motorisierungen wie Du. Und habe eine App die mir jede Einzelstrecke im Octavia mit Verbrauch etc. anzeigt. Nette angenehme Landstraßenpendelstrecken hast Du da offensichtlich. ;)


    Es gab noch nie Entwicklung durch Verbote? Wie sind wir eigentlich vom verbleiten Benzin in katlosen Fahrzeugen bis Euro6 gekommen? Durch das hehre Interesse der Industrie am Umweltschutz? :D


    Natürlich hat sich was getan. Man hat mal eine Flotte H2 mit V12 für ne Messe und bisschen Showdriving eingesetzt etwas übertrieben gesagt. Man hat mal einen 518g gehabt. Damals beim E34. Der eine oder andere hatte dann tatsächlich doch auch noch einen 75PS-LPG im Angebot oder einen 130PS-CNG. Ja so bringt man die Innovation voran. Die Italiener haben einen CNG (auch hier keine Rakete) in das zweithässlichste Auto aller Zeiten gepackt und sich gewundert warum die Kiste keiner kauft. Man hat die Nachfrage letztlich selbst abgewürgt weil mit Benzin und Diesel vermutlich mehr verdient war was ja - ich habe dazu gelernt ;) - Unternehmenszweck ist. Ich habe bei alternativen Antriebsformen quer durch die Bank den Eindruck, dass man halt damit rumgespielt hat, aber so wirkliches (wirtschaftliches) Interesse daran war nie vorhanden. Der LPG-Boom im letzten Jahrzehnt war letztlich einzig und allein auf die private "Bastelei" zurückzuführen aber sicher nicht auf irgendwelche Herstellerinitiativen. CNG führt weiterhin ein Nischendasein für paar Taxler, Omnibusse und Müllautos. BMW hat es elektrisch recht früh geschnallt dass da ware kommen könnte und den i3 entwickelt. Praktisch alle anderen haben dann als es absehbar war verzweifelt versucht ein paar Batterien in eine Verbrennerkarosserie zu dengeln. Ich weiß nicht ob das Innovation ist. Kann sein.


    Heute? Ist man augewacht und gibt Gas. Das ist super. D kann und wird weiter vorne dabei sein, da habe ich mittlerweile wenig Bedenken. Auch das Dengeln ist mittlerweile echten E-Plattformen gewichen bzw. ist der Umstieg absehbar.

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan ()

  • Man hat die Nachfrage letztlich selbst angewürgt weil mit Benzin und Diesel vermutlich mehr verdient war was ja - ich habe dazu gelernt ;) - Unternehmenszweck ist.

    War mir nun neu dass Daimler mit dem Verkauf von Treibstoff Geld verdient.

    Nur wer Sprache gut beherrschen tut ist in der Lage dem Gegner Ravioli zu bieten! :sz::zf:

  • War mir nun neu dass Daimler mit dem Verkauf von Treibstoff Geld verdient.

    Dazu müsste man mal schauen wer wo Aktien im größeren Stil hält.


    Aber die Zusammenarbeit bei der Verdrängung der Alternativen zum Knalltreibling ist ja nicht neu und läuft aktuell weiter.

    Pressemitteilung, 20.4.2021: Möglicher Lobby-Einfluss auf Beratergremium der Bundesregierung Kritik an "Nationaler Plattform Zukunft der Mobilität" | Startseite | REPORT MAINZ | SWR.de


    Parallel läuft ja gerade eine gigantische H2 Kampagne.

  • hippen und progressiven Grünen

    Wer soll das sein?

    Die Partei, die in den 80ern den Sex mit Kindern legalisieren wollte mit u. a. Hinweis auf die antike griechische Hochkultur?

  • Ich behaupte mal das größte Interesse an den Verbrennern hat die allmächtige Mineralölindustrie.


    Dahingehend sind selbst die aller größten Autohersteller der Welt völlig unbedeutend.

    Die bauen dann halt einfach Elektro- statt Kolbenmotoren ein und weiter geht es.


    Bei den Saudis bricht eine komplette Volkswirtschaft alternativlos zusammen 8|  :boese:

  • Bei den Saudis bricht eine komplette Volkswirtschaft alternativlos zusammen 8|  :boese:

    Kann es sein, dass Dir entgangen ist, dass die schon einige Zeit bei weitem nicht mehr so stark vom Öl abhängig sind wie mancher denkt?


    Glaubst Du, die lassen ihre Öl-Milliarden auf irgendwelchen Schweizer Konten verschimmeln?


    Das Geld is schon lange investiert. Sowohl im eigenen Land (Tourismus) wie auch weltweit in Firmenanteilen. Genau wie diverse Chinesische Investoren.


    Ich will gar nicht wissen, WO die ihre Finger mittlerweile drinn haben.

    Beispiel Daimler: Klick

    Bei einer Milliarde Aktien kann man sich ja ausrechnen was ein Anteil von 6,8% (Kuwait) oder 9,7% bzw. 5% (2x China) wert ist.


    Und nebenbei: Selbst wenn von Heute auf morgen kein einziger Verbrenner mehr fährt, bricht zwar der Verbrauch an Rohöl ein, aber diverse andere Branchen atmen auf weil das Öl für sie dann noch X Jahre länger vorhanden ist. Produkte aus CH Verbindungen gibts genug ausser Benzin und Diesel.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Kann es sein, dass Dir entgangen ist, dass die schon einige Zeit bei weitem nicht mehr so stark vom Öl abhängig sind wie mancher denkt?

    Naja, zumindest in Saudi Arabien ist das Erdölgeschäft für 87% (!) der Staatseinnahmen zuständig. Nicht ganz wenig ;)

    Das Geld investiert haben ist das Eine, für Nachschub sorgen, das Andere.


    Saudi-Arabien: Königreich des Erdöls | tagesschau.de


    Interessanterweise kommt das meiste Rohöl für Deutschland aus Russland. Kein wunder, dass diese so starkes Interesse an der Erdgaspipeline haben ^^

  • Und nebenbei: Selbst wenn von Heute auf morgen kein einziger Verbrenner mehr fährt, bricht zwar der Verbrauch an Rohöl ein, aber diverse andere Branchen atmen auf weil das Öl für sie dann noch X Jahre länger vorhanden ist. Produkte aus CH Verbindungen gibts genug ausser Benzin und Diesel.

    Das ist ja eigentlich das das Irre... man verbrennt einen unwiderbringlichen Rohstoff für so viele Produkte die man bei "Erdöl" oftmals sicher garnicht auf dem Schirm hat.

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

  • Das ist ja eigentlich das das Irre... man verbrennt einen unwiderbringlichen Rohstoff für so viele Produkte die man bei "Erdöl" oftmals sicher garnicht auf dem Schirm hat.

    Noch viel irrsinniger ist, dass teilweise Pflanzenöle bzw. "Bio"-Ethanol mit beigemischt werden, um sinnlos verfeuert zu werden, statt als Nahrung zu dienen 8|  :kpatsch:


    Nach Auskunft des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft werden heute rund zwei Prozent der Ackerfläche in Deutschland für die Produktion des im Straßenverkehr genutztem Bioethanol verwendet.

  • Ja ja... Die Verbräuche die man dann schafft, wenn man so fährt wie den E-Auto-Fahrern immer vorgehalten wird... :hehe: ;)


    Zur Erinnerung, ich habe aktuell selbst einen 2.0TDI und fahre auch noch andere Fahrzeuge mit ähnlichen Motorisierungen wie Du. Und habe eine App die mir jede Einzelstrecke im Octavia mit Verbrauch etc. anzeigt. Nette angenehme Landstraßenpendelstrecken hast Du da offensichtlich. ;)


    Es gab noch nie Entwicklung durch Verbote? Wie sind wir eigentlich vom verbleiten Benzin in katlosen Fahrzeugen bis Euro6 gekommen? Durch das hehre Interesse der Industrie am Umweltschutz? :D

    Natürlich ist für die angegebenen Verbräuche ein günstiges Fahrprofil notwendig. Das steht ja außer Frage.

    Es zeigt aber, völlig unabhängig zum Vergleich mit E-Autos, dass der Verbrenner eben nicht überholt ist.

    Den 2.0TDI z.B. bringst du niemals über 7l im Golf. Selbst auf Strecken wo ich in meinem XC >20l auf der Uhr hatte.


    Die von dir genannten Entwicklungen gab es durch sinnvolle Rahmenbedingungen der Politik, nicht durch Verbote (verbleit mal ausgenommen) oder sinnfreie Mega-Subventionen von bis zu 9000€ pro Auto!

    Diese Förderung ist ein Irrsinn auf dem Rücken der Steuerzahler!

  • Die von dir genannten Entwicklungen gab es durch sinnvolle Rahmenbedingungen der Politik, nicht durch Verbote (verbleit mal ausgenommen) oder sinnfreie Mega-Subventionen von bis zu 9000€ pro Auto!

    Diese Förderung ist ein Irrsinn auf dem Rücken der Steuerzahler!

    Naja, die bisherigen Prototypen der Elektro- und Wasserstoffautos aus den 80er und 90er Jahre sind den Herstellern ja nicht gerade aus den Händen gerissen worden.

    Erst als der Staat sinnvollerweise eingegriffen hat, ging es los.

    Sowohl beim Angebot, als auch bei der Nachfrage.


    Und du meinst, dass die Steuerzahler kein Anrecht auf eine intakte Umwelt haben?

    Was wären denn "sinnvolle Rahmenbedingungen", um die pariser Klimaziele einzuhalten?

  • Naja, die bisherigen Prototypen der Elektroautos aus den 80er und 90er Jahre sind den Herstellern ja nicht gerade aus den Händen gerissen worden.

    Erst als der Staat sinnvollerweise Eingegriffen hat, ging es los.

    Sowohl beim Angebot, als auch bei der Nachfrage,.


    Und du meinst, dass die Steuerzahler kein Anrecht auf eine intakte Umwelt haben?

    Und warum wollte die Dinger niemand haben?


    Was ist das für eine Frage?

    Jeder hat das Recht auf eine intakte Umwelt.

    Aber warum darf sich jemand wie ich mit Steuergeldern von Lieschen Müller, die sich das vielleicht trotzdem nicht leisten kann, so ein Ding "billig" kaufen?

    Das ist doch Wahnsinn.

    Übrigens hätten wir keine schlechtere Umwelt hier in D, würde von denen E-Dingern keines hier rumfahren.

    Moderne Verbrenner haben ein Top-Emissionsverhalten, z.B. wahrscheinlich auch dein neuer Diesel!

  • Selbst wenn von Heute auf morgen kein einziger Verbrenner mehr fährt, bricht zwar der Verbrauch an Rohöl ein, (...)

    Und wenn wenn von Heute auf morgen bei uns kein einziger Verbrenner mehr fährt, dann hat das auf den Weltmarktpreis und Gobalverbrauch und Co2-Ausstoß kaum Einfluß. Da kommt der Bergmann rußgeschwärzt aus dem Schacht und du reichst ihm dein McRib Fingerputztuch mit Zitronenduft. Die Geste ist sicher löblich, aber helfen tut es nix.....


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori