Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Die Schweizer haben grundsätzlich keine Autohersteller die man regelmäßig subventionieren muss.;)

    Nein

    aber um die Jahrtausendwende gab es mal ein Statisitk wo in Deutschland jeder 7 und in der Schweiz ca. jeder 20 Arbeitsplatz an der Autoindustrie hängt.

    so nichts ist es auch nicht.


    Was bei uns weltmeisterlich subventioniert wird ist die Landwirtschaft. :rolleyes:

    ehemals Driver 7
    Früher war alles besser

  • Ja wenn mann der Fleischfachverkäuferin die beim Einkauf die Putzfrau bedient, die in einer freien Kfz-Werkstatt arbeitet, der Automobilindustrie zuschlägt, kommt man auf solche Zahlen.

    fundierte Aussage, von einem der alles weis ;)

    ehemals Driver 7
    Früher war alles besser

  • Interessant ist das aber schon wie weit die Industrieverbände das rechnen wenn sie erklären, dass XX% von der Automobilindustrie abhängen. Es ist ja nicht so, das hinter solchen Rechnungen auch äh... Interessen stehen.

    Ist das dann auch der Metzger in der Ingolstädter Vorstadt der weniger Umsatz macht weil die Ex-Audianer dann ihre Wurst bei Aldi kaufen? Oder geht das bis "nur" zum direkten Zulieferer? Oder bis zum Zulieferer des Zulieferer des Zulieferers des Zulieferers? Die 450€-Putzkraft der 3 Putzstellen wegfallen bei irgendwelchen Werksangehörigen die sich das nicht mehr leisten können nach Entlassung?


    Überlegt mal, jeder 7. (soll das wohl oben heissen?) Arbeitsplatz wieviel Leute das wären. 2019 hatten wir 45 Millionen Beschäftigte. Das wären dann äh.. 45 durch sieben, eins gemerkt, ich hol einen runter... ca. 6,5 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland. Da wüsste ich schon ganz gerne, wie weit in die Tiefe das gerechnet wird? Gehört da der Gewerbesteuerfinanzbeamte (oder eher die Abteilung) im FA Ingolstadt auch dazu? In meiner Ausbildung gabs bei Gericht in der Mahnabteilung eine eigene Unterabteilung nur für ein hiesiges damaliges Versandunternehmen. Könnte man jetzt so gesehen auch zu den Opfern von Amazon zählen die Leute? Da schätze ich durchaus, dass da ein nicht unerhebliches Interesse seitens der Verbände dran besteht, solche Zahlen möglichst hochzurechnen. Wie wollte man das auch konkret abgrenzen...

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • Die Arbeitsplätze ab zweiter Instanz gehen ja eigentlich nicht verloren, sie verschieben sich eher, oder?

    Beispiel Homeoffice... der Umsatz unsere Kantine und Brotzeitversorgung (macht eine externe FIRMA) ist zusammengebrochen.

    Diese Leute sind natürlich von unserer Firma abhängig, bei Homeoffice, oder wenn der Laden Pleite ginge, haben die weniger/keine Arbeit.

    Ich esse jetzt aber nicht eine Leberkässemmel weniger, nein, ich kauf sie nur hier beim Metzger anstatt in der Firma.


    Will sagen: Arbeitsplatzwegfall und Abreitsplatzverschiebung müsste man schon trennen - wobei die Verschiebung für die direkt Betroffenen natürlich auch kein Spaß ist.

    Der Arbeitsplatz taucht ja in der Regel nicht einen Kilometer weiter wieder auf.

  • fundierte Aussage, von einem der alles weis


    Oh Mann ist das wieder Mal eine bescheuere Aussage..

    Es gibt so Statistiken im Internet.

    Erwerbstätige in Deutschland nach Wirtschaftsbereichen 2019 | Statista


    Aber persönlich zu werden ist halt einfacher als mal google zu benutzen. Ergo alles wie immer.

  • Jepp. Das tät mich ja interessieren, was da eben mit- und was nicht mehr "zählt". Kantine bei Hersteller, klar. Aber da kommt man irgendwann dann mal vom Hundertsten ins Tausendste. Der Bäcker der die beliefert, dem bricht sicher auch ein Großkunde ein mit sowas, der Mehlieferant der Bäckerei, der Bauer der das Getreide anbaut, der Traktorhersteller für den Ich-muss-den-neuen-180k€-Fendt-wegen-der-Steuer-kaufen-Bauer, die Kantine bei denen...


    Als z.B. Arbeiter am Band ist ja nicht so, dass entsprechende Berufe vom Himmel fallen. Fachkräftemangel hin oder her. Mal etwas übertrieben gesagt, der Bandarbeiter von XY mit seiner 35h-Woche, ordentlichem Tariflohn, 14 Monatsgehältern und jährlichen Prämien wird sicher nicht zu Ali-machts-Dir-billig-Werkstätten wechseln um dort für 1400€ netto den Rest seines Lebens Ölwechsel zu machen und Reifen umzustecken. .

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • Es gibt so Statistiken im Internet.

    Erwerbstätige in Deutschland nach Wirtschaftsbereichen 2019 | Statista


    Aber persönlich zu werden ist halt einfacher als mal google zu benutzen. Ergo alles wie immer.

    Ich bleibe bei meiner Aussage. Ggfs. sollte ich noch persönlicher werden.

    Was hat die Beschäftigung in den Wirtschaftsbereichen mit deiner Aussage: Ja wenn mann der Fleischfachverkäuferin die beim Einkauf die Putzfrau bedient, die in einer freien Kfz-Werkstatt arbeitet, der Automobilindustrie zuschlägt, kommt man auf solche ZaZahlen

    zu tun....?

  • Es wird vielen der überbezahlten Bandarbeiter aus der Automobilbranche auf Dauer IHMO nichts anderes übrig bleiben. Zumindest nicht den Jüngeren. Bei uns haben schon wieder einige Opler angefangen. Die gleichen z. T. aktiv ihr geringeres Gehalt bei uns mit Teilen ihrer Abfindung aus. Die sind froh einen sicheren Arbeitsplatz gefunden zu haben. Trotz TVöD 5 - 7 und z. T. 46 Stunden-Woche (Schulhausmeister, Arbeitszeit incl. Bereitschaftszeiten in der Schule)

  • Es wird vielen der überbezahlten Bandarbeiter aus der Automobilbranche auf Dauer IHMO nichts anderes übrig bleiben. Zumindest nicht den Jüngeren. Bei uns haben schon wieder einige Opler angefangen. Die gleichen z. T. aktiv ihr geringeres Gehalt bei uns mit Teilen ihrer Abfindung aus. Die sind froh einen sicheren Arbeitsplatz gefunden zu haben. Trotz TVöD 5 - 7 und z. T. 46 Stunden-Woche (Schulhausmeister, Arbeitszeit incl. Bereitschaftszeiten in der Schule)

    Das ist eher das Hauptproblem. Die haben insb. während als AlgI Bezuges keinerlei Motivation was anderes zu machen. Es ist echt Wahnsinn was am Band bei den dt. Herstellern so alles an Kohle fliesst...

  • Wenn alle Arbeitsplätze bei den Autoherstellern und dazugehörigen Bäcker und Metzgern abgebaut sind, wer soll denn dann die BEV produzieren?

  • Das ist eher das Hauptproblem. Die haben insb. während als AlgI Bezuges keinerlei Motivation was anderes zu machen. Es ist echt Wahnsinn was am Band bei den dt. Herstellern so alles an Kohle fliesst...

    Ich bin da ja nicht wirklich drin, aber dann hab ich wohl nicht wirklich übertrieben oben? :crazy:

    Wenn alle Arbeitsplätze bei den Autoherstellern und dazugehörigen Bäcker und Metzgern abgebaut sind, wer soll denn dann die BEV produzieren?

    Alle nicht, aber mit weniger Bauteilen im Gesamten muss was wegfallen.

    Ich bin froh...so alt zu sein, wie ich bin. Es wird für die jüngeren Jahrgänge spannende und einschneidende Jahre geben. Hatten wir auch....aber wir kamen nicht aus dieser Überflußgesellschaft. Back to the Roots...vielleicht muss das sein.

    Du meinst, Dein Alter im Ausweis nähert sich so langsam Deinem Gesicht an? :duw:


    SCNR. :D

    Ich denke auch, dass sich da einige ändern wird und das wird nicht das einzige sein. Ich bin gespannt was meine Kinder mal werden werden. Wer hätte in den 90ern an sowas wie dieses Internet gedacht? Wer in den 2000ern an Klimawandel oder so Bildschirmdinger in der Hand die keiner mehr weglegen kann? Wer in den 2010ern an was auch immer gedacht das vielleicht 2025 erfunden wird und irgendeinen anderen Bereich revolutioniert? Bei der Überflußgesellschaft wären wir übrigens wieder bei obigem Gezänk mit Nachkrieg und so. Keiner von uns ist wohl wirklich alt genug aus eigener Anschauung schlechte Zeiten zu kennen. Von gewissen Dellen wirtschaftlicher oder auch mal privater Natur abgesehen ging es doch für alle nur in eine Richtung (was prinzipiell ja auch wünschenswert ist).

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • Ich habe nicht von Nachkriegszeiten gesprochen und diese auch nicht gemeint. Aber für Anfang der Achtziger bist Du wohl noch zu jung. Und Nein, da kommt kein Smilie.

    Pah.. Anfang der 80er hab ich schon gelebt. So schlecht gings einem doch da nicht von der allgemeinen Lage her? Ok, kalter Krieg und so, aber von der allgemeinen Wirtschaftslage? Oder was meinst Du genauer damit?

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee: