Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Selbstverständlich ist das Aufgabe des Staates. Letztlich profitiert er ja auch von mobilen Bürgern und dem Warenverkehr. Ich find nur die PR-Argumentierei und dann auch die Jammerei hier irgendwie... lächerlich. Du schreibst es korrekt, es gibt Leute die heute noch für letztlich 10m Straße ihre Kredite abstottern. Was bringt einen also dazu anzunehmen, seine paar Euros KFZ-Steuer im Jahr würden auch nur annähernd irgendwas dazu beitragen? Das reicht ja nicht mal für den laufenden Unterhalt oder einmal Straße kehren lassen.


    Natürlich ist der Verkehr eine bequeme Melkkuh, es wird viel gejammert und trotzdem gefahren (ja ich weiß, jeder muss und überhaupts... ;) ) . Wie oben schon geschrieben, der Sprit scheint noch nicht genug zu kosten (mal unabhängig von der derzeitigen Delle). Und natürlich wird das auch der Stromtanker eines Tages merken. Genauso wie der LPG-Fahrer wenn die Steuersenkung entfällt oder auch seinerzeit der Diesel-Fahrer. Der Staat braucht die Einnahmen, also wird er sie generieren. Üblicherweise über den Weg des geringsten Widerstandes. Das hat der deutsche Autofahrer jahrzehntelang freudig bewiesen dass man mit ihm machen kann was man will.

    Nein MTV, wir haben damals nicht wegen Youtube aufgehört MTV zu kucken, sondern wegen des Jamba-Sparabos, dem Crazy-Frog und der Klingeltonwerbung...

  • Zitat

    Was bringt einen also dazu anzunehmen, seine paar Euros KFZ-Steuer im Jahr würden auch nur annähernd irgendwas dazu beitragen? Das reicht ja nicht mal für den laufenden Unterhalt oder einmal Straße kehren lassen.


    Mit dem gleichen Argument könnten die meisten auch das Zahlen der Einkommenssteuer einstellen, was sollen die paar Euro schon für einen Unterschied machen ;)

  • Mit dem gleichen Argument könnten die meisten auch das Zahlen der Einkommenssteuer einstellen, was sollen die paar Euro schon für einen Unterschied machen ;)

    Hihihi... *merkfürnächstenWiderspruch* :hehe:


    Im Ernst. Das hört man ja recht oft in dem Zusammenhang "man würde eh schon genug Steuern mit dem Auto zahlen". Aber wenn man dann fragt, ja wieviel zahlste denn, dann zeigt sich, dass damit meist nicht mal der Fußweg vorm Haus bezahlt wär, aber mit dem Argument vergoldete Autobahnen verlangt werden. Gleichwohl überwiegt natürlich der gesamtwirschaftliche Volksnutzen durch die Mobilität, von daher muss das ja nicht wirklich 1:1 aufgehen. Und nein, ich finde nicht, dass wir zu wenig Steuern zahlen. ;)

    Nein MTV, wir haben damals nicht wegen Youtube aufgehört MTV zu kucken, sondern wegen des Jamba-Sparabos, dem Crazy-Frog und der Klingeltonwerbung...

  • Vor dem Hintergrund der Befristung könnt ihr euch vorstellen, dass kein Autohersteller mehr seine aktuellen Verbrennungsmotoren weiterentwickeln wird, zumal spätestens mit Euro 7 das ganze völlig unwirtschaftlich wird.

    Wo hast du denn die Weisheit her?


    Opel/PSA z.B. sieht das erstaunlicherweise ganz anders als du.


    Zitat

    Ja – und das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim hat die Entwicklungsverantwortung für die nächste Vierzylinder-Benzinmotoren-Familie der Groupe PSA gewonnen. Generell stellen wir uns flexibel und technologieoffen auf, auch wenn sich die Elektromobilität gerade sehr stark entwickelt.

    Gruß
    schecke

  • Schöne (völlig leere und nichtssagende) Marketingparolen :top:

    Was soll ein Autoverkäufer auch schon anderes sagen, um in den nächsten 5 Jahren noch weiter Verbrenner zu verkaufen...


    BTW: ich lese da mehr Elektro- als Verbrennerpotential in dem Interview :p


    Zitat

    Ich erwarte aber, dass die E-Mobilität bald auch aus natürlicher Kraft wachsen wird. Bei uns muss jedes Auto Geld verdienen, was zu klaren strategischen Entscheidungen führt. Eine eigene Batteriezellenfertigung zu bauen, war die wichtigste Investitionsentscheidung der letzten zwei, drei Jahre. Wir setzten auf das Thema, und wir müssen es selbst machen, gemeinsam mit Partnern, die das entsprechende Know-how haben.

  • Schöne (völlig leere und nichtssagende) Marketingparolen :top:

    Was soll ein Autoverkäufer auch schon anderes sagen, um in den nächsten 5 Jahren noch weiter Verbrenner zu verkaufen...

    Soso, völlig leer und nichtssagend? Das ist eine Tatsache!

    Ganz im Ggenteil, die haben sehr wohl erkannt, dass der Verbrenner noch lange parallel zu anderen Technologien gebraucht werden. So etwas nennt man dann vortausschauendes Denken, was manchen leider abhanden gekommen ist. Liegt ja vielleicht daran, dass man die ideologischen Scheuklappen nicht mehr los wird.


    Auch das ist ein wichtiger Schritt, die Techologieoffenheit. Anders als VW, nur auf die BEV setzen.

    Zitat

    Aber auch die Brennstoffzelle ist für uns ein wichtiges Thema. Wir werden es in nicht allzu ferner Zukunft im Vivaro und vielleicht auch im Zafira Life fortsetzen – zunächst mit einer kleinen Flotte, die auch an Kunden gehen wird. Wir haben in der Vergangenheit schon viele Erfahrungen bei dem Thema gesammelt; hier wurden vier Generation des Opel HydroGen entwickelt. Allein mit der vierten Generation haben wir mehr als fünf Millionen Kilometer Erfahrung im Alltag gesammelt. Daher wurde das Entwicklungszentrum hier in Rüsselsheim auch zum Kompetenzzentrum Brennstoffzelle für die gesamte Groupe PSA ernannt.


    Gruß
    schecke

  • Soso, völlig leer und nichtssagend? Das ist eine Tatsache!

    Ganz im Ggenteil, die haben sehr wohl erkannt, dass der Verbrenner noch lange parallel zu anderen Technologien gebraucht werden. So etwas nennt man dann vortausschauendes Denken, was manchen leider abhanden gekommen ist. Liegt ja vielleicht daran, dass man die ideologischen Scheuklappen nicht mehr los wird.

    Das hat nichts mit Scheuklappen zu tun.

    Klar wird es in den nächsten Jahren noch neue Verbrenner geben, alleine schon deswegen, weil die Produktionskapazitäten für BEV aktuell noch gar nicht ausreichen.

    Die Hersteller werden sich aber dahingehend bestimmt kein Bein mehr ausreißen und mehr als nötig daran investieren, um den Käufern das Gefühl zu geben, ein "aktuelles Auto" gekauft zu haben.


    In der langfristigen Planung spielen aber Verbrenner bei den globalen Playern intern keine Rolle mehr.

    Warum auch?

    Der Paradigmenwechsel in den USA wird mit dem neuen Präsidenten auch bald einsetzen. Zum Klimaschutzabkommen hat er sich ja schon geäußert.


    Und "technologieoffen" birgt auch die Gefahr sich zu verzetteln und nur halbherzig etwas anzugehen :p

  • Die Hersteller werden sich aber dahingehend bestimmt kein Bein mehr ausreißen und mehr als nötig daran investieren, um den Käufern das Gefühl zu geben, ein "aktuelles Auto" gekauft zu haben.

    Warum betreibt dann Opel/PSA eine Neuentwicklung?


    Und "technologieoffen" birgt auch die Gefahr sich zu verzetteln und nur halbherzig etwas anzugehen

    Also wenn man schon den falschen Weg eingeschlagen hat, dann geht man den auch konsequent zu Ende, oder wie?:D

    Gruß
    schecke

  • Warum betreibt dann Opel/PSA eine Neuentwicklung?

    Ist es eine? Oder ist das sowas wie das was VW grad ...evo nennt?

    Nein MTV, wir haben damals nicht wegen Youtube aufgehört MTV zu kucken, sondern wegen des Jamba-Sparabos, dem Crazy-Frog und der Klingeltonwerbung...

  • Warum betreibt dann Opel/PSA eine Neuentwicklung?

    Na Mensch, weil der KUNDE genau DAS doch hören will.

    Keiner will ein veraltetes Auto kaufen.

    Da macht man halt den Zylinderhub in der neuen "Motorengeneration" etwas länger oder kürzer, lässt vom Zulieferer das eine oder andere Nebenaggregat neu entwickeln und verkauft das ganze dann als "NEUENTWICKLUNG".

    Ist doch sowas von durchschaubar...

  • Na Mensch, weil der KUNDE genau DAS doch hören will.

    Keiner will ein veraltetes Auto kaufen.

    Da macht man halt den Zylinderhub in der neuen "Motorengeneration" etwas länger oder kürzer, lässt vom Zulieferer das eine oder andere Nebenaggregat neu entwickeln und verkauft das ganze dann als "NEUENTWICKLUNG".

    Ist doch sowas von durchschaubar...

    Na klar, so einfach erreicht man ja auch die zukünftigen Abgasnormen.:kpatsch:

    Gruß
    schecke

  • Naja man wird weiterhin zum Motorschutz legal deaktivieren. Weil so richt gute Motoren können wir ja nicht.;)

    Tja, was man nicht alles schreibt, wenn einem die Argumente ausgehen.:D

    Gruß
    schecke

  • Dass das eigene Produkt aber nur verkauft werden kann, weil eben jemand Straßen baut, weil jemand anders alle Folgekosten übernimmt, das wird ganz gerne in der PR-Abteilung ausgeklammert. Der Kunde sieht nur den Endpreis und den Vermerk an jeder Zapfsäule, dass XX Prozent der Staat kassiert und hat sein Feindbild

    Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Ulf hat da völlig recht:

    Das ist ein Scheinargument.

    Mobilität ist Grundbedürfnis, und Infrastruktur - auch Straßen - zu bauen Aufgabe des Staates. Nicht zuletzt dafür zahlen wir in D ja recht knackige Steuern. Straßen werden ja nicht nur von Sonntagsausflüglern gebraucht, sondern auch von ÖPNV, Post, Lieferdiensten, ja auch Rettungsdienste und Feuerwehr brauchen befahrbare Zuwegungen.


    Was bringt einen also dazu anzunehmen, seine paar Euros KFZ-Steuer im Jahr würden auch nur annähernd irgendwas dazu beitragen? Das reicht ja nicht mal für den laufenden Unterhalt oder einmal Straße kehren lassen.

    Einnahmen Mineralölsteuer 2019: 40,68 Milliarden €

    Einnahmen KFZ-Steuer 2019: 9,37 Milliarden €


    Hört sich für mich schon so an, als könnte man damit den einen oder anderen Meter Straße bauen und/oder erhalten...

    Aber wenn man dann fragt, ja wieviel zahlste denn, dann zeigt sich, dass damit meist nicht mal der Fußweg vorm Haus bezahlt wär, aber mit dem Argument vergoldete Autobahnen verlangt werden

    S. o. - Mineralöl- und KFZ-Steuer belaufen sich alleine schon auf 50 Milliarden €.

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • S. o. - Mineralöl- und KFZ-Steuer belaufen sich alleine schon auf 50 Milliarden €.

    Im Bezug auf das zitierte Argument von Stefan völlig ohne Belang, den zahlt nämlich der Hauseigentümer.

    Gefährlich ist's, den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn, Jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Grüne in seinem Wahn.

  • Ich grätsche hier mal in die Steuerdiskussion. :p

    Da in der aktuellen AB ein Bericht über den IX3 steht, dachte ich mir "Google mal ...".


    Und was soll ich sagen :



    Der neue BMW IX3 ist das zweite Elektroauto des Konzerns. Und der erste BMW, der aus einer Fabrik in China zu uns kommt. An Bord hat er die neueste Elektrotechnik der Marke, die künftig auch weitere BMW-Stromer antreiben wird.

    Die Nische füllt sich: Nach Mercedes (EQC) und Audi (E-Tron) ist nun auch BMW bei den deutschen Premium-Elektro-SUV vertreten. Der iX3 ist gleichzeitig das erste BMW-Modell, das aus China den Weg nach Deutschland antritt. Ein echter Bayer war der X3 allerdings mit seinem Produktionsstandort im US-Werk Spartanburg ohnehin noch nie. Der iX3 wird nun im BMW/Brilliance-Werk im chinesischen Shenyang gefertigt.

    Quelle : ams


    Nun bin ich aber baff.

    An einen X3 aus Spartanburg hab ich mich gewöhnt, aber aus China ?:rolleyes:

    "Bitte ohne Speck und Eier !"

    Manfred, 53, Trucker - bestellt sich gerade eine Frau aus Thailand ...

  • Im Bezug auf das zitierte Argument von Stefan völlig ohne Belang, den zahlt nämlich der Hauseigentümer.

    Ging doch um den Beitrag zum Straßenbau, oder?

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Nun bin ich aber baff.

    An einen X3 aus Spartanburg hab ich mich gewöhnt, aber aus China ? :rolleyes:

    Merkt ihr hier endlich, in welchem entspannten TIEFSCHLAF die deutschen Autohersteller noch stecken ... 8|


    Der "Welt"-Konzern BMW hat doch tatsächlich schon das ZWEITE Elektroauto am Start, VW gerade mal mit Mühe das ERSTE (vom nicht lieferbaren eUp mal abgesehen :p ) und der Südafrikaner ist ganz alleine schon beim VIERTEN (S, 3 X, Y).


    Und NEIN, ich finde das auch nicht gut. Eher traurig, dass sich die deutsche "Vorzeigewirtschaft" so vorführen lässt.

    Letztlich riskieren die hochbezahlten Topmanager, die nur kurzsichtig die nächste Dividende und ihren persönlichen Bonus im Blick haben, dadurch viele deutsche Arbeitsplätze. :heul:


    PS:

    Immerhin wird VW seinen ID3 in Norwegen ganz gut los:

    Quelle:

    Rekordverkäufe von Elektroautos in Norwegen im September – BusinessPortal Norwegen

  • Einnahmen Mineralölsteuer 2019: 40,68 Milliarden €

    Einnahmen KFZ-Steuer 2019: 9,37 Milliarden €

    Da rechnest jetzt mal das Gewerbe raus, die setzen nämlich jeden einzelnen Tankzettel als Ausgaben an un die KFZ-Steuer natürlich genauso. Und auch die Ust. aus dem Leasing (falls das jetzt noch kommt) holt man sich sogar komplett wieder.


    Das relativiert sich ganz schnell nach unten. Die meisten km und vorallem Verbräuche dürften auf Gewerbe fallen, egal ob direkt oder Geschäftswagen. Und da ist ein Euro eingezahlt nicht wirklich ein Euro angekommen. Wobei man das "Gejammer" eines Spediteurs mit 300k Dieselrechnung im Monat ja noch durchaus verstehen kann wenn der über Schlaglöcher klagt. Aber dass von meinen 132€ KFZ-Steuer und 600€ Sprit im Jahr beim Zafira nicht mal der Randstein vorm Haus bezahlt ist, das ist glaub nicht jedem Maulinger im Land klar.

    Nein MTV, wir haben damals nicht wegen Youtube aufgehört MTV zu kucken, sondern wegen des Jamba-Sparabos, dem Crazy-Frog und der Klingeltonwerbung...