Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Das passende Stichwort zur Suche ist Lastprofil oder Lastgang. Allerdings musst Du berücksichtigen, dass die Spitzenlast eben auch von entsprechenden Kraftwerken abgedeckt wird, sie bei weniger Bedarf nicht laufen.


    Außerdem dachte ich, die Elektroautos sollen aus „Ökostrom“ geladen werden, Sonne gibt es nachts nicht und auch der Wind ist tagsüber tendenziell stärker als nachts.

  • Gibt es eigentlich Daten über den Stromverbrauch in Deutschland um 14 Uhr und um 2 Uhr Nachts?

    Es gibt hier einige Daten bei der der Bundesnetzagentur

    SMARD | SMARD - Strommarktdaten, Stromhandel und Stromerzeugung in Deutschland

    auch der Wind ist tagsüber tendenziell stärker als nachts.

    Offshore ist das viel gleichmäßiger:

  • Also ich habe mir nun auch immer wieder überlegt, ob nicht doch ein BMW i3 aus 2014-2016 mit dem kleinen Akku vllt sogar den E39 ersetzen soll, zumal der E39 quasi nur in der Garage steht. Mit dem i3 könnte ich die Strecke zur Arbeit (wenn man denn überhaupt mal wieder in die Firma darf ... ) von 12km einfach auch im Winter problemlos absolvieren. Laden wäre an der öffentlichen Ladesäule im Ort via CCS im Winter und gelegentlich 220V-Schuko vom Küchenfenster machbar. In der Firma wäre kein Lademöglichkeit vorhanden und zu Hause eben eigentlich auch nicht.

    Meine erste Wahl wäre hier im Grunde ein Skoda Citigo-e iV gewesen für rund 16k als Neuwagen mit Förderung, ist aber kaum noch zu bekommen...

    Der BMW i3 gefällt mir unheimlich gut macht auch ordentlich Fahrspass, würde als Gebrauchtwagen so rund 14-15k kosten mit 30-50tkm aus 2014-2016 mit mindestens Sitzheizung/Schnellladen & Wärmepumpe.


    Somit ist aktuell eben die Frage, ob man sich so einen 5-6 Jahre alten BMW i3 60Ah PreLCI zulegen kann problemlos, oder ob das Risiko bzgl. Akku und dessen Haltbarkeit einfach zu hoch ist. Was wird ein BMW i3 mit plattem Akku (vllt noch 50% max Nutzbarkeit) und 200tkm und 13 Jahren noch wert sein? Wird der Akku & die Karbonkarosserie nicht immer einen gewissen Restwert sichern?

    genau die gleichen Überlegungen habe ich auch...

    > welcher ist mein nächster...? >

    Alle sagen man solle ein E-Auto kaufen! OK, ich finde sicherlich noch ein paar nette E46, E39, E60... :cool:

  • Ich war letzte Woche von Sonntag bis Freitag beruflich in Regensburg und habe dort in einem Hotel übernachtet, in deren Garage es Ladesäulen gab und das Auto auch in der Garage Empfang hatte.

    So konnte ich letzte Woche mal das Lademanagement ausprobieren. Sprich ich habe über die Connected App den Ladetimer eingestellt, Ladungen gestartet, das Ladeziel (80% oder in der Nacht auf Freitag dann 100%) angepasst usw. Hat über die Woche alles wunderbar funktioniert.

    So konnte ich mal die echten Vorteile genießen. Ist schon genial, man liegt im Bett, schaut sich in der App den Ladestand noch mal an und überlegt sich, wie viel Strom ich für die nächsten Fahrten brauche, stelle über die App die Abfahrtszeit ein und auf wie viel Prozent er bis dahin aufgeladen haben soll. Man schlappt am nächsten morgen zum Auto und er hat entsprechend aufgeladen. Einfach super komfortabel und natürlich auch eine schöne Befriedigung des Nerd Spieltriebs (sehe das Auto auch als technisches Gadget an). Schade, dass ich zu Hause aufgrund mangelnder eigener Lademöglichkeit das so nicht nutzen kann.


    Am Freitag Nachmittag nach den letzten Kundenterminen ging es dann auf die Heimfahrt. Ich habe bis Nürnberg noch einen Kollegen mitgenommen, der ebenfalls bei den Kundenterminen teilgenommen hat und mit dem Zug da war. Er kommt aus Fulda, so habe ich ihn zum Nürnberger Bahnhof gefahren, da von dort die Zugverbindungen wesentlich flexibler sind, als von Regensburg.

    Damit er einen bestimmten Zug noch bekommen konnte, habe ich von Regensburg nach Nürnberg richtig Gas gegeben. Im Prinzip Vollgas gefahren.

    So musste ich in Nürnberg dann noch mal laden, um weiter zu fahren, hatte da nur noch 50km Restreichweite.

    Das war nun das erste mal, dass ich den E-Tron leer gefahren habe, ohne zu wissen, bzw. zu planen wie ich weiter komme.

    Was mit dem Verbrenner normal ist, wenn die Reservewarnung kommt, schaut man sich mal langsam nach der nächsten Tanke um, ist normalerweise bei einem E-Auto nicht zu empfehlen. Vor allem nicht in Gebieten, in denen man sich nicht auskennt.

    Ich hatte keine Ahnung, wie es um die Ladeinfrastruktur in Nürnberg bestellt ist. Vor allem, da ich ja auf der Durchfahrt war und keinen langsamen AC Lader gebrauchen konnte, die normalerweise in der Stadt stehen.

    Nachdem ich meinen Kollegen am Bahnhof abgesetzt habe, habe ich dann erst mal im Auto Navi nach dem nächsten HPC Lader gesucht. Es gab 800 Meter vom Bahnhof entfernt einen EnBW HPC Lader an einer OMV Tankstelle.

    Den habe ich angesteuert, habe das Auto angesteckt, an der Tanke noch etwas zu trinken geholt und war nach 23 Minuten wieder so voll geladen, dass ich die Strecke nach Karlsruhe dann ohne weiteren Zwischenstopp fahren konnte.

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

  • Die kann man auch den lahmen AC nutzen um soviel rein zu drücken, um sicher den nächsten HPC zu erreichen.

    Klar, ist aber aufgrund des zusätzlichen Zeitaufwands nicht mal Plan B, eher Plan C. Sprich, nur wenn es nicht mehr anders geht.

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

  • Jepp... der Plan ist ja eigentlich möglichst "ungestört" durchzufahren und nicht sich von Lader zu Lader zu hangeln. Aber interessant, dass Du auch den "Bammel" hattest. Ist was ungewohntes momentan nicht an jeder Ecke tanken zu können.


    Letzte Woche das Hotel hatte auch extra Lader für Autos in der Tiefgarage (und die war noch geilerweise mit einem Autolift). Und 50m weiter im Freien gabs 4 Gratis-Lade-Plätze für E-Bikes. :top:

  • Ist schon genial, man liegt im Bett, schaut sich in der App den Ladestand noch mal an und überlegt sich ...

    Genial finde ich es im Bett zu liegen und zu schlafen ^^

    Also nicht falsch verstehen, ich finde deine Berichte super :top:

    Und das Fahrzeug als technisches Gadget zu verwenden ist genau die richtige Einstellung die ich in deiner Situation vermutlich ebenso hätte.


    Aber im langfristigen Alltag, also wenn man jetzt mal wieder zum Normaluser kommt, möchte ich mir eigentlich nicht soviele Gedanken über "Tanken" machen müssen.
    Heute stört es mich ja auch, wenn ich einen Verbrenner mit niedriger Reichweite hab und einmal mehr an die Tanke muss, obwohl das nur 5 min dauert.


    Selbst wenn ich zu Hause laden würde, stört es mich irgendwo, dass ich das Auto mehr oder weniger jeden Tag an die Steckdose stöpseln muss.

    Ok, kann man sich vielleicht mit arrangieren, aber es ist ein zusätzlicher Aufwand der Lebenszeit frisst und vielleicht nicht im gleichen Maße Klima rettet.

    Dass man Tanken "planen" muss sehe ich schon als nicht unerheblichen Komfortnachteil an. Selbst bei guter Infrastruktur habe ich nicht immer die 30 min Zeit zum laden.

    Ich will mir auch nicht von meinem Akku vorschreiben lassen wann und wie oft ich an der Tanke esse oder Kaffee trinke.

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  • Ich will mir auch nicht von meinem Akku vorschreiben lassen wann und wie oft ich an der Tanke esse oder Kaffee trinke.

    Wenn das Laden so viel Hirnschmalz und Planung erfordert, dass es irgendwann zum Selbstzweck wird, isses lästig, sehe ich auch so.

    Ist ja bei LPG ansatzweise auch so, aber da kenne ich inzwischen meine Spots.

  • Einfach super komfortabel und natürlich auch eine schöne Befriedigung des Nerd Spieltriebs (sehe das Auto auch als technisches Gadget an). Schade, dass ich zu Hause aufgrund mangelnder eigener Lademöglichkeit das so nicht nutzen kann.

    Hallo Micha,


    wenn du sowieso quasi die ganze Zeit bei Kunden unterwegs bist:

    Hast du schon mal daran gedacht, raus aus der Stadt zu ziehen und im Umland ein eigenes Häuschen mitsamt Garage (und 11kW-Anschluß) zu kaufen?


    Nächtliches Laden in der eigenen Garage dürfte wohl am wenigsten Aufwand verursachen.


    Ansonsten zum Thema Spieltrieb: kann man natürlich so sehen, wenn man das Auto in erster Linie als "SW-Device" ansieht. Es dürfte allerdings genügend Autofahrer geben, die dazu eine etwas pragmatischere Einstellung haben.

  • Nerd Spieltrieb kann ich durchaus nachvollziehen, hab ich auch manchmal, aber das legt sich halt irgendwann und ist sicher nicht massentauglich...


    Zitat

    Ich will mir auch nicht von meinem Akku vorschreiben lassen wann und wie oft ich an der Tanke esse oder Kaffee trinke.


    An den allermeisten Tankstellen die ich so kenne möchte ich eigentlich überhaupt nicht essen oder einen Kaffee trinken...

  • An den allermeisten Tankstellen die ich so kenne möchte ich eigentlich überhaupt nicht essen oder einen Kaffee trinken...

    Füe die Umwelt oder den Weltfrieden muss man schon mal ein Opfer bringen. Neben dem Kauf eines modernen, schadstoffarmen Diesel-SUV und dem Bezug von 5.000kWh biologisch abbaubarem Kohlestrom gehört dazu auch Kaffeetrinken bei Kalle Koslowskis Tank-Treff. Ob Du nun Durst hast, oder nicht interessiert das Klima nicht.

    :cool:

  • An den allermeisten Tankstellen die ich so kenne möchte ich eigentlich überhaupt nicht essen oder einen Kaffee trinken...

    Geht mir auch so. Manchmal sind die Raststätten ok, aber oft einfach nur unterirdisch vergammelt. Und aktuell hat man sowieso keine Lust dort rein zu gehen.


    Und daher...............................


    werde ich mir wenn ich beim Audi Händler meine Winterreifen aufziehen lasse, mir folgendes gönnen:



    tata.....


    Komfort & Schutz > Audi Original Zubehör > Audi Deutschland



    :p^^



    wenn du sowieso quasi die ganze Zeit bei Kunden unterwegs bist:

    Hast du schon mal daran gedacht, raus aus der Stadt zu ziehen und im Umland ein eigenes Häuschen mitsamt Garage (und 11kW-Anschluß) zu kaufen?

    Nein, das kommt für mich nicht in Frage. Ich liebe und genieße es dort zu wohnen, wo ich wohne.

    Zudem habe ich im Umfeld viele Freunde die in Fußnähe wohnen.


    Aufs Land zu ziehen und zu vereinsamen, nur weil man dort das Auto bequemer laden kann, ist keine Option. ;)

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

    2 Mal editiert, zuletzt von Micha M3 ()

  • Micha M3


    Was für ein abgefahrener Scheiß!!! ^^

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Also ich habe mir nun auch immer wieder überlegt, ob nicht doch ein BMW i3 aus 2014-2016 mit dem kleinen Akku vllt sogar den E39 ersetzen soll, ...

    Den i3 60AH würde ich nicht wirklich empfehlen, dafür den 94AH umso mehr. Nachdem ich seit 8/16 mit dem 94AH knapp 100tkm zurückgelegt habe, weiß ich nicht, warum ich ihn als Alltagswagen austauschen sollte. Klar, daß ich lieber einen i3s hätte, doch der „Verlust“ vom Verkauf des ersten i3 60AH (EZ 1/14) nach 65tkm schmerzt noch immer.

    Vorteile des 94AH (abgesehen von der höheren Reichweite gegenüber dem 60AH) mit Schnellladefunktion: 3-phasiges Laden mit 11kW an „normalen“ Ladestationen, statt 1-phasig mit 7,4kW. Klingt nicht dramatisch, doch erleichtert es tatsächlich das Vorankommen merklich.


    Zuhause lade ich noch immer 1-phasig mit 2,x kW mit dem Ziegel. :cool:


    Den 60AH könnte man sich zum Ausprobieren zwar kaufen, doch sollte das elektrische Fahren gefallen, wovon auszugehen ist, ist er zuwenig.


    Der 94AH geht derzeit bei ca. 17 TEUR los, ist dann 4 Jahre alt und verschlingt alle 2 Jahre ca. €300-400 an Wartungskosten beim 🙂. Ein i3-Vielfahrer mußte tatsächlich schon nach 280tkm die Bremsen komplett machen. :p

    Bisher gab es bei mir ein paar Kleinigkeiten (Staubschutzmanschetten Stoßdämpfer vorne zerbröselt und Tempomat“knopf“ abgefummelt), die BMW kulant geregelt hat, die mich in einer freien Werkstatt Geld gekostet hätten. Daher bleibe ich auch weiterhin beim 🙂, da es so auch „automatisch“ Updates gibt.