Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Nein, ist nicht blöd, weil auch ein E-Auto kann man Unterwegs mit Schnelladestationen wieder voll machen.

    Du willst es wohl nicht verstehen, oder kannst du es nicht?

    Ich möchte nicht z.B. auf einer Urlaubsreise von 700km alle 250 km eine Ladestation suchen müssen und dort 1 Stunde mit Laden zu verbringen bis ich weiterfahren kann.

    Und genau das ist es, was immer noch sehr viele davon abhält ein BEV zu kaufen. EIn BEV ist außerhalb des urbanen Umfeldes nicht universell nutzbar und solange das so ist,

    kommt mir kein BEV ins Haus.

  • Soweit waren wir ja bereits - eMobilität ist halt eine Ergänzung (ob sinnvoll oder nicht interessiert nicht da beschlossene Sache "von oben").
    Ich stelle mir halt die Frage, wie sich die Mobilität der Zukunft für den Großteil der Bevölkerung darstellen soll.

    Ich sehe eben *nicht*, dass jeder mit einem 10+ Jahre alten eMobil gleichermaßen "glücklich" wird wie heute mit einem 10+ Jahre alten Verbrenner.
    Einfach weil das finanzielle Risiko vollkommen unsicher ist.


    Problemlos wäre es hingegen, auf eFuels umzustellen.
    Natürlich ebenfalls mit Nachteilen verbunden, aber in meinen Augen leichter zu lösende als eine komplette Wende in der Mobilität hin zur elektrischen Fortbewegung.

    Und von diesem Punkt an (Wende zur eMobilität) gleiten wir immer wieder ins Kleinteilige ab was nicht zielführend ist.

    Wir reden von "Mobilitätsmix", es muss bezahlbar bleiben, aber letztlich hören wir auch von Regierungsseite dazu nichts weiter außer "wir fördern die eMobilität und wir wollen voraussichtlich Verbrenner ab Jahr 20xx verbieten".
    Das hilft halt nicht weiter.

    Weder dem Michel, noch dem Anhängerfahrer, noch demjenigen der aktuell nicht mehr weiß, was er sich zukunftssicher noch kaufen soll.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Was soll jetzt so eine blöde Unterstellung?


    Ey, DU hast angefangen :p^^

    Warum Unterstellung?
    Es ist der einzige Punkt, auf den du eingegangen bist - das drängt nunmal folgerichtig geradezu auf, dass die anderen Punkte dir nicht wichtig sind.

    Du darfst meine Annahme aber gerne korrigieren.


    Wo siehst du den Durchschnittsmichel in 10 Jahren in Punkto Mobilität?

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Mensch, weil es nun mal keine realistischen Alternativen gibt.


    Das E-Fuel Gedöns verbraucht bei der Synthese um Welten mehr CO2 als es jemals einsparen kann, die Hubkolbenmotoren haben damit auch keinen besseren Wirkungsgrad und verbrennen tun sie auch zu CO2.

    In der Studie geht es um einen geschlossenen CO2-Kreislauf. Für die Synthese wird ausschließlich grüner Strom verwendet. Ich finde in der Studie keine Hinweise für Deine Argumentation. Im Gegenteil!

    Ziel der Studie: Preisvergleich importierter synthetischer Heiz- und Kraftstoffe im Vergleich zur Herstellung mit Offshore-Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee.

    Ergebniszitat:

    "Die Kostensenkung von importiertem synthetischem Methan/importierten synthetischen Flüssigkraftstoffen führt mittel- bis langfristig zu einer
    Annäherung der Kosten für synthetische Heiz- und
    Kraftstoffe an fossile Energieträger.
    → Die Kosten der einzelnen Standort- und Technologieoptionen nähern sich über die Zeit an. Grund
    hierfür ist, dass die Investitionskosten von Photovoltaik sowie Offshore-Windkraftanlagen
    annahmegemäß deutlich stärker sinken als die
    Investitionskosten der etablierten Technologien
    Onshore-Windkraft, Geothermie und Wasserkraft."

    Einmal editiert, zuletzt von CP-1015 ()

  • Zitat
    • "Zur Abwehr der Zweifel wird die bewusste Einstellung fanatisch, denn Fanatismus ist nichts anderes als überkompensierter Zweifel." - Carl Gustav Jung, Gesammelte Werke, Band 6, S. 376


    In diesem Sinne: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Amtrack

    Der dürfte dann auch ggf. 3,5t ziehen können...... ;)


    :D :D :D :D


    Der hat ne U-Boot Funktion - da benötige ich gar keine 3,5to für den Bootstrailer :top:

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Er will es nicht verstehen, ist zwecklos.

    Ist ja auch nicht gerade einfach zu verstehen, wenn es ständige heißt wie soll der Strom reichen für die vielen BEVs, aber gleichzeitig will man E-Fuel produzieren mit in etwa fünffachen Strombedarf? Es spricht ja wenig dagegen überschüssigen Strom insoweit zu verbrauchen, genauso gut könnte man damit aber auch z.B. genauso gut Heizungen unterstützen, Warmwasser erzeugen oder ähnliches. Das wäre vermutlich effektiver.


    Der gute alte Mr. Goodenough hat übrigens schon die nächste Akku-Generation patentiert. Nobelpreisgewinner John Goodenough bekommt Patent für "Natrium-Glas-Batterie-Technologie" - e-engine - Alles rund um E-Mobilität

  • Ist ja auch nicht gerade einfach zu verstehen, wenn es ständige heißt wie soll der Strom reichen für die vielen BEVs, aber gleichzeitig will man E-Fuel produzieren mit in etwa fünffachen Strombedarf? Es spricht ja wenig dagegen überschüssigen Strom insoweit zu verbrauchen, genauso gut könnte man damit aber auch z.B. genauso gut Heizungen unterstützen, Warmwasser erzeugen oder ähnliches. Das wäre vermutlich effektiver.

    Hoffentlich hast Du die zitierte Studie überflogen.

  • Dein Problem Reichweite und Anhängelast ist mit aktuellen BEV schon kein Thema mehr, informiere dich mal.

    Der Kaufpreis wird sinken.

    Genau, dass ist es nicht. Es gibt nur ganz wenige E-Autos, die "ziehen" dürfen. Siehe hier: Elektroautos mit Anhängerkupplung 2020: Welche Modelle gibt es und was sind die Probleme? | carwow.de


    Model X = 2250 kg

    Audi e-Tron und Mercedes EQC mit jeweils 1800 kg

    Polstar 2 mit 1500 kg


    Ansonsten alle nur kastrierte Hybride. Der X5 Hybrid darf 2700 statt der 3500 kg mit Verbrenner ziehen.


    Irgendwann wird das Problem hoffentlich erledigt sein. Aber es wird wohl noch etwas dauern. Es gibt ganz interessante Entwicklungen in der Batterietechnik. Mehr Energieinhalt in der Batterie, und das Reichweitenproblem wird weniger brisant.


    Ich bin mir sicher, dass wir erst am Anfang der technologischen Entwicklung stehen. In einigen Jahren werden wir da bestimmt deutlich weiter sein.


    Gestern hatte ich ein interessantes Erlebnis....:p War mit meiner Frau bei VW, und wollte mir den ID3 anschauen. Meine Frau ist 2 mal um das Auto rum gegangen, und ging mit den Worten "gefällt mir nicht" wieder aus der Halle raus......:cool:

    1) Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, Du darfst sie kostenlos nutzen.
    Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. Du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.



    2) Es gibt Tage, da beantwortet mein Mittelfinger alle Fragen......

  • Hoffentlich hast Du die zitierte Studie überflogen.

    Die Agora-Studie? Ja, hab ich. Zum Thema Power-to-Gas ist auch in der aktuellen Chip 11/20 ein interessanter Bericht drin. Erschließt sich mir trotzdem nicht ganz wo der Strom herkommen soll wenn er doch jetzt schon angeblich viel zu knapp ist wie man hier ständig erklärt kriegt. Die Sonne scheint schließlich nachts nicht und der Wind will auch nicht immer so wirklich. Der Wirkungsgrad liegt nach der Studie bei 69% für BEV und 13% für die Umwandler. Das klingt nach sehr viel Strombedarf für wenig Ergebnis. Die rechnen ja auch immer mit möglichst viel Volllast und gerade das kriegen wir hier ja dauernd erklärt geht ja nicht. Was nun?


    Ich bin mir sicher, dass wir erst am Anfang der technologischen Entwicklung stehen. In einigen Jahren werden wir da bestimmt deutlich weiter sein.

    Eben. Mein erstes Handy hatte einen NiCd-Akku. Das ist knapp 25 Jahre her.

  • Das es in einer beabsichtigten / angestrebten Infrastruktur, die sich immer zu 100% aus erneuerbaren Energie zu versorgen beabsichtigt, irgendwann massiv Überkapazitäten geben müsste, wenn man in "schwachen Zeiten" nicht am Hungertuch nagen will, sollte eigentlich eingängig sein, oder nicht?

    Als Solaranlagenbetreiber sollte das bei Dir eigentlich besonders deutlich zu Tage treten.

    Eben. Mein erstes Handy hatte einen NiCd-Akku. Das ist knapp 25 Jahre her.

    Ja.. genau...... und ein weiterer bedeutender Fortschritt in der Batterietechnologie (sprich Feststoffbatterie) dürfte etwa auch noch 15-20 Jahre dauern, bis das ganz vielleicht in massenproduktionstauglich wird.

  • Ansonsten alle nur kastrierte Hybride. Der X5 Hybrid darf 2700 statt der 3500 kg mit Verbrenner ziehen.

    Ich würde die Hybride nicht so abwerten.


    Wenn das Einsatzgebiet stimmt, dann können gerade Hybride eine massive Entlastung bringen. Aber eben nur, wenn....


    Für mich wäre in Zukunft z.B. ein Hybrid mit ca. 80 km E-Reichweite ausreichend um den weitaus größten Teil meines Fahrbetriebs elektrisch zu absolvieren.

    Wenn dann noch die Anhängelast stimmt (bei mir sind das mindestens 2t) dann spräche nix gegen eine Anschaffung.

    Anforderung knapp erfüllen tut der GLE 350de..... Aber was nu.... Ich will einfach einfach keinen SUV?

  • Das es in einer beabsichtigten / angestrebten Infrastruktur, die sich immer zu 100% aus erneuerbaren Energie zu versorgen beabsichtigt, irgendwann massiv Überkapazitäten geben müsste, wenn man in "schwachen Zeiten" nicht am Hungertuch nagen will, sollte eigentlich eingängig sein, oder nicht?

    Als Solaranlagenbetreiber sollte das bei Dir eigentlich besonders deutlich zu Tage treten.

    Ja.. genau...... und ein weiterer bedeutender Fortschritt in der Batterietechnologie (sprich Feststoffbatterie) dürfte etwa auch noch 15-20 Jahre dauern, bis das ganz vielleicht in massenproduktionstauglich wird.

    Selbstverständlich spricht absolut nichts dagegen Überkapazitäten zu nutzen. Die Frage ist nur, macht das auf diese Weise Sinn wenn man in etwa 5x soviele BEVs damit betreiben könnte wenn man diese direkt nützen würde? Bzw. macht es nicht mehr Sinn die Überkapazität ggf. für andere Zwecke zu verwenden wie z.B. Warmwassererzeugung oder Heizungsunterstützung (was ja sogar jetzt sogar schon geht mit einfachen Heizpatronen).

    Die Anti-BEV-Argumentation "wo soll der Strom herkommen" passt jedenfalls in meinen Augen nicht so ganz zu Power-to-Fuel als Alternative.



    Nordafrika, Naher Osten, Island.

    Sind jetzt alles nicht so die Länder mit wirklicher politischer Zuverlässigkeit mal abgesehen von Island. Die Frage der Übertragung bleibt trotzdem. Egal ob den Strom hierher oder das Gas. Stell ich mir grad vor wie die Operation Blackbuck im Falklandkrieg. Man schickt 13 Flugzeuge los damit 2 ins Ziel kommen. Und wie leicht man heute Leitungen baut, das sieht man ja an einigen Beispielen.


    Grundsätzlich ist der Gedanke natürlich sehr begrüßenswert solche Möglichkeiten zu nutzen, vielleicht klappt das ja im anvisierten Zeitraum dass die Menschen dort kapieren, was sie eigentlich haben könnten anstatt sich auf die Fresse zu hauen. Die Isländer wieder ausgenommen versteht sich. ;) Die mag ich. :D


    Für mich wäre in Zukunft z.B. ein Hybrid mit ca. 80 km E-Reichweite ausreichend um den weitaus größten Teil meines Fahrbetriebs elektrisch zu absolvieren.

    So in etwa dürfte das für sehr viele Menschen funktionieren. 80 bis 100km E-Reichweite sind schon deutlich über den täglichen durchschnittlichen Fahrleistungen vieler. Der durchschnittliche Arbeitsweg beträgt 17 Kilometer. Also sind auch mal Extratouren oder sowas drin.