Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Zur Erinnerung:

    Es werden nicht ALLE Verbrenner verboten, nirgends!

    Es werden nur keine NEUEN mehr zugelassen!


    Was spricht nun dagegen, den großflächig vorhandenen motorisierten Individualverkehr klimaneutral bis zu seinem Ableben zu betreiben?

    Mit deiner Lebensdauerschätzung von 12 Jahren lagst du ja gewaltig daneben, das liegt übrigens nicht daran, dass die alten Autos so gut sind, sondern das ein Großteil der Bevölkerung sich schlichtweg Neuwagen nicht (mehr) leisten kann/will.

    Ich gehöre zu jener Gruppe Altblechfahrer, die dies aus Überzeugung machen - nicht weil sie es müssten.
    Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich damit in einer Minderheit der "altes Fahrzeug Fahrer" bin.



    Nicht so überschaubar, wie offensichtlich bei den BEVs - wo isses denn nun, mein passendes BEV mit 3,5to Anhängelast?

    5 to benötige ich nicht - 3,5to reichen vollauf weil der BE Führerschein nicht mehr hergibt.
    Was soll denn der Haufen kosten?

    In der Preisklasse bis 5k Euro fallen mir spontan ohne großes Überlegen als Verbrenner mit 3,5to Anhängelast ein:
    - Jeep Grand Cherokee
    - VW Touraeg 1
    - Hyundai Terracan
    - W163 ML

    - SsangYong Rexton

    - Kio Sorento 1

    - Range Rover (k.A. wie das Model heißt)



    Wir verzetteln uns aber schon wieder in Kleinteiligem - was spricht dagegen, die vorhandenen Fahrzeuge klimaneutral zu betreiben?
    Niemand müsste sich umstellen, aber die Umwelt würde profitieren.

    Über kurz oder lang kann man ja dennoch eine "Mobilitätswende" einläuten, wenns denn unbedingt mit Batteriemobilen sein muss, dann halt damit.
    Aber bitte nicht überstürzt und ohne die Nutzer schlechter zu stellen.
    Denn wenn ich als Nutzer Nachteile habe, warum sollte ich dann wechseln?

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Was spricht nun dagegen, den großflächig vorhandenen motorisierten Individualverkehr klimaneutral bis zu seinem Ableben zu betreiben?

    Garnichts, das sage ich ja auch gar nicht.

    Ist doch durchaus legitim und absolut in Ordnung.

    Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass die verbliebenen Verbrennerfahrer willig sind 3 oder 4 EUR für den Liter Öko-Sprit zu zahlen (wenn es reicht).


    Ich befürchte nur, dass die deutschen Autohersteller (z.B. Porsche) so dermaßen auf das falsche Pferd setzen und sich voll verzocken.

  • Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass die verbliebenen Verbrennerfahrer willig sind 3 oder 4 EUR für den Liter Öko-Sprit zu zahlen (wenn es reicht).

    Warum soll das so teuer sein?

    Ich hoffe doch sehr dass du nicht davon ausgehst, dass der Strompreis zum Laden der BEV so billig bleibt. Papa Staat mus ja unter anderem den Verlust an Mineralölsteuer ausgleichen, je mehr BEV gefahren werden.:p

    Gruß
    schecke

  • Garnichts, das sage ich ja auch gar nicht.

    Ist doch durchaus legitim und absolut in Ordnung.

    Sieht jetzt nicht jeder so...

    Klimafreundliche Kraftstoffe: Keine Erlaubnis für sauberen Care-Diesel - Wirtschaft - Stuttgarter Zeitung

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass die verbliebenen Verbrennerfahrer willig sind 3 oder 4 EUR für den Liter Öko-Sprit zu zahlen (wenn es reicht).


    Alternativ sollen sie sich lieber ein neues Auto für 40k € holen?


    Die große Problematik der Mobilitätswende: es trifft eigentlich immer die, die sich kaum wehren können.
    Ein neues eAuto ist für den Durchschnittsmichel mit rund 2,0k € Nettoverdienst (Durchschnittsgehalt in Deutschland 2019 | Statista) und 9,6 Jahre altem Verbrenner (s. oben) halt schlichtweg nicht darstellbar.

    Miete, Strompreise - alles wird teurer.

    Der Durchschnittsmichel kann sich also kein neues eAuto leisten.

    Bleibt die Alternative -> Gebrauchtkauf oder -> Verbrenner weiterfahren (bei wild in den Raum geworfenen 4 Euro / L für e-Fuel auch keine sinnvolle Möglichkeit).
    Gebrauchtkauf eMobil -> heikles Thema.
    1x neues Akkupack ist da im Zweifel halt ein wirtschaftlicher Totalschaden.

    An die Theorie mit dem Tausch einzelner Zellen so ein Akkupack über 20 Jahre am Leben zu erhalten glaube ich nicht so recht.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Dann scheinen mal Leute mit Sachverstand das Thema bearbeitet zu haben. Müsste man sofort melden, eigentlich :p

    Wie schon von mir oben geschrieben sind die E-Fuels alles Andere als wirtschaftlich herzustellen und erzeugen bei der Verbrennung nun mal auch CO, CO2, Ruß, Stickoxide, Lärm, usw.


    Der Durchschnittsmichel kann sich also kein neues eAuto leisten.

    Bleibt die Alternative -> Gebrauchtkauf oder -> Verbrenner weiterfahren (bei wild in den Raum geworfenen 4 Euro / L für e-Fuel auch keine sinnvolle Möglichkeit).

    Ich liege mit meinem Verdienst über dem Bundesdurchschnitt und habe mir auch noch NIE einen Neuwagen geleistet.

    Und ich habe auch nie verlangt, diese E-Fuels für 4€ einzuführen, ganz im Gegenteil halte ich sie für eine Sackgasse.


    Es ist für mich absolut in Ordnung die Verbrenner weiterhin mit fossilen Kraftstoffen bis zum Lebensende weiterzufahren und gleichzeitig die Elektrifizierung in Europa massiv voranzutreiben.

    D.h. ab Zeitpunkt "x" keine Verbrenner mehr neu zuzulassen und bis dahin mit Subventionen, gegenfinanziert durch Strafzahlungen die BEV und die Infrastruktur zu fördern.


    Um mehr geht es mir gar nicht.


    Der Durchschnittsmichel kann sich also kein neues eAuto leisten.

    Der kann sich aber auch keinen neuen sparsamen und "sauberen" Verbrenner leisten.

    Die "berühmte" Frisöse fährt auch jetzt schon ihren alten Euro 3 Corsa mit 10-12 Liter Verbrauch und darf in einige Innenstädte schon jetzt nicht rein.

    6 Mal editiert, zuletzt von Cephalopod ()

  • Was spricht nun dagegen, den großflächig vorhandenen motorisierten Individualverkehr klimaneutral bis zu seinem Ableben zu betreiben?

    Wir haben keine Möglichkeiten 100% erneuerbare zu schaffen und die 10% für BEV oben drauf zu packen.


    Die Lösung besteht darin.... wir packen 30% oben drauf um E-Fuels oder H2 nutzen zu können. Das geht ganz einfach.

    [/ironieoff]


    Ein neues eAuto ist für den Durchschnittsmichel mit rund 2,0k € Nettoverdienst

    Jedes neue Auto ist bei 2k kaum darstellbar.

  • Jedes neue Auto ist bei 2k kaum darstellbar.


    Ja, und nu?
    Was macht der Durchschnitts-Verbrenner-Michel denn dann?

    Ich habe mir das Durchschnittsgehalt nicht ausgedacht, das ist halt (leider) ein bestehender Fakt.

    Er darf die Mobilitätswende der "Oberen" finanzieren (Strafzahlungen, Kosten Treibstoff), darf seinen PKW jedoch nicht mehr voll nutzen (Fahrverbote für Fahrzeuge schlechter als...).


    Dann nimmt er halt nen Kredit auf, gibt ja gerade günstig Geld.
    Also geht er dafür arbeiten, dass er sich den Weg zur Arbeit und das dafür notwendige Fahrzeug leisten kann.
    In der Stadt leben ist ja finanziell eh nicht drinnen, das vielgepriesene eBike der städtelnen Bürokollegen kann der Lagerfacharbeiter "vom Land" als nicht praktikabel nicht nutzen und bekommts auch von seinem Arbeitgeber nicht gestellt.


    Von den blöden Sprüchen, dass er doch näher an den Arbeitsplatz ziehen kann oder ÖPNV/eBike nutzen soll und sich doch endlich mal ein sauberes Auto anschaffen soll mal ganz ab.
    Ja, schöne neue, saubere Welt.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Verstehe diesen Teil der Diskussion ohnehin nicht. Als wenn es ein Menschenrecht wäre, einen günstigen Neuwagen zu fahren? Solange ich mir kein Auto leisten konnte, bin ich gar kein Auto gefahren, jahrelang. Und danach habe ich dann günstige Gebrauchte gefahren.


    Die wird es auch in elektrisch geben, je schneller sich die E-Mobilität durchsetzt, desto mehr wird es geben.

  • Was willst du denn mit den 270km Reichweite anfangen?

    Das mag ja zum täglichen Pendeln reichen, aber darüber hinaus wird es schon wieder schwierig. Es ist definitv kein Ersatz für einen Verbrenner. Höchstens geeignet fürs urbane Umfeld.

  • Verstehe diesen Teil der Diskussion ohnehin nicht. Als wenn es ein Menschenrecht wäre, einen günstigen Neuwagen zu fahren? Solange ich mir kein Auto leisten konnte, bin ich gar kein Auto gefahren, jahrelang. Und danach habe ich dann günstige Gebrauchte gefahren.


    Die wird es auch in elektrisch geben, je schneller sich die E-Mobilität durchsetzt, desto mehr wird es geben.


    Der letzte Satz zeigt überdeutlich, dass du diesen Teil der Diskussion tatsächlich nicht verstanden hast.
    Ein gebrauchtes eMobil ist einfach ein relativ hohes Risiko.

    Mal ganz ab von Restwerten und ähnlichem: du kannst mit nem 20 Jahre alten Corsa oder Polo problemlos "glücklich" werden ohne dich in nicht überschaubare finanzielle Wagnisse zu stürzen.
    Selbst ein Motor- oder Getriebeschaden ist hier nicht das endgültige "aus", weil man für solche alten Karren durchaus für 50€ nen gebrauchten Motor bekommt den jeder begabte Hinterhofschrauber reinzimmern kann.

    Zeig mir das mal bei nem eMobil...




    Ja, welcher Durchschnittsmichel mit 2k Netto würde sich sowas NEU kaufen?
    Wertverlust und co...
    Der Michel würde sich eher (wenns denn UNBEDINGT neu sein muss!) einen Kia mit 7 Jahren Garantie zulegen.

    Bspw. einen Kia Picanto mit 4 Türen, 67 PS 1,0L Benziner für UVP 10.500€ und eben 7 Jahren Garantie... noch Fragen Cephalokienzle? ^^

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Auch wieder Blödsinn:


    Mehrwertsteuer geschenkt | Opel Corsa | Opel Deutschland


    Das eine ist mit allen möglichen Subventionen gerechnet, das andere der schlichte Listenpreis :gpaul:

    Dazu kommen die Einschränkungen in der Nutzbarkeit. Die mögen für manche akzeptabel sein, für andere hingegen nicht.

    Mit schwarz/weiß-Denken kommt man ganz sicher nicht dahin, wo man hin will.

  • Ein gebrauchtes eMobil ist einfach ein relativ hohes Risiko.


    Nö.

    So ziemlich alle BEV Hersteller bieten eine Garantie über acht Jahre oder 160.000 Kilometer, dann sollen mindestens 70 Prozent der ursprünglichen Akkukapazität zur Verfügung stehen.

    Nenne mir einen Verbrenner, der sowas bietet?



    Das eine ist mit allen möglichen Subventionen gerechnet, ...

    Hä?

    Was ist daran falsch?

    Genau darum geht es hier doch die ganze Zeit.


    Das sind übrigens BEIDES Listenpreise :p


    Dazu kommen die Einschränkungen in der Nutzbarkeit.

    Und die wären beim Corsa e?

  • Der Michel würde sich eher (wenns denn UNBEDINGT neu sein muss!) einen Kia mit 7 Jahren Garantie zulegen.

    Bspw. einen Kia Picanto mit 4 Türen, 67 PS 1,0L Benziner für UVP 10.500€ und eben 7 Jahren Garantie... noch Fragen Cephalokienzle? ^^

    Der kann aber keine 3,5t ziehen.

  • Was willst du denn mit den 270km Reichweite anfangen?

    Das mag ja zum täglichen Pendeln reichen, aber darüber hinaus wird es schon wieder schwierig. Es ist definitv kein Ersatz für einen Verbrenner. Höchstens geeignet fürs urbane Umfeld.

    Wie oft fährst DU denn länger als 270 km am Tag bzw. am Stück?

    Bei mir kommt das vielleicht 3-4 x pro Jahr vor.


    Ein MA im bundesweiten Außendienst würde damit nicht klar kommen, 90% der Deutschen aber allemal.


    Zugegeben: mit 3,5 to Anhängelast hat der Corsa allerdings auch zu kämpfen ^^

  • Belege!

    Negative Strompreise an der Börse.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski