Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Das ist falsch.

    Belege!


    Zitat

    Verglichen mit der direkten Nutzung von Strom ist die Herstellung synthetischer Brennstoffe mit hohen energetischen Umwandlungsverlusten verbunden.


    Agora_SynCost-Studie_WEB.pdf


    Weil sie [die Brennstoffzelle] vielleicht nicht die Förderung wie die BEV erhalten hat.

    Du bekommst 40% Zuschuss, wenn Du eine Brennstoffzelle dort einsetzt, wo du Strom UND Wärme gebrauchen kannst: in deiner häuslichen Heizung:

    Hohe Förderungen für Brennstoffzellen


    Dort sehe ich sie in der Tat auch fast jetzt schon konkurrenzfähig. Im Auto eher noch nicht.

  • Welche sinnvolle Freiheit hattest du jetzt bei der Alternative BEV - Verbrenner wenn du einen deutschen Markenhersteller nehmen wolltest?

    JETZT habe ich persönlich überhaupt keine Freiheit bei der Antriebswahl, weil kein Hersteller ein Cabrio mit E-Motor im Programm hat :pVielleicht ändert sich das in der Zukunft mal. Wenn nicht ist es mir auch egal, dann kauf ich halt was verfügbar ist. Ausser irgendwelche Ideologen wollen es mir verbieten, womit wir wieder beim Thema sind.


    Wenn meine Frau ein neues Auto braucht, hat sie dagegen alleine schon bei VW die volle Auswahl: Den Golf gibts ja als Benziner, Diesel, Hybrid und vollelektrisch. Ist doch toll.

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
    - Paul Sethe

  • Die einzigen zulässigen Kritikpunkte der BEV (die mich persönlich auch noch vom Kauf abhalten) sind nur noch der hohe Preis und die etwas dünn gesäten Lademöglichkeiten.

    Beides aber durch eine größere Verbreitung absolut mittelfristig lösbar.

    Ah ja..... Was an Kritik zulässig ist, legst Du also fest.


    Denk noch mal über diese Einstellung nach.

  • Seit wann stellt man in Internetforen allgemein gültige Gesetzmäßigkeiten auf, hier gibt doch jeder nur seine Meinung wieder :p


    Wenn meine Meinung hier so hoch angesehen wird, dass persönlich verpflichtende Handlungsanweisungen daraus abgeleitet werden, ehrt mich das sehr ^^

  • Nein. Es geht um DEINE Einstellung zu dem Thema. Du legst fest, dass für DICH keine andere Kritik als die o.g. zulässig sei.

    Dass heißt auf der anderen Seite, dass man mit Dir eben gar nicht ernsthaft über das Thema diskutieren kann und braucht.

  • Dass heißt auf der anderen Seite, dass man mit Dir eben gar nicht ernsthaft über das Thema diskutieren kann und braucht.

    Doch, ich habe mehrfach gebeten, alternative Antriebskonzepte für die Ablösung der bald verbotenen Verbrenner zu liefern.

    Die genannten E-Fuels und Brennstoffzellen sehe ICH (und einige unbedeutende wissenschaftliche Studien ;) ) zum einen technisch, zum anderen mit dem Zeithorizont 2030-2040 im vergleich zu den sich etablierenden BEV als nicht praktikabel an.


    Also musst du die Belege dazu liefern, nicht anders herum.

    Meinen Beleg habe ich oben (#4742) mit einer wissenschaftlichen Studie geliefert.

  • Allerdings reagiere ich ziemlich allergisch auf Versuche, mir Wahlfreiheiten wegzunehmen, vorwiegend aus ideologischen Gründen. Das ist nicht nur hier bei den E-Autos so.


    ...


    Und es ist halt schon etwas bigott, öffentlich allen anderen den Umstieg auf ein E-Auto vorschreiben zu wollen, sich aber selbst nen Diesel-SUV zu kaufen. Wie der DUH-Heini mit dem höchsten Vielfliegerstatus oder die Grüne, die zum Eisessen nach Kalifornien fliegt, macht man sich mit so einem Verhalten einfach unglaubwürdig. Wer mir Freiheiten wegnehmen will, soll erst mal selber drauf verzichten. Dann reden wir weiter.

    Also, keine Ahnung, ob Dir hier jemand Wahlfreiheiten gerne wegnehmen möchte, wenn er es denn könnte. Aber ich habe den Eindruck, die Bedeutung der Diskussion hier wird doch ziemlich überschätzt. Vielleicht kommt daher die doch spürbare Aggressivität, mit der hier manche Beiträge geschrieben wurden. Ob nun hier im Forum jemand Verbrenner oder BEV gut findet, spielt für das große Ganze keine Rolle, wirklich null, der Veränderungsprozess ist global. Et kütt wie et kütt, wie der Rheinländer sagt, zu mindestens für den Einzelnen.


    Die schlechte Nachricht für die Verbrennerfreunde ist, dass der Prozess absehbar nicht aufzuhalten sein wird. Die gute, das derzeit gar kein Handlungsbedarf besteht, wenn man es nicht möchte. Das dauert noch.

  • Wenn Du die von Dir erwähnte "wissenschaftliche" Wikipedia Studie gut gelesen hättest, wäre Dir auch dieser Satz nicht entgangen:


    Zitat

    Ein großer Nachteil sind die hohen energetischen Umwandlungsverluste. Pro Kilometer benötigen mit E-Fuels betriebene Autos mit Verbrennungsmotoren rund fünfmal so viel Energie im Vergleich zu batteriebetriebenen Elektroautos, die den Strom direkt nutzen können.

  • Ja wie? Wo doch ständig betont wird, dass die erneuerbaren Energien nicht funktionieren, aber da klappt das dann? :idee:

    Vor allem, wenn ich 5-mal soviel davon brauche, als wenn ich gleich die Batterie meines BEV damit lade :p


    Nochmal: Es geht prinzipiell nicht um die Verringerung von fossilen Brennstoffen (davon sollen wohl noch genug da sein).

    Dafür ist die Synthese von E-Fuel tatsächlich eine Option (wenn es nicht so energieintensiv wäre und es keine besseren Antriebe für Autos gäbe).

    Die Emission von CO2 muss verringert werden und das idealerweise mit umweltfreundlicherer Energieerzeugung.

    Einmal editiert, zuletzt von Cephalopod ()

  • Der, kleine aber nicht ganz unerhebliche, Unterschied ist: mit e-Fuels könnte der bestehende Fuhrpark klimaneutral weitergenutzt werden, es müssen nicht Millionen(!) von eAutos neu gebaut und Millionen alte Autos "entsorgt" werden.

    Meine BEV Probleme (Reichweite, Anhängelast, Kaufpreis) wären mit einem Mal verschwunden, denn ich kann mein bisheriges Fahrzeug weiterfahren.

    Der Windstrom von den Nordseeparks und jegliche andere Art von "überschüssigem Strom" könnte so sinnvoll in Form von e-Fuel "gespeichert" werden und müsste nicht für Lau ins Ausland verschenkt werden, wenn tagsüber hierzulande die Sonne strahlt (Klimawandel sei Dank soll das ja häufiger werden) und die PV Anlagen fleißig fördern.
    Auch in der tiefsten Nacht drehen die Offshoreparks, die Energie könnte also sinnvoll verwendet werden.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Wenn man nur die Summe betrachtet, übersieht man den Zeitfaktor. Das Problem bei den erneuerbaren Energien ist, dass sie nicht auf Wunsch jederzeit zur Verfügung stehen - Photovoltaik geht halt nur tagsüber und Windkraft nur, wenn Wind weht. Wenn sie zur Verfügung stehen, dann oft im Übermaß. Die Solarzellen auf dem Dach nutzen mir halt nix, wenn ich mein E-Auto über Nacht in der Garage laden will. Insofern kann es schon sinnvoll sein, EINEN TEIL der überschüssigen Energie in e-Fuels zu verwandeln, wenn auch mit schlechtem Wirkungsgrad, bevor ich die Energie verschenke oder einfach nicht nutze. Eine 100%-Lösung ist das nicht, wie so vieles. Aber vielleicht ein Baustein, denn ich denke nicht, dass in absehbarer Zeit Nutzfahrzeuge und Baumaschinen elektrisch betrieben werden können.

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
    - Paul Sethe

  • Der Windstrom von den Nordseeparks und jegliche andere Art von "überschüssigem Strom" könnte so sinnvoll in Form von e-Fuel "gespeichert" werden und müsste nicht für Lau ins Ausland verschenkt werden, wenn tagsüber hierzulande die Sonne strahlt (Klimawandel sei Dank soll das ja häufiger werden) und die PV Anlagen fleißig fördern.
    Auch in der tiefsten Nacht drehen die Offshoreparks, die Energie könnte also sinnvoll verwendet werden.

    Das Problem des überschüssigen Stroms wird sich von selbst lösen wenn genug BEV Nachts an der Laterne oder sonstwo hängen, dann verschenken wir auch nix mehr. Das Problem der Steuerung des ganzen ist auch lösbar.

    oder einfach nicht nutze

    Naja, nicht nutzen gibts im Energienetz nicht. Dann wird halt schlicht am Windrad auf Leerlauf geschaltet. Oder sonstwie verbrannt, aber genutzt werden muss alles.

    Ich dachte echt erst die verarschen uns mit der CO2 Steuer. Aber kaum bezahlt, zack, 16 Grad im August :idee:

  • Der, kleine aber nicht ganz unerhebliche, Unterschied ist: mit e-Fuels könnte der bestehende Fuhrpark klimaneutral weitergenutzt werden, es müssen nicht Millionen(!) von eAutos neu gebaut und Millionen alte Autos "entsorgt" werden.

    Mal langsam mit den jungen Pferden.

    Die Lebensdauer eines PKW liegt IMHO bei ca. 12 Jahren.

    Die heutige Generation Autos ist bis zum Inkrafttreten des Verbrennerverbotes schon lange in der Schrottpresse, es wird also niemand gezwungen etwas zu verschrotten.


    Meine BEV Probleme (Reichweite, Anhängelast, Kaufpreis) wären mit einem Mal verschwunden, ...

    Dein Problem Reichweite und Anhängelast ist mit aktuellen BEV schon kein Thema mehr, informiere dich mal.

    Der Kaufpreis wird sinken.


    Insofern kann es schon sinnvoll sein, EINEN TEIL der überschüssigen Energie in e-Fuels zu verwandeln, wenn auch mit schlechtem Wirkungsgrad, bevor ich die Energie verschenke oder einfach nicht nutze.

    Sollte wirklich Strom übrig bleiben, ist er viel sinnvoller in Wasserstoff umgewandelt, zum einen weil dies viel effektiver erfolgt, zum anderen, weil Wasserstoff ein viel größeres Verwendungsspektrum hat, als nur Energieträger.

    Dies passiert übrigens jetzt schon.

  • Naja, nicht nutzen gibts im Energienetz nicht. Dann wird halt schlicht am Windrad auf Leerlauf geschaltet. Oder sonstwie verbrannt, aber genutzt werden muss alles.

    Es kommt schon mal vor, dass die Deutsche Bahn im Sommer die Weichenheizungen anwirft, weil gerade grüner Strom ohne Ende im Netz ist, und man ihn ansonsten nicht loswird. Aber das sind ziemlich seltene Ereignisse. Dass andauernd überschüssiger Strom da wäre, ist eine moderne Legende. Jedenfalls wird darauf niemand sein Geschäftsmodell aufbauen, und darum gibt es auch keine größeren Nordseewind2E-Fuel oder Nordseewind2H2 GmbHs.

  • Mal langsam mit den jungen Pferden.

    Die Lebensdauer eines PKW liegt IMHO bei ca. 12 Jahren.

    Die heutige Generation Autos ist bis zum Inkrafttreten des Verbrennerverbotes schon lange in der Schrottpresse, es wird also niemand gezwungen etwas zu verschrotten.

    Fahrzeugalter von Pkw in Deutschland bis 2020 | Statista

    Der Durchschnitt(!) der PKW in Deutschland ist 9,6 Jahre alt.
    Nach 12 Jahren ist mitnichten die Lebensdauer erreicht- von daher ist die heutige Generation der PKW auch noch längst nicht im Jahre 2035 in der Schrottpresse (oder reif dafür) sondern gerademal 15 Jahre alt.
    Nur zur Erinnerung und Verdeutlichung: ein E39 / E46 / Golf IV / Passat 3B ist älter...
    Mein W163 ist 17 Jahre alt, mein Audi 21 Jahre alt. Der 6er hätte aktuell mit seinem 2008er Baujahr seine Lebensdauer erreicht nach deiner Aussage.


    Zitat von Cephalopod

    Dein Problem Reichweite und Anhängelast ist mit aktuellen BEV schon kein Thema mehr, informiere dich mal.

    Der Kaufpreis wird sinken.


    Zeig mir das BEV mit 3,5to Anhängelast und mitsamt selbiger 300km Reichweite? :sz:
    5-600 wie aktuell mit meinem Diesel erwarte ich ja gar nicht.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Wenn Du die von Dir erwähnte "wissenschaftliche" Wikipedia Studie gut gelesen hättest, wäre Dir auch dieser Satz nicht entgangen:

    Der Verlust ist hier zweitrangig, da hier u.a. überschüssige Energie von Windrädern sehr gut gespeichert werden kann. Außerdem spielen die ernergetischen Verluste bei Verwendung erneuerbarer Energien keine Rolle im Bezug auf die Erzeugung von CO2.

    Gruß
    schecke

  • Nach 12 Jahren ist mitnichten die Lebensdauer erreicht- von daher ist die heutige Generation der PKW auch noch längst nicht im Jahre 2035 in der Schrottpresse (oder reif dafür) sondern gerademal 15 Jahre alt.
    Nur zur Erinnerung und Verdeutlichung: ein E39 / E46 / Golf IV / Passat 3B ist älter...
    Mein W163 ist 17 Jahre alt, mein Audi 21 Jahre alt. Der 6er hätte aktuell mit seinem 2008er Baujahr seine Lebensdauer erreicht nach deiner Aussage.

    Zur Erinnerung:

    Es werden nicht ALLE Verbrenner verboten, nirgends!

    Es werden nur keine NEUEN mehr zugelassen!


    Zeig mir das BEV mit 3,5to Anhängelast und mitsamt selbiger 300km Reichweite? :sz:

    Die Anzahl an Verbrennern, die 3,5to ziehen können ist auch überschaubar.

    Davon mal abgesehen hat Rivian gerade den R1T in der Pipeline, der bis zu 5 to ziehen kann und 400 Meilen Reichweite hat:p


    R1T - Rivian


    Und es werden noch mehr kommen...


    Außerdem spielen die ernergetischen Verluste bei Verwendung erneuerbarer Energien keine Rolle im Bezug auf die Erzeugung von CO2.

    Spielen sie wohl, das ganze sollte ja auch wirtschaftlich sein.

    Und die E-Fuels werden üblicherweise u.a. aus/mit Wasserstoff hergestellt :p

    2 Mal editiert, zuletzt von Cephalopod ()