Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Das trifft es ganz gut, denke ich. :top:


    Aber fahr mal so ein Ding.

    Speziell, wenn du deutsche Autos gewohnt bist (um die Wortwahl nett zu lassen)

    Bin ich 2x jeweils knapp 300km. Ich hab da nichts entdeckt was in mir einen Aufschrei auslösen würde :confused:


    Und das war noch eines der ersten gebauten Model 3.


    Nicht so gut:

    - Geräuschdämmung (vor allem im Heck sehr offen)

    - Abrollkomfort mit den Performance Rädern

    - An manchen Ecken ist die Touchbedienung übertrieben

    - Autopilot viel zu sehr gehypet, gegenüber zB einem aktuellen Driving Assistant Pro im G20

    - Lichttechnik nicht auf dem Stand der Zeit


    Genial:

    - Beschleunigung, Beschleunigung, Beschleunigung :boese::dudu:

    - durch den niedrigeren Schwerpunkt perfekte Straßenlage und zudem sehr gute Regelsysteme

    - auch die Lenkung war vom Lenkgefühl völlig iO, da hat BMW schlechteres im Angebot
    - Ein überragendes HiFi-System (hilft gegen die Geräusche ;))

    - ansprechende Materialauswahl und Verarbeitung im Innenraum (zumindest in diesem Fahrzeug)

    - das weiße „Kunstleder„ fühlte sich gut an und muss sehr pflegeleicht und gut zu reinigen sein (Siehe YouTube)

    - Spaltmaße waren bei dem Exemplar iO

    - Supercharger lässt sich so einfach nutzen wie es sich jeder wünscht. Zudem soweit ausgebaut dass man damit problemlos quer durch Europa auf Reisen reisen kann.


    Mit Förderung bekommt man das Ding momentan mit RWD und kleinen Akku für 35.000€. Setz dich mal in einen Golf8 und schau dir die gebotenen Materialien für den Preis an. Da frag ich mich, mehr wie das gerechtfertigt wird.

  • Das Model3 kenn ich zugegebenermaßen nicht.

    Nur S und X.

    Die fand ich furchtbar.


    Gut, Golf 8 ist i.d.T. Schwierig.

    Andererseits bekommst du den neuen Golf GTE für 150€/Monat.

    Da kommt man schon ins Grübeln.

  • Die Förderung zahlt der Staat - das kann man bei einem Vergleich schlecht einrechnen, auch wenn es für den Kunden schön ist.


    Das Superchargersystem bietet einen deutlichen Mehrwert, das sehe ich auch so - zumindest, bis irgendwann andere Systeme genauso einfach und oft verfügbar sind ohne Abrechnungchaos.

    Grüße Peter

  • Was ist jetzt das Problem beim Gebrauch, wenn ein Türspalt nicht 100% parallel ist?

    Der Türspalt ist nicht das Problem. Aber er zeigt halt, dass die Kiste schludrig zusammengebaut wurde, und diese Qualität wird sich sehr wahrscheinlich auch an den Stellen befinden, die man nicht sieht. Gibt ja genug Berichte von abfallenden Heckschürzen oder nem losen Lenkrad, und das ist dann nicht mehr so lustig.


    Ich persönlich würde von einem Auto in der Preisklasse zumindest die Verarbeitungsqualität eines Opel, Hyundai, Kia oder ähnlich erwarten. Kann ja nicht so schwer sein, den Werkern bei Tesla mal etwas Qualitätsbewusstsein beizubringen, noch dazu, wo diese Kritik an der Verarbeitung bereits seit Jahren besteht. Was man so liest, ist Tesla allerdings kein besonders angenehmer Arbeitgeber, und das ist diesem Thema auch nicht gerade zuträglich.

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
    - Paul Sethe

  • Das ist halt ein amerikanischer Autobauer, der die Qualitätsanforderung an amerikanischen Kunden orientiert. Ich könnte mir vorstellen, dass der Schritt nach Deutschland für Tesla der richtige ist, wenn da dann die Qualität gebaut wird, die der deutsche und westeuropäische Markt verlangt. Das funktioniert für Ford ja auch ganz passabel.

  • Das Model3 kenn ich zugegebenermaßen nicht.

    Nur S und X.

    Die fand ich furchtbar.

    In welcher Hinsicht furchtbar?


    Klar wird das momentan durch die Prämie verzerrt, aber mir als Käufer ist das erstmal egal. Da kann ich dann wählen zwischen einem recht potenten E-Auto oder einem Rappeldiesel der Mittelklasse.


    Um aber beim E-Auto-Vergleich zu bleiben: Der VW ID3 ist leider im Innenraum eine extreme Hartplastik-Wüste. Hier merkt man den Spardruck um das Fahrzeug zum Golf-Preis noch mit positiven Deckungsbeitrag zu verkaufen.


    Wenn man mal günstige 100€/kWh Akku annimmt, sind das beim großen ID3 8200€ nur beim Akku... das kostet vermutlich ein kompletter Golf nicht in den reinen Herstellungskosten.

    Das von mir gefahrene Model 3 war ok, man liest natürlich sehr viel über solche Mängel an Spaltmasse und Co in den Foren. Das lese ich aber auch im Mustang Forum zum aktuellen Modell. Da ist der Ami einfach Leider anders gestrickt.


    Bin dann auch gespannt in welcher Qualität die Fahrzeuge in Berlin vom Band laufen.

  • Sind das Werte aus dem Konfigurator? Ich habe meinen 330e erst vor 4 Wochen bekommen und deutlich bessere Konditionen erhalten. Privatleasing; gute Ausstattung (Modell Sportline, Innovationspaket, Entertainementpaket, Businesspaket Professional, el. AHK, DAP usw.; BLP ca. 66.000€. Als Anzahlung diente die Bafa-Förderung, Leasingrate 390€/Monat. Laut Konfigurator würde mich das 732€/Monat kosten.

    (Geleast bei einer BMW NL).

  • Interessant.

    Nein, vom Händler.

    Und die Angebote für 330i und M340i sind sehr gut.

    BMW hat wohl die Restwerte für den 330e gerade angepasst oder der Händler hat kein Bock die Akku-Karre im Anschluß zu vermarkten.

  • Ich bin ja jetzt mal für eine 20km-Runde den Ampera-e meiner Eltern gefahren. Das Fahren ist schon anders, muss ich sagen, auch die Gewöhnung, man nur Gas loslassen muss, um zu verlangsam, Rest macht die Elektrik, funzt schnell. Ich fahre persönlich mit meinen Verbrennern viel Motorbremse, das ist aber nochmal ganz, ganz anders.


    Ich muss sagen, er liegt ziemlich gut auf der Strasse, hat einen tiefen Schwerpunkt. Einzig die Reifen waren wohl auf Comfort (2.3bar) aufgepumpt(Neu), weswegen sehr schwammig.
    Langer Radstand eben.

    Zudem ist die Ausstattung gut - und er ist einem i3 auch in Reichweite weit überlegen. Nur wurde er nicht gekauft, da Opel/Chevrolet.
    Das Leder ist wirklich gut, aber man merkt den Bolt (viel Plastik).


    Trotz allem kann ich mich nicht damit anfreunden. DIe Anzeigen viel zu bunt und grell, dazu alles digital. Zudem ist die Sitzhöhe nicht mein Ding.

    Meine Eltern freuts, jetzt ist der Insignia der wertlosere von beiden. Den gibt mein alter Herr aber nicht (mehr) ab....

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

  • Auch wenns schon etwas her ist:

    Man muss sich tatsächlich eine Ladestrategie zurecht legen, um die Reisezeit insgesamt zu optimieren. Etwas Nerd muss man aktuell schon sein, einfach nur losfahren führt zu solchen Looser Berichten in den Medien, wie sie hier immer wieder genüsslich verlinkt werden. :p


    Was man wirklich nicht machen sollte ist losfahren und sich erst bei überlegen wo man lädt, wenn die Batterieanzeige gelb wird und man aufgefordert wird zu laden.

    Beim Verbrenner war das auch meine Strategie, leer fahren und wenn ich in der Reserve bin langsam mal überlegen, wo ich tanken kann. Die Zeiten sind erstmal vorbei. ;)

    Es sind aber sicher >90% der Autofahrer so gepolt und viele wollen oder werden sich da auch nicht umstellen können.

    Spätestens wenn flächendeckend E-Autos verbreitet werden hat der ADAC einen neuen Spitzenreiter (wobei ja jetzt schon die Batterie die meisten Pannen verursacht).


    Im Gegensatz zu den 60ern wo viele Technik noch recht unzuverlässig war ist der heutige Autofahrer gewohnt, dass er ausser tanken und ggf. mal Reifendruck prüfen zwischen den Service-Intervallen nix tun muss. Sich hier wieder auf mitdenken und handeln umzustellen.....

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Im Gegensatz zu den 60ern wo viele Technik noch recht unzuverlässig war ist der heutige Autofahrer gewohnt, dass er ausser tanken und ggf. mal Reifendruck prüfen zwischen den Service-Intervallen nix tun muss. Sich hier wieder auf mitdenken und handeln umzustellen.....

    Da gebe ich dir vollkommen recht. Ich bin auch der Meinung, dass E-Autos aktuell nicht für die Masse geeignet sind. Aber aufgrund der Infrastruktur, die Autos selbst sind gut.


    Bei Tesla geht es einigermaßen, da die Nutzung der SuC tatsächlich sehr einfach ist. Aber auch nur die SuC, die übrige Infrastuktur ist für den Tesla Fahrer natürlich genauso schwer zu nutzen, wie für jeden anderen E-Auto Fahrer auch.


    Ein kleiner Bericht von Freitag:

    Am Freitag bin ich abends noch nach Frankfurt gefahren (Karlsruhe <-> Frankfurt).

    Ich bin nicht voll geladen los gefahren, da ich am Freitag schon einiges gefahren war, bevor ich nach Frankfurt los bin.

    Ich hatte aber noch ausreichend Energie, um mit 20% SOC nach Frankfurt zu kommen. Daher habe ich vor der Fahrt nicht mehr geladen, der Plan war in Frankfurt zu laden.

    Da ich 5 Stunden in Frankfurt verbracht habe, hätte eine Ladung an einem normalen AC Lader in den 5 Stunden mehr als ausgereicht, um dann wieder nach Karlsruhe zurück zu kommen.

    Nun ist Frankfurt als Ladewüste verschrien. Dieses Voruteil hat sich bei mir leider bewahrheitet. Die Ladesäule in der Nähe meines Ziels war belegt. Es war eine LAdesäule mit zwei Anschlüssen. Im Audi Navi wurde im Status für die Ladesäule (im Audi Navi kann man den Live-Status von Ladesäulen anzeigen lassen) ein Ladepunkt als belegt angezeigt, der andere als frei. Daher hatte ich die Hoffnung dort auch laden zu können. Aber der zweite Parkplatz wurde von einem Verbrenner belegt.

    Leider war dies die einzige Ladesäule in brauchbarer Nähe.

    Ok, da ich zum Essen verabredet war, sind wir dann mit dem Auto in die Stadt gefahren - normalerweise kann man die Strecke gut laufen - aber ich wollte ja noch laden.

    Also sind wir in ein Parkhaus in der Nähe des Restaurants gefahren, in dem es Ladesäulen gibt. Hier habe ich dummerweise vorher nicht den Status überprüft, da es eigentlich genügend Anschlüsse gibt und die Parkplätze für E-Autos deutlich sichtbar reserviert sind.

    Die böse Überraschung war, dass die Säulen out of order waren. So konnte ich da auch nicht laden.


    Das Ergebnis war also, dass ich in meinen 5 Stündigen Aufenthalt in Frankfurt die Parkzeit nicht fürs Laden nutzen konnte. Somit musste ich auf der Rückfahrt an einer Autobahnraststätte noch einmal halten und 15 Minten laden. Da es da schon nach MItternacht war, hätte ich das gerne vermieden.

    Wenigstens war die Ladung kostenfrei, da die Ladesäule (EnBW HPC Lader) den Ladevorgang gestartet hat, ohne dass ich mit der Karten freischalten musste.


    Noch mal bzgl der 440i - E-Tron Diskussion. Natürlich ist der 440i performanter und zwar deutlich. Im unteren Bereich begeistert zwar die antrittslose Beschleunigung des E-Tron, aber der 440i ist natürlich deutlich performanter.

    Ich werde dennoch mit dem 440i meine Fahrberichte vergleichen, da ich den gefahren bin und das einfach meine Praxis und Erfahrung abbildet.

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

    Einmal editiert, zuletzt von Micha M3 ()

  • Interessanter Bericht aus dem Alltag.... ;)

    Noch mal bzgl der 440i - E-Tron Diskussion. Natürlich ist der 440i performanter und zwar deutlich. Im unteren Bereich begeistert zwar die antrittslose Beschleunigung des E-Tron, aber der 440i ist natürlich deutlich performanter.

    Ich werde dennoch mit dem 440i meine Fahrberichte vergleichen, da ich den gefahren bin und das einfach meine Praxis und Erfahrung abbildet.

    Das ist ja auch derselbe Unterschied zwischen einem richtig guten Saug-Motor (ala BMW M oder besser noch Ferrari) und einem Turbomotor.

    Die Faszination geht von dem buchstäblich sofortigen Antritt aus, der mich auch bei meinen F´s immer wieder begeistert hat.

    Das hat aber in Summe nichts mit der tatsächlichen Leistungsfähigkeit des gesamten Fahrzeugs zu tun. Vor allem nicht im Dauereinsatz.


    Ich war auch vom Nissan Leaf mit 150 PS letztens angenehm überrascht. Fährt sich wirklich angenehm und macht Laune.

    Aber es gibt einen gravierenden Unterschied zu einem Turbo-Benziner/Diesel:

    Beim E-Fahrzeug nutzt man automatisch die volle Potenz des Motors in den meisten Situationen. Da kann man dann im Zweifel nichts mehr drauflegen, während man bei einem sich ähnlich stark anfühlenden Verbrenner (der aber meist nominell mehr PS hat) i.d.R. nur eine Bruchteil seiner Potenz ausnutzt und im Zweifel immer noch eine Schippe drauflegen kann.

    Das sind zwar i.d.R. nur Situationen auf der Landstraße, in denen man das wirklich hin und wieder benötigt wird, aber dort war es für mich schon manchmal wesentlich.

  • Der Bericht zeigt mir wieder mal dass es mit der Elektromobilität noch lange nichts wird.


    Meines Erachtens macht das im Moment nur Sinn wenn man zuhause per Kollektoren billig laden kann um dann die Kurzstrecken mit dem E-Auto zu fahren.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Der Bericht zeigt mir wieder mal dass es mit der Elektromobilität noch lange nichts wird.


    Meines Erachtens macht das im Moment nur Sinn wenn man zuhause per Kollektoren billig laden kann um dann die Kurzstrecken mit dem E-Auto zu fahren.

    Meine Rede.

    Zudem sind Autos wie ein Tesla oder der Audi E-Trumm reine Lifestyle-Produkte bzw. Spielzeuge für Wohlhabende und haben nichts mit der Mobilitätswende für die Massen zu tun.

    Dann schon eher Autos wie der Leaf oder der Zoe. Aber selbst die sind nur für reine Stadtfahrer mit eigener Steckdose geeignet.


    Ich wohne in Hamburg im eigenen Reihenhaus, und ich scheitere seit Monaten (!) kläglich, überhaupt eine beschissene stinknormale Garage mit Steckdose zu finden, in der der 8er überwintern und auch mal am Ladegerät hängen kann.:gpaul:

  • Hast du mal das Grinsen im Gesicht der Kommilitonin gesehen als der R8 hochbeschleunigt hat, das ging ja fast von einem Ohr zum anderen :D :hehe:

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Nachvollziehbar... der V10 im R8 ist klanglich schon ein tolles Feuerwerk (dank Stevie durfte ich es auch mal sehr direkt erleben). Wie breit müsste ihr Grinzen erst in einem Lexus LF-A (meines Erachtens das bestklingendste Serienfahrzeug) oder in einem Porsche Carrera GT sein? :D


    Beim Tesla gilt wie für jedes E-Fahrzeug: Beschleunigung ist unmittelbar da, das volle Drehmoment liegt außerdem ab 0 U/min an. Danach bleibt es eine Weile konstant und fällt hyperbelförmig ab. Auf den ersten Moment spektakulär, dann aber eben eher nicht mehr. Da legt ein HDZ-Sauger mit steigender Drehzahl eben kreischend zu...


    Über die Protagonisten und das gezeigte Niveau kann man ja seine eigene Meinung haben, aber was auffällt: Von der E-Mobilität lässt sich dann doch nicht jeder bekehren. Manche wollen sich aber auch einfach nicht bekehren lassen.

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

  • Hast du mal das Grinsen im Gesicht der Kommilitonin gesehen als der R8 hochbeschleunigt hat, das ging ja fast von einem Ohr zum anderen :D :hehe:

    Ja und sein Gesicht als sie sagte, dass er sich besser anhört. Einfach köstlich.

    Die Freundin von den R8 Typen ist auch klasse, als sie vermutet hat, das der Tesla Typ Veganer ist. :hehe:

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

  • Hast du mal das Grinsen im Gesicht der Kommilitonin gesehen als der R8 hochbeschleunigt hat, das ging ja fast von einem Ohr zum anderen :D :hehe:

    wenn das die Kommilitonin war, dann ist ein Tesla S für einen Studenten kein so schlechtes Auto. Allerdings scheint er bei der jungen Dame eher mit dem getauschten Audi zu punkten.