Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

Registrierte und angemeldete Benutzer sehen den BMW-Treff ohne Werbung
  • Das nicht jedes Auto in jede Lebenswirklichkeit passt, stimmt. Das gilt auch für das E-Auto.


    Allerdings habe ich noch nie in Diskussionen über Supersportwagen gelesen, dass der ja wohl totaler Mist ist, weil er keinen Wohnwagen ziehen kann oder in Vorstellungen von Bullis, dass die nicht 250 fahren.

    “The problem with the world is that the intelligent people are full of doubts, while the stupid ones are full of confidence.” - Charles Bukowski

  • Allerdings habe ich noch nie in Diskussionen über Supersportwagen gelesen, dass der ja wohl totaler Mist ist, weil er keinen Wohnwagen ziehen kann oder in Vorstellungen von Bullis, dass die nicht 250 fahren.

    Weil es in diesen Kategorien von vornerein jedem klar ist, dass das so ist?

    Ich bleib bei mir dabei: Ich könnte, aber ich will nicht. Damit bin ich vielleicht Umweltsau. Aber wer weiss das schon so genau ;-)

  • Allerdings habe ich noch nie in Diskussionen über Supersportwagen gelesen, dass der ja wohl totaler Mist ist, weil er keinen Wohnwagen ziehen kann oder in Vorstellungen von Bullis, dass die nicht 250 fahren.


    Dann hast du nicht genau gelesen.
    Genau deswegen (keine AHK möglich) habe ich mir keinen E55 Kompressor geholt sondern den A6 Biturbo. ;)

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Da wären wir wieder bei der Blase.

    Du gehst von Deiner Lebenswirklichkeit aus. Die besteht darin: "Wenn ich einen Anhänger ziehe, dann ist es der Wohnwagen, und weil ich in Urlaub fahre. Da kann ich mir eine Pause nach 600km mit Übernachtung erlauben und einplanen."

    Da für alle Anhängerarten maximal 100 gilt bzw. eher 80 bei 3,4to am Heck find ich jetzt "in 12h nach Kroatien" (kommt natürlich auch drauf an von wo aus, hier sind es 600km bis HR ;) ) nicht unbedingt lobenswert. Klar gibt´s einige die 1000km und mehr - zumindest behaupten sie es - locker und am Stück runterreißen mit einem Anhänger und vielleicht mal kurz einmal zum Pinkeln anhalten. Ob das sonderlich erstrebenswert ist, wenn man solche Strecken am Stück fährt sei jedem seine Sache. Mich erinnern solche Leute - insbesondere wenn es offensichtlich auf den Weg in die Erholung ist - immer an den Bergmann aus Superstau. ;)

    Zumindest braucht aber der, der solches durchzieht dann auch nicht andere, die dafür eine Zwischenpause einlegen, hinstellen wie die letzten Trottel. Von den Helden die "das locker am Stück fahren" sieht man nämlich auch heute noch trotz Ausbau an der Adria Magistrale jede Menge Erinnerungsstücke unterhalb der Straße liegen.


    Wir sind früher ;) auch 700, 800km am Stück gefahren, die schönste Zeit des Tages im Auto verbracht um womöglich dann abends wo anzukommen... Ne danke, brauch ich nicht mehr. Wenn möglich, dann lieber früher los, evtl. übernachten (mit WW eh kein Problem, aber es gibt auch genügend Pensionen und Hotels), gemütlich einen Happen futtern und am nächsten Tag gechillt die Reststrecke nehmen und entspannt ankommen. Das verlängert das Urlaubsgefühl ungemein weil zumindest für mich der Urlaub dann beim Einsteigen losgeht und nicht erst beim Aussteigen. Und was vom Urlaub über bleibt wenn man das Gleiche heimwärts macht ist auch jedem sein anderer Geschmack. Da entschleunigt das E-Fahren übrigens ungemein, das muss ja nicht unbedingt verkehrt sein mal etwas das Tempo rauszunehmen. ;)


    Von 200km Reichweite mit Anhänger bin ich - auf solchen Strecken - sicher auch nicht begeistert, das erinnert mich zu sehr an den 540i, da war auch nach 200km der LPG-Tank leer. :D :p Ich denke aber, das wird sich finden. Evtl. lässt dann auch die Hochrüsterei unter den Bumscontainern wieder etwas nach. Unter 1200kg gibts ja kaum noch was am Markt.

    Momentan fände ich persönlich 150km mit Anhänger ok, wenn es gleichzeitig noch rentabel ist, in anderen Fällen dann z.B. etwas anzumieten. Das ist natürlich dann primär eine finanzielle Berechnung (oder es wäre einem egal, meine Leihwägen die letzten Jahre waren ja auch nicht finanziell besonders sinnvoll).


    Ich denke, man muss dabei auch die technische Entwicklung über die Zeit sehen. Wie lange dauerte es bis das erste Kraftfahrzeug 3,4 Tonnen ziehen konnte und das mit 100 km/h? ;) War sicher auch nicht schon beim zweiten Benz Motorwagen möglich nehme ich an. Wie weit kommt so ein T-Modell mit einem Tank? Ja, ich weiß, der Apotheker konnte das ruckzuck wieder auffüllen. ;) Ich sehe die E-Technik momentan noch überwiegend bei den Early-Adoptern die noch viel verziehen und experimiert haben, aber schon im Übergang zum Massenmarkt begriffen. In 3 Jahren fährst Du auch Deine 640km am Stück durch wenn Du willst. Und das Laden wird auch immer noch schneller gehen, momentan sind wir ja schon bei 350kw-Ladern, denke da wird sich auch noch einiges tun, vorallem in der Ladedichte auch.

    Ich so: 2020 wird ein super Jahr!

    2020 so: Halt mal mein Bier... ;-)

  • Nein, nein, Urlaub ist am Steuer sitzen, dem Klang des Motors lauschen, die Landschaft vorbei ziehen sehen, eventuell ein Hörbuch im Ohr, Unterwegs sein. Rasten und Angekommen macht sich bei mir schon Unruhe breit, das ich doch am Steuer sitzen könnte, eine mir unbekannte Straße befahren - und so wird der nächste Ausflug geplant.... Deswegen ist Urlaub mit Flugzeug oder Bahn auch nix für mich. Ich freue mich viel mit meinem Auto fahren zu können - was ich eben nicht mehr kann wenn ich bei der Arbeit sitze.


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Das nicht jedes Auto in jede Lebenswirklichkeit passt, stimmt. Das gilt auch für das E-Auto.


    Allerdings habe ich noch nie in Diskussionen über Supersportwagen gelesen, dass der ja wohl totaler Mist ist, weil er keinen Wohnwagen ziehen kann oder in Vorstellungen von Bullis, dass die nicht 250 fahren.

    In der Tat. Die eierlegende Wollmilchsau gibts eher nicht. Mit dem Porsche ist bissle schlecht Wohnwagen zu ziehen (wobei es AFAIK einen gibt der das durchgezogen hat :top: ), während mit einem Dacia das Pässe fahren jetzt nicht so der Hit ist. Und wer auf schnelle Reichweite und wenig Tanken steht, für den ist ein M5 wohl eher das falsche Fahrzeug den es zudem nur als Limo gibt (glaub?). Der mit 5 Kindern kann jetzt mit einem Golf auch wenig anfangen.



    Ich bleib bei mir dabei: Ich könnte, aber ich will nicht. Damit bin ich vielleicht Umweltsau. Aber wer weiss das schon so genau ;-)

    Das sag ich Greta :p

    Letztlich ist es so. Wer ist schon ne Umweltsau? Der Radfahrer der 3x im Jahr in Urlaub fliegt und über den Nachbarn schimpft der vor 20 Jahren einen Golf gekauft hat und den immer noch fährt? Der Nachbar der besagten Golf TDI Euro2 fährt und über den anderen Nachbarn schimpft der den Müll besser trennen könnte? Der mit dem alten V8 der aber nicht fliegt, überwiegend regional kauft und keine 5tkm im Jahr zusammenbringt? Der, der alle 2 Jahre die neueste Euro-Hastenichtgesehen-Leasingkarre braucht? Man weiß es wirklich nicht so genau.

    Wir fahren viel Rad, wenig Auto, verbrauchen verhältnismässig wenig Energie im Haus. Aber wir machen sicher auch Sachen, da würde ein anderer vielleicht sagen, so eine Umweltsau.

    Dann hast du nicht genau gelesen.
    Genau deswegen (keine AHK möglich) habe ich mir keinen E55 Kompressor geholt sondern den A6 Biturbo. ;)

    Bei den E-Autos verstehe ich es nicht wirklich, insbesondere wenn die Plattform auf einem Verbrenner basiert. Ich mein, auch wenn man manchmal das Gefühl hat, es gibt nur noch Wohnwägen auf der AB, das ist doch absolut nicht die Mehrheit. Vermutlich keine 20% aller AHKs sehen jemals einen Wohnwagen dran. Und vielleicht 2% einen Anhänger wie Du ihn ziehst. Beim überwiegenden Teil der AHKs im privaten Bereich hängt doch maximal mal ein ungebremster dran wenn der Garten gemacht wird. Da versteh ich das Problem nicht, zumindest 650kg ungebremst und sagen wir 1200 kg gebremst ranzudengeln. Damit hat man wohl 90% aller privaten Anwender erschlagen bei 150km Reichweite. Wenn man im WW-Forum so liest, dann hält genau dieses einige ab vom Umstieg.

    Ich so: 2020 wird ein super Jahr!

    2020 so: Halt mal mein Bier... ;-)

  • Schon mal gehört, dass in einem Auto nicht nur einer sitzt, der Fahren kann?


    Und tatsächlich bin ich in Jungen Jahren München-Volos (GR) in einem Rutsch durchgefahren (ca. 1800 km bis auf ca. 150 km damals alles Landstraße) zwar solo, hat aber auch von ca. 16:00 bis nächsten Morgen ca. 11:00 gedauert. Irgendwann hat mich die Frau mal abgelöst für 2 Std. und dann war ich wieder dran, weil sie mit den Nerven fertig war vom Verkehr auf dem Autoput. Ähnlich Gargano-Berlin.... obwohl das viel entspannter ging, da alles Autobahn.

  • Ja, das hab ich gehört. Würdest Du heute so aber vermutlich auch nicht mehr machen nehme ich an? ;)


    Mir gehts da aber auch ums Sitzfleisch. Zuletzt sind wir mal die 1000km bis Zadar mit nem top ausgebauten Ducato gefahren. Also ausgebaut wie ein kleiner Reisebus meine ich. Aber auch mit Fahrerwechsel macht das wirklich keinen Spaß mehr. Zumal ich dann vorne saß beim Fahrer von 2 Uhr bis 6 Uhr damit der nicht womöglich einpennt.


    Wir haben früher auch viel gemacht, im Nachhinein betrachtet oft schon fast am Rande des Leichtsinns, gerade was Fahrzeiten angeht. LKW-Fahrer haben nicht umsonst Lenk- und Ruhezeiten die zwar leider zu selten kontrolliert, dafür aber recht deftig bestraft werden. Privat spielt das halt nur dann ggf. eine Rolle wenn man die Fuhre in die Büsche schläft. Ich bin schon mal sekundengeschlafen, brauch ich nicht mehr. Zum Glück ohne Folgen und durchs Bankett wieder aufgewacht. Kann auch anders ausgehen. Aber da stirbt man wenigstens ruhig im Schlaf und nicht schreiend wie der Beifahrer... :boese:

    Ich so: 2020 wird ein super Jahr!

    2020 so: Halt mal mein Bier... ;-)

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan ()

  • Bei den E-Autos verstehe ich es nicht wirklich, insbesondere wenn die Plattform auf einem Verbrenner basiert. I

    Es ist die Motorbremse in den Bauvorschriften. Die bezieht sich auf Knalltreibling und der Hersteller kann die Anhängelast danach rechnen und freigeben.

    Beim Elektro müssen die Tests gefahren werden.

    Vermutlich keine 20% aller AHKs sehen jemals einen Wohnwagen dran.

    Wäre auch bissel schwierig bei knapp 700.000 Wohnwagen. 3,5 Millionen der 7,7 Millionen Hänger sind nur bis 750 kg.

    2020_b_ueberblick_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=1

  • Würdest Du heute so aber vermutlich auch nicht mehr machen nehme ich an? ;)

    Das ist zwar richtig, aber ich würde nicht unbedingt daraus schliessen, dass das alle Anderen auch so sehen (müssen).

    Eben weil ich das selber früher auch mal anders sah. Da war jeder Tag Urlaub ein kostbares Gut, dass man eben möglichst nicht auf der Strasse verbringen wollte und irgendwelche Zwischenstopps mit Übernachtungen waren und sind mit Zusatzaufwand verbunden (sowohl zeitlich als auch geldmässig).

    Heute wäre es mir wurscht. Damals war es das eben nicht.

    Und ich denke, dass andere Leute eben genauso denken, wie ich damals dachte.... ;)

  • Ich bleib bei mir dabei: Ich könnte, aber ich will nicht.

    Hmh, mir erscheint es immer so, dass bei diesem Thema Emotionen eine große Rolle spielen. Viele mit Benzin im Blut sind offenbar so sehr auf Otto und Diesel geprägt, dass sie das Elektroauto als Bedrohung ansehen. Und Gefühlen kann man nicht mit Argumenten beikommen. :p


    Deshalb sprechen allerdings auch alle von Tesla und nicht von Renault oder Nissan, die viel mehr BEV verkaufen. Tesla schafft es wenigstens, eine Emotionalität durch eine andere zu ersetzen, während letztere einfach nur langweilen.

    “The problem with the world is that the intelligent people are full of doubts, while the stupid ones are full of confidence.” - Charles Bukowski

  • Mücke

    Ich glaube nicht, dass viele das als "Bedrohung" ansehen. Es hängt einfach von sehr vielen Dingen ab, ob ein BEV überhaupt in Frage kommt oder nicht.

    Das fängt mit dem Fahrprofil an, hängt von den Lademöglichkeiten ab und finanziellen Möglichkeiten und schließlich auch davon, ob man ein Auto für alles braucht (bzw. sich nur eines leisten kann) oder ob es mehrere Autos geben kann.

    Und nur im letzteren Fall ist eigentlich derzeit ein BEV wirklich immer eine Option.


    Da ich nicht mehr so total auf Autos überhaupt fixiert bin, bin ich schon auf der Suche nach einem. Der Opel Corsa E hat für mich preislich nicht gepasst. Fand ich für das Gebotene zu teuer. Diese Tage fahre ich mal den Nissan Leaf+ Probe. Und falls meine +1 dieses Jahr per Abfindung aus dem Dienst scheidet, dann wird das durchaus vakant. Aber eben nur Dritt-Fahrzeug oder ev. als Zweit-Fahrzeug, falls ich mich irgendwann entschließen kann den SL zu verkaufen (der läuft halt keine 5000 km mehr im Jahr).

  • Es ist die Motorbremse in den Bauvorschriften. Die bezieht sich auf Knalltreibling und der Hersteller kann die Anhängelast danach rechnen und freigeben.

    Beim Elektro müssen die Tests gefahren werden.

    Wäre auch bissel schwierig bei knapp 700.000 Wohnwagen. 3,5 Millionen der 7,7 Millionen Hänger sind nur bis 750 kg.

    2020_b_ueberblick_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=1

    Lag ich ja garnicht so mies mit meiner Schätzung. Über die Zahl der verbauten AHK (zumindest ab Werk) gibt´s nix? Wäre auch mal interessant.

    Und ich denke, dass andere Leute eben genauso denken, wie ich damals dachte.... ;)

    In der Tat. Früher. Der Opa meines Cousins war - dem Reden nach ;) - auch so ein Durchfahrer. "An Gardasee in 4 Stund. Aber übern alten Brenner..." Ja ne is klar.. :hehe:


    Eigentlich hat sich das Reisen mit den Wohnwägen entschleunigt für uns, eben weil die Kiste eh dabei hast und problemlos überall eigentlich anhalten kannst. Und da stellte sich unbewusst die Frage, warum nicht auch wenn man "nur" mit dem Auto fährt? Statt Samstag früh mit allen anderen Milliarden los, fahr ich lieber Freitag dann z.B. bleib eine Nacht nach meistens gut der Hälfte und fahr am nächsten gemütlich den Rest. Letztes zur Ostsee z.B. in Hildesheim in einem super Hotel, aus Kroatien heim in einer Ferienanlage nochmal 2 Tage geblieben und dann chillig statt im Stau auf einer leeren AB abends heimgefahren. Dafür pack ich gerne eine zweite kleine Tasche ins Auto. Muss einem natürlich auch zeitlich möglich sein, aber die diese Hetze in den Urlaub (!) brauch ich schon lange nicht mehr.


    Ich so: 2020 wird ein super Jahr!

    2020 so: Halt mal mein Bier... ;-)

  • Dieses "Auto für alles" - Argument kann eine Rolle spielen, aber man munkelt, dass selbst hier im Treff schon das eine oder andere Auto erworben wurde, was nicht alles kann. ;)

    “The problem with the world is that the intelligent people are full of doubts, while the stupid ones are full of confidence.” - Charles Bukowski

  • Dieses "Auto für alles" - Argument kann eine Rolle spielen, aber man munkelt, dass selbst hier im Treff schon das eine oder andere Auto erworben wurde, was nicht alles kann. ;)

    Dann lies doch bitte mal, was ich genau geschrieben habe.


    Klar gibt´s für den SL keine AHK genau wie für die BEVs. Macht aber nix, wenn mehrere Autos hat, von denen eben eines mit AHK ist (nur. z.B.).

    Aber der Anteil der Familien oder gar Singles, die sich mehrere Autos überhaupt leisten können, sind in einem Forum wie hier ganz sicher nicht repräsentativ.

    So im richtigen Leben kenne ich deutlich mehr Familien, die sich auf ein Auto für Alles beschränken (müssen).

  • Dieses "Auto für alles" - Argument kann eine Rolle spielen, aber man munkelt, dass selbst hier im Treff schon das eine oder andere Auto erworben wurde, was nicht alles kann. ;)

    Naja, die wenigsten unter uns können sich 8 verschiedene Autos für alle Zwecke leisten. Daher wird wohl der Großteil der Leute die sich nur ein Auto leisten können/wollen natürlich versuchen den am besten für sie passenden Kompromiss zu finden. Sportliche, sparsame, günstige Cabrio-Kombis mit 500 PS sind ja leider selten zu finden... ;) Auch beim Klassiker Familien-Auto + Cabrio wird man nicht alle möglichen Zwecke erschlagen können. Die meisten halt die man braucht. Und warum sollte man das auch. Ich kauf ja kein Sattelzug nur weil ich einmal ein Sofa transportieren will. Heute kannst alles leihen vom Tretroller bis zum 40-Tonner. Was spricht dagegen sich für spezielle Anforderungen was zu leihen. Eigentlich wenig. Weil wenn man danach ginge, dann wäre das Haus voll, wenn man mal so überlegt, was man sich schon alles mal "geliehen" hat von irgendwem für "muss nur einmal" ;)

    Ich so: 2020 wird ein super Jahr!

    2020 so: Halt mal mein Bier... ;-)

  • Zitat

    Es geht darum, das E-Auto zum Nonplusultra zu erklären, was es nicht ist und für den Großteil der Bevölkerung nie sein wird und zugleich zu fordern, man solle doch ansonsten das Rad nehmen.


    Das ist genau einer der Punkte, der mich sehr an der ganzen Diskussion stört. Von einigen wird es so dargestellt, dass wir die Welt retten können wenn wir in Deutschland oder Europa nur genug Elektroautos kaufen. Das ist aber nicht so, irgendwann haben wir wieder 100 Milliarden in irgendwelche Subventionen gesteckt und wundern uns, dass das Weltklima immer noch nich gerettet ist. Ein globales Problem erfordert eben globale Lösungen und natürlich gilt wieder einmal Pareto. Warum nicht mit den Milliarden China oder Indien 20 moderne Kraftwerke schenken oder sonstige Maßnahmen an der Stelle fördern, an denen sie den größten Effekt haben. Aber klar, dann können einige hier in Deutschland sich natürlich nicht mehr als Öko-Vorreiter feiern und ich ein gutes Gewissen kaufen...


    Das heißt absolut nicht, dass ich etwas gegen Maßnahmen im kleinen habe, aber man sollte sich deren begrenzter Wirkung schon bewußt sein. Ich freue mich auch über die Insekten an den Pflanzen in meinem Garten, aber ich kann noch so viel insektenfreundlich pflanzen und sähen, das Problem werde ich damit nicht lösen. Aber wenn ich durch den Garten gehe kann ich mir halt sagen "hast Du toll gemacht" ;)

  • Ich hab die AHK nur für den Fahrradträger am Auto, das ist schon ein erheblicher Zusatznutzen. Ich hab die Einschränkung bei den E-Autos eh nie verstanden, warum die keine AHK erlauben. Aber das scheint sich ja zu ändern mittlerweile.


    Und mit Konsum die Welt retten kann und wird nicht funktionieren. Besser als ein E-Auto zu kaufen ist erst einmal zu überlegen, ob man wirklich fahren muss. Die aktuelle Situation zeigt ja beispielsweise, dass man offensichtlich auf viele Dienstreisen verzichten kann, wenns nur um ein Meeting oder so was geht. Oder dass man viele Arbeitswege einsparen kann, wenn man die Leute auch mal von zuhause arbeiten lässt. Das alles ohne Verzicht und ohne erhobenen moralischen Zeigefinger.

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
    - Paul Sethe

  • Hmh, mir erscheint es immer so, dass bei diesem Thema Emotionen eine große Rolle spielen. Viele mit Benzin im Blut sind offenbar so sehr auf Otto und Diesel geprägt, dass sie das Elektroauto als Bedrohung ansehen.

    Ja, natürlich sind es Emotionen. Wenn ich den Zündschlüssel links reinstecke und hinter mir faucht kurz der B6. Oder rechts, und vor mir blubbert der V8 und du merkst jede einzelne Umdrehung in der Karosse. Der Generation nach mir wird das nicht mehr vergönnt sein. Klar, man muss genau das wollen.


    Muss einem natürlich auch zeitlich möglich sein, aber die diese Hetze in den Urlaub (!) brauch ich schon lange nicht mehr.

    Brauche ich auch nicht. Ich fahr halt so nen Tag früher und sitze schon am Pool während du am nächsten Morgen nochmal in 6h startest. Das ist alles aus der jeweiligen Sichtweise richtig.

    Ich kauf ja kein Sattelzug nur weil ich einmal ein Sofa transportieren will. Heute kannst alles leihen vom Tretroller bis zum 40-Tonner.

    Bleibt die Frage, wo. Sicher kann ich mir irgendwo in Stuttgart nen F-Type o.ä. mieten, aber sicher dann nicht an genau dem Wochenende, an welchem ich noch ein Zimmer am Zielort bekommen habe. Oder halt im November, da steht sich sowas die Reifen platt. Und spontan ins Allgäu oder Elsass fahren geht so auch nicht wirklich. Der verfügbare Sprinter vom toom Baumarkt nebenan nützt mir da herzlich wenig - obwohl es sicher auch mal ne Erfahrung wäre ;-) Und wenn man mal nachrechnet und davon ausgeht dass man 3x im Jahr für ne Woche so nen Ofen haben möchte, kommt man auf Gesamtkosten welche nah an den jährlichen Kosten eines Gebrauchten liegen - der aber immer verfügbar ist. Und auf 72 Mehrkilometer a 1,50 muss ich dabei auch nicht aufpassen, denn die inklusiven sind ja schon zur Hälfte aufgebraucht bis ich vom Verleiher heim und zurück bin.

    Von einigen wird es so dargestellt, dass wir die Welt retten können wenn wir in Deutschland oder Europa nur genug Elektroautos kaufen.

    So hört sich manches an, und so war meine Aussage weiter oben auch gemeint.