Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Trotz sehr hohem Wartungsaufwand und Anfälligkeit hat sich der Verbrenner durchgesetzt. Vielleicht lag es ja damals wie heute an der mangelnden Reichweite sowie der zu langen Ladezeit.


    Ja es lag damals da dran. Heute ist weder die Ladezeit noch die Reichweite das Problem.
    Für alle die es als Problem sehen, es gibt ja noch ne Weile neue und gebrauchte Verbrenner zu kaufen. Neue vielleicht noch 10 Jahre und Gebrauchte fahren sicher noch mehr als 30 Jahre durch die Gegend.

  • Ja es lag damals da dran. Heute ist weder die Ladezeit noch die Reichweite das Problem.





    Wie kann man nur so verblendet sein.
    Es lag damals daran und es liegt heute noch immer genau daran - und trotz enormer Förderungen der eMobiltität einerseits und Schlechtredens des Verbrennerkonzepts andererseits setzt sich die eMobilität des aktuellen Stands *nicht* durch.
    Warum? Weil sie mit Einschränkungen verbunden wäre.
    Das möchte der von Verboten und höheren Kosten geschundene Kunde dennoch nicht in Kauf nehmen und fährt weiter "klassisch".
    Entweder werden die Verbote und Drängseleien noch mehr bis irgendwann die Allgemeinheit aufmuckt und sich wehrt, oder aber die eMobilität bietet echte, greifbare Vorteile an Stelle von "ich werde nicht bestraft".





    Nein es ist unter sehr verschiedenen Bedingungen gestartet. ;)
    Ein damaliger Bleiakku ist Lichtjahre von dem entfernt was Akkus heute leisten können.
    Sogar die ersten Lithium-Akkus die auf den Markt kamen, hatten immerhin 80 Ladezyklen.
    Ja auch der Verbrennungsmotor ist in der Zeit optimiert wurden.




    Und ein damaliger Verbrenner ist Lichtjahre von dem entfernt, was heute herumfährt - du hast es erkannt.
    Beide Mobilitätskonzepte sind bei 0 gestartet, Elektrizität war allerdings bereits verbreitet bevor es erste Tankstellen gab bzw. Benzin in Apotheken verkauft wurde.
    Elektrizität im Sinne von "alltagstauglich nutzbar" gab es ab Mitte der 1850er Jahre und die Privathaushalte haben mit der Kohlefadenlampe dann ab 1880 herum bezahlbaren Nutzen daraus ziehen können.


    Carl Benz hat bekanntlich 1885 seinen Motorwagen vorgestellt.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

    4 Mal editiert, zuletzt von Amtrack ()

  • Du weißt schon, dass Verbrenner und eMobilität mal ziemlich zeitgleich unter gleichen (ungünstigen) Voraussetzungen gestartet sind?


    Eben. Und wenn der Tüftler Henry Ford einen Weg gefunden hätte, sein Model T einfach und kostengünstig mit eAntrieb auszustatten, er hätte sehr wahrscheinlich gemacht.

  • Eben. Und wenn der Tüftler Henry Ford einen Weg gefunden hätte, sein Model T einfach und kostengünstig mit eAntrieb auszustatten, er hätte sehr wahrscheinlich gemacht.


    Jo und der "Mann" mit seinen dicken Eiern hat da auch mitgespielt.
    Sieht man ja auch in diversen Threads hier. :D
    Auch ich liebe Dampflok und richtig fette Hubschrauber. :p

    Zitat

    Benzinmotoren hätten sich deshalb durchgesetzt, da sie „aufgrund der hohen Energiedichte des Kraftstoffs eben den Vorteil“ haben, „dass man mit ihnen auch längere Strecken zurücklegen konnte“. Aber „nicht minder entscheidend“ sei „das Image der Autos mit Verbrennungsmotor als ‚Abenteuermaschine‘“ gewesen: „Benziner galten als maskulin, sie waren laut und technisch anfällig. Wer ein Auto mit Verbrennungsmotor fuhr, konnte sich als männlich, fortschritts- und technik*affin, abenteuerlustig und natürlich auch als wohlhabend inszenieren“. Elektroautos seien „in den Augen der meist männlichen Nutzer langweilig“ gewesen.


    https://ecomento.de/2017/02/10…lektroautos-durchsetzten/


    Deswegen sind heute fette PS im BEV damit "Mann" Spaß haben kann.


  • Deswegen sind heute fette PS im BEV damit "Mann" Spaß haben kann.


    Dann dürfte das mit dem Verkauf ja (wenn man der ähm "Argumentation" von ecemento folgt) kein Problem sein?!:rolleyes:

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Jo und der "Mann" mit seinen dicken Eiern hat da auch mitgespielt.
    Sieht man ja auch in diversen Threads hier. :D
    Auch ich liebe Dampflok und richtig fette Hubschrauber. :p


    Deswegen sind heute fette PS im BEV damit "Mann" Spaß haben kann.





    Klar, die Kundschaft nutzt lieber das anfälligere Konzept, welches mehr Steine in den Weg legt.
    Ergibt total Sinn und kann auf aller Welt bei jede Menge Produkten bestaunt werden...ach ne, doch nicht.


    Der Kunde ist selten dumm (ok, Apple Kunden mal außen vor :crazy:) sondern entscheidet sich für die für ihn wirtschaftlich sinnvollste Variante.







    Wer kann keine BEV verkaufen?:rolleyes:




    Du meinst ohne gesteuerte Anreize wie Steuerbefreiung, Kaufpreiszuschüsse oder Fahrverbote für Verbrenner?
    Vermutlich würden dann nur ganz, ganz, GANZ wenige BEV verkauft werden...

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • An Fahrverboten haben BEV keine Schuld. Das haben allein die Verbrennerhersteller zu verantworten.


    Aber schön wenn die BEV jetzt durch die Zuschüsse billiger als Verbrener sind. Da entfallen ja die Argumente das man sich das nicht leisten kann. ;)


    Edit:


    Das geradu das das schreibst? Du hast Spaß an Schrauben, an Pferden, an Motorbooten und ich glaube mitbekommen zu haben, das du deine Autos auch nicht auf leise trimmst.:D


  • Du meinst ohne gesteuerte Anreize wie Steuerbefreiung, Kaufpreiszuschüsse oder Fahrverbote für Verbrenner?
    Vermutlich würden dann nur ganz, ganz, GANZ wenige BEV verkauft werden...

    So wie bei der steuerlichen Förderung der Diesel? :D Wenn damals - mein Dad hattte sich deswegen auch einen Audi 80 Diesel gekauft - gerade der Diesel nicht so massiv gefördert worden wäre, meinst Du, dass Du dann heute die Leistungen fahren könntest die Deine Diesel haben? ;) Die Diesel würden ohne die dezenten Anschubhilfen weiterhin ein Nischendasein führen wie in den USA.

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  • Soweit ich weiß, wollte man damit nicht den Diesel anschieben.
    Damals fuhren LKW bereits überwiegend mit Diesel und Diesel-PKW gab es kaum.
    Um den Transportsektor zu entlasten hat man die Kraftstoffsteuer für Diesel gesenkt und zum Ausgleich die Kfz-Steuer für Diesel-PKW erhöht.


    Aus dieser Konstellation heraus ist der Diesel im PKW-Sektor immer beliebter geworden, was ja nun auch lange Zeit gerne gesehen war (geringerer CO2-Ausstoß als Benziner).


    "Angeschoben" wurde da gar nichts. Im Gegensatz zu den BEV, die ohne Anreize nun mal kaum einer kaufen würde.

  • Bekommt man Geld vom Staat, wenn man sich einen LKW kauft?


    Ich bin im übrigen auch dafür, die Dieselsteuer der Benzinsteuer anzugleichen. Natürlich gehören die Kfz-Steuern dann auch angeglichen.

  • Gunnar: :top: genau so war es.
    Ein Schutz der hiesigen Spediteure, welche sonst gnadenlos vom Markt unter die Räder genommen worden wären.




    Diesel im PKW war meist von wenigen Handwerkern gewünscht oder vom Landwirt weil er bezuschussten Hofdiesel reintanken konnte.


    Bestraft wird der Diesel im PKW ja durch höhere KFZ Steuer die aber irgendwie immer unter den Tisch fällt bei der Betrachtung, es wird nur die geringere Besteuerung des Kraftstoffs betrachtet.
    Im Nutzfahrzeugbereich gehts ja nach Gewichtsbesteuerung, sonst wären solche Kisten auch nicht zu leisten bei den Hubräumen (damals, heute gibts da auch Downsizing).



    Irgendwann kamen dann findige Ingenieure auf die Idee, dem Diesel neben Sparsamkeit noch so etwas wie gescheite Fahrbarkeit mit auf den Weg zu geben -> der TDI war geboren.


    Obendrein begünstigt durch die Tatsache, dass wir hierzulande schon immer relativ weit vorne bei den Krafstoffkosten dabei waren.


    Wenn der Sprit wenig kostet, ammortisiert sich so ein Diesel halt erst später.




    Der Nutzfahrzeugbereich war schon immer bemüht, jedes Quentchen Effizenz herauszukitzeln.
    Und da MAN sowie Scania zum VW Konzern gehören und Volvo, Mercedes Benz und Renault ebenfalls in der PKW Sparte mitspielen, war und ist der Weg vom Nutzfahrzeug in den PKW nicht zu weit entfernt.



    An Fahrverboten haben BEV keine Schuld. Das haben allein die Verbrennerhersteller zu verantworten.



    Ok, warum sind "die Verbrennerhersteller" noch gleich Schuld daran, dass ich einen Euro2 Benziner, welcher eine rote Plakette erhält (warum???), nicht mehr in Innenstädte fahren darf? :rolleyes:
    Das ist nichts anderes, als kalte Enteignung.



    Aber schön wenn die BEV jetzt durch die Zuschüsse billiger als Verbrener sind. Da entfallen ja die Argumente das man sich das nicht leisten kann. ;)



    Sie sind dennoch nicht günstiger (billiger vielleicht ;)) als ein Verbrenner.
    Und bieten obendrein noch weitere Nachteile.



    Edit:


    Das geradu das das schreibst? Du hast Spaß an Schrauben, an Pferden, an Motorbooten und ich glaube mitbekommen zu haben, das du deine Autos auch nicht auf leise trimmst.:D




    Auch hier täuscht du dich wieder.
    Ich versuche tatsächlich die Fahrzeuge leisestmöglich zu trimmen, alleine schon um nicht aufzufallen.
    Bei Leistungssteigerungen von +100% oder mehr bleibt es aber unweigerlich nicht aus, dass die Kisten lauter werden.




    Pferde ist die Sparte meiner +1, ich helfe nur.


    Und ich schraube wie gesagt nur, weil mit das Preis/Leistungsverhältnis und insbesondere die Qualität der Arbeiten von Werkstätten nicht zusagt - so leider meine Erfahrungen.



    Die Diesel würden ohne die dezenten Anschubhilfen weiterhin ein Nischendasein führen wie in den USA.


    https://www.focus.de/auto/neuh…-zuender_id_10338606.html



    In den USA sorgen die niedrigen Kraftstoffpreise dafür, dass der Diesel "natürlich" begrenzt bleibt.
    Allerdings sorgt auch das allgemeine Tempolimit dafür, dass der Wunsch nach einem Diesel eher bei den Arbeitstieren/Zugfahrzeugen besteht, die als Benziner sonst ordentlich das Saufen anfangen.
    Ein bei 1/4 Gas betriebener V8 Benziner schluckt bei 100km/h auch nicht wirklich viel Sprit.



    Hierzulande würden niedrigere Kraftstoffpreise nur dazu führen, dass sich der Dieselfahrer freut NOCH mehr sparen zu können :crazy:


    Gerade für die Heizer ist ein Turbodiesel doch ne tolle Sache, deckelt er doch den maximal möglichen Verbrauch deutlich spürbar.





    EDIT:




    Nö absolut nichts. Frag mich immer was da rechts auf den ABs rollt? Der Güterverkehr den man mit dieser Subvention von Schiene und Fluss auf die Straße geholt hat?





    Würden es (zum Teil) nicht unsere deutschen Spediteure machen, dann würden es andere machen - kannst du drehen und wenden wie du willst.
    Die Güter würden NICHT auf Schiene oder Fluss rollen, sondern nur von anderen Spediteuren per LKW verfahren.
    Die Bahn und die Binnenschiffer sind einfach zu unflexibel im Vergleich.



    Ich habe das aus eigener Erfahrung im Beruf mehrfach durchgekaut und versucht.
    Es lief letztlich immer auf den LKW hinaus, selbst mit allem guten Willen den Alternativen zum Trotze.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

    5 Mal editiert, zuletzt von Amtrack ()

  • Ok, warum sind "die Verbrennerhersteller" noch gleich Schuld daran, dass ich einen Euro2 Benziner, welcher eine rote Plakette erhält (warum???), nicht mehr in Innenstädte fahren darf? :rolleyes:


    Wenn die aktuellen Fahrzeuge die geforderten Grenzwerte immer und nicht nur bei Sonnenschein und 20° und Vollmond einhalten würden, dann hätte es keine Fahrverbote gegeben.



    Bei Leistungssteigerungen von +100% oder mehr bleibt es aber unweigerlich nicht aus, dass die Kisten lauter werden.


    Kannst ja auch nein kleineren leiseren Motor einbauen. :p
    Zum beispiel elektrisch. :crazy:

  • Hmmmm… seit wann ist das denn mit den roten Plakette bei Benzinern? :confused:
    Meines Wissens nach hat man bei Benziner entweder die grüne Plakette oder garkeine. Rot und gelb sind für Diesel.

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  • Um mal wieder zum Thema zu kommen ...

    Zitat

    Der enorme Wasserverbrauch bei der Gewinnung von Lithium wird immer wieder als Argument dafür angeführt, dass batterieelektrische Autos der falsche Weg seien. Maximilian Fichtner, Direktor am Helmholtz-Institut für elektrochemische Energiespeicherung in Ulm, hat zwar ein Eigeninteresse daran, dass auch in Zukunft an und mit Batterien gearbeitet wird. Doch hat er auch einige Argumente parat, die nicht jedem und jeder geläufig sein werden.


    Für das Lithium eines Akkus mit einer Kapazität von 64 Kilowattstunden (kWh) werden nach den gängigen Berechnungsmethoden 3840 Liter Wasser verdunstet. Das entspricht nach Fichtners Angaben dem Wasserverbrauch bei der Produktion von 250 Gramm Rindfleisch, zehn Avocados, 30 Tassen Kaffee oder einer halben Jeans.
    ...
    Während die Entwicklung bei batterieelektrischen Autos aus Fichtners Sicht zuversichtlich stimmt, sieht es für die Alternativen schlechter aus. Der Professor rechnet vor, dass der Verkehr zurzeit einen Endenergieverbrauch von rund 800 Terawattstunden (TWh) hat. Würde man diese Verkehrsleistung komplett mit batterieelektrischen Fahrzeugen erbringen, wären wegen der höheren Effizienz nur etwa 200 TWh notwendig. Wasserstoffautos mit Brennstoffzelle würden dagegen circa 1000 TWh brauchen.
    ...
    Auch der klassische Verbrennungsmotor wird nach Fichtners Zahlen ein Problem bekommen, wenn er mit fossilen Treibstoffen befeuert wird. Ab 2025 muss mehr als die Hälfte des Öls aus „unkonventionellen Quellen“ geholt werden: aus Fracking, Teersanden, der Tiefsee und der Arktis, was aus ökologischen Gründen nicht gewollt ist.


    https://www.tagesspiegel.de/wi…tterie-sind/25291904.html

  • Wobei man aber natürlich fairerweise sagen muss, dass so ein Akku nicht nur aus Lithium besteht. Zinn :D und die anderen nötigen Metalle fallen jetzt auch nicht gerade in Barren vom Baum.

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