Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • Mein Arbeitsweg war früher ca. 20 Minuten über Landstrassen, im Sommer hab ich jede von diesen Minuten im Cabrio genossen sofern es nicht gerade aus Kübeln goss.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Ich muss sagen, dass mir ein E-Fahrzeug durchaus ein paar Emotionen vermitteln kann mit satter Straßenlage und dem spontanen Punch. Wenn Emotionen über Sound definiert werden, dann muss ich zu einem Fahrzeug vor 2010 greifen ohne künstlichen Sound und ohne OPF. Und nein, künstliches Geboller, Geknalle etc ist für mich keine Emotion sondern Peinlichkeit hoch 10.


    Gegen einen wunderbaren Klang eines V8 oder R6 habe ich absolut nichts und sowas genieße ich auch sehr. Aber ich muss zugeben, dass ich dies immer weniger brauche. Wenn es wäre, dann würde ich mir da einen Young- oder Oldtimer zulegen für solche Entspannungs- und Emotionsfahrten.

    Sollte es aber ein Alltagsfahrzeug mit auch mal Spaßpotential sein, würde ich mir wohl jetzt nen Electrified GV70 zulegen.


    Gerade mal eben einen BMW iX1 konfiguriert in Schön und da standen dann mal eben über 70k im Konfigurator - auch schick. Dafür dann doch lieber nen KIA EV6 GT oder IONIQ 5.

  • Wie war das?
    Der Strom ist so teuer, weil für die Spitzen Gas verfeuert werden muss.

    Würden alle vernünftig Verbrenner fahren, und somit Autos weniger Strom wegnehmen, müssten man weniger Gas verbrennen, würden mit dem Gas vielleicht über den Winter kommen und die Stromspitzen wären geringer und somit der Strompreis niedriger.


    Und Gas verstromen und den Strom zum Autofahren benutzen ist evtl. auch kaum umweltfreundlicher, als direkt Verbrenner zu fahren.

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  • Beim Thema Sound bin ich nicht ganz bei dir.

    Ein schöner M2 LCI von 2018 ohne OPF finde ich schon sehr gut…


    Beim neuen (i)X1 sind mit gestern im Konfigurator auch die Augen rausgefallen. Unter 50k€ geht da quasi nix mehr, verrückt…

    Ebenso beim neuen Z4 LCI…

    Da ist der M240i schon ein Schnäppchen.

  • Ich muss sagen, dass mir ein E-Fahrzeug durchaus ein paar Emotionen vermitteln kann mit satter Straßenlage und dem spontanen Punch.

    Wo siehst du den Unterschied in der Strassenlage zwischen einem Verbrenner und einem gleichklassigen BEV?

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Ach komm, auch nach 2010 gab/gibt es schöne Motoren mit angenehmen Sound. So schwarzmalen muss man dass nicht…

    In Zukunft kann man eben low Budget mäßig (ev6 GT) in der Ps mäßigen high End Klasse mitfahren, das reitzt natürlich, wie früher mit dem GTI die großen zu ärgern.

  • Den neuen iX1 haben sie ziemlich verrissen neulich (ich meine SZ). Alte Ladetechnik des iX3, zwei Akkus verbaut, dadurch eingeschränkter Fußraum hinten.


    Bei den Verbrenner Varianten Anfahrschwächen und insgesamt ist das Auto je nach Modell 9K teurer geworden.


    Optisch finde ich ihn extrem chic, aber das Frontantriebslayout taugt mir nach wie vor nicht.

  • Wo siehst du den Unterschied in der Strassenlage zwischen einem Verbrenner und einem gleichklassigen BEV?

    Im aufgrund des Einbauorts des schweren Akkupacks deutlich tieferen Schwerpunktes? :sz:


    Kannst ja mal googlen, welche Fahrzeuge sonst so die z.B. 80 km/h eines Ioniq5 im Algtest hinlegen. Oder die 73 km/h vom fahrradbereiften i3. :duw:

  • Im aufgrund des Einbauorts des schweren Akkupacks deutlich tieferen Schwerpunktes? :sz:


    Kannst ja mal googlen, welche Fahrzeuge sonst so die z.B. 80 km/h eines Ioniq5 im Algtest hinlegen. Oder die 73 km/h vom fahrradbereiften i3. :duw:

    Gutes Argument. Ich frage mich jetzt aber welcher Ottonormalfahrer das ausnutzt, bzw. mit dieser Begründung ein Fahrzeug auswählt? Sorry, dass ich noch nie die Gelegenheit hatte das auszufahren, oder aber Fahrzeuge hatte, die weder ich noch du im normalen Strassenverkehr in Grenzbereiche bringen könnte. Und um letzteres geht es ja?

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Was heisst Grenzbereich? Da reicht doch ne normale handelsübliche AB-Ausfahrt die man regelmässig durchfährt um festzustellen, dass mit Fahrzeug X statt 80 nur noch 70 gehen. Oder mit Y vielleicht auch 90.


    Dass im Grenzbereich 99% aller Autofahrer eher nen braunen Stift in der Hose haben als dass die Karre umkippt, das ist schon auch klar.


    Klar ist aber auch, dass ein Fahrzeug mit niedrigem Schwerpunkt einfach satter auf der Straße liegt. Und der ergibt sich nunmal aus den 300 bis 800kg mehr Bodenmasse die sich in der Regel in etwa auf Radnabenhöhe befinden. Du hast ja gefragt wo der Unterschied in der Straßenlage zwischen einem Verbrenner und einem gleichklassigen BEV ist.


    Hier am Beispiel eines iX vielleicht ganz gut sichtbar:

  • Fast richtig denke ich.

    Bei zwei Autos mit gleichem Gewicht, liegt das Auto mit tieferem Schwerpunkt besser.

    Wenn das Auto mit tieferem Schwerpunkt jedoch 400-800kg mehr wiegt als das andere,

    würde ich das pauschal nicht als richtig sehen.

  • Gewicht schiebt natürlich gerne mal nach aussen der Kurve. Beim i3 sind dabei die Kasperlereifen für Kurven relativ kontraproduktiv meiner Erfahrung nach, der schiebt auch als Non-s gerne mal gerade weiter wenn man es zu bunt treibt, liegt aber IMHO ansonsten super da für so ne Kiste. Dagegen ist der X1 ein holpriger Wackelpudding. :rolleyes: Der Enyaq mit den 20-Zöllern zieht dagegen wie auf Schienen rum, da eiert der Kodiaq schon anders IMHO.


    Sind die Gewichtsunterschiede wirklich so groß? IX und X5 sind 300kg auseinander. Karoq und Enyaq auch um die 300kg. i3 und A1 so 150kg rum. M3 und Golf VIII um die 300kg. Je nach Ausstattung bisschen hin und her versteht sich, die Motoren versuchte ich in etwa gleich zu nehmen. Der IX3 und der X3 schwanken etwas auseinander, da ist man fast bei 400kg wenn man den 2l-Turbo nimmt, beim 3l-Diesel sind es 200kg.


    Zu letzteren habe ich gefunden, dass der iX3 einen um 7,5cm tieferen Schwerpunkt aufweist als der normale X3. Bei PKW sagt man wohl in etwa, dass der Schwerpunkt üblicherweise bei 40% der Fahrzeughöhe liegt. Beim X3 wäre das dann bei ~67 cm, davon 7,5 nochmal runter sind 60cm oder ein 11% tieferer Schwerpunkt.


    Wobei, wie Martin schon richtig schreibt, hilft ja alles nix wenn die Unterbuxe das limitierende Bauteil auf der Passstraße ist. :hehe:

  • Beim i4 sind es 390 kg Mehrgewicht gegenüber einem etwa vergleichbarem 440i (2290 kg / 1900 kg). Ich muss sagen der i4 macht mir viel Spaß beim fahren, trotz fehlendem Sound und dem enormen Gewicht.

    Klar, Emotionen wie etwa in einem M4 CS kommen natürlich nicht auf, aber das wäre für mich auch kein Alltagsauto.

    Nächste Woche bin ich beim ADAC Fahrsicherheits-/ Perfektionstraining, das mache ich alle 2-3 Jahre, ich bin mal gespannt wie sich das Auto in Extremsituationen verhält. Gerade bei Ausweichmanövern und Slalomfahren wird sich das viele Gewicht dann wohl recht bemerkbar machen.

  • Danke für die Daten :top: (Wo ist eigentlich der alte Daumenhoch???? :rolleyes: )


    Grad mal gesucht.. der i4 hat im Elchtest wohl gelinde gesagt verkackt? :m:

    Dienstag Magazin: "Tiefschlag" für BMW i4 in der Ausweichgasse. 


    Zitat

    Bei mehr als 73 km/h war Schluß. Das sind immerhin 15 km/h weniger als beim Tesla Model 3. Fun-Fact: der Aiways U5, dessen Testfahrt wir gestern präsentierten, absolvierte die Ausweichgasse mit 78 km/h Einfahrgeschwindigkeit.


    e-engine meint: Es hilft nichts. Dieses Ergebnis ist für einen Premiumhersteller einfach absolut inakzeptabel. Die Münchner waren bislang dafür bekannt, Autos auf die Räder zustellen, die vor allem in anspruchsvollen Situationen besser abschneiden, als der Wettbewerb. Zumindest beim i4 scheint das nicht der Fall zu sein. Sogar sein großer Bruder, das eSUV iX schaffte 74 km/h. Das sollte den Fahrwerksingenieuren zu denken geben.

  • Ich habe die letzten Seiten mit leichtem Schmunzeln verfolgt.


    Wenn man vor 15 oder 20 Jahren davon geschwärmt hat, wie satt ein Auto auf der Straße liegt, wie willig es um Kurven geht und wie spontan das Ansprechverhalten des Motors ist, hat man in den meisten Fällen (auch hier) zu hören bekommen: Wer braucht denn das? Wo kannst das auf öffentlichen Straßen ausreizen? usw. usf.


    Jetzt werden dieselben Argumente wieder gebracht..... für zumindest akustisch definitv emotionslose E-Autos.

    Lustig ist das schon :)

    Vor allem weil die, die früher die Argumente dagegen gebracht haben, dieselben sind, die heute dieselben Argumente dafür bringen.

    :D :D

  • Vor 20 Jahren hat man geschwärmt wie leise und Laufruhig ein säuselnder 8- oder 12-Ender ist.

    Wenn noch leiser und ruhiger wird, ist es jetzt plötzlich ganz furchtbar schlimm.

    Einmal editiert, zuletzt von zinn2003 ()

  • Ja, weils eben ZU ruhig ist.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Vor 20 Jahren hat man geschwärmt wie leise und Laufruhig ein säuselnder 8- oder 12-Ender ist.

    Wenn noch leister und ruhiger wird, ist es jetzt plötzlich ganz furchtbar schlimm.

    Zweifellos ist Deine Erfahrung im Umgang mit 12-Zylindern eher unterpriorisiert. ;)


    Außerdem wird es nicht ruhiger. Nur wird das 12-Zylinder-Geräusch (das durchaus sehr unterschiedlich ausfällt, je nach Hersteller und auch nicht immer nur säuselnd ist) nunmehr durch ein Straßenbahngeräusch ersetzt. Das ist aber gar nicht der Auslöser für mein Posting #13.016


    Wohlgemerkt: Ich bestreite ja gar nicht die Existenzberechtigung von BEVs oder im geringeren Rahmen auch PHEVs. Das war nicht der Auslöser.

    Es ging mir vielmehr um die "Vielseitigkeit" der verwendeten Argumente. DAS ist das eigentlich Lustige.

    Das wird ein humorloser Mensch wie Du allerdings eher weniger verstehen.

  • Wer in jungen Jahren noch rasselnde VW Käfer kannte, ebenso polternde Ford V4 oder - noch schlimmer - sägende 2-Takt DKWs, der fand natürlich schnell einen Reihensechser, V8 oder auch V12 sehr viel angenehmer, auch wenn er deren Potenzial im Alltag nicht immer ausnutzen konnte oder durfte. Da mussten gar nicht ein Remus- oder Bastuckauspuff oder offene Ansaugtröten montiert sein.

    Es machte einfach Spass so etwas zu bewegen. Ein charakterloses Batteriegefährt mit gefühlloser Lenkung macht dagegen zumindestens mir keine Laune, es kann mich vielleicht von A nach B bringen, aber nicht mehr.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!