Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

Registrierte und angemeldete Benutzer sehen den BMW-Treff ohne Werbung
  • Explizit nochmal vielen Dank Micha für einen regelmäßigen gesunden Blick aufs Thema, von einem der aus der Praxis berichten kann! :top:

    > welcher ist mein nächster...? >

    Alle sagen man solle ein E-Auto kaufen! OK, ich finde sicherlich noch ein paar nette E46, E39, E60... :cool:

  • Der Zeit ist Geld Spruch passt hier nicht.

    Auf der Langstrecke ist das HPC Laden kein vermeidbarer Luxus, sondern unumgänglich. Ich kann eben nicht von der Autobahn runter und an die nächste AC Säule anstecken. Da lade ich dann 8 Stunden, anstatt 30 Minuten. Das ist schlichtweg keine Alternative.

    Und die HPC Ladesäule an der Autobahn kostet nicht mehr als die HPC Ladesäule abseits der Autobahn.

    Der Tankstellen Vergleich passt hier also überhaupt nicht.

    Danke.


    Das selbe hab ich weiter oben geschrieben und wurde von Stefan dafür angestänkert.

  • Der Zeit ist Geld Spruch passt hier nicht.

    Auf der Langstrecke ist das HPC Laden kein vermeidbarer Luxus, sondern unumgänglich. Ich kann eben nicht von der Autobahn runter und an die nächste AC Säule anstecken. Da lade ich dann 8 Stunden, anstatt 30 Minuten. Das ist schlichtweg keine Alternative.

    Und die HPC Ladesäule an der Autobahn kostet nicht mehr als die HPC Ladesäule abseits der Autobahn.

    Der Tankstellen Vergleich passt hier also überhaupt nicht.

    Die EnBW hat im übrigen auch die AC Preise kräftig angehoben, kostet jetzt schlanke 45ct , plus die bereits vor einigen Monaten eingeführte Blockiergebühr ab der 4 Stunde. Das Auto an AC aufzuladen ist also wesentlich teurer als am HPC Lader. Bei mir mehr als doppelt so teuer. Insofern ist hier der Spruch ins Gegenteil verkehrt.

    Vielleicht verstehe ich auch die Tarife etwas falsch. EnBW z.B. 29 Cent AC, 39 Cent DC, HPC 79 Cent. ADAC-e-charge (meine Karte) dito, nutzt ja EnBW und gibt 2% auf den Tarif. Man kann also DC50 laden für 39 Cent oder DC by Ionity für 79 Cent nutzen, in der Regel steht da ja nicht nur Ionity rum. Wenn das nicht Zeit durch Geld kaufen ist, was ist es dann? Mal eben durch die App gezoomt und die zwei, drei nächsten Stationen gecheckt. Freie Auswahl in allen Tarifen von AC11, DC50 bis zu DC135 rauf. Der nächste DC300 sind gute 40km weg. Interessanterweise eine Station hier um die Ecke mit DC125 zum normalen DC-Preis, ok, bringt mir natürlich relativ wenig. :top:


    Dass AC11 relativ wenig Sinn macht unterwegs, ist sicher wenig diskussionswürdig, nicht jeder trinkt 3h Kaffee an der Raststätte und schaut seiner Zoe beim Laden zu. Wo jetzt in dem Fall der Sinn läge in Augsburg-Ost für DC135 79 Cent zu zahlen oder mit gesamt 10min Umweg DC125 für 39 Cent zu kriegen, das muss wohl jeder selbst entscheiden. Die Konstellation wird es so sicher öfter geben in Ladeland Deutschland.

    Ionity pappt halt überall sein Hochpreisetikett drauf, egal ob man dann 100kw kriegt oder 350kw.


    Explizit nochmal vielen Dank Micha für einen regelmäßigen gesunden Blick aufs Thema, von einem der aus der Praxis berichten kann! :top:

    Ja, das ist nie verkehrt. Wäre wünschenswert, wenn der eine oder andere es zumindest mal mit mehr versuchen würde als einem "alles doof" oder "Ich bin 2014 mal einen i3 gefahren. 5km. War sche...". ;)

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

  • Ja, das ist nie verkehrt. Wäre wünschenswert, wenn der eine oder andere es zumindest mal mit mehr versuchen würde als einem "alles doof" oder "Ich bin 2014 mal einen i3 gefahren. 5km. War sche...". ;)

    Hat glaub noch keiner hier gepostet, dass er das eAuto zum fahren schei**e gefunden hat. Alle die sich negativ über das eAuto auslassen, tun dies über den verklärten Blick den die Öko-Wir-Retten-Die-Welt-Mit-Einer-Verblendeten-Ideologie auf die eAutos hat. eAutos haben ganz klar ihre Vorteile im Kurzstreckenverkehr, mit der neuesten Entwicklung bei den Ladekosten jedoch auf Langstrecke eine unnötige Hürde aufgebürdet erhalten.

  • Hat glaub noch keiner hier gepostet, dass er das eAuto zum fahren schei**e gefunden hat. Alle die sich negativ über das eAuto auslassen, tun dies über den verklärten Blick den die Öko-Wir-Retten-Die-Welt-Mit-Einer-Verblendeten-Ideologie auf die eAutos hat. eAutos haben ganz klar ihre Vorteile im Kurzstreckenverkehr, mit der neuesten Entwicklung bei den Ladekosten jedoch auf Langstrecke eine unnötige Hürde aufgebürdet erhalten.

    Den Eindruck habe ich nicht so ganz, zumeist wird erklärt war alles nichts geht, in der Regel ohne eigene Erfahrung.


    Dass die E-Welt noch eine ganze Weile nicht für alle nutzbar ist und es immer Anwendungen geben wird, für die das einfach untauglich ist, das ist den allermeisten E-Auto-Befürwortern durchaus klar. Ich denke, das hat auch hier im Thread keiner der Weltenretter behauptet.


    Die HPC-Ladekosten sind kotzig, aber Marktwirtschaft. Kann man drehen und wenden wie man will. Unternehmenszweck Gewinn durch Stromverkauf, genau so wird gehandelt. Kann man den Unternehmen kaum vorwerfen und wird sonst ja auch auch gerne erklärt, dass genau das das Ziel eines Unternehmens ist das maximale rauszuholen. Egal wer dafür zahlt.

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

  • Neben der Preisentwicklung ist es auch ein absolutes NoGo für mich, dass z.B. VW und auch der neue Cupra nur bei den größere Akkus schnell laden kann. Die Leute, die sich für die kleineren Akkus entscheiden (was doch im Alltag angeblich soooo ausreichend ist) werden mit deutlich weniger Ladeleistung bestraft. Aber genau hier würde doch ein Vorteil liegen. Kleiner Akku -> schnell voll. Dann würde auch nix dagegen sprechen, das Auto mit dem kleinen Akku nicht nur als Zweitwagen zu sehen.


    Kann ich null nachvollziehen wie die Hersteller da dran gehen 8|

    > welcher ist mein nächster...? >

    Alle sagen man solle ein E-Auto kaufen! OK, ich finde sicherlich noch ein paar nette E46, E39, E60... :cool:

  • Kann ich null nachvollziehen wie die Hersteller da dran gehen

    Die Ladezyklen sind das Entscheidende für einen möglichen Restwert des Akkus.

    Jemand der ständig viel fährt soll eben einen großen Akku nehmen damit er länger "zufrieden" ist und das beim Dumping-Leasing der Akku nach der Rückgabe noch brauchbar ist.


    Wer fünf mal im Jahr Langstrecke gondelt für Urlaub/Besuch den stört die geringere Ladeleistung eher nicht.

  • Wer fünf mal im Jahr Langstrecke gondelt für Urlaub/Besuch den stört die geringere Ladeleistung eher nicht.

    Doch, genau darum geht es doch in der entscheidenden Frage, ob ein Elektroauto ein Erstwagen sein kann.


    Also für mich wäre das jedenfalls so. Ist ja immerhin auch eine nicht unerhebliche Preisfrage beim Kauf! Warum wegen 5x im Jahr den Aufpreis für den großen und schweren Akku? Aus Umweltsicht kannst du nicht ernsthaft mit dem Argument kommen.


    Und Stichwort Dumping-Leasing... der Laie wird (und sollte) sich eigentlich nicht mit Ladezyklen und Lebensdauer auseinander setzen müssen. Wenn das notwendig ist/wäre, dann würde es nur aufzeigen, wie wenig haltbar die Technik ist. Also wieder nicht gut für die Umwelt. Du argumentierst doch sonst, dass die Akkus lange halten... da werden doch wohl 10 Schnellladungen im Jahr zumutbar sein!?

    > welcher ist mein nächster...? >

    Alle sagen man solle ein E-Auto kaufen! OK, ich finde sicherlich noch ein paar nette E46, E39, E60... :cool:

  • Wenn das notwendig ist/wäre, dann würde es nur aufzeigen, wie wenig haltbar die Technik ist. Also wieder nicht gut für die Umwelt.

    Das böse Wort "Obsoleszenz" Betrifft natürlich besonders die Akkus.

    Es wäre bestimmt technisch möglich Akkus mit weit höherer Anzahl Ladezyklen zu bauen, nur würde man ggf. teurere Rohstoffe und/oder Fertigungsverfahren benötigen.

    Das könnte aber keiner bezahlen.

    Es macht auch technisch keinen Sinn, Akkus für 1 Mio km einzubauen, wenn die Karosse nach 500 tkm schon Zerfällt.


    Ansonsten wird der Markt das Angebot regeln.

    Wenn der Hersteller sieht, dass eine Motor / Akku-Kombination nicht nachgefragt wird, verschwindet diese natürlich aus dem Portfolio.

    Ist doch jetzt bei Verbrennern auch nicht anders.

  • der Laie wird (und sollte) sich eigentlich nicht mit Ladezyklen und Lebensdauer auseinander setzen müssen.

    Der Herstelle hat das so entschieden, nicht der Kunde.

    da werden doch wohl 10 Schnellladungen im Jahr zumutbar sein!?

    Schnelladen DC geht ja trotzdem, nur nicht superschnell am HPC-Lader.

  • Den Eindruck habe ich nicht so ganz, zumeist wird erklärt war alles nichts geht, in der Regel ohne eigene Erfahrung.


    Dass die E-Welt noch eine ganze Weile nicht für alle nutzbar ist und es immer Anwendungen geben wird, für die das einfach untauglich ist, das ist den allermeisten E-Auto-Befürwortern durchaus klar. Ich denke, das hat auch hier im Thread keiner der Weltenretter behauptet.


    Die HPC-Ladekosten sind kotzig, aber Marktwirtschaft. Kann man drehen und wenden wie man will. Unternehmenszweck Gewinn durch Stromverkauf, genau so wird gehandelt. Kann man den Unternehmen kaum vorwerfen und wird sonst ja auch auch gerne erklärt, dass genau das das Ziel eines Unternehmens ist das maximale rauszuholen. Egal wer dafür zahlt.

    Für die persönlichen Erfahrungen hat sich ja zum Glück Micha M3 dieses Monstrum von Audi e-Tron angelacht. Seine Erfahrungen finde ich sehr spannend, kann aber anhand seiner Erfahrungen auch ohne jemals ein eAuto gefahren zu sein, abschätzen, ob das passen könnte oder nicht. Ergebnis jedenfalls für mich: Ja, eigentlich würde es passen (unser F11 wurde im April 6 Jahre alt und hat seither gerade mal 65tkm gelaufen). Die meisten Fahrten von uns sind hier lokal wenn wir Freunde besuchen (das sind dann so im Extremfall pro Weg knapp über 50km, was wiederum mit eAutos in 5er Grösse problemlos machbar wäre). Aber dann kommt der Urlaub und dann passt es für mich eben nicht mehr. Klar, mit Kindern muss ich Pausen machen und kann meine 1000km nach Kroatien nicht mit einem Tankstopp abreissen. Aber mit einem eAuto bin ich darauf angewiesen, regelmässig nachzuladen. Das Nachladen dauert dann deutlich länger wie mit einem Benziner und aufgrund der nach wie vor nicht vollständig gelösten Ladeprobleme (Lader nicht belegt, defekt (scheint durchaus öfters mal vorzukommen wenn man den Berichten glauben darf), Wirrwarr unter den Anbietern und Tarifen) muss ich mich auch noch vorgängig darüber informieren, wo ich am besten laden kann. Beim Benziner fahre ich hier am Bodensee los. Ballere (noch) mit 200 Richtung München, dann ab nach Salzburg und in Jeseinica tanke ich kurz, esse allenfalls etwas und kann dann weiter (ok - während dieser Pause brächte ich sogar den Akku voll - aber wer schon jemals in Jesenica getankt hat, weiss auch, dass man sich da bei einer allfälligen Ladesäule auf deftige Waretzeiten einstellen kann). Wenn die Kids kurz die Beine vertreten möchten, fahre ich an der nächsten Abfahrt/am nächsten Rastplatz ab und sie können sich dort die Füsse vertreten. Ich muss mir dann aber keine Gedanken mehr machen, ob und wann ich das nächste Mal nachladen kann. Ein allfälliger notwendiger Tanktstopp dauert dann 5min und nicht mindestens 25 Minuten oder mehr. Und ja, für mich spielt es eine Rolle, ob ich für eine 10h Strecke eben 10h oder 12, 13h brauche.


    Wenn man den Welt-Rettern hier im Thread so glauben schenken darf (vor allem denen, die trotz allen so tollen Vorteilen von eAutos nach wie teilweise sogar noch mehr wie 20 jährige DIeselstinker fahren), dann ist das eAuto alternativlos und der einzige Weg unsere Welt vor dem sicheren Untergang zu retten. Andere Technologien wie eFuels, Wasserstoff gelten als absolut untauglich, um einen umweltverträglicheren Individualverkehr zu ermöglichen. Ja, Wasserstoff ist vom Wirkungsgrad her absolut bescheiden. Ja, eFuels brauchen auch einen Haufen Energie, um diese zu produzieren und der Wirkungsgrad ist bescheiden. Aber weder das Rohöl noch das Lithium (oder was sonst noch alles für eine Autobatterie gebraucht wird), kommt ohne Energieaufwand zur Erde raus. Ganz zu schweigen davon, dass wir dafür wie auch für die Ölgewinnung dafür die Erde massivst beschädigen.


    Ich gebe es zu: Persönlich bin ich noch kein eAuto gefahren. Weder Tesla, noch Zoe noch einen i3... Ein eAuto wie der e-tron oder Porsche Taycan könnte ca. 90% der gefahrenen Kilometer von unserem F11 abdecken. Ein BMW i3 oder Zoe könnte sogar wohl fast 100% der Fahrten vom Corsa (da sind eigentlich so 200km Tagesfahrleistung in der Wintersaison das Maximum was wir an "Langstrecken" fahren) abdecken. Nur, als ich den Corsa gekauft habe, gabs kein eAuto für CHF 20'000.- mit einer für mich ausreichenden Akkukapazität und vergleichbarer Ausstattung als Neuwagen auf dem Markt. Die gebrauchten i3 (welche ich mir ebenfalls angeschaut hatte), waren alle Out-Of-Budget. Mit etwas Glück hätte ich einen mit einer 60Ah Batterie erwischt. Dieser wäre aber mit einer Reichweite von knapp über 130km zumindest im Winter schon grenzwertig für den Arbeitsweg gewesen. Nachladen könnte ich (gratis) im Geschäft - im Gegenzug müsste ich aber das Auto nach erfolgter Ladung umparken und hätte dann wohl auch noch mit dem Problem zu kämpfen, dass ich in der TG keinen Parkplatz mehr finde.

    Für meine Ski(Tages)ausflüge mit dem Corsa in die Lenzerheide/Flumserberge würde es ohne nachladen nicht mal funktionieren (sind pro Weg ca. 100, resp. 70km). Dafür reicht wohl nicht mal ein i3 mit 94Ah. Und auf Nachladen auf dem Nachhauseweg hab ich dann aber so was von keine Lust mehr - da nervt mich schon ein allfälliges 5min Tanken.

  • Zitat

    Wer fünf mal im Jahr Langstrecke gondelt für Urlaub/Besuch den stört die geringere Ladeleistung eher nicht.


    Das sehe ich genau anders herum. Für die Fahrten im Alltag wäre mir die Ladeleistung vollkommen egal, ich kann mich auch kaum noch erinnern wann ich das letzte mal getankt habe ;) Beim Geländewagen wäre höchstens das zusätzliche Gewicht durch die Batterien ein Problem, dafür könnten interessante Allradkonzepte mit Elektromotoren besser umgesetzt werden.


    Aber ich fahre regelmäßig 270 km in meine alte Heimat, meist habe dort dann diverse Termine und will abends wieder zurück. Die 270km wären vielleicht mit dem Akku noch zu schaffen, aber wo und wie soll ich ihn dann laden? An den meisten Stationen gäbe es nicht mal eine Möglichkeit, in der Regel bin ich da auch nicht besonders lange und abends will ich dann wieder zurück. Und da macht 1h früher ankommen für mich bzw. meinen "Ladezustand" ;) am nächsten Tag durchaus einen Unterschied...


    Im urlaub recht ähnlich, mit dem Verbrenner und Abwechseln beim Fahren komme ich die gut 800 km ins Engadin recht problemlos in einem Tag. Mit längeren Pausen beim Laden vielleicht auch noch, das Abendessen wäre da aber nicht besonders entspannt ;) Und da sind Sonderfälle, wie man steht 2-3h auf dem Julier noch nicht berücksichtigt. Da in dieser Zeit die Heizung tunlichst funktionieren soll müsste man also spätestens an der Raststätte in Thusis noch einmal recht voll laden.


    Wie oben schon geschrieben kann ich mir aber vorstellen, dass die Feststoffbatterien dieses Problem lösen, ich bin gespannt.

  • Wenn ich das ganze zusammenfassend betrachte, ist das BEV-Thema mit einer ausreichender Anzahl an zuverlässig funktionierenden Lademöglichkeiten (AC und DC) gar keines mehr.


    Und genau der Ausbau passiert ja gerade.

  • Wenn ich das ganze zusammenfassend betrachte, ist das BEV-Thema mit einer ausreichender Anzahl an zuverlässig funktionierenden Lademöglichkeiten (AC und DC) gar keines mehr.


    Und genau der Ausbau passiert ja gerade.

    Nein, das ist doch nicht der einzige Faktor. Schau dir die Kommentare (von E-Fahrern oder Bestellern!) unter dem Carmaniac EnBW Video an. Das wird den Absatz nicht gerade beschleunigen. Ich sehe Elektromobilität weiterhin als Lösung für urbanen Einsatz + max. 100km Umkreis für Eigenheim Besitzer. Alles andere wird länger auf sich warten lassen oder braucht Technologieoffenheit ohne Scheuklappen.

    > welcher ist mein nächster...? >

    Alle sagen man solle ein E-Auto kaufen! OK, ich finde sicherlich noch ein paar nette E46, E39, E60... :cool:

  • Für die persönlichen Erfahrungen hat sich ja zum Glück Micha M3 dieses Monstrum von Audi e-Tron angelacht. Seine Erfahrungen finde ich sehr spannend, kann aber anhand seiner Erfahrungen auch ohne jemals ein eAuto gefahren zu sein, abschätzen, ob das passen könnte oder nicht. Ergebnis jedenfalls für mich: Ja, eigentlich würde es passen (unser F11 wurde im April 6 Jahre alt und hat seither gerade mal 65tkm gelaufen). Die meisten Fahrten von uns sind hier lokal wenn wir Freunde besuchen (das sind dann so im Extremfall pro Weg knapp über 50km, was wiederum mit eAutos in 5er Grösse problemlos machbar wäre). Aber dann kommt der Urlaub und dann passt es für mich eben nicht mehr.

    Mir war nicht ganz klar, dass es nur als Praxis zählt, wenn man mindestens 300PS bewegt. Da kann ich mit sowas kleinem wie nem i3 natürlich nicht mithalten. Auch wenn´s gute 7000km mittlerweile sind mit 2 verschiedenen Modellen in 3 Fahrzeugen. :sz: Mir gefallen die Berichte von Micha sehr gut weil sie in der Tat aus der Praxis sind und insbesondere auf die Schnellladergeschichte eingehen, das spielt für mich aktuell zwar kaum eine Rolle, allenfalls als Notreserve, wird sich aber sicher ändern. Wobei aber auch micha´s Profil nicht so wirklich durchschnittlich ist, das ist mir bei der Betrachtung durchaus bewusst. Sprich, wenn das bei ihm klappt, dann sicher auch bei sehr vielen Leuten die eben nicht dieses streckenlastige Profil haben.


    Dein Problem mit dem Urlaub habe ich auch. Sogar noch mit der Steigerung, dass dabei gerne mal eine Wohnkiste hinten dran hängt. Für mich gibt es daher natürlich folgende Überlegungen: Die Karre muss so schnell laden und zumindest pro Ladung so weit kommen, dass ich das in Kauf nehme alle 2, 3 Stunden eine Pause zu machen. Das es geht zeigen mittlerweile einige Erfahrungsberichte von Leuten die mit Wohndose fahren. Die Alternative dazu wäre, dass das E-Auto im Gesamtpaket so günstig ist, dass man auch mal was mieten kann. Ich tendiere zu beidem. Momentan steht daher immer noch der Enyaq iV 80 oben auf meiner Liste. Angemessene Reichweite, AHK, bezahlbar und zumindest 125kw-fähig. Da sind dann bei Bedarf auch mal ein, zwei 2W-Mieten im Jahr drin. Wie schon geschrieben, hätte ich im Oktober 2019 die Entwicklung geahnt, dann hätte ich sicher den Zafira noch etwas weiter gefahren anstatt den Octavia zu bestellen.


    Doch, genau darum geht es doch in der entscheidenden Frage, ob ein Elektroauto ein Erstwagen sein kann.


    Also für mich wäre das jedenfalls so. Ist ja immerhin auch eine nicht unerhebliche Preisfrage beim Kauf! Warum wegen 5x im Jahr den Aufpreis für den großen und schweren Akku? Aus Umweltsicht kannst du nicht ernsthaft mit dem Argument kommen.


    Und Stichwort Dumping-Leasing... der Laie wird (und sollte) sich eigentlich nicht mit Ladezyklen und Lebensdauer auseinander setzen müssen. Wenn das notwendig ist/wäre, dann würde es nur aufzeigen, wie wenig haltbar die Technik ist. Also wieder nicht gut für die Umwelt. Du argumentierst doch sonst, dass die Akkus lange halten... da werden doch wohl 10 Schnellladungen im Jahr zumutbar sein!?

    Bei uns wäre es der Erstwagen, wir haben garkeinen Zweitwagen. Das mit dem Akku treibt mich schon auch um. Wenn es ein Erstwagen sein soll, dann macht ein kleiner Akku IMHO aber wenig Sinn auch wenn ein großer nur ein paar mal pro Jahr gebraucht würde. Das zeigen auch die Bestellungen bei den Fahrzeugen dass die Leute überwiegend den größeren Akku wählen sofern möglich. Bei einem klassischen Zweitwagen mit wenigen bis keinen längeren Strecken 200km+ würde ich aber auch eher zum kleineren Akku tendieren, einfach weil es da nicht wirklich auf die mega Reichweite ankommen dürfte. Naja, außer beide sind Pendler versteht sich. ;)


    Das mit den Ladezyklen hatten wir ja schon mehrfach. Ich mache mir um den Akku wenig Sorgen, dafür habe ich schon zuviele Probleme mit Verbrennern gehabt oder im Umfeld mitbekommen.


    Es macht auch technisch keinen Sinn, Akkus für 1 Mio km einzubauen, wenn die Karosse nach 500 tkm schon Zerfällt.

    Was durchaus ein Argument ist. Die wenigsten hier kaufen sich Autos jenseits der 200tkm. Warum da plötzlich soviel Sorge um den Fünftbesitzer herrscht? :sz:

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

  • Wenn ich das ganze zusammenfassend betrachte, ist das BEV-Thema mit einer ausreichender Anzahl an zuverlässig funktionierenden Lademöglichkeiten (AC und DC) gar keines mehr.


    Und genau der Ausbau passiert ja gerade.

    Das Thema der Ladegeschwindigkeit bleibt.

    Ebenso wie die willkürliche Erhöhung der Strompreise wie hier geschildert.


    Aber man will ja nicht so sein.

    Morgen soll ich mal für einen Tag den neuen etron GT von Audi bekommen.

    Vielleicht kann der mich überzeugen. Mein GTE tut es nicht.

    Man will ja nicht immer wieder von Verbrennerfahrern zu hören bekommen, dass man sich nicht mit der neuen Technik beschäftigt :cool:

  • Das Thema der Ladegeschwindigkeit bleibt.

    Sehe ich nicht so.

    Ob ich nach 300-400 km eine Pause von 5 oder 25 Minuten einlege halte ich für nicht für besonders relevant.


    Im Gegenteil, eine längere Pause fördert eher noch die Verkehrssicherheit.

    Warum ist sie wohl bei LKW-Fahrern sogar vorgeschrieben ;)

  • Zitat

    Was durchaus ein Argument ist. Die wenigsten hier kaufen sich Autos jenseits der 200tkm. Warum da plötzlich soviel Sorge um den Fünftbesitzer herrscht? :sz:


    Zum einen erhöht es auch für denjenigen, der das Auto mit 100-200 TKM verkauft natürlich das Vertrauen in die Haltbarkeit und steigert damit die Akzeptanz. Man darf ja auch nicht vergessen, dass solche Angaben statistische Werte sind und im Einzelfall durchaus deutlich abweichen können, da ist etwas Reserve sicher nicht verkehret. Dann erhöht es den Wiederverkaufswert des Fahrzeuges, da auch der Käufer noch annehmen kann, dass der Akku ihn überleben wird.


    Wenn man etwas weiter in die Zukunft schaut ergeben sich mit deutlich länger haltenden Akkus auch interessante Möglichkeiten. Das der Akku im zweiten leben als Energiespeicher verwendet wird haben wir hier ja schon diskutiert. Sollte Akkus aber wirklich mal 30 Jahre halten, dann wären ja auch Modelle denkbar, in denen der Akku getrennt vom Fahrzeug verkauft wird, zur Zeit ist es ja einer der größten Kostenblöcke. Bei einem neuen Wagen wird dann der alte Akku weiterverwendet. Das kann auch für die Hersteller interessant sein, die Schwelle ein neues Fahrzeug zu kaufen wird kleiner und gleichzeitig die Kundenbindung größer, zumindest wenn die Akkus verschiedener Hersteller nicht kompatibel sind.

  • Sehe ich nicht so.

    Ob ich nach 300-400 km eine Pause von 5 oder 25 Minuten einlege halte ich für nicht für besonders relevant.

    Das halte ich für einen sehr wichtigen und ausgegorenen Erfahrungswert aus deinem BEV Erfahrungsschatz.

    Mich zu mögen ist ein Talent, das nicht jeder hat! :sz::zf: