Elektromobilität - Zukunft, Chancen, Probleme

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  • derzeit weltweit etwa 300.000 Tonnen ohne den Schrott der beim Rückbau alter KKWs anfällt.

    Die Nutzlast für einen Orbit reicht ja nicht um den Müll loszuwerden. Saturn V hatte 120-140t.

    Wenn wir "weiter so" machen kommt bis dahin noch jede Menge dazu.


    Ergo eher unrealistisch. Probleme haben mit einem Versenken in der Sonne eher nur Schwurbler und Flacherdler.


    Jetzt sei mal kein Spielverderber, schließlich rettet ja Elektromobilität auch die gesamt Welt.


    aber mal Ernst, das Problem ist eher ein Physikalisches , angenommen wir bekommen das erstmal in den Orbit,

    denn einfach auf die Sonne zielen und los ist halt nicht, im Prinzip muss man den Flugkörper auf der Kreisbahn um die Sonne so stark abbremsen bzw.

    das die Zentrifugalkraft so klein wird das man nicht mehr von der Sonne weggetrieben wird.


    Ich denke irgendwann wird es Technische möglichkeiten geben, auch 1000 oder sogar tausende Tonnen ins All zu bringen,

    dauert halt nur etwas , aber das Zeug wird ja nicht schlecht :cool:

    _____________________________
    Gruß Rico

  • Elektromobilität ist aus meiner Sicht nur für manche Personen und für bestimmte Situationen geeignet. Das zeigen meines Erachtens ganz gut die ersten Tests mit den e-Reihen großer Hersteller wie Mercedes, BMW, VW (VW, Audi etc.). Zumindest die deutschen Autos bringen da einfach noch nicht die Reichweite mit um beispielsweise als Geschäftsauto (großer Markt) dienen zu können. Bezüglich der Reichweite habe besagte Hersteller im Hinblick auf Tesla noch ein bisschen was aufzuholen. Das sie das können zeigt die schon jetzt viel ausgereiftere Technik bspw. bei der Fahrassistenz.


    Elektromüll, sprich Material und Größe der Batterien und das Thema 'Laden', insbesondere Ladezeiten, wird man denke ich zeitnah in den Griff bekommen. Gerade bei diesen Punkten steht und fällt der weitere Verlauf mit den Rahmenbedingungen, die von der Politik gesetzt wurden bzw. noch gesetzt werden müssen. Da hätten beispielsweise 6000 Euro 'Umweltprämie' besser investiert werden können ; )


    Zukünftig werden Elektroautos und die Elektormobilität m.E. eine immer größere Rolle spielen. Weitere Themen wie Wasserstoff und Elektrolyse sollten dabei nicht aus den Augen gelassen werden. Irgendwann wird auch Elektromobilität nicht (mehr) der Maßstab der Dinge sind.


    Ganz ohne Verbrenner kann (und will :-) ) man sich die Zukunft aber auch nicht vorstellen :) :) :)

  • Zitat

    Das ist sowas von kurzfristig gegenüber unseren Nachkommen. Hauptache ich hab es schön warm. Interessiert mich doch nicht wie der Sch... dann entsorgt wird und tausend Jahre später noch andere verstrahlt.


    Das ist nur ein vermeintliches Argument. Den Müll haben wir sowieso, ob wir jetzt die Kernkraft noch einige Jahre länger nutzen oder nicht macht da keinerlei Unterschied.


    Wenn wir bei uns nicht ideologisch verbohrt wären könnte man sich auch moderne Reaktorkonzepte anschauen und feststellen, dass sie dass, was wir heute als Müll bezeichnen, nutzen können. Endlager wie wir sie heute verstehen wären damit nicht notwendig. Und nebenbei haben diese Reaktoren auch in Sachen Sicherheit deutliche Vorteile.


    Zitat

    Aber bitte nicht vor meiner Haustüre entsorgen.


    Der Braunkohletagebau hier hat mit Sicherheit mehr Radioaktivität zur Folge als ein Kernkraftwerk, warum stört das eigentlich keinen. Davon abgesehen wohne ich weniger als 5km von einem Zwischenlager entfernt und habe da keinerlei Bedenken.

  • Der Braunkohletagebau hier hat mit Sicherheit mehr Radioaktivität zur Folge als ein Kernkraftwerk, warum stört das eigentlich keinen.

    Nicht nur das.

    Wenn du Kippengelände nutzen willst, bist du nicht nur bei massiven Problemen bei der Standfestigkeit. Da der Tagebau das unterste nach oben kehrt hast du schnell Schadstoffe im Boden die da nicht sein sollen.

    Diese Sanierung trägst dann im Zweifel Steuerzahler oder Besitzer.

    Richelsdorf: Arsen auf Grundstücken - Eigentümer für Sanierung verantwortlich | Rotenburg / Bebra


    Vielleicht wäre es doch ne gute Idee das EEG so zu ändern das Altanlagen weiter sinnvoll einspeisen können und nicht sinnfrei rückgebaut werden?

    Vielleicht wäre es sinnvoll Nordlink sofort zu 100% zu nutzen um mehr Ökostrom zwischen zu speichern?

    Vielleicht wäre es sinnvoll noch ein Kabel zu legen um die Kapazität zu erhöhen?

    Vielleicht wäre es sinnvoll auch endlich Batteriespeicher aufzubauen? Es ist schon der absolute Witz das da im privaten Bereich bald 2 GW verbaut sind, die man gar nicht richtig zur Lastregulierung nutzen kann, während die Energieversorger da weiter fleißig nichts tun, um Gründe zu haben, Kohle und KKW möglichst lange laufen zu lassen.:kotz:

  • Vielleicht wäre es doch ne gute Idee das EEG so zu ändern das Altanlagen weiter sinnvoll einspeisen können und nicht sinnfrei rückgebaut werden?

    Jepp. Es hat sich zwar ein bisschen was geändert, aber trotzdem bescheuert. Eigentlich fährt man besser, man macht die alten Platten vom Dach und kauft neue drauf. :kpatsch:

    Selbst wenn man wollte könnte man das nicht mal auf einfachste Weise lösen: Umklemmen, Eigenverbrauch was geht, ggf. Akku zwischenschalten und den Rest verschenk ich wenn´s sein muss an den GV. Geht natürlich nicht, man hat ja schließlich die Anlage 20 Jahre in der Steuer gehabt, auch fleissig dafür Steuern abgedrückt und das wäre dann ja irgendein Vorteil bei Buchwert 1€ wenn man die Anlage übernimmt. Selbst rauskaufen setzen die wohl Werte an, die nicht wirklich erzielbar wären. In 8 Jahren sind wir dran, bin gespannt ob es bis dahin klick macht in der Politik oder ob man weiterhin Aufsichtsratsposten anstrebt.

  • Jepp. Es hat sich zwar ein bisschen was geändert, aber trotzdem bescheuert. Eigentlich fährt man besser, man macht die alten Platten vom Dach und kauft neue drauf. :kpatsch:

    Selbst wenn man wollte könnte man das nicht mal auf einfachste Weise lösen: Umklemmen, Eigenverbrauch was geht, ggf. Akku zwischenschalten und den Rest verschenk ich wenn´s sein muss an den GV. Geht natürlich nicht, man hat ja schließlich die Anlage 20 Jahre in der Steuer gehabt, auch fleissig dafür Steuern abgedrückt und das wäre dann ja irgendein Vorteil bei Buchwert 1€ wenn man die Anlage übernimmt. Selbst rauskaufen setzen die wohl Werte an, die nicht wirklich erzielbar wären. In 8 Jahren sind wir dran, bin gespannt ob es bis dahin klick macht in der Politik oder ob man weiterhin Aufsichtsratsposten anstrebt.

    Das kapier ich jetzt nicht. Anlage hat garantierte Einspeisevergütung für 20 Jahre. Nach den zwanzig Jahren kann ich den Strom nicht selber nutzen?

  • Nach den zwanzig Jahren kann ich den Strom nicht selber nutzen?

    Ja du kannst.


    Wie hat es die nette Dame vom DWI erklärt... es funktioniert vergleichbar so:


    Du baust in deinem Garten Tomaten an.

    Das Gesetz zwingt dich die Tomaten auf dem Markt zu verkaufen. Du bekommst dort 1€ pro Kilogramm und darfst die dann für 5€ das Kilogramm zurück kaufen.

    Vorher musst du dir aber erst ein bestimmtes neues Fahrrad kaufen damit du überhaupt zum Markt fahren darfst.

    Du musst natürlich für den Markt und für den Weg zum Markt erstmal jeweils eine Genehmigung beim Wegbesitzer und Marktbetreiber holen damit du beides nutzen darfst.


    So einfach ist der Eigenverbrauch im EEG geregelt.

    Ist doch cool oder?

  • Das kapier ich jetzt nicht. Anlage hat garantierte Einspeisevergütung für 20 Jahre. Nach den zwanzig Jahren kann ich den Strom nicht selber nutzen?

    Ne. Weil Du hast ja die Anlage über die "Firma" finanziert. Natürlich über die Jahre abgeschrieben, Restbuchwert 1€ nach 20 Jahren. Das heisst aber nicht, dass Du dann die Anlage für 1€ Dir selbst abkaufen kannst oder gar einfach "so" weiternutzen zum Eigenverbrauch. Nenenenene... das wär ja zu einfach. Entweder du verkaufst sie Dir selber zum Marktpreis und versteuerst das dann noch als Einnahme oder einfacher, Du reisst das Teil vom Dach und machst neu.


    So wie es Jörg erklärt kommt das in etwa hin. Man hatte 20 Jahre Zeit sich was zu überlegen in der Politik und hat das immer aufgeschoben und dann maximalkompliziert gestaltet.

    Am einfachsten wäre zum Eigenverbrauch umklemmen, Überschuß ins Netz. Von mir aus für lau oder halt die üblichen 3 Cent oder was der Strompreis so ist. Eigenverbrauch kann man ja recht gut steuern, mit Akku sowieso wie der Thread zeigt. Ich tät ja nicht mal Kohle wollen für den Strom wenn´s wär.

  • Stefan:

    Es gibt schon erste Stadtwerke/Netzbetreiber, die ihren PV-Einspeisekunden so ähnliche Modelle anbieten. D.h. für die eingespeiste kWh einer Ü20-Anlage bekommst du dann halt etwas im unteren einstelligen cent-Bereich. Aber zumindest darf die Anlage einfach weiterlaufen, und darauf sollte es ja letztlich ankommen.


    Halt in nächster Zeit mal Augen und Ohren offen, was dein örtlicher Netzbetreiber seinen Kunden mit Ü20-PV-Anlagen anbieten wird.

  • Wenn das mit Strom halt so einfach wäre, den örtlich zu begrenzen, wie mit Äpfeln, die man wo lagert und entweder selber davon isst oder dem Nachbarn nen Korb mit genau 7 Stück in die Hand drückt.

    Das geht mit Strom halt nur über Zwischenspeicher AKA Akkus und da isses mit der Bevorratung halt nicht so einfach.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Das geht mit Strom halt nur über Zwischenspeicher AKA Akkus und da isses mit der Bevorratung halt nicht so einfach.

    Na klar, mit Akkus auf 4 Rädern :p


    Geld verdienen mit dem E-Auto?: Über Nacht ein Zwischenspeicher - n-tv.de

  • Natürlich natürlich. Strom kann man nicht einfach einfrieren wie kochendes Wasser nach Bedarf.


    Die Netzregelung wird IMHOI viel viel kleinteiliger werden in Zukunft. Nicht mehr nur 10 AKW, 20 KKW und 50 Wasser-KW wo man die ersten 30 eh durchlaufen ließ und die anderen nach Bedarf kurz aus oder ins Netz nahm sondern die Zahl der Erzeuger hat sich ja verzigfacht. Dann kann halt auch nicht mehr der Solardachler einspeisen wie er grad lustig ist auch wenn er denkt, dass seine 7, 8 kw nur ein kleiner Tropfen sind. Genauso gut kann der aber auch voll reinhauen wenn die Nachbarn ringsum alle am Herd stehen. Oder ihre E-Autos anstecken. Vernetzung ist halt momentan noch nicht wirklich. Mein analoger Ferrari(s) kann das nicht wirklich.


    @cephi: Das wird ja gerne gebracht, aber ich glaube, das ist nur eine Einzellösung die nicht für sehr viele funktioniert. Die meisten werden "voll" haben wollen nach dem Anstecken und nicht je nach Vorhaben irgendwie rumstellen wollen, wann voll sein soll und wann genutzt werden kann. Also falls man mal nen Hänger nach Mazedonien ziehen muss spontan oder so. ;)

  • @cephi: Das wird ja gerne gebracht, aber ich glaube, das ist nur eine Einzellösung die nicht für sehr viele funktioniert. Die meisten werden "voll" haben wollen nach dem Anstecken und nicht je nach Vorhaben irgendwie rumstellen wollen, wann voll sein soll und wann genutzt werden kann. Also falls man mal nen Hänger nach Mazedonien ziehen muss spontan oder so. ;)

    Stimmt, interessant ist eher der letzte Satz des Artikels:


    Zitat

    Doch ein Siegeszug der Elektromobile würde [...] in ihrem Fahrwasser eine attraktive Alternative zum „rollenden Zwischenspeicher“ mitschwimmen: die Gebrauchtbatterie. Sind stationäre Stromspeicher heute noch sehr teuer, dürften sie mit einer steigenden Zahl ausgemusterter E-Auto-Akkus deutlich günstiger werden. Und so vielleicht zur ersten Wahl bei Pufferspeichern.

  • Ich bin ja auch so einer, der sich gerne die neueste Technik ins Haus holt. Aber einen Li-Ionen-Akku in dieser Größenordnung würde ich mir niemals in den Keller stellen. Da braucht nur die Ladeelektronik nen Aussetzer haben und dann schläfst du über einer veritablen Brandbombe. Ich hab schon ein schlechtes Gefühl bei den Handy-Akkus, die über Nacht am Ladegerät hängen.


    Solche Speicher sind zwar sinnvoll, haben aber meiner Meinung nach nichts in Wohnhäusern zu suchen.

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
    - Paul Sethe