Photovoltaik + Stromspeicher für den Eigengebrauch

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  • Der WR kann bestimmt mehr, oder? Nur die Batterie kann nicht mehr laden/entladen.


    Bei eine 6,x Kwp-PV würde ein WR mit nur 1,5 Kw kapa nicht viel Sinne machen.

  • Der WR kann bestimmt mehr, oder? Nur die Batterie kann nicht mehr laden/entladen.


    Bei eine 6,x Kwp-PV würde ein WR mit nur 1,5 Kw kapa nicht viel Sinne machen.

    Das sind ja unsere Eckdaten. Wir haben 6,08kWp.

    Wenn ich bei der Batterie in die technischen Daten gucke, kann die wesentlich höhere Lade- und Entladeströme, als der WR liefert. Es soll wohl mit dem Platz und der Abwärme zu tun haben. sagte der Solar-Yogi.


    In der Praxis sieht das so aus: Batterie voll, Backofen an, der zieht 2,3kW, dann kommen 1,5kW aus der Batterie und der Rest aus dem Netz (sofern keine Solarleistung anliegt).

    Das ist in der Tat etwas suboptimal.


    Aber das nächstgrößere System (mit besserem WR) hätte partout nicht mehr bei uns in den Abstellraum gepasst. Selbst das Mini sieht aus wie mit dem Schuhlöffel reingepresst. :sz:

    Die Nachteile, wenn man im Schuhkarton aka Reihenhaus wohnt...

  • Das liegt dann aber an der Leistungselektronik, die die Batterieladung/-entladung steuert, nicht am WR.

    Sonst würdest Du NIE mehr als 1,5 Kw aus der Solaranlage bekommen.

  • Wäre vielleicht auch gut, wenn Du mal vorrechnest, wie DU auf die >30 ct kommst...... ;)


    Das sind immer alles so hingerotzte Behauptungen, ohne darauf einzugehen, wie man zu dieser Behauptung überhaupt kommt.

    Hier mal ein Beispiel:


    10kwh-Akku kostet inkl. Einbau ca. 10000 EUR.


    Hält der Speicher 10 Jahre:

    10000 EUR / (200 Vollzyklen * 10 Jahre * 10kwh * 0,9 Verluste) = 0,56 EUR/kWh


    Hält der Speicher 20 Jahre:


    10000 EUR / (200 Vollzyklen * 20 Jahre * 10kwh * 0,9 Verluste) = 0,28 EUR/kWh


    Zu den 28 bis 56 Cent kommt dann noch die entgangene Einspeisevergütung von aktuell ca. 6 Cent. Weiter negativ wirkt sich die nachlassende Kapazität des Akku aus.


    Liege ich mit den obigen Annahmen irgendwo komplett daneben? Wir können das ja gerne mal mit deinen realen Zahlen rechnen.

  • Liege ich mit den obigen Annahmen irgendwo komplett daneben? Wir können das ja gerne mal mit deinen realen Zahlen rechnen.

    Komplett nicht, denn bei dieser Art "Berechnung" fehlt i.d.R. immer Beträge für vermiedenen Fremdstrombezug.


    Grundsätzlich führen solche "Berechnungen" zu nichts, da jeder seine Position hat, die nicht verlassen wird. Deshalb würde ich es begrüßen, sowas im PV Forum weiterzuführen.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • 10kwh-Akku kostet inkl. Einbau ca. 10000 EUR.

    Beispiele von mir:


    2019 hat die E3DC-Anlage mit 17,5 Kwh NETTO-Kapa ca. 14.500 € gekostet

    2022 kostet die gleiche Anlage knapp 16.000 €.

    Beides incl. Installation


    ABER: Das ist ein jeweils Komplett-System. Enthält also den Wechselrichter und includiert Notstromfähigkeit.

    Müsste man also die Kosten für einen gleichartigen Wechselrichter und ein Notstromaggregat mit mind. 6 KW Leistung gegenrechnen.

    Und E3DC ist nicht die billigste Lösung.


    Mein Schwager hat sich so einen chinesischen Schei++ von BYD installiert. Da lagen die Gesamtkosten für eine 10 Kwh (Brutto) Installation bei 6.500€ ohne WR und NS-Fähigkeit (was meiner Meinung nach viel zu teuer war im Vergleich).


    Was Du außerdem außer Acht läßt:

    - Der Strompreis wird die nächsten 20 Jahre sicher nicht auf dem Niveau von heute oder gestern bleiben.

    - Nachdem der Einspeiseerlös ja stark sinkt mit jedem Monat späterer Inbetriebnahme, erhöht sich die dadurch logischerweise die Lukrativität des Eigenverbrauchs.

  • Komplett nicht, denn bei dieser Art "Berechnung" fehlt i.d.R. immer Beträge für vermiedenen Fremdstrombezug.

    ? Der Preis des Bezugs aus dem Netz ist natürlich die Konkurrenz, darum geht es doch.

  • Beispiele von mir:


    2019 hat die E3DC-Anlage mit 17,5 Kwh NETTO-Kapa ca. 14.500 € gekostet

    2022 kostet die gleiche Anlage knapp 16.000 €.

    Beides incl. Installation

    Im sehr unwahrscheinlichen Fall, dass der Speicher 20 Jahre hält, würde das bei 200 Vollzyklen also auf das folgende rauskommen:


    14500 EUR / (200 Vollzyklen * 20 Jahre * 17, 5 kwh * 0,9 Verluste) = 0,23 EUR/kWh


    23 Cent plus Einspeisevergütung, die lag 2019 bei etwa 10,5 Cent. Ergibt also etwa 33,5 Cent.

    Wenn der Speicher nur die oft angenommen 10 Jahre hält eben 56,5 Cent.


    Ob sich das am Ende rechnet? Ich wäre skeptisch, aber ist ja nicht mein Geld.

  • Wir zahlen ja jetzt schon 39 Cent pro kWh aus dem Netz, nach 27,7 im Vorjahr.

    Wo wird der Strompreis in 10 Jahren denn liegen? Vermutlich nahe einem Euro, wenn es so weiter geht.


    Je nach Ausrichtung und Leistung der Anlage wirst du außerdem auch relativ leicht auf mehr als 200 Zyklen pro Jahr kommen.


    Davon abgesehen, ich betrachte es als Spielerei mit umweltfreundlichem Nebeneffekt. Wenn es sich trägt und leichten Überschuss erzielt, reicht mir das. Besser, als das Geld den Energiekonzernen in den Rachen zu werfen.

  • Im sehr unwahrscheinlichen Fall, dass der Speicher 20 Jahre hält, würde das bei 200 Vollzyklen also auf das folgende rauskommen:


    14500 EUR / (200 Vollzyklen * 20 Jahre * 17, 5 kwh * 0,9 Verluste) = 0,23 EUR/kWh

    Das ist immer noch zu kurz gesprungen.


    Ein Wechselrichter mit 15 kw ist incl. und kostet solo locker mal 2.000 € ohne Installation.

    Gleiches gilt für ein Notstromaggregat, dass auch mit ca 1.800-2.000€ zu Buche schlägt. Ebenfalls ohne Installation.


    Die reinen Batteriekosten, wenn man mal von einem Ersatz ausgeht, liegen bei unserer Installation derzeit bei ca 6.700€.


    Und 4000 Vollzyklen, sollten die Batterien durchaus halten können.

    Bei entsprechend langsamer Ladung/Entladung kann man bei LI-Akkus zwischen 3000 und 7000 Zyklen verlangen.

    Deckt sich auch mit der Garantie von E3DC: 10 Jahre auf mind. 80% der Netto-Kapazität.

  • Aber das nächstgrößere System (mit besserem WR) hätte partout nicht mehr bei uns in den Abstellraum gepasst. Selbst das Mini sieht aus wie mit dem Schuhlöffel reingepresst. :sz:

    Die Nachteile, wenn man im Schuhkarton aka Reihenhaus wohnt...

    Beschwer Dich weiter!


    Und dann fragste Dich ob Du mit Deinem vorherigen Beruf auch da wohnen würdest und wo Du in manchen anderen Städten wohnen würdest. ;)

    Das was Deine Butze gekostet hat - dafür krieg ich hier wahrscheinlich ne 2-Zimmer Wohnung.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Es wird doch jetzt schon daran gearbeitet, die Strompreise zu senken (EEG-Umlage), da man erkannt hat, dass diese so für die Bevölkerung nicht tragbar sind. Mehr Vollzyklen muss man erstmal erreichen. Auf wie viele kommt ihr denn so?


    Den Spielerei-Punkt kann ich übrigens gut nachvollziehen, da hätte ich auch Spaß dran. Ebenso finde ich den Punkt "Notstrom" interessant.

  • Mein Wechselrichter lag bei 1500 EUR, das passt also ungefähr, Notstrom ist ein Zusatznutzen, den viele Batterien nicht bieten.

    Aktuell zahlt man in der Regel 900 EUR pro kWh, bei deinen 17,5 kWh wären wir da bei > 15000 EUR. Bei einem Aufpreis von 6700 EUR für 17,5 kWh hätte ich sofort unterschrieben.

    Hier mal ein Artikel dazu: https://www.solaranlagen-porta…taik/stromspeicher/preise

    Dort wird eine Studie von 2019 verwendet, das passt ja gut für deine Situation:

    Zitat

    Ein Untersuchungsbericht der RWTH Aachen ("Speichermonitoring 2019") weist nach, dass die Preise für Speicher pro Kilowattstunde mit zunehmender Größe sinken.

    • Bis zu einer nutzbaren Speicherkapazität von 5 kWh liegt der spezifische Preis bei 1.747 €/kWh (inkl. MwSt.),
    • bei 5 bis 10 kWh bei 1.348 Euro und
    • bei 10 bis 200 kWh bei 1.212 Euro.

    Da das Brutto ist, wären wir bei ~1000 EUR Netto pro kWh. Wie du auf ~380 EUR Netto kommst, kann ich nicht nachvollziehen.


    Die Anzahl der Zyklen ist häufig nicht das Problem bei den Speichern, sondern die Alterung des Speichers.


    Ihr könnt meine obige simple Rechnung ja gerne mit euren Parametern so anpassen wie ihr wollt (Batteriedegradation habe ich ja schon weggelassen, auch hört man gerne mal von deutlich > 10% Umwandungsverlusten, wenn nur mit relativ geringen Strömen geladen werden kann, ich habe das alles zu "euren" Gunsten ignoriert).


    Übrigens: Jeder Solateur wollte mir einen Speicher verkaufen und keiner ist auf mein Angebot eingegangen mir bitte vorzurechnen, wie sich dieser rechnen soll. Die wissen schon selbst, dass es finanziell mal zumindest schwierig aussieht. Ich wäre im optimalen Fall auf eine schwarze Null gekommen.

  • Da gibt’s sehr viele Variablen wie man auch hier schon sieht.


    Die aktuelle stark gestiegenen Strompreise bringen Speicher natürlich in ein besseres Licht. Ob sie langfristig so bleiben oder gar weiter steigen, ist etwas Lotterie. Viele E-Autos, Wärmepumpen usw. bedeuten natürlich auch viel Nachfrage nach Strom.


    Es kommt halt auch sehr stark an auf den individuellen Stromverbrauch (dann auch noch ob Wärmepumpe/E-Auto vorhanden?) und dann die passende Dimensionierung des Speichers an. Der PV-Ertrag muss auch unbedingt entsprechend vorhanden sein. Und man darf die ganze Anlage nicht zu teuer einkaufen.


    Mit (Voll)Zyklen/Jahr vorab hantieren ist das eine, diese auch hinbekommen das andere. Wie lange dann der Speicher tatsächlich hält, weiß man auch erst im Nachhinein. Hinschreiben kann man als Hersteller viel und die Garantien nach etlichen (meist max 10) Jahren sind auch erst mal so eine Sache.


    Werte aus 2019 brIngen in 2022 nicht viel. Ein 10kWh Speicher kostet aktuell niemals 10k€. Einen 10kWh Senec V1 (inkl. AC Batteriewechselrichter) hat man mir für 7k€ netto angeboten. Ein BYD HVS 10.2 10kWh für 5,5k€ (nur Speicher). Ein Pylontech Force H2 10.66 bekomme ich für 4K€.

    Ein Hybrid-WR, den man dazu benötigt, kostet meist 500-1000€ Aufpreis zu einem normalen WR.


    BYD würde ich nicht als sch*** bezeichnen, warum denn? Nur weil es aus China kommt? Im E3DC werkelt sicher auch nicht alles aus DE.


    E3DC ist letztendlich auch nur ein Speicher, Hybrid-Wechselrichter und etwas Zubehör/Abstimmung aufeinander. Hat übrigens nicht ein mal Schattenmanagement wie nahezu alle aktuellen Wechselrichter sonst. Deswegen braucht man bei Schatten teure Solaredge Leistungsoptimierer für die Module. Will E3DC nicht schlecht machen, nur mal 1-2 Details beleuchten.


    Übrigens bieten mittlerweile einige Hybrid-Wechselrichter Notstromfunktion, so dass man da nicht x Tausender dafür ansetzen kann bei E3DC. Hybrid-Wechselrichter ja, +-2k€ netto kommt da auch gut hin.


    Ich werde wegen kfw40+ letztendlich den 10.66er pylontech Speicher nehmen mit einem Goodwe ET Hybrid-WR. Speicher 4k-1,2k Förderung und WR 1,7k€. Der WR hat Notstromfunktion, obwohl ich ihn nicht unbedingt gebraucht hätte.


    Pandur hat es schon nicht so verkehrt gerechnet. Ich würde aber nicht nur 10% Verluste, sondern auch Degradation mit einbeziehen. Neben der entgangenen Einspeisevergütung auch die USt auf den Eigenverbrauch nicht vergessen, zumindest für die ersten 6 Jahre.


    Ich für mich rechne so, dass es sich nach 10 Jahren oder knapp darüber rentieren muss. Wenn der Speicher darüber hinaus funktionieren sollte, dann ist es nice to have.


    Wobei man den Speicher einfach auch wegen „Habenwollen“ nehmen kann. Ist bei mir letztendlich auch mit der Fall.


    Kann übrigens den Speichertest der HTW Berlin sehr empfehlen. Hatte ich weiter vorne eh schon mal verlinkt.

  • Gibt es für Privatanwender erhältliche Software mit der man die Belegung eines Daches inkl. Materialliste planen kann bzw. Webshops die eine solche Planung anbieten?

    Die Solaranbieter hier geben aktuell keine Angebote ab oder zu unverschämten Preisen.


    Monteure und Elektriker hab ich an der Hand weshalb ich am überlegen bin die Anlage selbst zu installieren und dann eben nur vom Elektriker anschließen zu lassen.

  • Software… Nicht dass ich wüsste.


    Aber du kannst ja ins photovoltaikforum gehen, da unter allgemeinene Anlagenplanung deine Grunddaten wie Dachabmessungen usw. vorstellen und du wirst gut beraten. Mit deinem Elektriker und Monteur kannst es dann entsprechend ausführen lassen. Elektriker vorher schon sichern, weil er essentiell ist für den offiziellen Anschluss der Anlage.