Photovoltaik + Stromspeicher für den Eigengebrauch

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  • Bei E3DC finde ich das wirklich Ärgerliche ja, dass die Anlage dann auch nicht auf Notstrom schaltet (falls die Option installiert ist) obwohl die Batterie ziemlich oder ganz voll war, sondern sich einfach komplett verabschiedet.

    Hmmm - wofür hat man dann eine Notstromfunktion?


    Wenn die Netzfrequenz nicht passt, wäre es ja nur folgerichtig, daß die Anlage damit ein gestörtes Netz erkennt und somit die Notstromfunktion aktiviert. Und laut E3DC-Homepage sollte auch im Notstromfall der Wechselrichter zuschalten können (was bedeuten müsste, daß er auf die interne Frequenz der Notstromversorgung synchronisieren muß).

  • Woran merke ich denn so einen Ausfall?

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Wenn in diesem Fall der gesamte Stromverbrauch weiterhin aus dem Netz bedient wird, dann kann die angebliche Frequenzstörung des Netzes nicht das wirktliche Problem sein. Denn die angeschlossenenen Stromverbraucher kommen ja ganz offensichtlich damit klar.


    Das ganze hört sich für mich eher nach einem Problem des Wechselrichters bzw. der anlageninternen Steuerung an. Wenn der Hersteller es auf Schwankungen der Netzfrequenz schiebt und gleichzeitig die Notstromfunktion nicht aktiviert wird (aber die Endverbraucher trotzdem weiterlaufen), dann widerspricht das meiner Ansicht nach den zugesicherten Eigenschaften der Anlage.


    => Gewährleistungsfall

  • Na ja... Elektroniken sind gegenüber Frequenzschwankungen m.W. deutlich empfindlicher als ´n Herd oder ´ne Waschmaschine.

    Der Support von E3DC hat mir gegenüber das so erklärt, dass die Elektronik des WR eine Sicherheitsabschaltung durchführt, wenn die Netzfrequenz aus dem definierten/zulässigen Rahmen läuft damit die Eltronik keinen Schaden nimmt.


    Ich habe diesen Fall jetzt drei mal in diesem Jahr beobachtet (was nicht heißt, dass es nicht öfter vorgekommen ist).

    Und es waren immer Tage mit schnell und stark wechselnder Bewölkung.

  • Kann schon sein, daß der Hersteller das ganze etwas "übervorsichtig" konfiguriert hat - bei einem SMA Wechselrichter kenne ich das bisher jedenfalls nicht, oder er ist automatisch selbst wieder angelaufen.


    Die eigentlich interessante Frage ist aber, warum das Notstromsystem dann nicht anspringt. Wenn der Käufer schon so viel Geld für ein notstromfähiges System aufgibt, dann sollte es auch funktionieren.

  • Die eigentlich interessante Frage ist aber, warum das Notstromsystem dann nicht anspringt. Wenn der Käufer schon so viel Geld für ein notstromfähiges System aufgibt, dann sollte es auch funktionieren.

    Jepp..... Das ist sicher die nächste Frage, die ich an den Support stelle.

  • Zitat

    wenn die Netzfrequenz aus dem definierten/zulässigen Rahmen läuft damit die Eltronik keinen Schaden nimmt.


    Die Netzfrequenz ist in Europa ja Regelgröße und in der Regel sehr genau (+/- 0,2 Hz). Ab ca. 49 Hz kommt es zu Lastabwürfen. Das die Netzseitige Frequenz regelmäßig das Problem verursachen soll halte ich für eher unwahrscheinlich, insbesondere wenn man nichts von sonstigen Problemen hört.


    Moderne Schaltnetzteile sind bezüglich der Frequenz aber auch nicht besonders empfindlich, dass man bei geringen Schwankungen Probleme mit Haushaltsgeräten bemerkt glaube ich auch nicht.


    Im Zweifel würde ich beim lokalen Netzbetreiber mal fragen, vielleicht gibt es die Messwerte auch Online. Wer es genau wissen will, es gibt auch Datenlogger für Netzspannug & Frequenz.

  • Es ist auch interessant in welche Richtung die Frequenz nicht stimmte.

    Bei Überfrequenz ist es fast zwingend daß der Wechselrichter das Speisen einstellt, weil Überfrequenz ein Zeichen dafür ist daß in den Netzabschnitt zu viel Leistung gespeist wird

    Kofferraum statt Hubraum !

  • ....., weil Überfrequenz ein Zeichen dafür ist daß in den Netzabschnitt zu viel Leistung gespeist wird

    Dafür liegen bei uns natürlich die besten Bedingungen vor. Hier hat ja jeder Bauer mindestens 30 Kwp auf dem Dach, diverse Bauern betreiben auch Biogas-Anlagen und der Rest, so wie ich, haben zwischen 10 und 30 kwp auf dem Dach.


    Der Bauer (also der Netzbetreiber Bauer Netz Gmbh & co KG) weiß im Sommer eh schon kaum wohin mit dem Strom. Dorfen (Versorger e.on) nimmt wohl meistens den Überschuss ab, weil die auch München versorgen, wo es mit dem "Biostrom-Anteil" deutlich schlechter aussieht.

  • Ok, ich sehe es also aktuell wenn es vorkommt, aber es wird nicht aufgezeichnet oder angezeigt?


    Was Überlast angeht, kann ich nicht genau sagen, bei mir hier im Viertel kenne ich 3 PV Anlagen, davon scheint meine die Leistungsstärkste zu sein, ist aber nur eine Vermutung.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Ok, ich sehe es also aktuell wenn es vorkommt, aber es wird nicht aufgezeichnet oder angezeigt?

    Man bekommt das nur "online" mit, außer wenn der Fall eintritt, dass sich das System nicht recovern kann. Dann bleibt es unten.

    Aber mitbekommen tust Du das nur, wenn Du irgendwann feststellst, dass Du auf Netz läufst, obwohl das eigentlich nicht nötig ist.

    Das ist derzeit sicher einer der Schwachpunkte bei E3DC.

  • Dafür liegen bei uns natürlich die besten Bedingungen vor. Hier hat ja jeder Bauer mindestens 30 Kwp auf dem Dach, diverse Bauern betreiben auch Biogas-Anlagen und der Rest, so wie ich, haben zwischen 10 und 30 kwp auf dem Dach.

    Dann würde ich das mal ernsthaft prüfen lassen.

    Denn merke: wenn wegen Netzproblemen nicht gespeist werden kann, hast Du einen Vergütungsanspruch gegen den Netzbetreiber.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Dann würde ich das mal ernsthaft prüfen lassen.

    Denn merke: wenn wegen Netzproblemen nicht gespeist werden kann, hast Du einen Vergütungsanspruch gegen den Netzbetreiber.

    In der Sache sicher richtig, aber weise das mal nach. Das wär mir den ganzen Heckmeck bei 7 ct pro kWh auch nicht wert.

    Sicher sollte es nicht Stand der Technik sein, dass die Anlage immer mal wieder für eine Minute vom Netz geht, aber wenn sie das zwei- oder dreimal am Tag macht (das ist in etwa so das, was ich bisher beobachtet hab), dann überlebe ich das.

  • Es gab dieses Jahr ja mal Netzprobleme bei denen es kurz davor war den Netzverbund teilweise aufzutrennen und da gab es Schwankungen der Netzfrequenz.


    Wenn das ständig passiert dürfte es ein Problem des lokalen Netzbetreibers sein.

    Josef: Evtl. hängst Du mit Deiner Leitung an einem Gebiet mit starken Verbrauchsschwankungen

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Es gab dieses Jahr ja mal Netzprobleme bei denen es kurz davor war den Netzverbund teilweise aufzutrennen und da gab es Schwankungen der Netzfrequenz.

    Es gab dieses Jahr schon zwei Netztrennungen:

    EE hat stabilisierenden Effekt auf das Stromnetz | Gridradar


    Frequenzprobleme gibt es gern zum Stundenwechsel wegen der Börse.

    Zitat

    Die vorangehende deskriptive Analyse untermauert und vertieft die Erkenntnisse aus dem BWK-Artikel. Generell zeigen die Ergebnisse, dass Frequenzabweichungen – anders als allgemeinhin unterstellt – systematischen Schwankungen unterliegen. Besonders stark ausgeprägt sind Schwankungen um den Stundenbruch mit tendenziell positiver Richtung in den Morgen- und tendenzieller negativer Richtung in den Abendstunden, was wahrscheinlich durch Anforderungen von Börsenprodukten getrieben ist.

    Diese Beobachtungen lassen Zweifel an der aktuellen Ausschreibungspraxis für Regelleistung und der Finanzierung von Regelleistungsvorhaltung und -abruf aufkommen:

    https://gridradar.net/de/blog/…alyse_frequenzstabilitaet