Photovoltaik + Stromspeicher für den Eigengebrauch

Registrierte und angemeldete Benutzer sehen den BMW-Treff ohne Werbung
  • Ich würde einen "Speicher" mit 4 Rädern empfehlen. Dafür gibt es überall Fördermittel.


    ^^

    Ist tatsächlich bereits geplant, Ende des Monats werden schon mal zwei Wallboxen installiert.


    Bzgl. Speicher: Wenn die absoluten Befürworter der Photovoltaik hier sehr pauschal davon abraten, dann sollte man das schon ernst nehmen.

    Es gibt im Photovoltaikforum auch Beispielrechnungen dazu, zum Beispiel hier:

    Totaler Neuling will PV Anlage aufs Dach bauen - Seite 4 - Allgemeine Anlagenplanung - Photovoltaikforum

    Dabei kommt man immer auf abenteuerliche Preise für eine kw/h aus der Batterie.

    Siehe zum Beispiel auch hier, wenn auch schon etwas älter:

    https://www.verbraucherzentral…-wirtschaftlichsten-34542

  • Ist tatsächlich bereits geplant, Ende des Monats werden schon mal zwei Wallboxen installiert.

    :top:

    Prima, da ist das Geld deutlich besser angelegt, als in ortsfesten Akkus.


    Stänkerer gibt es halt immer :(

  • Danke Pandur für den interessanten Link :)


    Interessanterweise drängen nahezu ausnahmslos alle Solarteure auf Batteriespeicher, manche sogar richtig penetrant. Norddach ist dann sowieso Ende der Welt für sie.


    Man kann das ganze Thema natürlich aus vielen Perspektiven beleuchten und es fließen schon sehr viele Faktoren ein, die sich auch noch ständig ändern. Ich werde es auch erst im Nachhinein besser wissen, wenn überhaupt :)


    Ich werde auf jeden Fall erst mal ohne Speicher einsteigen, weil nachrüsten kann man den immer noch. Bei mehr PV-Fläche ist das nicht so einfach bzw. dann verhältnismäßig teurer.

  • Wenn damit der Beitrag #35 gemeint ist, sind genau das die Beiträge, welche ich mit "Spezialisten" meinte.


    Die Aussage:


    Zitat

    - Im Winter bekommst du den Speicher nicht voll, da der Generatorertrag schon von der Grundlast weggesaugt wird. Der Speicher wird sich also in den dunklen Wintermonaten Dezember bis Februar nur langweilen und dumm rumstehen.


    - Ein Speicher will aber auch in den Wintermonaten beschäftigt werden; und deshalb wird er sich regelmäßig eine Vollladung aus dem Netz gönnen, damit er nicht ganz so schnell altert.

    kann ich nach bisher 2 Wintern NICHT bestätigen. Ich habe 1 x !!! die Batterie aus dem Netz bewußt geladen, nämlich im Februar diesem Jahres vor dem großen Schneemaulheur um im Ernstfall in den Inselbetrieb gehen zu können. Die Reservekapzität stelle ich im Winter auf 50 % ein, d.h. der Akku wird nie leer, es sei denn, Inselbetrieb läuft und selbst da lädt der Generator bei PV-Ertrag den Akku nach. Kann natürlich nicht jedes System. ;)


    Man kann also sagen, dass der o.g. Kollege nicht wirklich das ganze Spektrum der heutigen technischen Möglichkeiten kennt. Zwar ist der Beitrag von 2019, aber schon da konnte meine Anlage das, was ich heute beschrieben habe.


    Wenn man das so pauschal verurteilt, dann muß ich konseqenterweise auch die gesamte PV in Frage stellen, denn in Zeiten der Dunkelheit steht nicht nur der Speicher leer und dumm rum, sondern hängt auch die PV Anlage dumm und vor allem sinnlos auf dem Dach rum.



    Weiterhin kann ich auch die pauschale Aussage: " nach 10 Jahren ist der Akku tot" nicht nachvollziehen. Wenn dem so wäre, düfte mein System nach nunmehr 2 Jahren problemlosem Dauerbetreib nur noch ca. 80 % Kapazität haben. Es sind aber 99 % !?!

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

    2 Mal editiert, zuletzt von tom01 ()

  • Kann nur bestätigen, was tom01 sagt.


    Selbst in den dunkelsten Monaten leistet der Speicher was. Hier mal die Zahlen, was über den Speicher entladen wurde:

    Nov 20: 240 Kwh

    Dez 20: 105 Kwh

    Jan 21: 131 Kwh

    Feb 21: 265 Kwh


    Nix da von wegen, der Akku steht bloss blöd rum. Natürlich muss man auch eine entsprechend groß dimensionierte PV-Anlage auf dem Dach haben.


    Mit der Hälfte der jetzt installierten PV-Leistung sah es folgendermaßen aus:

    Nov 19: 62 Kwh

    Dez 19: 71 Kwh

    Jan 20: 100 Kwh

    Feb 20: 191 Kwh


    Wie man sehr schön sehen kann, hat auch das Wetter einen nicht unbeträchlichten Einfluss. Aber tatenlos rumstehen tut eine Speicheranlage gewiss nicht, wenn man eine gut dimensionierte PV-Anlage dazu hat.

  • Ihr dürft das natürlich gerne so machen, wie es für euch am besten passt.

    Ich vertraue da als Laie tatsächlich eher den "Spezialisten".

    Grundsätzlich fände ich so einen Speicher aber schon cool, ich mag solche Statistiken und Co.

    Interessant wäre natürlich eine Wirtschaftlichkeitsberechnung von euch. Also in etwa wieviel hat der Speicher gekostet, wieviel konntet ihr im Jahr speichern bzw. entnehmen und was kostet die kWh dann rechnerisch.

    Die Haltbarkeit ist dabei natürlich ein großes Thema. Sind das eher 10 oder 20 Jahre? Die Zeit wird es zeigen. Die Degradation der Batterie dürfte aber nicht linear gehen, sondern mit der Zeit immer mehr Zellen ausfallen, oder?

  • Genau. Der genannte Kollege hat zwar lt. seinen Angaben etwas über 4 kWp PV Leistung zur Verfügung, aber selbst damit wäre ein kleines Speichersystem zu betreiben. Allerdings wären da die Kosten vermutlich doch zu hoch. Mir scheint, da wurde bei eigenem Bau geprüft, als zu teuer befunden und dann nie wieder damit beschäftigt. Na sei es drum, muß Einjeder für sich selbst entscheiden.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • @ Pandur


    Die Frage nach den Kosten für den Akku kann ich Dir nicht beantworten, da das E3DC-Hauskraftwerk ein integriertes Gesamtsystem ist.


    Deshalb kann ich auch nichts zu Preisen insgesamt sagen, da es auch auf örtliche Gegebenheiten ankommt. Bei mir war alles leicht zu bauen und zugänglich, das kann bei Dir ganz anders aussehen. Preise für das Hauskraftwerk kann man googeln, da bekommt man einen Eindruck, wo es hingehen kann.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Weiterhin kann ich auch die pauschale Aussage: " nach 10 Jahren ist der Akku tot" nicht nachvollziehen. Wenn dem so wäre, düfte mein System nach nunmehr 2 Jahren problemlosem Dauerbetreib nur noch ca. 80 % Kapazität haben. Es sind aber 99 % !?!

    Da die meines Wissens 10 Jahre Garantie auf 80% Akku geben, wäre es auch blöd wenn die schon nach 2 Jahren nur noch diese Restkapazität hätten.

  • Also bei mir wurde ein 10kwh Speicher für 7,5k€ netto angeboten.


    Wobei es da heißt dass es 10 Jahre Garantie für 100% der o.g. Kapazität gibt. Und „ausgelegt für bis zu 20 Jahre…“

  • Eigentlich ist es doch ganz einfach:


    Man rechnet mit den identischen sonstigen Parametern einmal mit und einmal ohne Speicher. Verlängert sich mit Speicher die Amortisationsdauer, bedeutet das, daß er die Rendite reduziert und deshalb weggelassen werden sollte.

    Frederic

  • Meinst du bei einer bestehenden Anlage? Dann ist es aber nur noch für die Statistik.


    Weil sonst vorab ist es nicht so einfach. Mit/ohne Speicher hast doch unterschiedliche mögliche Eigenverbräuche, die die Rendite stark beeinflussen. Aber diese im Voraus genau planen?

  • Das Nutzerverhalten / persönliche Umstände spielen auch mit rein.

    Wer Geschirrspüler, Waschmaschine, Trockner, Back und Koch-Orgien in die Sonnenzeit planen kann, spart beim Akku recht wenig weg.

    Wer tagsüber auf Arbeit ist und den Strom eher abends benötigt, wird beim Akku höhere Effizienz haben.


    Übrigens sollte man bei den Solaranlagenbauern nicht vergessen... die brauchen mehrere Kompetenzen.

    Dachdecker, Elektriker, Programmierer, Energieplaner.

    Nicht jeder der die 1a die Panels aufs Dach dübelt hat ne qualifizierte Beratung zum Akku am Start.

  • Eigentlich ist es doch ganz einfach:


    Man rechnet mit den identischen sonstigen Parametern einmal mit und einmal ohne Speicher. Verlängert sich mit Speicher die Amortisationsdauer, bedeutet das, daß er die Rendite reduziert und deshalb weggelassen werden sollte.

    Ganz so einfach ist es eben nicht, da Speicher Ac oder DC seitig eingebunden werden können, was sich auf Verluste auswirkt und damit auf das Ergebniss von Rechnereien.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Also bei mir wurde ein 10kwh Speicher für 7,5k€ netto angeboten.


    Wobei es da heißt dass es 10 Jahre Garantie für 100% der o.g. Kapazität gibt. Und „ausgelegt für bis zu 20 Jahre…“

    Wie gesagt, ich habe ein Gesamtsystem, da ich kein Freund von zusammengestoppelten Einzelkomponenten bin, welche im Zweifel nicht miteinander harmonieren bzw. kommunzieren.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Wie gesagt, ich habe ein Gesamtsystem, da ich kein Freund von zusammengestoppelten Einzelkomponenten bin, welche im Zweifel nicht miteinander harmonieren bzw. kommunzieren.

    Davon kann mein Schwager ein Lied singen. Hat seit 6 oder 7 Jahren ein kleine PV auf dem Westdach und hat die jetzt um einen Speicher von BYD und eine weitere kleine PV auf Ostdach ergänzt. Frag nicht.....


    Für unser in der Planung befindliches Haus habe ich wieder den S10E Pro bestellt mit 19,5 Kwh und diesmal 16 Kwp PV, da wir diesmal ein weitgehend unverschattetes Süddach haben (also nicht genauer ist die Ausrichtung auf ca. 195°) plus Wallbox von E3DC.

    Die Firma wollte mir zwar was anderes verlaufen, da die E3DC WB baw nicht lieferbar ist. Habe ich aber genau aus dem von Dir erwähnten Grund abgelehnt. Hab absolut keinen Bock auf irgendwelchen Schnittstellenprobleme und irgendwelche Frikeleien.

  • Also bei mir wurde ein 10kwh Speicher für 7,5k€ netto angeboten.


    Wobei es da heißt dass es 10 Jahre Garantie für 100% der o.g. Kapazität gibt. Und „ausgelegt für bis zu 20 Jahre…“

    Wobei es da einige Fälle im Forum geben soll, wo die Garantie nichts wert war. Ich habe da aber keine Details, man sollte nur aufpassen.

  • Hier gibt es eine aktuelle Diskussion um für und wider von Speichern mit vielen Berechnungen. Für den ein oder anderen bestimmt interessant:

    Für und Wider einer Speicherlösung - Stromspeicher (Netzparallel) - Photovoltaikforum

    Es wird oftmals davon ausgegangen, dass ein Speicher nur etwas nutzt, wenn er entweder voll oder leer ist, also entladen oder geladen werden kann. Mag für Theoretiker der richtige Ansatz sein, nur in der Praxis ist das ein dynamisches Geschehen. Habe ich z.B. An einem bewölkten Tag 10 kWh PV Ertrag, ist das stündlich vielleicht vereinfacht 1000 Watt Leistung. Ist das dann noch ein Samstag, wo gewaschen und gekocht wird, sind schnell 10 kWh verbraucht. Was passiert also, wenn der Generator grade 1000 Watt liefert, aber die WaMa grade 2600 Watt zieht? Richtig, die fehlenden 1600 Watt kommen aus dem Netz oder wie bei mir, aus dem Speicher. Schaltet die WaMa ab und das Haus zieht dann nur noch 500 Watt, wird der Speicher wieder nachgeladen.


    Ich denke es ist ein Irrtum, bei diesen ganzen Betrachtungen von Vollzyklen auszugehen, die Wahrheit ist ein ständiges dynamisches Geschehen. Ähnlich einem Hybridfahrzeug in Benutzung.


    Habe das schon hier im Thread an anderer Stelle geschrieben, selbst im Januar habe ich nicht 100 % Netzbezug gehabt, wie man vielleicht vermuten mag, sondern nur 70 % des Verbrauches. 30 % hat das System dennoch geliefert, weil jede erzeugte kWh in den Speicher geflossen ist und von da erstmal im Haus verbraucht wurde.


    Durch eingesparten Bezug und Einspeisung zahlt sich die Anlage selbst ab. Und je höher die Strompreise steigen passiert das umso schneller, aber ich wiederhole mich.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Mit Vollzyklen wird meinem Verständnis nach nur gerechnet, die treten so in der Realität natürlich selten auf, aber 4 Viertelentladungen sind eben auch wieder wie eine Ganze.

    Was ich so rausgelesen habe, müsste man in den Bereich von 200-300 Euro pro KW Batteriekapazität kommen, damit sich das lohnt. Das geht heute wohl höchstens mit Förderungen.

    Wie gesagt, wäre interessant mit der Zeit von euren Erfahrungen zu hören.