Ruhestörung / Lärmbelästigung durch Mitbewohner

  • Das ist immer noch der Fall aus dem Eingangsposting des Threads, oder?

    Unfassbar, dass du das schon so viele Jahre lang aushältst. Ich hätte längst aufgegeben und das ausziehen als Option auf den Tisch gebracht. Die Ruhe ist für mich so ziemlich das Wichtigste am Wohnen.


    Ich wüsste nicht, was wir dir da für anderweitige Tips auf den Weg geben könnten. So lange der Mann nicht selbstmordgefährdet oder gefährlich für die Allgemeinheit wird, wird man ihn nicht einweisen. Ich sehe da keinerlei Ansatz und kann dir aus eigenen Erfahrungen heraus auch nur berichten, dass man bei sowas leider selten eine Lösung im Dialog findet (selbst mit gesunden Menschen nicht).


    Tut mir leid, da nichts anderes zu schreiben zu können aber ich merke ja, dass es dir scheinbar nicht möglich ist, dich dauerhaft mit der Geräuschbildung abzufinden, was ich sehr gut verstehen. Aber welche alternativen Tips erhoffst du dir? Bauliche? Rechtliche? Ich hab echt keinen Ansatz....

    Ja, es geht noch direkt um das Eingangsposting.

    Ich bin da recht zäh und habe mich mit vielen Dingen bereits abfinden können. Die Sache ist aber auch die, dass ich selber auch mit der Psyche etwas zu kämpfen habe. Ich wüsste aktuell nicht einmal, wohin es mich verschlagen würde, würde ich umziehen wollen. Das würde dann tatsächlich nur den näheren Umkreis betreffen, da ich mit der aktuellen Wohnlage so wunderbar zurecht komme. Kurze Arbeitswege, perfekte Verkehrsanbindung, Vieles fußläufig erreichbar, verkraftbare Parkplatzsituation, bezahlbare Miete. Und ich bin einmal komplett eingerichtet inkl. extra dafür angefertigter Küche - die war auch nicht so billig.

    Ich bin durchaus kompromissbereit, aber auch das hat natürlich Grenzen. In diesem Fall ist es dieser eine unangenehme Kompromiss. Woanders lauern andere oder vielleicht sogar mehr Kompromisse. Darauf hätte ich auch keine Lust.

    Am liebsten würde ich mich mit der Person (oder seiner Mutter) auseinander setzen und auf diesem Weg eine Lösung erreichen. Da ich das aber für aussichtslos halte, habe ich es noch nicht in Angriff genommen. Eigentlich würde ich mir nur Hoffnung wünschen, dass es sich in Zukunft bessert oder diese Person vielleicht adäquater in einem Heim betreut wird. Mir liegt es nicht nahe, diese Person aus der Wohnung zu ekeln oder anzuschwärzen. Hoffnung und Verständnis sind mir wichtiger. Dennoch ist es natürlich verständlich, dass dies keine Dauerlösung sein kann.

    Ferner weiß ich nicht einmal, wie es um meine weitere Zukunft bestellt ist. Mit Familie usw. würde mir meine Zweiraumwohnung eben auch nicht mehr ausreichen, dann wäre der Umzug sowieso gesetzt.

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.


    (ehemals freakE46)

  • Wenn ich mal überlege, wie oft ich im Leben schon umgezogen bin. War nie ein Problem. Klar gab es auch mal eine Wohnung, die man nicht nochmal mieten würde aber in Summe war das immer ziemlich passabel. Ein paar Euro für die Küche etc. wiegen doch die Erfahrungen, die du dort machst, nicht auf.

    Viele Grüße
    Oliver
    (formerly known as Powerboat3000)

  • "Rex" ist ehemals "freakE46" bzw. Dan? Wird immer schwieriger hier durchzusteigen?!


    Tipp: Bei Umbenennung des Usernamens wäre ein temporärer Verweis auf den alten Usernamen in der Fußzeile hilfreich ;-)

  • Habe ehrlich gesagt auch zweimal hinschauen müssen..... da habe ich es irgendwie etwas deutlicher visualisiert.

    Viele Grüße
    Oliver
    (formerly known as Powerboat3000)

  • "Rex" ist ehemals "freakE46" bzw. Dan? Wird immer schwieriger hier durchzusteigen?!


    Tipp: Bei Umbenennung des Usernamens wäre ein temporärer Verweis auf den alten Usernamen in der Fußzeile hilfreich ;-)

    Wenn du in Zukunft dann "Frank" heißt, blicke ich immer noch durch, weil ich den Avatar sofort erkenne. 😉

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    (ehemals freakE46)

  • Mein Senf zum Thema: entweder es stört Dich genug, dass Du etwas veränderst. Dann los und nicht lange fackeln. Oder Du bevorzugst die Bequemlichkeit. Dann darfst Du Dich nicht beschweren. Es wird niemand kommen und Dich in eine neue Wohnung tragen. Und auf natürlichem Wege wird sich das Problem wohl auch nicht lösen, oder ist der Nachbar alt, ähh ich meine XXX? ;)

  • Mein Senf zum Thema: entweder es stört Dich genug, dass Du etwas veränderst. Dann los und nicht lange fackeln. Oder Du bevorzugst die Bequemlichkeit. Dann darfst Du Dich nicht beschweren. Es wird niemand kommen und Dich in eine neue Wohnung tragen. Und auf natürlichem Wege wird sich das Problem wohl auch nicht lösen, oder ist der Nachbar alt, ähh ich meine XXX? ;)

    Das Problem ist, dass es eigentlich nur eine Lösung gibt, die für mich allerdings keine ist. Aus diversen Gründen. Dass man dann zögert, ist doch wohl eigentlich (selbst)verständlich. Man geht immer den Weg des geringsten Hindernisses...

    Es kommt auch immer sehr darauf an, wie intensiv das Problem ist. Es gibt Tage, da ist soweit Ruhe. Das ging selbst über einige Monate und Jahre oft problemlos. Wenn ich mal für kurze Zeit mit diesem Lärm konfrontiert werde, bringt mich das nicht aus der Fassung. In den letzten Wochen ist es nur eben meistens so extrem.

    Der Punkt ist auch, dass ich mich in meiner Bequemlichkeit kaum traue, einen "Angriff" zu starten, der es vielleicht nur noch schlimmer macht. "Verschlimmbessern" ist nicht mein Ziel. Meistens hält man es ja aus...

    Und ehrlich muss ich auch sein: In Sachen Lärm bin ich auch nicht immer so brav, ab und zu muss ich eben doch mal Gitarre üben. Meistens zwar nur akustisch, aber einen Verstärker habe ich auch, der genutzt werden möchte. :m: Bis jetzt gab es in den Jahren dazu auch keine Beschwerden, aber vielleicht hat sich da auch noch niemand getraut. :duw:

    Und warum darf ich mich nicht beschweren? Die hauptsächliche Intention des Threads war es, sich mal den Frust von der Seele zu schreiben. Niemand sonst weiß davon, der Thread hat diese Info weltexklusiv. :party:

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    (ehemals freakE46)

  • Frage doch mal bei deinem Vermieter an, vielleicht bekommt der ja irgendwann eine Wohnung in der Nähe frei.

    Und wenn es ein, zwei Jahre dauert ist ja auch nichts verloren.

    Kofferraum statt Hubraum !



  • Und warum darf ich mich nicht beschweren? Die hauptsächliche Intention des Threads war es, sich mal den Frust von der Seele zu schreiben.

    Und das ist in Ordnung. Aber davon allein wird's nicht besser.

    Ich kann Dich sehr gut verstehen, für mich gibt's nichts Schlimmeres als in meinen eigenen vier Wänden die Geräusche anderer Menschen hören zu müssen. Das ist für mich schlimmer als Autolärm oder ne Bahnstrecke neben dem Hotel zu haben (was in meinem Stamm-Hotel in Trier der Fall ist).

    Aber da gibt's eben nur zwei Möglichkeiten.

    Unverbindlich nach Wohnungen zu gucken kann jedenfalls nie schaden. Trau Dich aus der Komfortzone. ;)

  • Umziehen ist heutzutage eben nicht so einfach für jeden. Erstens wegen innerer Blockaden und zweitens wg. dem Finanziellen.


    In München zum Beispiel zieht so schnell gar keiner um - außer man ist bereit , und das ist sowohl für den Mieter als auch für den Käufer so- deutlich tiefer in die Tasche zu greifen.


  • Umziehen ist heutzutage eben nicht so einfach für jeden. Erstens wegen innerer Blockaden und zweitens wg. dem Finanziellen.


    In München zum Beispiel zieht so schnell gar keiner um - außer man ist bereit , und das ist sowohl für den Mieter als auch für den Käufer so- deutlich tiefer in die Tasche zu greifen.

    Ja, das ist hier in Dresden nicht sehr viel anders. Ich habe da noch das Glück in einer Mietwohnung einer Wohnungsbaugesellschaft zu wohnen, bei der ich einmal einen Mitgliedsbeitrag bezahlt und die notwendige Anzahl an Genossenschaftsanteilen habe. Wenn es ginge, würde ich dann auch bei dieser Gesellschaft bleiben wollen. Das schränkt dann aber die Auswahl wiederum ein - die Gesellschaft hat Wohnungen im gesamten Stadtgebiet und die in Frage kommenden Wohnungen in der Umgebung müssten erst einmal frei sein.

    Umziehen bedeutet nicht nur neue Möbel (weil nicht jedes Möbelstück den Umzug schadfrei überlebt oder aufgrund anderer Abmessungen) und u. U. eine neue Einbauküche (Adieu, Ersparnisse!), sondern auch neues Vorrichten (ich habe meine Wohnung selbst vorgerichtet und damit Miete gespart), u. U. einen höheren Mietpreis (Neuvermietungen dürfen bis zu einem gewissen Rahmen steigen, was gern von so manchem Vermieter auch in der Phase der aktuellen Wohnungsnot hemmungslos ausgenutzt wird) sowie viel Buckelei. In meiner alten Wohnung hatte ich wenigstens noch einen Aufzug, jetzt nicht mehr. Halbwegs erträglich wäre der Umzug nur, wenn die neue Wohnung auch einen Aufzug hätte. Den haben in meiner Wohngegend aber auch nur die neu gebauten Häuser, die ensprechend von anderen Investoren vermietet werden und vermutlich eine deutlich höhere Miete aufweisen. Da geht mir der ganze Aufwand dafür echt zu weit, bevor ich nicht wenigstens noch andere Schritte eingeleitet habe, dass sich die Situation langfristig bessert.

    Aktuell sieht es halt immer noch so mies aus. Zu jeder Uhrzeit am Tag, also auch nachts um 2, 3 oder 4 Uhr, muss man mit diesen Geräuschen leben, die weder Anfang noch Ende kennen. Die eine Nacht war das echt hart, wenn du deswegen nicht einschlafen kannst. :mad:Seltsamerweise ging es die letzten Jahre immer noch ganz gut, da war es bei weitem nicht so schlimm. Da gab es mal ein paar Tage, aber die waren schnell überstanden. Meine Hoffnung ist ja, dass das, was war, auch wieder wird. Zwischenzeitlich gab es auch dieses Jahr unbedenkliche Tage. Ich wüsste halt gern mal, womit das zusammenhängt und welche Maßnahmen somit der Ursache bzw. den Symptomen entgegenwirken können. Ich kann mich nicht damit abfinden, dass das normal ist. :rolleyes:

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.


    (ehemals freakE46)

  • Wenn das eine Erkrankung ist kannst Du gar nix machen.

    Das hängt dann ggf. auch mit diversen psychischen und physischen Zuständen zusammen, dass man nicht mal ne Voraussage treffen könnte wann es schlimmer ist.


    Sorry, aber Du kannst nur

    a) akzeptieren

    b) umziehen

    Klar kannst Du theoretisch mit ner Klage was probieren weil auch wenn jemand krank ist berechtigt den das nicht, dass dadurch in seiner Umgebung ein Dutzend Leute ebenfalls krank wird - aber das bringt nur jahrelangen Ärger und Stress.


    Ich hatte das auch mal .

    Ich habe ca. 15 Jahre in einer Wohnung gelebt bis die neuen etwas lauteren Nachbarn eingezogen sind

    Zu der Zeit hatte ich eh grad Probleme und stand kurz vor nem Burnout - Du kannst Dir vorstellen wie mich der Lärm von unten genervt hat.

    Dazu kam noch, dass ich in den 15 Jahren nie ne Mieterhöhung bekommen habe.

    Trotzdem war dann nach einiger zeit klar, dass ich da definitiv ausziehen werde. Ich hab zu der Zeit zwar eh nach ner ETW gesucht, aber wenn ich da nix gefunden hätte wär ich trotzdem verschwunden - und ich hätte sicher danach das doppelte für die gleiche Wohnungsgröße gezahlt.


    Georg

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Sorry, aber Du kannst nur

    a) akzeptieren

    b) umziehen


    Meine Rede.

    Aber so wie sich Rexens Ausführungen anhören, ist der Leidensdruck momentan noch nicht groß genug, oder er redet sich die Wohnung schön.

    Mein Tipp: guck mal unverbindlich nach Wohnungen. Wenn da was dabei ist, was Dich "anfixt" und ins Budget passt, nicht lange fackeln.

    Für den Umzug kann man auch günstig ein Unternehmen beauftragen.

  • Genau.

    Alternativ an der Uni/FH ein paar Studenten zur Umzugshilfe beauftragen.

    Dort sind solche Angebote oft am schwarzen Brett.

  • Gibt's myhammer noch? Das hat früher (TM) auch ganz gut funktioniert.

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!