Ruhestörung / Lärmbelästigung durch Mitbewohner

Registrierte und angemeldete Benutzer sehen den BMW-Treff ohne Werbung
  • Ich befinde mich leider nicht in der komfortablen Lage, in einem eigenen Haus zu wohnen und muss daher mit einer Zweiraum-Mietwohnung vorlieb nehmen. Die Mitbewohner kann man sich da nicht aussuchen.


    Der Titel liest sich so oberflächlich, dabei geht es noch sehr viel tiefer: In den menschlichen Verstand nämlich. Seit einiger Zeit - aber nicht bereits seit dem Einzug (vor ca. 2,5 Jahren) - höre ich unter mir seltsame Geräuche in Form von Schreien, Tierlauten (hört sich nach Ziege an), das Wörter "Scheiße" und "Aua" fallen gelegentlich und es gibt extrem abscheuliches, kratziges Husten. Diese Laute treten in Phasen auf, das können mal 15 Minuten sein oder auch mal mehrere Stunden, in denen sie aller ein paar Sekunden auftreten und man praktisch kaum mal eine Minute ohne sie auskommt.


    Mein Verdacht verfestigte sich: Tourette-Syndrom. Eine sehr hässliche psychische Erkrankung, die viele Gesichter zeigt. Aber ohne Vieraugen-Gespräch kann ich das natürlich nicht verifizieren. Dazu fehlte mir bislang der Mut, da ich diese Person als ziemlich unangenehm empfinde. Kurz nach meinem Einzug hat er sich - mehr oder weniger unfreundlich - bei uns beschwert, weil wir bis Viertel nach 20 Uhr noch am neu gekauften IKEA-Kleiderschrank hämmerten. Unschön, aber das konnte wirklich nicht warten...


    Naja, und jetzt habe ich doch mal den ganzen Mut zusammen gekratzt. Die Geräusche nerven wirklich tierisch - da ist mir Musik über Zimmerlautstärke deutlich lieber (sofern es nicht Helene Fischer ist :crazy:) - und was getan werden muss, muss getan werden. Jedenfalls würde ich mal behaupten, dass sich mein Verdacht leider bestätigt.

    :(

    Bis auf "Keine Ahnung" konnte ich ihm nichts entlocken, die Tics konnte man gut sehen und sprechen fällt ihm auch sichtbar schwer. Mit den Zeilen, die ich hier schreibe, ist er akustisch wieder einmal sehr präsent durch sein Schreien (was allemal "angenehmer" klingt als dieses Husten).


    Ich muss mir das Ganze wirklich mal von der Seele schreiben, da es mich an manchen Tagen schon extrem psychisch belastet, mir keine Erholung ermöglicht und meine Konzentration und mein Wohlbefinden bisweilen so stark einschränkt, dass ich auch schon das Wort "Mietminderung" vor Augen habe. Ich bin aber kein Egozentriker und möchte natürlich auch Verständnis aufbringen, dafür war vor allem das "Gespräch" - ich meine natürlich die Visite - notwendig. Aber was kann ich da tun? Wenn sich das nämlich noch so weiter zieht, muss ich durchaus an Auszug denken, denn das halte ich nervlich nicht mehr ewig aus. Dabei schätze ich die preislich angemessene Wohnung vor allem wegen der infrastrukturell hervorragend gelegenen Lage. Und in Dresden sucht es sich auch nicht mal eben eine vergleichbare Wohnung mit ähnlichen Pluspunkten, wie sie meine aufweist.

    :rolleyes:

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

    3 Mal editiert, zuletzt von Rex ()

  • Entweder du tolerierst deinen Nachbarn oder du ziehst aus. Eine andere realistische Möglichkeit sehe ich nicht.


    Eine Mietminderung ist rechtlich nicht möglich. Und der Mann kann die Lärmbelästigung auch nicht abstellen.


    Sehe ich rechtlich ähnlich wie bei Kinderlärm.

  • Mit dem Tolerieren übe ich mich schon die ganze Zeit. Mal klappt es ganz gut, mal nicht so sehr.

    :(

    Der Auszug wäre erst Plan B. Oder (wenn ich mal etwas "schwarz" sein darf) der Zahn der Zeit regelt es...


    Ich weiß, die Lärmquelle kann nicht abgestellt werden, wobei es ja durchaus Chancen gäbe, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Warum ist rechtlich in Sachen Mietminderung da nichts möglich? Das ginge ja sogar im Urlaub im Hotel, wenn vor dem Fenster Baustellenlärm die Erholung trübt.


    Kinderlärm? Liebend gern, würde mich weitaus weniger nervlich belasten.

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

  • Warum ist rechtlich in Sachen Mietminderung da nichts möglich?

    Ohne jetzt irgendeine Ahnung zu haben, aber wenn die Ursache nachweislich eine Krankheit ist, denke ich kaum, dass eine Mietminderung rechtlich standhält.

    Der Zentralrat der Taschendiebe fordert die sofortige Abschaffung sämtlicher Corona-Regeln - vor allem der Abstandspflicht! ^^

  • Ohne jetzt irgendeine Ahnung zu haben, aber wenn die Ursache nachweislich eine Krankheit ist, denke ich kaum, dass eine Mietminderung rechtlich standhält.


    Wie gesagt: Das ist ja auch nicht mein Anliegen, das Problem beseitigt sie ja nicht. Die Mietminderung würde lediglich dafür stehen, wie hoch der empfundene "Wert" dieser Mietanlage ist - unabhängig von der Ursache betrachtet.

    :o

    Deswegen würde ich mir auch keinen Anwalt suchen, um diese sicherlich in der Tat nicht rechtswirksame Minderung einzuklagen. Die Krankheit ist meinerseits ein Verdacht, wobei es meines Erachtens unhaltbar ist, dass die Laute bewusst und mit voller Absicht gesteuert werden. Da bleibt also doch nur der erste Verdacht...

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

  • Es liegt hier womöglich tatbestandsmäßig eine Lärmbelästigung vor. Doch rechtlich genügt das nicht, um dagegen vorgehen zu können.


    Es kommt auch immer darauf an, ob diese Störungen vermeidbar sind. Inwieweit Störungen durch den Mitbewohner eingeschränkt werden können, müsste ggf. ein Gutachten erklären.


    Unterm Strich bleibt aber auf jeden Fall, dass die unvermeidbaren Störungen hingenommen werden müssen. Das geht sicher auch nicht grenzenlos, aber in so einem Fall würde ich das annehmen.


    Finde ich letztlich auch korrekt. Unsere Gesellschaft sollte/muss eben auf kranke Menschen im Rahmen der Möglichkeiten Rücksicht nehmen, und das betrifft eben auch unvermeidbare Störungen durch Lärm.


    Und insofern liegt dann auch kein Grund für eine Mietminderung vor, da der Vermieter diese Störungen nicht zu vertreten hat und von den anderen Mietern hinzunehmen sind.


    Ich würde die Problematik auf jeden Fall einmal eingehend mit dem Herrn besprechen, damit er zumindest erstmal von der Intensität der Störung erfährt. Es ist zumindest die Chance auf eine Besserung, aber das weiß man erst nach dem Gespräch.

  • Ich muss mir das Ganze wirklich mal von der Seele schreiben, da es mich an manchen Tagen schon extrem psychisch belastet, mir keine Erholung ermöglicht und meine Konzentration und mein Wohlbefinden bisweilen so stark einschränkt, dass ich auch schon das Wort "Mietminderung" vor Augen habe. ....


    Mietminderung heilt die Seele? Ist das wirklich der richtige Ansatz?

  • Mietminderung heilt die Seele? Ist das wirklich der richtige Ansatz?


    Nein, das habe ich so auch nicht geschrieben. Die Mietminderung würde lediglich für den - unabhängig von der Ursache betrachteten - Wertverlust stehen. Die Seele ist dagegen erst zufrieden, wenn es (hinreichend) aufhört.


    Und leider glaube ich, dass es immer schlimmer wird - zumindest zeitweise. Gerade ist Ruhe, angenehme Stille, ich höre das Vogelzwitschern und selbst draußen die Baustelle ruht.


    Das sah heute morgen leider anders aus. Unsanft wurde ich 5.19 Uhr geweckt, obwohl ich noch gute 4 Stunden länger schlafen wollte. Dabei war er auch bis kurz vor 1.55 Uhr zu hören gewesen, als ich zu Bett ging (da war dann endlich Ruhe). Etwa eine halbe Stunde lang war es mir nicht möglich, wieder einzuschlafen, da man bei jedem Schrei etc. leicht erschrickt und der Puls steigt. Das war das erste Mal, dass es mir den Schlaf geraubt hat.


    Klar, ich muss damit klar kommen. Aber ich habe ein eigenes Leben und beruflich schon genug Stress an der Backe. Lärm ist nicht gerade dafür bekannt, Stress zu mindern.

    :rolleyes:

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

  • Ich fürchte da hilft nur Auszug.

    Populisten sind jene Menschen, die einen Spaten Spaten und eine Katze Katze nennen.
    William Shakespeare

  • Ich fürchte da hilft nur Auszug.


    Das befürchte ich auch. Zu dieser Entscheidung werde ich aber bestimmt erst kommen, wenn ich durch die Lärmbelästigung komplett wahnsinnig geworden bin. :crazy:

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

  • Bei uns wohnt auch einer im Haus (unter mir). Da hatte ich die identische Vermutung. Allerdings immer nur Ausraster mit Gebrüll; Fluchen; Türen zuschlagen; etc. an einem fixen Wochentag + Wochenende. Mittlerweile bin ich eher bei Alkohol oder Alkohol in Kombination mit dem genannten Syndrom. Anders kann ich es mir nicht erklären.

    Nervt zwar schon mal, aber stören tut es mich bisher nicht. Anders sieht es vielleicht bei einem Nachbar im Haus aus, der direkt neben ihm wohnt. :crazy: Diese Ruhestörungen sind in unserem Haus bekannt und der Hausverwalter bat nun um Führung eines "Lärmprotokoll", sowie bei Bedarf das Hinzuziehen der Polizei.

    Ich sehe es recht gelassen aber verstehe auch, wenn sich jemand daran stört.

  • Das befürchte ich auch. Zu dieser Entscheidung werde ich aber bestimmt erst kommen, wenn ich durch die Lärmbelästigung komplett wahnsinnig geworden bin. :crazy:


    Ich vermute in dem Zustand würde es Dich nicht mehr stören :crazy: .....


    Trotzdem: Schönen Tag
    WRL

    “Entwicklungshilfe nimmt das Geld der Armen in den reichen Ländern und gibt es den Reichen in den armen Ländern.” (Achmed Mohamed Saleh, Journalist aus Tansania)

  • Ich glaube hier hilft nur Auszug. Gleich anfangen zu suchen. Vielleicht findet sich eine gleichwertige oder zumindest ähnliche Unterkunft.


    Wenn Du erst kurz vor dem eigenen Wahnsinn anfängst zu suchen, landest Du garantiert in einer Absteige.

  • Und vor allem sollte man so eine Belastung nicht unterschätzen.
    Auch wenn es aktuell nur nervt oder stresst - der Körper merkt sich das und zählt innerlich schon den Countdown runter. Das merkt man leider oft dann, wenn die innere Belastbarkeitsgrenze bereits unter 20% gesunken ist, weil der Körper dann schalgartig von "funktioniert problemlos" auf den Status "ich mag nicht mehr und klappe zusammen" umschaltet.
    Ich sag das (natürlich mit anderen Streßfaktoren) aus eigener leidvoller Erfahrung die mich fast 2 Jahre gekostet haben.

    :(



    Georg

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Die Möglichkeit eine technischen Lösung wie z.B. einer Schalldämmung existiert nicht ?

    "Bitte ohne Speck und Eier !"

    Manfred, 53, Trucker - bestellt sich gerade eine Frau aus Thailand ...

  • Ich würde einfach mal bei der Verwaltung nachfragen - vielleicht haben die eine Idee - und nicht das Murphy zuschlägt und vielleicht Dein Nachbar ohnehin ausziehen möchte ??


    btw: Verwaltungen stehen auf sog. Lärmprotokolle - einfach man notieren wann und wie oft, wie laut....


    Ich weiß nicht, wie bei Euch die Wohnungssituation so ist....ist ja auch nicht immer ganz einfach "schnell" was Neues zu finden...

  • Bei uns in der Nähe gibt es ein typisches altes Münchner Einfamilienhaus aus den 50er Jahren, ca. 40m Luftlinie entfernt.


    Die Gegend besteht nur aus kleineren Einheiten (meist nur 1 bis 2, max. 10 Fam. Häuser) mit, für Stadtverhältnisse, extrem großen Gärten von teilweise bis zu 1.500qm.


    Dieses Einfamilienhaus wurde jahrzehntelang von einem Ehepaar bewohnt und akribisch gepflegt. Scheinbar ist das Paar inzwischen verstorben oder im Heim. Das Haus stand eine Weile leer und verwahrloste etwas.


    Nun wurde das Haus an eine WG vermietet, es kleben 5 - 6 Klingelschilder, auf Malerkrepp geschrieben, am Eingang. Ich nehme an an Studenten. Das dürfte lukrativer sein als das Haus im Ganzen zu vermieten, noch dazu wo es etwas runtergekommen ist. Vielleicht ist es auch nur eine Übergangslösung bis neu gebaut wird.


    Seitdem ist da jedenfalls fast jede Nacht Party, mal mehr mal weniger - und zwar im Freien. Das Ganze mit Feuertonne, Alkohol und lautem Geschreie.


    Das Ganze geht manchmal von abends 20 Uhr bis morgens auch gerne mal 5 Uhr.


    Wenn man bei offenem Fenster schlafen möchte hat man ohne Ohropax verloren.


    Der Witz ist, dass sich scheinbar bisher entweder keiner beschwert hat bzw. Beschwerden keinen Erfolg hatten. Man hört aber auch niemanden mal Ruhe schreien nachts. Bei uns in der Gegend ist es nachts eher mucksmäuschenstill.


    Im direkten Umfeld des Hauses befinden sich teure Wohneinheiten, die sowohl von Eigentümern als auch Mietern bewohnt werden (ETWs kosten hier in der Gegend seit Jahren ab 6.000 Euro/qm, Häuser sind nur für Top-Bonitäten erschwinglich).


    Ich verstehe Dich also sehr gut. Ich sehe aber auch, dass die Toleranz mancher Mitmenschen scheinbar grenzenlos ist.


    Dein Fall ist speziell, ja. Aber Du siehst auch an meinem Beispiel, dass Lärm toleriert wird (Krankheit hin oder her).


  • Erst einmal danke für das Feedback!


    Ich vermute in dem Zustand würde es Dich nicht mehr stören :crazy: .....


    Trotzdem: Schönen Tag
    WRL


    Ich arbeite stark darauf hin. :crazy: Aber jetzt mal ohne Flachs: Irgendwann spinnt das Gehirn so weit, dass man sich diese Geräusche bereits einbildet oder glaubt zu hören - ähnlich wie beim Schmerzgedächtnis also ein Geräuschgedächtnis.


    Aber jetzt, wo ich die Ursache eher ergründet habe, stört es mich in der Tat weniger, ich bin sowieso Mr. Tolerance. Vor einigen Wochen dachte ich mir auch nur "Bitte trinke weniger oder gehe mal zum Arzt wegen deines Hustens". Aber das ist ja nun doch etwas komplizierter...


    Dir ebenso einen schönen Tag!


    @ Chrissy


    Ich werde es bestimmt mal der Verwaltung mitteilen und sicherlich auch mal mit seiner Mutter reden, die im gleichen Haus in einer anderen Wohnung wohnt - da ein Gespräch mit der Person ja leider nicht möglich war und ich mir zum Zwecke besseren Verständnisses mehr Informationen erhoffe. Ich möchte mich nicht zu sehr einmischen, aber natürlich wäre ich sehr dankbar, wenn es nicht mehr so gehäuft auftritt und man nach Lösungsmöglichkeiten greift. Sicherlich schämt er sich auch dafür und ist deshalb praktisch 24/7 in seiner Wohnung, kann ich ja auch verstehen. Aber wenn man da nicht therapeutisch eingreift, wird es nur noch schlimmer. Das möchte ich daher betonen, da zu Beginn (also nach meinem Einzug) diese Probleme eigentlich noch nicht auftraten.


    @ irvin99


    Suchen schadet nicht, aber das werde ich vorher mit der Wohngesellschaft bereden. Argument A war die Lage und beim Mietpreis sollte sich auch nicht viel ändern. Eigentlich hatte ich geplant, ca. 5 Jahre hier zu bleiben (da es sich erst dann rechnet, dass ich die Wohnung selbst hergerichtet habe). Da wären also noch 3 Jahre voller Qual und Elend, die vor mir liegen.

    ;)


    Nein, aktuell komme ich schon besser damit zurecht, wenn es nicht gerade so bescheiden abläuft wie heute morgen. Ich hoffe ja, dass das die Ausnahme bleibt und da ich ohnehin in der Regel früh aufstehe, bekomme ich das um diese Uhrzeit auch wohl selten mit. Ansonsten hilft am Tag sicherlich, mal selbst in die Klampfe zu hauen, da dies ungemein beruhigt und ich dann nur Klänge höre, die mir gefallen.

    ;)


    @ Georg


    Zeitweise habe ich mich in der Tat so gefühlt, wie du das beschreibst. Da hätte ich am liebsten selbst laut rumgeschrieen. Ich trage es wohl besser mit Humor und Toleranz. Ich dachte erst, dass das Haus so hellhörig wäre, aber von anderen Mietern höre ich praktisch nie etwas - wie ausgestorben.

    :D


    @ Rollo


    An Schallisolierung hatte ich auch schon gedacht. Inwiefern da allerdings Möglichkeiten bestehen, lässt sich aus meiner Position nur mutmaßen. Allzu sehr möchte ich mich nicht einmischen, aber ich warte mal folgende, hoffentlich klärende Gespräche mit der Hausverwaltung und seiner Mutter ab.

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

  • Es liegt hier womöglich tatbestandsmäßig eine Lärmbelästigung vor. Doch rechtlich genügt das nicht, um dagegen vorgehen zu können.


    Es kommt auch immer darauf an, ob diese Störungen vermeidbar sind. Inwieweit Störungen durch den Mitbewohner eingeschränkt werden können, müsste ggf. ein Gutachten erklären.


    Unterm Strich bleibt aber auf jeden Fall, dass die unvermeidbaren Störungen hingenommen werden müssen. Das geht sicher auch nicht grenzenlos, aber in so einem Fall würde ich das annehmen.


    Ja, ich nehme es auch so hin und ggf. rechtliche Schritte oder ein Gutachten ziehe ich aktuell noch nicht in Betracht. Wie gesagt, ich möchte Verständnis aufbringen und andere nur um meiner selbst Willen nicht einschränken.


    Ich persönlich bin nun auch nicht immer mucksmäuschenstill und so eine E-Gitarre mitsamt Verstärker macht auch genug Krach, aber beschwert hat sich (mit Ausnahme des im Eingangsposting erwähnten Falles) bisher niemand.


    Schlimm wird es eben nur, wenn sich das - ja - kotzkrampfähnliche Husten über einige Minuten zieht und die Ohren förmlich bluten und man sich am liebsten selbst übergeben würde.

    :o

    Das hat mich schon mal den Verstand gekostet. Deswegen beschwert hatte ich mich noch nie, da ich selber nun eben auch nicht immer wirklich leise bin. Wichtiger wäre es mir nur eben, dass zwischen 22 und 6 Uhr Lärm vermieden wird. Da ich nun weiß, dass es mit der Vermeidung sicherlich problematisch wird, muss ich es akzeptieren.


    Finde ich letztlich auch korrekt. Unsere Gesellschaft sollte/muss eben auf kranke Menschen im Rahmen der Möglichkeiten Rücksicht nehmen, und das betrifft eben auch unvermeidbare Störungen durch Lärm.


    Und insofern liegt dann auch kein Grund für eine Mietminderung vor, da der Vermieter diese Störungen nicht zu vertreten hat und von den anderen Mietern hinzunehmen sind.


    Ich kann mich gut in die Position anderer Leute versetzen und wenn ich in dieser Lage stecken würde, wäre das Letzte, was ich noch bräuchte, unverständige Mitmenschen.


    Ich würde die Problematik auf jeden Fall einmal eingehend mit dem Herrn besprechen, damit er zumindest erstmal von der Intensität der Störung erfährt. Es ist zumindest die Chance auf eine Besserung, aber das weiß man erst nach dem Gespräch.


    Das war gestern auch mein Anliegen, da man ohne eingehende Beschwerde (bzw. Hinweise) nicht einschätzen kann, inwiefern man andere Leute einschränkt bzw. stört. Mir klang er gestern auch eher so, dass ihm die Situation nicht ganz bewusst war. Einfach war die Kontaktaufnahme allerdings nicht, denn ich stand knapp 10 Minuten vor seiner Tür, ehe er dann final aufschloss. Ein richtiges Gespräch war nicht möglich, daher habe ich es schnell abgebrochen und nur den freundlich formulierten Hinweis hinterlassen. Klärung erhoffe ich mir erst durch andere Quellen, evt. ist das ja sogar der Hausverwaltung bekannt, seiner Mutter müsste es aber definitiv aufgefallen sein. Ich dachte ja erst, dass er sie betreut - eventuell ist es genau anders herum und er konnte die Probleme bisher gut genug verbergen, so dass es erst in den letzten Wochen und Monaten regelrecht eskaliert.


    @ Heggi


    Man macht sich eben nie Freunde, wenn man sich beschwert - so ist zumindest die allgemeine Sorge. Ich persönlich stecke auch lieber Dinge weg bzw. lasse sie innerlich abkühlen. Hat es sich so gesehen erst einmal beruhigt, sieht man keinen Handlungsbedarf mehr.


    In der alten Wohnung hatten wir auch einmal ein Problem mit einer Lärmbelästigung. Das ließ sich aber recht schnell klären und eindämmen. Da hat die 3er Studenten-WG nebenan an einem Mittwoch Geburtstag gefeiert und da auch mal durchaus die Party mit auf den Hausflur verlegt (was nun wirklich nicht sein musste, da es extrem schallte). Die Typen waren aber völlig in Ordnung und man hat sich da auch angefreundet.

    :)

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

  • Ich habe die Geräusche der Nachbarn auch immer als sehr nervig empfunden, wobei das eigentlich immer "normale" Nachbarn waren. Bin da recht intolerant.
    Deutlich entspannter wurde ich, nachdem ich die Ruhezeiten (z.B. Schlafen) mit Oropax verbracht habe.
    Vielleicht eine Lösung, um kurzfristig zur Ruhe zu kommen?

    Wer kämpft, kann verlieren - Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
    Mitleid kriegt man von alleine - Neid muss man sich hart erkämpfen.