Militärisches Kräfteverhältnis in Syrien

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  • Hallo,


    in vergangen Kriegen / Konflikten hat man in den Medien regelmäßig Gegenüberstellungen der militärischen Kräfte mit Mannstärke, schweren Waffen etc. erhalten.


    Zum aktuellen Syrienkonflikt hingegen konnte ich zumindest auf die schnelle keine Zahlen auftreiben.


    Interessieren tut es mich deshalb, weil ich erst kürzlich auf einen Bericht in der Welt gestossen bin, in der die Zahl der IS Kämpfer auf lediglich 9.000 - 18.000 Mann geschätzt wird.


    Zumindest in der medialen Berichterstattung wird der IS ja immer als Hauptfluchtgrund hervorgehoben, was mich angesichts dieser geringen Zahl an Kämpfern, so fanatisch sie auch seien mögen doch sehr verwundert.


    Wie stark sind die FSA und die reguläre syrische Armee aufgestellt und welche weiteren, größeren Parteien (intern) gibt es?


    Viele Grüße


    Tim

  • Interessante Frage. Vielleicht wäre es cleverer Syrien zu befrieden als alle Syrer in Europa aufzunehmen :rolleyes:.

    formerly known as Fastisfast2fast

  • Gut aufgestellt in militärischer Hinsicht scheint Syrien jedenfalls nicht zu sein, wenn die Männer aus Syrien lieber hierher flüchten anstatt gegen den IS zu kämpfen.



    Wikipedia spuckt folgendes aus:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Streitkr%C3%A4fte_Syriens


    "Die Streitkräfte der Arabischen Republik Syrien hatten vor Ausbruch des Bürgerkrieges eine Gesamtstärke von 325.000 Soldaten und bestehen aus Heer, Marine und Luftstreitkräften. Aktuell wird die Anzahl der aktiven Soldaten auf 178.000 Mann geschätzt"


    "In Syrien herrscht Wehrpflicht. Alle männlichen Syrer im Alter von 18 Jahren müssen einen 24-monatigen Wehrdienst leisten."


    Wenn es doch die Wehrpflicht gibt, ist wirklich die Frage, warum in Scharen geflüchtet wird anstatt zu kämpfen. Oder sind das alles nicht an der Waffe ausgebildete Kriegsdienstverweigerer (sofern es das dort überhaupt gibt)?

    Viele Grüße
    Oliver

  • Wenn es doch die Wehrpflicht gibt, ist wirklich die Frage, warum in Scharen geflüchtet wird anstatt zu kämpfen. Oder sind das alles nicht an der Waffe ausgebildete Kriegsdienstverweigerer (sofern es das dort überhaupt gibt)?


    Mal schnell überleg...
    Weil niemand gern für einen Despoten stirbt?
    Weil zu Beginn des Bürgerkrieges die IS keine Rolle spielte?

  • Eins ist klar, würde man allen in Deutschland befindlichen, wehrfähigen männlichen Syrern eine Grundausbildung, Waffen und eine Führung an die Hand geben, wäre zumindest der militärische Teil der Krise schnell bewältigt.


    Das wird aber natürlich nie passieren und würde auch weitere Folgen nach sich ziehen. Wahrscheinlicher ist eher, das deutsche Soldaten in Syrien ihr Leben lassen werden.


    Zudem vermute ich, bei den meisten männlichen Flüchtlingen wird eine Grundausbildung überhaupt nicht nötig sein. Wer ist denn in Deutschland nach dem 2. WK als erstes und am weitesten geflohen? Richtig, die, die sich die Hände am schmutzigsten gemacht haben!


    Unter dem Blickwinkel verwundert es dann auch nicht, das 70-80% der Flüchtlinge Männer im wehrfähigen Alter sind. Ich möchte nicht wissen, wie hoch der Anteil an ehemaligen Folterknechten Assads oder IS Kämpfern ist, denen einfach das persönliche Risiko zu groß geworden ist.


    Zu Glauben, mit der Ankunft in Deutschland werfen sie ihre alte Einstellung über Bord und werden zu Menschenrechtlern ist utopisch.

    2 Mal editiert, zuletzt von Tim ()