Wölfe zurück in Deutschland

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  • Und den Schäfer einfach mit 300€ pro Schaf entschädigen, wäre ja dann eine Lösung.

    Machen wir’s dann genauso, wenn das natürliche Futter knapp wird und es die ersten Kinder treffen sollte? Oder glaubst du, dass die Wölfe dann anfangen sich vegan zu ernähren?

  • zinn2003


    Da sieht man deine Unwissenheit, ein Reh hat aufgebrochen 12 bis 18 kg, ein schlachtreifes Mastlamm hat ein Schlachtgewicht von 18-24 kg, das entspricht einem Lebendgewicht von 40 bis 45 kg x 3,40 Euro (soviel bekommt mein Freund für seine Top-Lämmer)


    Mit durchdachtem Management erfolgreich Lämmer mästen | Landwirtschaftskammer - Schafe & Ziegen

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Du hast was vergessen..


    Lad ihn zum Pokern ein. Mangels Kohle tritt er nicht an und verschwindet..

    :duw:

    Er wäre ja kreditwürdig, wenn er Weidevieh mitbringt. ;) :D Zum Glück kenne ich jetzt auch die Preise. So ein Wolf zieht einen sicher über den Tisch. (Achtung Wortwitz) :D :D ;)

    'I never forget a face, but in your case I'll be glad to make an exception.' - Groucho Marx
    'I want the last check I write to bounce.' - Saul Bloom (Ocean's Twelve)

    (ehemals BulletToothTony)

  • Hast Du mal Flächen gesehen, auf denen Rinder unterwegs waren, die dürften kaum zum Deichschutz geeignet sein. Außerdem haben Rinder eine etwas andere Nahrungsauswahl als Schafe. Rinder reißen Nahrung mit der Zunge und kommen damit nicht runter wie Schafe.

    Die Böschungen an der A8 werden hier recht erfolgreich von Galloways beweidet. Ob man da die Menge herbringt für große Weideflächen ist natürlich eher fraglich. Zumal Schafe ja in der Tat eher Rasenmäher sind.

    Manche Leute müssen eben zu allem ihren Senf dazugeben, auch wenn sie null Ahnung haben.

    Oder ständig Leute darauf hinweisen, dass sie zu allem ihren Senf dazu geben. Ich mache das eher so, dass ich auf Idioten schlichtweg nicht mehr reagiere. ;) Nervt die Poser viel mehr. :hehe:


    Machen wir’s dann genauso, wenn das natürliche Futter knapp wird und es die ersten Kinder treffen sollte? Oder glaubst du, dass die Wölfe dann anfangen sich vegan zu ernähren?

    Es gibt jetzt schon Regionen, da kommen die Jäger kaum nach mit dem Bestand flach halten und die Waldbesitzer jammern ja traditionell mit dem Wildverbiss: Wildbestand setzt Wäldern zu: Rehe bitte draußen bleiben! (handelsblatt.com) Wie kommst Du darauf, dass Wölfe umsteigen auf Kinder? Oder ist das einfach so ein Oberargument, weil gegen Kinder kann doch keiner sein?


    Wenn Du Angst um Deine Kinder hast, dann melde konkrete Sichtungen, Begegnungen und Vorfälle. Nur DANN wird etwas getan. Oder ist das Problem doch nicht so drängend?

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  • Wenn Du Angst um Deine Kinder hast, dann melde konkrete Sichtungen, Begegnungen und Vorfälle. Nur DANN wird etwas getan. Oder ist das Problem doch nicht so drängend?

    Es geht doch um die sich andeutende Entwicklung. Wenn man sich anschaut wie sich die Population entwickelt, dann wird es über kurz oder lang ein Problem geben. Und so idiologisch verblendet wie das Projekt "Wolf" angegangen wird bin ich mir sicher, dass die Verantwortlichen erst reagieren werden wenn etwas Unschönes passiert ist.

    Was mir noch immer fehlt ist eine plausible Begründung wozu das Ganz gut sein soll...

  • Achso... eine Entwicklung deutet sich an? Und deswegen lässt Du jetzt Deine Kinder nicht mehr in den Wald? Und daran sind auch noch die Städter schuld? Ok, kann man vermutlich so sehen und Panik haben.

    Früher konnte man seine Kinder hier ohne derartige Bedenken in den Wald lassen. Das dem nicht mehr so ist liegt an arroganten, selbstgefälligen Stadtmenschen wie dir.


    Was mir noch immer fehlt ist eine plausible Begründung wozu das Ganz gut sein soll...


    Welche Begründung? Ein Wildtier das ausgerottet war breitet sich nach der Maueröffnung wieder aus. Was soll man dazu sagen? Und bevor das Argument kommt, ich weiß dass Dinosaurier auch ausgestorben waren.

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  • Zitat

    Und deswegen lässt Du jetzt Deine Kinder nicht mehr in den Wald? Und daran sind auch noch die Städter schuld? Ok, kann man vermutlich so sehen und Panik haben.


    Ich persönlich hätte jetzt auch keine Sorgen selbst in den Wald zu gehen oder Kinder dort spielen zu lassen. Man sollten ihnen natürlich das Richtige Verhalten bei Begegnungen beibringen, so wie man auch das Verhalten im Umgang mit Hunden lernt. Genau das ist übrigens häufig ein Grund, warum es zu Verletzungen durch Hunde kommt. Allerdings denke ich auch, dass es hier irgendwann zu Angriffen auf Menschen kommen wird. Dazu muss man sich nur anschauen, was in "traditionellen" Wolfsländern passiert, nicht besonders häufig aber regelmäßig. Im Unterschied zu und versucht man dort den Wölfen aber "beizubringen", dass Menschen "gefährlich" sind. Sicher wird auch dann z.B. die Fahrt zum Wald gefährlicher sein als der Waldspaziergang, aber auch Einzelfälle haben das Potential, eine solche Diskussion ganz schnell entgleiten zu lassen...


    Ich bleibe aber dabei, dass eine Gruppe von der Natur entrückter Städter meint der Landbevölkerung erzählen zu müssen, wie sie zu leben hat. In der Regeln ist das auch nicht die Gruppe mit den größten Sachkenntnissen. Das wird an vielen Beispielen, aber eben auch am Wolf deutlich. Wenn wir uns wundern, woher die bei uns immer wieder angemerkte Spaltung der Gesellschaft in den USA kommt, genau so etwas sind die Ursachen, wobei dort der Stadt-Land Konflikt noch wesentlich ausgeprägter ist.



    Zitat

    Welche Begründung? Ein Wildtier das ausgerottet war breitet sich nach der Maueröffnung wieder aus. Was soll man dazu sagen? U


    Ausgerottet war der Wolf ja keineswegs, wenn die Art in irgend einer Form bedroht wäre, würden viele das wohl anders bewerten. Richtig ist, das die Art sich wieder ausbreitet. Wie viele davon reinrassige Wölfe und wieviele Mischungen zwischen Hund und Wolf sind, was für die Art letztendlich auch ein problem wäre, steht zur Zeit in den Sternen. Und es gibt immer mal wieder begründete Vermutungen, dass der Ausbreitung mit dem Aussetzen von Wölfen nachgeholfen wurde. Ob das stimmt kann ich nicht beurteilen, aber zumindest sollte man nicht vergessen, dass sich auch um den Wolf inzwischen eine "Ökoindustrie" mit handfesten finanziellen Interessen gebildet hat.


    Persönlich würde ich mir wünschen, dass wir nur einen Bruchteil des Aufwandes, den wir für den Wolf treiben, in andere Projekte, z.B. zum Schutz von Bodenbrütern, investieren würden.

  • Westfale Danke für ein sehr sachliches Posting, das ist allemal zielführender als ein "Denkt doch bitte mal einer an die Kinder" hinter dem dann offensichtlich anstatt begründeter Vorfälle eher eine diffuse Angst steckt. Und schuld daran sind natürlich eh andere. Ich täte ja bei sowas immer ganz gerne antworten, dass man dann halt da wegziehen muss, wird in anderen Themen ja auch gerne mal von den weltfremden spinnerten "Städtern" gefordert wenn die sich über Pendlerströme und Abgase beschweren. ;)


    Ausrottung war wohl auch eher der falsche Begriff, eher verdrängt aus dem Lebensraum, durch die harte Grenze lange zurückgehalten und nun wandert der Wolf wieder zurück wo er mal war. Kann man steuern, wird auch versucht zu steuern, aber dazu braucht es wohl auch die Mithilfe der Bevölkerung über Meldungen. Man hat Problembären (unter teils größtem Protest, auch hier ;) ) erlegt, warum sollte man nicht auch die Wolfspopulation einigermaßen steuern können. Die Jäger haben sicher ein Interesse daran das Wild zu schützen und arbeiten sicher gerne mit.

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  • Stefan


    Nichts anderes fordern die Meisten hier.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Man hat Problembären (unter teils größtem Protest, auch hier ;) ) erlegt, warum sollte man nicht auch die Wolfspopulation einigermaßen steuern können. Die Jäger haben sicher ein Interesse daran das Wild zu schützen und arbeiten sicher gerne mit.

    Dass es bereits Morddrohungen usw. gegen Jäger und Politiker diesbezüglich gegeben hat hast du vernommen?

    Die Jäger, die ich kenne sind bei dieser Thematik inzwischen weitestgehend resigniert.

    Der Wolf wurde in der Vergangenheit bewusst verdrängt. Wie gut die Gründe dafür waren werden wir in Zukunft sehen.

  • Stefan


    Nichts anderes fordern die Meisten hier.

    Bin ich dabei. Mir fehlt nur bei so manchen die Konsequenz in der Thematik Gefahr durch Tiere ansich.


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    Interessanter Bericht der Universität Eichstätt von einer Geographin die über ein Wolfsrudel in der Schweiz bei Chur geforscht hat:

    Am Beispiel des Calanda-Massivs im schweizerischen Graubünden und St. Gallen untersucht sie für ihre Doktorarbeit, welche Auswirkungen ein in der dortigen Region lebendes Wolfsrudel auf das alltägliche Leben hat und wie der Mensch selbst das Verhalten der Tiere beeinflusst. Das Untersuchungsgebiet ist auch deshalb interessant, da das Streifgebiet der Wölfe in unmittelbarer Nähe zur Stadt Chur liegt.


    Dass es bereits Morddrohungen usw. gegen Jäger und Politiker diesbezüglich gegeben hat hast du vernommen?

    Die Jäger, die ich kenne sind bei dieser Thematik inzwischen weitestgehend resigniert.

    Der Wolf wurde in der Vergangenheit bewusst verdrängt. Wie gut die Gründe dafür waren werden wir in Zukunft sehen.

    Und? Was habe ich mit einer Handvoll Arscklöcher zu tun? Sind vermutlich die gleichen Idioten die Jäger und Polizisten bedrohen die wildernde oder angreifende Hunde erschießen mussten.

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  • Wie viele davon reinrassige Wölfe und wieviele Mischungen zwischen Hund und Wolf sind, was für die Art letztendlich auch ein problem wäre, steht zur Zeit in den Sternen.

    Interessanter Aspekt. Hier begegnet mir gelegentlich jemand, der seinen Hund ausführt. Muss den bei Gelegenheit mal anhauen, was das eigentlich ist. Aber ganz ehrlich, wenn ich dem alleine im Wald begnet wäre, hätte ich wahrscheinlich auch geschworen, ich hätte nen Wolf gesehen.

    Eine gesunde Verdorbenheit ist besser als eine verdorbene Gesundheit.

  • Ausgerottet war der Wolf ja keineswegs, wenn die Art in irgend einer Form bedroht wäre, würden viele das wohl anders bewerten. Richtig ist, das die Art sich wieder ausbreitet. Wie viele davon reinrassige Wölfe und wieviele Mischungen zwischen Hund und Wolf sind, was für die Art letztendlich auch ein problem wäre, steht zur Zeit in den Sternen. Und es gibt immer mal wieder begründete Vermutungen, dass der Ausbreitung mit dem Aussetzen von Wölfen nachgeholfen wurde. Ob das stimmt kann ich nicht beurteilen, aber zumindest sollte man nicht vergessen, dass sich auch um den Wolf inzwischen eine "Ökoindustrie" mit handfesten finanziellen Interessen gebildet hat.

    Das erinnert mich an die Story mit dem "Kofferraumwolf"

    Wolfsmärchen macht die Runde: Polnischer Kleintransporter soll Wölfe über die Grenze gebracht haben

    Der-Kofferraumwolf-OD.pdf

    "Und stehst du nackt im Odenwald, dann werden dir die Hoden kalt"
    Unbekannter Philosoph

  • Zitat

    Interessanter Aspekt. Hier begegnet mir gelegentlich jemand, der seinen Hund ausführt. Muss den bei Gelegenheit mal anhauen, was das eigentlich ist. Aber ganz ehrlich, wenn ich dem alleine im Wald begnet wäre, hätte ich wahrscheinlich auch geschworen, ich hätte nen Wolf gesehen.


    Optisch Unterscheiden kannst Du die sicher nicht, letztens habe ich auch irgendwo gelesen, dass das Halten von Wolfshybriden als Haustier sich zu einem neuen Trend entwickelt. Genau wissen tut es aber wohl keiner und die Schätzungen schwanken stark. Eine Art bei der die Mischung mit Haustieren inzwischen ein Problem ist ist die echte Wildkatze, ein Tier auf der roten Liste. Durch die "Einkreutzung" von Hauskatzen vermischt sich der Genpool so sehr, dass irgendwann von der Wildkatze nichts mehr übrig bleibt.


    Zitat

    Das erinnert mich an die Story mit dem "Kofferraumwolf"


    Solche Geschichten gibt es immer wieder, die meisten werden wohl nicht war sein, dass stimmt. Meine persönliche Meinung, die aber wirklich nur das ist, Belege habe ich keine ist die, dass ich es zumindest nicht ausschließen würde. In den letzten Jahren hat man z.B. immer wieder von Merkwürdigkeiten im Ausbreitungsverhalten berichtet. Wenn man Gewissheit haben wollte, müsste man eine großangelegte Untersuchung der Verwandtschaftsverhältnisse durch Genanalyse starten. Je stärker das (finanzielle) Interesse beim Wolf wird, um so stärker ist jedenfalls auch die Motivation zu so etwas, wie in allen anderen Bereichen auch.

  • von vielen Jägern erzählt bekommen, die sind ja mit anderen Jägern in Deutschland sehr gut vernetzt, natürlich auch mit ostdeutschen Jägern. Offiziell wird das auch bestritten, aber es gibt da auch Augenzeugen die das mit eigenen Augen gesehen haben.

    Sei mir nicht böse, aber das fällt für mich unter Jägerlatein!


    Wozu sollte es in Osteuropa denn Wolfszuchstationen geben?

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Weil man damit Geld verdienen kann Robert, das ist ein Geschäft wie der Handel mit den Hundewelpen aus den Osteuropäischen Ländern.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Weil man damit Geld verdienen kann Robert, das ist ein Geschäft wie der Handel mit den Hundewelpen aus den Osteuropäischen Ländern.

    Ich sehe nur keinen Markt für Wölfe (im Gegensatz zu Hundewelpen)?!


    Mag ja sein, dass es Wolfszuchtanstalten gibt, aber der Glaube, dass der BUND heimlich bei uns (im Sinne von D) Wölfe aussetzt fehlt mir komplett. Ich habe keine Ahnung, was Deine Jägerskollegen von anderen Jägerskollegen gehört haben, aber besonders plausibel hört sich das für mich nicht an.

    Im besten Fall wollte sich einer wichtig machen, im schlechtesten Fall Unterstellungen verbreiten...:sz:

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!