Wölfe zurück in Deutschland

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  • daher war ich auch immer zu 100% MIT LEINE unterwegs!


    Das dachte ich mir. Meine Eltern hatten auch mal einen Teckel. Mit ihrer kurzen "Übersetzung" haben die ein ganz ordentliches Zugmoment.
    Der Teckel unserer Nachbarn ist im Wald mal ausgebüchst und in einen alten Fuchsbau rein. Dort hat er sich irgendwie verklemmt und wir mussten ihn ausgraben. Da hat die halbe Nachbarschaft bei strömendem Regen und beginnender Dunkelheit ein fast 2 Meter tiefes Loch gebuddelt. Das war ein Spaß. :eek:


    Gruss
    Andreas

  • das spricht aber für eine funktionierende Solidargemeinschaft bei Euch! :top:

    Und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht!
    (Theodor Körner)


    Leisten wir uns den Luxus, eine eigene Meinung zu haben!

    (Otto von Bismarck)

  • Was sit denn das für ein komisches Bild? :eek::eek::eek:

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Hole mal diesen Thread wieder hoch.

    In der letzten BILD am Sonntag stand ein großer Artikel über die Ausbreitung des Wolfes in Deutschland drin.


    In etlichen Bundesländern sind die Wölfe sogar schon in den Ortschaften gesichtet worden. In Niedersachsen haben Wölfe gezielt Reiterinnen bei ihrem Ausritt umkreist und die Pferde sind mit ihnen durchgegangen.

    Eine Spaziergängerin mit ihren zwei Hunden ist direkt von einem Wolf angelaufen worden.


    Bei uns hier in der Gegend sind in der letzten Zeit schon 11 Stück Rotwild von Wölfen gerissen worden, im letzten Jahr im Mai ein Kalb auf der Weide.


    Wann wird das erste Kind oder der erste Erwachsene getötet werden?

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Das kannst du dir auch jetzt noch nicht so vorstellen, in der Stadt oder größeren Ortschaft auch noch nicht, aber auf abgelegenen Höfen würde ich für nichts mehr garantieren.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Ich habe ja berufsbedingt schon sehr viel Kontakt mit Jägern und da häufen sich in der letzten Zeit die Berichte über Wolfsichtungen in einigen Revieren und auch die Beobachtung dass das Wild, hauptsächlich Reh- und Rotwild, merklich scheuer geworden ist und sich zum Teil auch verzogen hat.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Als (Wahl)Niedersachse kann ich die Befürchtungen von Otti durchaus nachvollziehen, da alles was er beschreibt hier in meiner unmittelbaren Nachbarschaft vorgekommen ist. Außer Menschen angreifen, bisher jedenfalls.


    Auf der nahegelegenen Bundestrasse werden regelmäßig Wölfe über den Haufen gefahren, im letzten Herbst ist sogar ein Mensch deshalb zu Tode gekommen.


    Auch wurde ein "Problem"-Wolf neulich zum Abschuß freigegeben, da er keinerlei Scheu vor Menschen zeigte und er sich regelmäßig in der Nähe von Ortschaften aufhielt. Aktuell weiß ich nicht, ob er schon zur Strecke gebraucht wurde, aber wenn man auf so einem Dorf wohnt und Kinder hat, wird man vorsichtig. Wäre früher kein Problem gewesen, heute ist es Eines, da der Landwirt nicht selbst so ohne weiters für Abhilfe sorgen kann und darf.


    Die Ausarbeitung des BMU zu dem Thema halte ich für den üblichen Schönsprech. Man unterhalte sich einmal mit Jägern und Nutztierhaltern.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Die Ängste der Nutztierhalter kann ich nachvollziehen. Keine Frage. Der finanzielle Verlust wird für den Halter aber ausreichend ausgeglichen? Gefahren für den Menschen sehe ich nicht......lasst die Tiere in Ruhe. Und das "versterben von Wildtieren auf unseren Straßen"...sicher kein alleiniges Wolfproblem.

  • Also wir haben früher als Kinder viel im angrenzenden Wald gespielt. Das können unsere Kinder nun leider vergessen.

    Da leben irgendwelche Stadtmenschen ihre Öko-Fantasien auf dem Rücken der ländlichen Bevölkerung aus. Aber bei denen sagen sich ja auch Fuchs und Hase gute Nacht und alle Menschen haben sich lieb...

  • Zitat

    Sorry Otti......das halte ich, bei allem Respekt, für übertrieben. Wild gerissen, Hunde angelaufen, Pferde angelaufen = Ja, mag sein. Das will ich nicht abstreiten. Aber Menschen angreifen?


    Das ist sicher selten, kommt aber in den Ländern in denen Wölfe weit verbreitet sind durchaus vor.


    Man sollte nicht vergessen, dass Wölfe bei uns, im dicht besiedelten Deutschland. einen vergleichsweise engen Kontakt zu Menschen haben. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Begegnungen überhaupt stattfinden. Außerdem wird der Wolf an den Menschen gewöhnt und lernt, dass von ihm keine Gefahr ausgeht. Wenn er ihn dann noch als leicht zu erbeutende Nahrung erfährt, warum bitte sollte der Wolf nicht auch Menschen angreifen.


    Eine weiter mögliche Gefahrensituation sind Gelegenheiten, bei denen der Wolf Rinder oder Schafe reißt, was auch in Deutschland immer wieder vorkommt und der Mensch versucht seine Tiere zu schützen.


    Das werden auch in Deutschland sehr seltene Ereignisse bleiben und auch als jemand der häufig in der Natur ist werde ich mir da sicher keine Sorgen machen. Aber sollte ich einem Wolf begegnen ist etwas Respekt sicher nicht verkehrt. Und irgendwann wird etwas bassieren.


    Zitat

    Der finanzielle Verlust wird für den Halter aber ausreichend ausgeglichen?


    Sorry Detlev, aber das greift sehr deutlich zu kurz. Nicht nur, dass es für die Tierhalter nicht immer einfach ist den Schaden ersetzt zu bekommen. Aber auch Halter von Nutztieren haben durchaus eine emotionale Bindung zu ihren Tieren und wenn Du dann eines Morgens vor den Resten Deiner gerissenen Herde stehst ist das auch emotional ein großes Problem.

  • Also wir haben früher als Kinder viel im angrenzenden Wald gespielt. Das können unsere Kinder nun leider vergessen.

    Da leben irgendwelche Stadtmenschen ihre Öko-Fantasien auf dem Rücken der ländlichen Bevölkerung aus. Aber bei denen sagen sich ja auch Fuchs und Hase gute Nacht und alle Menschen haben sich lieb...

    ? Warum kann man bei euch nicht mehr im Wald spielen?

  • Da leben irgendwelche Stadtmenschen ihre Öko-Fantasien auf dem Rücken der ländlichen Bevölkerung aus. Aber bei denen sagen sich ja auch Fuchs und Hase gute Nacht und alle Menschen haben sich lieb...


    Das ist mal wieder das Schlimmste an der Sache, irgendwelche Stadtbewohner, die das Landleben nur vom Hörensagen kennen, meine. das Reh wäre das Kind vom Hirsch oder Bambi ein Reh versuchen wieder anderen ihre Ideologie aufzuzwingen.

  • Westfale ... Kann ich alles nachvollziehen. Vielen Dank für dein Statement. Ich bleibe bei meiner Meinung. Der Wolf ist keine Gefahr für den Menschen. Wir dürfen nur nicht meinen er sei ein „wilder“ Schäferhund, den man sozialisieren müsste. Er ist und sollte ein zu respektierendes Wildtier bleiben. Mit dem gehörigen Abstand und Respekt. Dann passiert, hoffentlich, auch nichts.

  • Würdest du Kinder allein in einen Wald lassen in dem nachweislich Wölfe zuhause sind?

    Ja würde ich. Warum nicht?

    Ein Wildsau ist da viel gefährlicher.

    Hunde im allgemeinen verletzten viel mehr Menschen. Also kannst du kein Kind mehr auf den Fußweg lassen.

    Übrigens ist auch das eine oder andere Opfer der Wölfe im nachhinein als Opfer von Wildschweinen erkannt worden.

  • Das werden auch in Deutschland sehr seltene Ereignisse bleiben und auch als jemand der häufig in der Natur ist werde ich mir da sicher keine Sorgen machen. Aber sollte ich einem Wolf begegnen ist etwas Respekt sicher nicht verkehrt. Und irgendwann wird etwas bassieren.

    Deutlich seltener als Verletzungen von Menschen durch Hunde in jedem Fall. ;)


    Und ich bin ebenfalls sicher, dass jährlich mehr Bauern durch eigenes Nutzvieh im Lande sterben als kleine rotkäppige Mädchen im Wald auf einen Wolf treffen der nicht eh schon von weitem abhaut.


    ? Warum kann man bei euch nicht mehr im Wald spielen?

    Das überleg ich auch gerade. Allein schon aus Naturschutzgründen sollte man sich eigentlich im Wald nicht zu weit von Wegen bzw. dem Waldrand reinwärts (ohne Wege) entfernen weil das Wild und sonstige Getier nie zur Ruhe kommt. Vielleicht hab ich das bei den Pfadis damals aber auch nur falsch verstanden. :sz:


    Da hätte ich bei einem "Oink" im Wald mehr Bammel. Eine Wildsau ist im Zweifel unberechenbarer.

    Das mag evtl. sicher an der Lage festzumachen sein, in einem bekannten Wolfsrevier würde ich wohl meine Kinder (allein schon aus o.g. Gründen) nicht unbedingt allein kilometerweit querwaldein springen lassen. Warum die aber nicht am Waldrand innerhalb einer gewissen "Zone" sag ich jetzt mal spielen sollen dürften?

    VIO>99;CI=2;RB=3;RA=1 :top:

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan ()

  • Zitat

    Deutlich seltener als Verletzungen von Menschen durch Hunde in jedem Fall. ;)


    Sicher, alleine schon weil es wesentlich mehr Hunde als Wölfe gibt.


    Aber man sollte berücksichtigen, dass der Mensch sich immer weiter von der Natur entfernt, man erlebt da die merkwürdigsten Sachen. Einer der Klassiker ist, dass Kitze oder, wie letztens Fuchswelpen, gefunden und mitgenommen werden. Da möchte ich gar nicht wissen, wie manche beim Wolf reagieren. Aber ich bleibe dabei, irgendwann wird etwas passieren, auch wenn es sehr selten sein wird.


    Auch vor Wildschweinen muss man nicht grundsätzlich Angst haben, in der Regel hauen die ab, sonst wären sie auch leichter zu erlegen ;) Ausnahmen sind insbesondere verletzte Tiere, da habe ich bei der Jagd schon sehr viel Respekt und Muttertiere mit Nachwuchs, auch da würde ich mich lieber fern halten. Außerdem sollte man Wildschweine nicht ohne Ausweichmöglichkeiten in die Enge drängen.


    Insgesamt wäre es aber durchaus wünschenswert, der Mensch würde nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit durch das Unterholz kriechen und dem Wild auch mal Ruhe lassen. Es ist in meinen Augen auch schizophren, sich über erhöhten Verbiss zu beklagen aber gleichzeitig in Kauf zu nehmen, dass das Wild ständig beunruhigt wird, wodurch gerade im Winter der Energiebedarf deutlich steigt und das Wild gleichzeitig immer weniger Fläche zum Leben hat.