Goodbye Germany - Welcome Norway?

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  • Beruflich gesehen habe ich seit Mitte 2011 irgendwie keinen richtigen Griff mehr gemacht...dachte eigentlich beim letzten Arbeitgeber, wo nach paar Wochen einfach nur noch Chaos herrschte, dass es danach wieder besser sein müsste...denkste, der Aktuelle setzt die Krone GANZ WEIT OBEN auf in Sachen Organisation, Versprechungen, Unterstützung...einfach gesagt, ich seh da kein Land mehr, weshalb ich mich seit Anfang Mai erneut umschaue!!! :o:o:o


    Den Tick mit Skandinavien - insbesondere Dänemark, Schweden & Norwegen - hatte ich seit Kindheitstagen an, als ich mit meinen Eltern in DK öfters den Urlaub verbrachte...eine ganz andere Mentalität, Offenheit, Freundlichkeit und vieeeel weniger Hektik als bei uns.


    Ich begann schon im letzten Jahr mich aktiver mit dem Thema Jobsuche in Norwegen zu befassen, schrieb und schreibe eine Vielzahl an Bewerbungen an diverse Firmen, bekam aber bisher zu 99% Absagen. Okay, die norweg. Sprache beherrsche ich zwar (noch) nicht, habe im letzten Sommer aber mit einem Kurs für zu Hause angefangen, sodass ich zumindest schon viele Inhalte von Texten immer besser verstehe.
    Tja, und vor ca. 1,5 Wochen bewarb ich mich auf eine für mich angemessene Stelle im Verkauf/Customer Service bei einer relativ kleinen Firma, wo der Chef gerade am Neuaufbau ist, da er die nächsten Jahre ein gesundes & gutes Wachstum erwartet.
    Hatte in der Anzeige natürlich wieder gelesen, dass man neben englisch auch norwegisch sprechen müsse, aber egal, kurz meine Absicht per Kontaktblatt geschrieben und nach nicht mal 10 Minuten bekam ich vom Chef einen Anruf...ich war erstmal total baff und vor allem noch mehr, weil er ein wirklich gutes Deutsch spricht!!! :cool::D:cool:
    Er hat mir mitgeteilt, dass er noch mit einem anderen Kollegen arbeitet, der ein fast perfektes Deutsch spricht und dass er mich aller Voraussicht nach im Laufe der kommenden Woche anrufen wird und wir ein ausführliches Gespräch führen werden.


    Super vor allem auch, weil insgesamt 2 Stellen besetzt werden sollen, sodass die Chance u. U. für mich noch größer sein könnte.


    Gestern Abend telefonierte ich mit dem Inhaber auch nochmals fast 30 Minuten, wo er mir - soweit es ging - einige Informationen zum Leben in Norwegen mitteilte...für Mieten einer Whg./Zimmer muss man sehr viel einkalkulieren, eine genauere Verdienstsumme konnte er mir auf meine Nachfrage hin nicht nennen, wäre aber in etwa so hoch wie bei uns. ;);)


    Ich lass mich überraschen, was bei dem "Hauptgespräch" so herauskommen wird - sollte es sich irgendwie ergeben bzw. einrichten lassen, wäre ich persönlich schon soweit, JA zu sagen...eine bessere Chance würde ich sicherlich so schnell nicht bekommen.


    Kann natürlich aber genauso gut sein, dass das Alles wie eine Seifenblase zerplatzt...aber zumindest bin ich noch nie soweit gekommen wie es jetzt der Fall ist.


    Aber kommt Zeit, kommt auch mal das Glück, endlich das Richtige zu erhalten!!! :):):)

  • Interessant zu lesen, hoffentlich klappt die Sache.
    Was müsstest Du denn da verkaufen, ist da nicht das Berherschen der Landessprache enorm wichtig?


    VG
    Otti

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Ich drücke dir auch ganz fest die Daumen! Mache dich die nächsten Tage mal schlau in Bezug auf die Lebenshaltungskosten in Norwegen! Nicht, dass nach kurzer Zeit daran scheitert, dass dir das Gehalt einfach nicht reicht.


    Gutes Stichwort, ein Blick auf die Lebenshaltungskosten holt viele mit Ziel Schweiz/Skandinavien schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Was helfen 100k Kronas im Monat wenn nichts davon übrig bleibt...

    Noch nie war ein Alfa Romeo so schlecht wie sein Ruf.


    Tanti Saluti
    Alfisto

  • Gutes Stichwort, ein Blick auf die Lebenshaltungskosten holt viele mit Ziel Schweiz/Skandinavien schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Was helfen 100k Kronas im Monat wenn nichts davon übrig bleibt...


    Hätte auch gesagt, die Lebensunterhaltkosten, sind eher wie in der CH, wie in Deutschland und bei Alkohol wird es sehr hässlich ;) .
    Berücksichtige dies.


    Aber sonst viel Glück bei deinem Vorhaben.

    Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, daß sich so wenige Leute damit beschäftigen. (Henry Ford)

  • Ich finde es immer gut, wenn jemand die Courage hat, über eine vorhandene Unzufriedenheit im Job oder im Privaten nicht nur zu meckern sondern stattdessen aktiv etwas daran zu verändern. Du hast erkannt, dass du es selbst in der Hand hast und tust etwas, um eine für dich bessere Situation herbei zu führen! Finde ich gut. Leider machen es viel zu wenige so wie du....


    Hatte auch mal eine Phase von Unzufriedenheit im Job und mich ebenfalls überwunden, aus dem topsicheren Arbeitsumfeld in ein mit Wagnissen verbundenes Arbeitsumfeld zu wechseln. Bis heute habe ich es nicht bereut. War allerdings ein innerdeutscher Wechsel. Wobei ich vor Jahren auch daran gearbeitet hatte, ins Ausland zu gehen. In meiner Branche ist da aber nicht so wirklich der Bedarf an deutschen Expatriates gegeben, so dass zuhause in Summe die besseren Bedingungen vorherrschen! Ich hätte ggf. auch gern was richtig Exotisches gemacht, z. B. in einem fremden Land Pionierarbeit im Aufbau einer Auslandsgesellschaft oder Ähnliches...


    Also; ich wünsche dir alles alles Gute, dass du deinen Wunsch umsetzen kannst. Sollte es bei dieser Firma nicht klappen, wirf die Flinte nicht ins Korn und arbeite weiter an deinem Ziel. Motivation und Zielstrebigkeit sind für den beruflichen und persönlichen Erfolg noch viel wichtiger als bloße Fachkenntnisse....

    Viele Grüße
    Oliver

  • Cool.
    Ich kann Dir nur sagen, dass der Bruder einer Ex-Angestellten nach Norwegen ausgewandert ist, dort seit nun mind. 7 Jahren lebt und glücklich ist.
    Der will nicht wieder zurück und ist mit einer Norwergerin liiert.


    Meine ExAngestellte meinte, dass sei zwar teuer, aber er verdiene entsprechend.


    Wohin würde es genau gehen?

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

  • Mal eine Frage vorweg, lebst du denn jetzt schon in Schweden oder in Deutschland? Da du S als Länderkennzeichen hast.


    Zur Eigentlichen Sache: Du solltest dir auf jeden Fall alles genau betrachten. Das fängt von Lebenssituation vor Ort an geht über monatliches Einkommen, verfügbares Einkommen bis hin zum Thema Kranken und Rentenversicherung. So wie ich dich verstehe willst du ja mit einem lokalen Vertrag dort anfangen und nicht als Expat rausgehen. Das verkompliziert die Sache natürlich ungemein. Wie ist das mit Arbeitsvisum etc.pp. Auch solltest du die Frage bewachen was passiert wenn es dir in Norwegen nicht gefällt und du mal wieder zurück willst was sind hier die Hürden. Klassiker ist bei solchen Dingen natürlich wieder Renten und Krankenversicherung.


    Es gibt den so genannten Mercer Index der angibt wie hoch die Lebenshaltungskosten in einem jeweiligen Land im Vergleich zu Deutschland sind. Versuch mal ob du diesen raus bekommst dann hast du einen ganz guten Überblick wievielt mehr Geld du für das tägliche Leben brauchst wenn du auf deutsche Produkte wert legst. Das gibt es natürlich auch in der Kombination Schweden/Norway.

  • All: Vielen Dank für Eure Antworten, Ratschläge, Fragen & Tipps.


    Nun, wie ich eingangs auch schrieb, ist alles erstmal noch völlig offen.
    Wichtig für mich ist erstmal, dass ich das ausführliche Gespräch mit dem Kollegen führen kann/werde, der sehr gut deutsch spricht - hier kann und werde ich natürlich versuchen, so viele wie mögliche Informationen zu erhalten.


    Was die Kosten allgemein anbelangt, so kenne ich das wie gesagt aus meinen früheren DK-Urlauben sehr gut und in Norwegen ist´s garantiert mind. genauso teuer wie in DK.


    Die von Euch geposteten Links werde ich mir kurzfristig näher betrachten, da wird vieles Interessantes für mich zu lesen sein! :top::top:


    Der Verdienst muss/müsste dort auf alle Fälle so hoch für mich ausfallen wie ich aktuell erhalte, sonst hat das eh keinen Sinn für mich...und das wird wohl auch der schwierigste Point sein, den es zu klären gibt. :rolleyes:


    Und nein, ich lebe & arbeite aktuell in Deutschland, das S hab ich mir seit längerer Zeit ausgesucht, da es das N (noch) nicht zur Auswahl gibt. :D


    Einen entscheidenen Schritt bezüglich einer Wohnung dort hätte ich mehr oder weniger schon in den Händen, wie es der Zufall wollte, hab ich gestern Nachmittag mit einer Person Kontakt via Mail aufgenommen, der eine für mich anfangs völlig ausreichende Whg. vermietet...und der Knaller wäre/ist, dass sich diese sogar noch im gleichen Ort befindet, wo auch der Arbeitgeber liegt!!! :cool::cool:


    Location ist/wäre Vestby, ca. 30-40 km süd-östlich unterhalb von Oslo, da ist/wäre ein Abstecher nach Schweden nur ein Katzensprung entfernt.


    Klar, norwegisch müsste ich schnellstens lernen, wobei ich wie gesagt dort das ganz große Glück hätte, dass mind. 1 Person in der Anfangszeit meine Sprache versteht...und mit englisch kann ich locker auf längere Zeit auch auskommen, die Skandinavier sind da eh glücklicherweise sehr weit fortgeschritten. :):)


    Mal seh´n, was in der Woche passieren wird...

  • Ich wünsche Dir viel Glück, wenn es passt entwickelt sich der Lohn meistens von selber. Meine Frau ist leider gegen die Nordländer, sonst würde ich wahrscheinlich auch nochmals auswandern.

    Brauner Massen Wahn

  • Ich wünsche Dir viel Glück, wenn es passt entwickelt sich der Lohn meistens von selber.


    Du sprichst hier speziell von Norwegen oder ganz allgemein?


    Ich habe zumindest in Deutschland die Erfahrung gemacht, dass man gerade zum Start in einen neuen Job gut verhandeln muss, da Gehaltserhöhungen in der Regel mit der Gießkanne verteilt werden (z. B. 2% für alle).

    Viele Grüße
    Oliver

  • Eher allgemein, ist ja auch Verhandlungssache. Wenn es nur 2% für alle gibt, passt es wohl nicht ;)


    Kommt natürlich immer ein wenig auf die Betriebsgröße und die Hierarchieebene im Unternehmen an. Ich denke, je größer das Unternehmen, desto uniformer die Vergütung auf einer Ebene.... Gehaltsbandbreiten, die nicht gerade viel Spielraum lassen.


    Aber, dass das nicht passt, würde ich nicht sagen; wenn man wie gesagt am Anfang gut verhandelt und schaut, dass man am oberen Limit der Gehaltsbandbreiten liegt, dann passt es doch.... ich würde mich in solchen Unternehmen halt nur nicht vertrösten lassen nach dem Motto:"Fangen Sie erstmal an und nach 1-2 Jahren werden Sie sich bestimmt deutlich steigern....".


    Aber wie gesagt, mag das in kleinen & mittelständischen Firmen auch anders sein, gerade in Branchen, wo es eine überschaubare Anzahl an qualifizierten Kräften gibt.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Ich denke, es gibt genügend Leute im Land die die Möglichkeit zur Verhandlung wegen eines Tarifvertrages nicht haben und weil sie "nur" irgendwo am Band stehen oder sonst in den Hierarchien eher unten angesiedelt sind. Irgendwer muss die Arbeit ja auch machen die diejenigen anschaffen die ihre Gehälter aushandeln können :p ;)

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

  • Eben, sollte hier auch nicht Thema werden. James Bond ist ja Single, soweit ich das hier mitbekommen habe, ausser einen Job, wo er aktuell nicht glücklich ist, hat er nichts zu verlieren.

    Brauner Massen Wahn