Beschleunigungsmessung mittels Smartphone...

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  • Ich habe mir die Tage mal so eine "Tacho-App" installiert, und heute morgen ausprobiert....;)


    Mich würde interessieren, wie genau die Messungen tatsächlich sind.


    Bei 50 km/h 2 km/h (Tacho 51 / GPS 49) Abweichung. Bei 100 km/ waren es 3 km/h Abweichung.


    Dann habe ich 3 0-100 Sprint gemacht.


    1. Messung 5.4 sec
    2. Messung 5.0 sec
    3. Messung 6.2 sec


    Werksangaben sind 5.6 sec.


    Ich finde, dass ist eine ziemlich breite Streuung. Kann es wirklich sein, dass die Werksangaben unterschritten werden?


    0 - 142 haben wir dann in 10.1 sec erledigt....;)


    Sagt mal eure Erfahrung mit solchen "Messsystemen"...


    Gruss
    Jürgen

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    Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. Du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.



    2) Es gibt Tage, da beantwortet mein Mittelfinger alle Fragen......

  • Sagt mal eure Erfahrung mit solchen "Messsystemen"...


    Gruss
    Jürgen


    Erfahrungen habe ich bisher keine, würde ich aber gerne mal ausprobieren.
    Welche App hast du dir geladen?


    Hast du die Beschleunigungstests mit Winterreifen gemacht?

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

  • Die Genauigkeit der Messung steigt mit der Anzahl der aktiv empfangenen Satelliten.


    Und nimmt bei einem SchmartFöhn mit der Anzahl der aktiven Apps ap, denn ein Handy ist nunmal kein Präzisionszeitnehmer.


    Evtl. würde ich dazu mal ein mobiles Navi probieren, die sind schnell genug für sowas, die können ja auch nix anderes ;)

    Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beißen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch. (Mark Twain (1835-1903))
    Free Copdland - Auch mal eine andere Meinung haben im BMW-Treff :top:
    Jeep fahren heißt da stecken zu bleiben, wo andere erst garnicht hinkommen!

  • Die Genauigkeit der Messung steigt mit der Anzahl der aktiv empfangenen Satelliten.


    Und nimmt bei einem SchmartFöhn mit der Anzahl der aktiven Apps ap, denn ein Handy ist nunmal kein Präzisionszeitnehmer.


    Evtl. würde ich dazu mal ein mobiles Navi probieren, die sind schnell genug für sowas, die können ja auch nix anderes ;)


    Och, aktuelle Smartphones mit ihren Mehrkern-Prozessoren lassen die Navis durchaus im Regen stehen :) Da kommt es halt auf die Qualität der Software an, und natürlich den GPS-Empfang.


    BTW: Eine echte Beschleunigungsmessung (G-Werte) wird idealerweise (!) über die internen Sensoren des Smartphones unterstützt, nicht allein über die Positionsbestimmung per GPS. Allerdings, das ist richtig, gibt es da erhebliche Unterschiede in der Ausstattung und Genauigkeit der Geräte, auch abhängig von der Gerätegeneration. Die aktuellen Spitzenmodelle enthalten recht präzise, kalibrierfähige Beschleunigungssensoren / elektronische Gyroskope etc., damit lässt sich schon was anfangen. Da diese Sensoren + Controller teilweise autark arbeiten und die Apps sie nur auslesen müssen, wird die Genauigkeit auch nicht zwangsläufig durch die Zahl der offenen Apps beeinflusst. Allerdings hängt das von der Sorgfalt bei der Programmierung der App und des OS ab, wirklich sicher kann man nur durch eine externe Kalibrierung sein. Falls das Thema interessiert: Google findet da so einiges ... http://tinyurl.com/pdzbjyf

    3 Mal editiert, zuletzt von MX57 ()

  • Die Beschleunigungssensoren der einschlägigen Mobil-Phones sind in der Regel nicht kalibriert, und dienen originär auch nur dazu zu erkennen, ob eine "Schütteleingabe" (Aufwachen) o.ä. stattfindet, oder ob die Raumorientierung (legen, senkkrecht, waagerechte Handhabung) stattfindet.


    GPS-Empfänger können, bei ausreichend vielen empfangenen Satelliten, sowas mit links, auch wenn die einprogrammierte UnGenauigkeit der GPS-Sensoren (10m-Sperre) eigentlich eine Feinortung verhindert, kann aufgrund der mathematischen Differenzbildung der Standorte sehr gut die Beschleunigung errechnet werden.


    Da nützen dann im Ernstfall die kleinen Beschleunigungssensoren im Phone wenig, da diese alleine ohne die Messung der realen Wegstrecke nur äußerst unzureichende Ergebnisse liefern können.

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  • Oh, unterschätze die Sensoren in den aktuellen Spitzen-Smartphones nicht!
    Ich finde es schon stark, was die Mikrosystemtechnik da liefert.
    Man muss es halt nur entsprechend nutzen, was aber durchaus auch geschieht.


    ohne die Messung der realen Wegstrecke nur äußerst unzureichende Ergebnisse liefern können.


    Du hast Recht, denn es geht Euch hier ja um "0 - 100 km/h" - Messungen.
    Im Titel stand halt was von "Beschleunigungsmessung" ...
    als Flieger bin ich da mehr auf die g-Werte fixiert, daher kam der Exkurs zu den Smartphone-Sensoren :)

    2 Mal editiert, zuletzt von MX57 ()

  • Ich habe da Samsung Galaxy S3, Sateliiten war über 15 Stück und die App nennt sich SpeedView Lite.


    Gruss
    Jürgen

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  • Interessant - dann hast Du ja Empfang durch die Erde durch :eek:

    Normalerweise hats maximal 12 Satelliten und alles über 8 ist schon sehr gut - siehe hier das animierte Bild.

    Was die Beschleunigung angeht würde ich eher sagen dass die Geräte schönrechnen, weil wenn Du mal nen "Fachmann" fragst, wird der Dir erklären, dass Du selbst als guter Autofahrer die Werksangaben im Normalfall nicht erreichen wirst.
    Am meisten Abweichung hats mit nem Schalter und selbst mit nem Automaten oder nem DKG/SMG haut das nicht hin.

    Ein Sprint 0..100km/h besteht nicht nur daraus, den Pin einfach aufs Blech zu drücken.
    Das kann beim anfahren z.B. sein, dass erst kurz nur halb oder zweidrittel Gas gegeben wird um den unvermeidlichen Schlupf zu reduzieren und der weiß auch ganz genau bei welcher Drehzahl er schalten muss bzw. den Automaten zum schalten veranlassen, weil das ist nicht unbedingt immer die Nenndrehzahl.

    Georg

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.


  • Die Anzahl der gefundenen Satelliten hat mich auch gewundert. Weil ich das eigentlich auch nur so kenne wie du beschrieben hast. Aber du weißt ja, in Bayern ist alles etwas besser.....:D


    Mit dem "schönrechnen" bin ich auch bei dir. Ich hätte nie erwartet, dass die 0-100 Werte auf Werksangabe bzw. darunter liegen.


    Ich glaube ich werde dann dem nächst nochmal auf Tour gehen....;)


    Gruss
    Jürgen

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  • Ein Sprint 0..100km/h besteht nicht nur daraus, den Pin einfach aufs Blech zu drücken.
    Das kann beim anfahren z.B. sein, dass erst kurz nur halb oder zweidrittel Gas gegeben wird um den unvermeidlichen Schlupf zu reduzieren und der weiß auch ganz genau bei welcher Drehzahl er schalten muss bzw. den Automaten zum schalten veranlassen, weil das ist nicht unbedingt immer die Nenndrehzahl.


    Afaik braucht man für optimale Beschleunigung sowieso 20% Schlupf...

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Bis jetzt wurde hier immer nur von der Smartphonesleistung, der vorhanden Satelitten und der Software gesprochen und noch nie vom GPS-Empfänger selbst


    kleines Beispiel:
    ich habe einen Multicopter mit GPS und habe dort zwei Empfänger getestet. Rest der Elektronik ist gleich.
    Da merkt man grosse Unterschiede, das der ein viel mehr und schneller Daten liefert wie der andere und ich glaube da ist die Fehlerquelle beim Smartphones, denn für ein Navigieren, reicht ein sehr günstiger Empfänger, für solche Messungen sind die zu leistungsschwach


    Was im übrigen auch spannend ist, Genauigkeit +/- 1m, Flugroute mit Landung auf Basis Googlemaps geplant und im Autopilot geflogen und gelandet

    ehemals Driver 7
    Früher war alles besser

  • Du hast Recht, denn es geht Euch hier ja um "0 - 100 km/h" - Messungen.
    Im Titel stand halt was von "Beschleunigungsmessung" ...
    als Flieger bin ich da mehr auf die g-Werte fixiert, daher kam der Exkurs zu den Smartphone-Sensoren :)


    Dann sollte Dir auch bekannt sein, dass die aktuelle Beschleunigung und die aktuelle Geschwingigkeit nichts miteinander zu tun haben ...


    Ein Beschleunigungsmesser misst nur das Delta-V, die Realgeschwindigkeit ist ihm aufgrund der physikalischen Gegebenheiten unbekannt.
    Also kann er auch nicht wissen WANN du bei 100km/h angekommen bist.


    Die von Dir zitierte "Beschleunigungsmessung" ist dazu aber nicht in der Lage, als bestes Beispiel sei der freie Fall genannt, bei dem der fallende Gegenstand konstant mit 9,81m/s² beschleunigt wird, der Beschleunigungsmesser aber kein Delta messen kann, und so auf den dann freien Fall reagiert.

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  • Dann sollte Dir auch bekannt sein (...)


    Wie gesagt, denke ich bei "Beschleunigung" als Flieger spontan an g-Werte,
    also ein Resultat der Geschwindigkeitsänderung pro Zeiteinheit.
    Das können die Smartphone-Sensoren (ohne GPS) inzwischen ganz gut messen, das wollte ich sagen.
    Ist aber wohl nicht angekommen :confused:
    Im Flugzeug haben wir dafür klassische mechanische g-Anzeigen.


    als bestes Beispiel sei der freie Fall genannt, bei dem der fallende Gegenstand konstant mit 9,81m/s² beschleunigt wird, der Beschleunigungsmesser aber kein Delta messen kann, und so auf den dann freien Fall reagiert.


    Aäähhh... der freie Fall ist aber kein "bestes Beispiel", sondern ein Sonderfall,
    da die Beschleunigung hier die Gewichtskraft der Masse genau aufhebt.
    Gleichwohl wird beschleunigt ;)


    Das führt jetzt letztlich aber alles vom Thema weg, denn in diesem Thread ist
    (natürlich, mea culpa) die Zeit gemeint, von 0 auf 100 km/h zu kommen...
    da hatte ich mich zunächst auf das falsche Brett führen lassen, sorry ;)


    Überlassen wir also besser wieder den Leuten mit Stoppuhr und Blick auf den Tacho das Feld,
    natürlich nicht ohne zu erwähnen dass Tachos alle voreilen :o

    6 Mal editiert, zuletzt von MX57 ()

  • Über einen Zeitmesser und den beschleunigungswerten natürlich. Ich habe zb einen sehr genauen solchen Beschleubigungsmesser ohne GPS daheim der bei Viertelmeilenrennen eingesetzt wird und absolut genaue Ergebnise liefert. Zb. viertelmeilezeit oder 0-100 Zeit etc.


    Wenn ich 1s mit 1g beschleunige weiss ich dass sich meine Geschwindigkeit um 35km/h erhöht hat. Also weiß ich auch wie schnell ich nach drei Sekunden fahre. Nämlich um die 100.
    je öfters das Gerät misst umso genauer kann es die Geschwindigkeit ermitteln. Und natürlich auch den zurückgelegten Weg.


    Mein Messgerät kennt zudem sogar die Motordrehzahl über die 12V Steckdose.