Lufthansa-Streik

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  • Durch den Mindestlohn werden ja wenigstens die schlimmsten Ausbeutungen verhindert....


    Die Frage ist in wie weit der Mindestlohn durch Subunternehmer unterlaufen wird. Das passiert beispielsweise schon in der Speditionsbranche.


  • Kommt für mich auch auf den Job an. IMHO ist die Belastung und die Verantwortung eines Piloten höher wie die eines Büroangestellten. Da kann man schon über Unterschiedliche Renteneintrittsalter Disskutieren.

  • Kommt für mich auch auf den Job an. IMHO ist die Belastung und die Verantwortung eines Piloten höher wie die eines Büroangestellten. Da kann man schon über Unterschiedliche Renteneintrittsalter Disskutieren.


    Ersetze mal Büroangestellter durch Dachdecker. Die Verantwortung mag geringer sein, dafür die Belastung deutlich höher.

    Zum Thema Verantwortung würde mich die Meinung von DocMonka interessieren. Spontan würde ich sagen, dass da dank Autopilot auch viel Routine dabei ist.

    Belastend dürften sicher Langestreckenflüge sein. Wenn erstmal der Autopilot an ist, dürfte es da viel Langeweile geben. Hinzu kommen dann auch noch verschiedene Zeitzonen, klimatische Umstellungen, etc. Nur ...... damit haben die Saftschubsen auch zu kämpfen. Dürfen die deswegen früher in Rente? Imho nein.

  • Ersetze mal Büroangestellter durch Dachdecker. Die Verantwortung mag geringer sein, dafür die Belastung deutlich höher.

    Zum Thema Verantwortung würde mich die Meinung von DocMonka interessieren. Spontan würde ich sagen, dass da dank Autopilot auch viel Routine dabei ist.

    Belastend dürften sicher Langestreckenflüge sein. Wenn erstmal der Autopilot an ist, dürfte es da viel Langeweile geben. Hinzu kommen dann auch noch verschiedene Zeitzonen, klimatische Umstellungen, etc. Nur ...... damit haben die Saftschubsen auch zu kämpfen. Dürfen die deswegen früher in Rente? Imho nein.


    Ich hatte aus gutem Grund einen Büroangestellten als Vergleich genommen. Aber du hast schon Recht auf Dachdecker, Bauarbeiter trifft ähnliches zu.


    Die Saftschubsen sind aber nicht in der Verantwortung so nen Vogel mit seinen Passagieren Unfallfrei von A nach B zu bringen. Ich denke selbst wenn die Kiste 90% der Zeit im Autopilot fliegt sind die Restlichen 10% (Start und Landung) extrem Stressig. Dazu kommt wie du schreibst Zeitzonenm, klimatische Umstellungen usw.


    Wenn eine Stewardes Mist baut ist der Schaden den sie anrichten kann ungleich niedriger wie bei einem Piloten der sich bei Landung verschätzt.

  • Die Frage ist in wie weit der Mindestlohn durch Subunternehmer unterlaufen wird. Das passiert beispielsweise schon in der Speditionsbranche.



    Da ist dann der Gesetzgeber samt Exekutive und Judikative gefordert.


    DieselMitch
    laminator hat mir meine Antwort vorweg genommen. Ich sehe es so, wie er.

    Viele Grüße
    Oliver


  • Jahh... öööhmmm... also ich persönlich möchte eigentlich NICHT von einem 67 jährigen "Flugopa" kutschiert werden ..
    "Sehr geehrte Damen und Herren! Die Landung dieses Flugzeuges verzögert sich noch um ca. 30 Minuten, da der Pilot seine Brille verlegt hat, und wir sie trotz intensiver Suche noch nicht wiedergefunden haben!" :crazy:


    Und wenn's dann beim Landen schüttelt, könnte es vielleicht auch Seitenwind gewesen sein ... wenn der Pilot keine altersbedingten Ausfallerscheinungen hat ...

    Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beißen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch. (Mark Twain (1835-1903))
    Free Copdland - Auch mal eine andere Meinung haben im BMW-Treff :top:
    Jeep fahren heißt da stecken zu bleiben, wo andere erst garnicht hinkommen!

  • DieselMitch

    Ich verstehe; es ist wie in so viele Berufen, die nicht bis 67 arbeiten können. Und das sind nicht nur Dachdecker & Piloten. Auch im Einzelhandel bei uns scheiden reihenweise die Leute bereits vor dem Erreichen der Altersgrenze aus. Wie soll es auch anders gehen; sollen sie mit 65 noch quitschfidel die Tageslieferung Obst und Gemüse mit Kartoffeln etc. verräumen. Oftmals sind die Menschen schon ab 60 oder sogar vorher schon so geschädigt, dass sie nicht mal mehr eine sitzende Tätigkeit an der Kasse bis 67 ausüben können.

    Es ist wohl eine grundsätzliche Frage, was die Politik und die Gesellschaft hier für Lösungen anbieten kann & möchte. Bleibt aber der Fakt, dass die Piloten hier überdurchschnittlich gut versorgt sind und dafür so gut wie nicht selbst vorsorgen müssen - im Gegensatz zu anderen Arbeitern. Aber auch verständlich, dass sie so lange wie möglich dafür kämpfen, am Bestehenden festzuhalten. Immerhin ist es z. T. ja auch in Individual-Arbeitsverträgen genau so geregelt und die können nicht einfach außer Kraft gesetzt werden.... hoffe aber, dass für die zukünftigen Piloten abschließend eine Regelung besteht, wo sie auch gezwungen sein werden, selbst vorzusorgen und sich die Schere zu anderen Branchen und deren Mitarbeitern schließt.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Oftmals sind die Menschen schon ab 60 oder sogar vorher schon so geschädigt, dass sie nicht mal mehr eine sitzende Tätigkeit an der Kasse bis 67 ausüben können.


    Oftmals sind sie auch vorgeschädigt, sind chronisch krank, oder gar als schwerbeschädigte AN die "ärmsten Säue" ... und DA weis ich wovon ich rede.


    Die so lautstark propagierte 63/45-Regelung für den Renteneintritt werde ich nie erleben können .. ich bin froh wenn ich es noch ein paar Jährchen schaffe nicht vom Stuhl zu fallen.


    Die Erhöhung des Renteneintrittsalters wirkt sich auch nicht gerade förderlich auf meine Gesundheit aus, und wenn man die ganze Rentenmathematik mal langsam ablaufen lässt bleibt in Konsequenz übrig:
    - der Staat möchte, dass aufgrund des erfundenen "Facharbeitermangels" alle mehr Jahre arbeiten und einzahlen, zum Wohle der Arbeitgeber!
    - willst Du DOCH mit 63 in Rente gehen, so wird Dir nur ein Almosen anstatt einer Rente ausgezahlt
    - bist Du chronisch krank, und kannst Dir das garnicht aussuchen wie lange Du im Leben arbeiten kannst, solltest Du schonmal in ein Land ausreisen, dass für Sterbehilfe keine Gefängnisstrafe vorsieht, denn Du bist am Ar*ch!


    Da mir das Problem zum Glück schon in frühen Jahren auffällig wurde, habe ich getan, was ich tun konnte, um der "Rentenlücke" wenigstens ein wenig ein Schnippchen schlagen zu können... und habe das große Glück AGs zu haben, die eine Betriebsrente auszahlen.


    Dass heißt, dass ich bei einem eventuellen derzeitigen Eintritt in eine EU-Rente auch nach Hinzurechnung (der ebenfalls gekürzten :eek:) Zusatzrenten zur Erhaltung eines einigermaßen vernünftigen Lebensstils MINDESTENS noch 400-500€ im Monat hinzuverdienen MUSS! Würde ich regulär in Rente gehen, hätte ich eher was übrig ...


    Und jetzt kommt die Gretchenfrage: Wer beschäftigt einen SB in dem Alter dann noch?
    Antwort:


    Und nun zum Ausgangspunkt Fliegerjockeystreik:
    Diese Jungs haben ein großes Risiko, aufgrund schnell eintretender gesundheitlicher Probleme ihren Job loszuwerden ... die Konsequenzen siehe oben.


    Daher ist es nur legitim zu versuchen, sich so gut es nur geht abzusichern ... wobei eine EU-Rente für einen Ex-A380-Jockey "geringfügig" über meiner EU-Rente liegen würde :crazy: ... das hieße dann nur noch 2 Porsche in der Garage anstatt 3 Bentleys [/ironie]


    Alles ist relativ, man muss nur zwischendurch mal den Standpunkt wechseln.

    Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beißen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch. (Mark Twain (1835-1903))
    Free Copdland - Auch mal eine andere Meinung haben im BMW-Treff :top:
    Jeep fahren heißt da stecken zu bleiben, wo andere erst garnicht hinkommen!



  • Zum Thema Verantwortung würde mich die Meinung von DocMonka interessieren. Spontan würde ich sagen, dass da dank Autopilot auch viel Routine dabei ist.

    Belastend dürften sicher Langestreckenflüge sein. Wenn erstmal der Autopilot an ist, dürfte es da viel Langeweile geben. Hinzu kommen dann auch noch verschiedene Zeitzonen, klimatische Umstellungen, etc. Nur ...... damit haben die Saftschubsen auch zu kämpfen. Dürfen die deswegen früher in Rente? Imho nein.


    Gern geb ich meinen Senf dazu.


    Natürlich sind Automatisierungssysteme eine enorme Arbeitserleichterung. Natürlich besteht ein Linienflug von A nach B in den meisten Fällen im sorgfältigen Abspulen von Routinen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit...


    Ein Pilot wird auf eine Vielzahl von "Abnormals" trainiert. Da ich gerade die Type-Rating-Ausbildung für ein Verkehrsflugzeug durchlaufe, kann ich ein Lied davon singen. Wenn die Fire Bell losgeht, weil ein Triebwerk brennt, müssen vorher zig mal eingeübte Verfahren (die sowohl Handgriffe als auch wortwörtlich festgelegte Callouts beinhalten) präzise abgehandelt werden. Egal, ob das mittags bei Sonnenschein oder nachts um 3 bei Schietwetter passiert. Die lückenlose Beherrschung dieser Verfahren müssen Piloten regelmäßig nachweisen, sonst werden sie aus dem gewerblichen Flugbetrieb herausgelöst, nachgeschult oder - wenn es blöd kommt - sogar entlassen.


    Manch einer aus der "Piloten drücken noch nur Knöpfe, den Rest macht der Autopilot"-Fraktion würde nach einer Simulator-Session nachts um 3 mit straffem Programm und Fehlfunktionen aller Art sein Weltbild gewaltig umkrempeln müssen.


    Die gesundheitliche Verfassung ist eine weitere Seite der Medaille. Wenn Umstände eintreten, die gegen eine Verlängerung der Flugtauglichkeit sprechen, dann bedeutet das nicht selten das Karriere-Ende für einen Piloten. Keine Airline dieser Welt wird ihn dann noch beschäftigen, solange die Gründe, die gegen die Tauglichkeit sprechen, nicht ausgeräumt sind. Und das können mitunter relativ belanglose Gründe sein, die einen im täglichen Leben nicht zwangsläufig einschränken.


    Noch ein Wort zu den "Saftschubsen":



    Die Saftschubsen sind aber nicht in der Verantwortung so nen Vogel mit seinen Passagieren Unfallfrei von A nach B zu bringen. Ich denke selbst wenn die Kiste 90% der Zeit im Autopilot fliegt sind die Restlichen 10% (Start und Landung) extrem Stressig. Dazu kommt wie du schreibst Zeitzonenm, klimatische Umstellungen usw.


    Wenn eine Stewardes Mist baut ist der Schaden den sie anrichten kann ungleich niedriger wie bei einem Piloten der sich bei Landung verschätzt.


    Das halte ich für einen Irrtum!
    Mal abgesehen, dass ich mich gegen den Begriff "Saftschubsen" wehre:
    Flugbegleiter (m/w) sind keine fliegenden Kellner, sie sind vielmehr ausgebildetes Fachpersonal, dass für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Gäste an Bord verantwortlich ist. Ähnlich wie bei uns Cockpit-Besatzungen werden sie in 99% der Fälle mit Routine-Joubs beschäftigt sein, in ihrem Fall also Tomatensaft und Kaffee auszuschenken und dabei ein freundliches Gesicht zu machen. Wirklich trainiert werden sie aber für das restliche Prozent der Fälle, wo auf einmal eine Evakuierung der Kabine notwendig wird. In diesen Fällen entscheidet richtiges Handeln der Jungs und Mädels sehr wohl über Leben oder Tod.


    Ungeachtet dessen: die Konditionen, zu denen die Kollegen bei LH unterwegs sind, sind weit weg vom Rest der (Piloten-)Welt. Es mag legitim sein, zunächst mal den erreichten Status Quo verteidigen zu wollen. Ob das aber noch zeitgemäß ist, ich weiß nicht. Ich halte das Ganze für abgehobenes Oberschicht-Denken und ausgeprägten Lobbyismus. Das ist aber nur meine private Meinung.

  • Ich halte das Ganze für abgehobenes Oberschicht-Denken und ausgeprägten Lobbyismus. Das ist aber nur meine private Meinung.



    Würdest du denn persönlich so weit gehen wollen, auch die bereits geschlossenen Regelungen in Individual-Arbeitsverträgen zu kippen oder würde es dir ausreichen, dass neue Piloten in Zukunft einfach nicht mehr die alten Regelungen erhalten?

    Viele Grüße
    Oliver

  • Ich bin kein Arbeitsrechtler, aber eine Besitzstandswahrung könnte man schon vertreten.
    Auf der anderen Seite: als ich 1999 bei der Bundeswehr unterschrieben habe, gab es noch ein Weihnachts- und ein Urlaubsgeld. Davon war zum Ende meiner Dienstzeit nichts mehr zu sehen, ohne dass ein Hahn danach gekräht hätte. Als Beamter konnte ich mich dagegen ohnehin nicht wehren. Hier hat der Arbeitgeber einseitig die Bedigungen verschlechtert.


    Die Frage, die man sich auf jeden Fall stellen muss ist, ob eine solche Regelung noch zeitgemäß ist, um sie auch für Neuverträge noch fordern zu können. Meiner Meinung nach nicht. Rente mit 55 ist demographisch belegbarer Irrsinn. Wer das gern möchte, sollte sich von seinem nicht allzu schlechten Kapitänsgehalt bei Hansens entsprechende Rücklagen schaffen und dann auf Teilzeit gehen oder ganz zuhause bleiben.

  • Würdest du denn persönlich so weit gehen wollen, auch die bereits geschlossenen Regelungen in Individual-Arbeitsverträgen zu kippen oder würde es dir ausreichen, dass neue Piloten in Zukunft einfach nicht mehr die alten Regelungen erhalten?


    Die Frage ist ja warum hat die Lufthansa in der Vergangenheit diese Individual-Arbeitsverträge geschlossen. Ich würde mal Vermuten das es zum Anspruch der Lufthansa gehört(e) das beste und maximal qualifizierteste Personal zu beschäften. Top Leute sind in der freien Wirtschaft selten und auch nur zu Top Gehältern zu bekommen. Sozusagen "You get what you pay for".


    Ich behaupte mal wenn die Lufthansa die Möglichkeit hätte genügend qualifizierte Piloten zu einem (erheblich) niedrigeren Salär zu bekommen hätte sie dies schon längst getan. Anscheinden sieht aber der Arbeitsmarkt in diesem Segment nicht so rosig für die Arbeitgeber (LH) aus wie in anderen Bereichen.


    Der Arbeitsmarkt richtet sich wie alle anderen Märkte auch primär nach Angebot und Nachfrage aus.

  • Für die Erhöhung der Vorstandsbezüge ist bei der Lufthansa jedenfalls genug Geld da.


    Ehrlich gesagt ist mir als Fluggast ein gut bezahlter und ausgebildeter Pilot wichtiger als die Renditeerwartungen der Aktionäre.

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
    - Paul Sethe

  • Für die Erhöhung der Vorstandsbezüge ist bei der Lufthansa jedenfalls genug Geld da.


    Ehrlich gesagt ist mir als Fluggast ein gut bezahlter und ausgebildeter Pilot wichtiger als die Renditeerwartungen der Aktionäre.


    Es sollte sich halt in der Waage halten. Bei den Preisen die die LH für ihre Flüge aufruft erwarte ich, das dass Personal bestens Ausgebildet ist.

  • Die Frage ist ja warum hat die Lufthansa in der Vergangenheit diese Individual-Arbeitsverträge geschlossen. Ich würde mal Vermuten das es zum Anspruch der Lufthansa gehört(e) das beste und maximal qualifizierteste Personal zu beschäften.


    Ich glaube eher, dass man das branchenübergreifend sehen muss, wenn auch hier eine sehr sehr arbeitnehmerfreundliche Regelung vereinbart wurde.


    Aus anderen Branchen ist es mir auch bekannt, dass Mitarbeiter z. B. bereits im mittleren Management früher noch Firmenrenten etc. bekamen, wofür sie absolut nichts selbst einzahlen mussten. Heute gibt es das nicht mehr; das ist schlicht nicht mehr finanzierbar.


    Beim Staat ist es doch nicht anders. Früher waren die Renten sicher (:D), heute muss geriestert, gerürupt oder viel sinnvoller eigenverantwortlich Geld weggelegt werden, damit man in der Rente nicht auf Hartz IV Niveau absackt.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Ich glaube eher, dass man das branchenübergreifend sehen muss, wenn auch hier eine sehr sehr arbeitnehmerfreundliche Regelung vereinbart wurde.


    Aus anderen Branchen ist es mir auch bekannt, dass Mitarbeiter z. B. bereits im mittleren Management früher noch Firmenrenten etc. bekamen, wofür sie absolut nichts selbst einzahlen mussten. Heute gibt es das nicht mehr; das ist schlicht nicht mehr finanzierbar.


    Beim Staat ist es doch nicht anders. Früher waren die Renten sicher (:D), heute muss geriestert, gerürupt oder viel sinnvoller eigenverantwortlich Geld weggelegt werden, damit man in der Rente nicht auf Hartz IV Niveau absackt.


    Solange der Vorstand sich die Bezüge erhöhen kann scheint ja noch genug Geld da zu sein. Klar waren die Monetären Möglichkeiten in der Vergangenheit größer. Das bedeutet aber in der Regel das diese "priviligierten" Regelungen bei neuen Arbeitsverträgen nicht mehr geschlossen werden. Womit dann mit der Zeit sich das Problem von selber löst.


    Man korrigiere mich wenn ich falsch liege aber es geht ja nicht um neue Arbeitsverträge sondern die LH möchte gerne Rechte aus bestehenden Arbeitsverträgen einschränken. Dagegen würde ich mich auch wehren.

  • Solange der Vorstand sich die Bezüge erhöhen kann scheint ja noch genug Geld da zu sein.


    Na, ob man es so pauschal sehen kann, weiß ich nicht. Erst einmal bin ich sicher, dass auch die Piloten regelmäßig und weiterhin Erhöhungen ihres Grundgehalts erhalten - und dann ist es auch beim Vorstand Ok, so lange sich das nicht in total anderen Sphären bewegt als bei anderen Konzernen oder Airlines.


    Auf der anderen Seite sind die Erhöhungen der Vorstände, ohne dass ich sie jetzt nachrecherchiert habe, sicherlich in Summe weitaus weniger bedeutend für den Fortbestand der Lufthansa als die umfangreichen Versorgungen der gesamten Pilotenschaft....




    Man korrigiere mich wenn ich falsch liege aber es geht ja nicht um neue Arbeitsverträge sondern die LH möchte gerne Rechte aus bestehenden Arbeitsverträgen einschränken. Dagegen würde ich mich auch wehren.


    Es geht wohl um beides - neue und alte Verträge. Ich würde es verstehen, wenn man sich darauf einigt, die alten Regelungen beizubehalten - geht auch IMHO gar nicht anders und darauf, dass die neuen Verträge eben auch eine Eigenverantwortung der Piloten beinhalten, vorzusorgen, so wie es bei fast allen Anderen auch ist.


    Daher sehe ich die Frage, warum die LH früher solche Verträge gemacht hat, nicht als Grundlage an, darauf nie und nimmer abzuweichen. Die Zeiten ändern sich. Heute fahren ja auch keine Kutschen mehr durch die Straßen und durch veränderte Rahmenbedingungen müssen sich auch die Menschen und ihre Ansprüche verändern. Siehe Karstadt - da haben selbst diverse Gehaltsverzichte und und und nicht geholfen, die Arbeitsplätze in Summe zu erhalten.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Na, ob man es so pauschal sehen kann, weiß ich nicht. Erst einmal bin ich sicher, dass auch die Piloten regelmäßig und weiterhin Erhöhungen ihres Grundgehalts erhalten - und dann ist es auch beim Vorstand Ok, so lange sich das nicht in total anderen Sphären bewegt als bei anderen Konzernen oder Airlines.


    Auf der anderen Seite sind die Erhöhungen der Vorstände, ohne dass ich sie jetzt nachrecherchiert habe, sicherlich in Summe weitaus weniger bedeutend für den Fortbestand der Lufthansa als die umfangreichen Versorgungen der gesamten Pilotenschaft....


    Das die Piloten regelmäßig erhöhungen Erhalten glaube ich nicht. Grade das ist leider ein Relikt besserer Zeiten. In den meisten Branchen die ich kenne werden Tariferhöhungen in der Regel äusserst ungern weitergegeben.





    Es geht wohl um beides - neue und alte Verträge. Ich würde es verstehen, wenn man sich darauf einigt, die alten Regelungen beizubehalten - geht auch IMHO gar nicht anders und darauf, dass die neuen Verträge eben auch eine Eigenverantwortung der Piloten beinhalten, vorzusorgen, so wie es bei fast allen Anderen auch ist.


    Daher sehe ich die Frage, warum die LH früher solche Verträge gemacht hat, nicht als Grundlage an, darauf nie und nimmer abzuweichen. Die Zeiten ändern sich. Heute fahren ja auch keine Kutschen mehr durch die Straßen und durch veränderte Rahmenbedingungen müssen sich auch die Menschen und ihre Ansprüche verändern. Siehe Karstadt - da haben selbst diverse Gehaltsverzichte und und und nicht geholfen, die Arbeitsplätze in Summe zu erhalten.



    Klar ändern sich Zeiten. Aber wir sind uns sicher einig wenn die LH eine Alternative hätte würden wir jetzt nur über die Eckwerte der Verringerung sprechen. Für mich sieht es auch nicht so aus als wenn die aktuellen Bezüge die LH kurzfristig ruinieren würden. Sofern dort Arbeitsplätze akut in Gefahr wären (drohende Betriebsbedingte Kündigungen) würde auch Cockpit eine andere Haltung annehmen. Kostensenkungen sind heutzutage in allen Branchen alltäglich.

  • Doc
    Danke für Dein Posting.

    Den Begriff "Saftschubsen" hatte ich bewusst so respektlos gewählt. Deine Erläuterung zeigt, dass diese Mitarbeiter(innen) durchaus auch eine hohe Verantwortung haben, was aber in der allgemeinen Diskussion imho untergeht. Da gewinnt man irgendwie den Eindruck, dass die Piloten die eigentlichen Götter der Lüfte sind, während die restlichen Mitarbeiter schmückendes, zumindest aber unwichtiges Beiwerk sind.

    Womit wir bei den Lotsen im Tower sind. Deren Job stelle ich mir fast noch stressiger vor. Und wehe, die übersehen mal was. Gibt es für diese MA eigentlich auch eine Vorruhestandsregelung?

  • Doc
    Danke für Dein Posting.

    Den Begriff "Saftschubsen" hatte ich bewusst so respektlos gewählt. Deine Erläuterung zeigt, dass diese Mitarbeiter(innen) durchaus auch eine hohe Verantwortung haben, was aber in der allgemeinen Diskussion imho untergeht. Da gewinnt man irgendwie den Eindruck, dass die Piloten die eigentlichen Götter der Lüfte sind, während die restlichen Mitarbeiter schmückendes, zumindest aber unwichtiges Beiwerk sind.


    Aber überbewerten sollte man die Verantwortung nun auch nicht. Diese fängt IMHO ja erst an wenn im Cockpit alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

    Womit wir bei den Lotsen im Tower sind. Deren Job stelle ich mir fast noch stressiger vor. Und wehe, die übersehen mal was. Gibt es für diese MA eigentlich auch eine Vorruhestandsregelung?


    Die Lotsen sitzen aber auch nicht auf mehreren Tonnen Technik, Mitarbeitern und Passagieren sondern warm mit ihrem Kaffe vor sich im Tower. Ich glaube die Diskussion wer nun wichtiger ist ist auch müssig. Der Pilot steht nicht umsonst in der internen Hirarchie relativ weit oben. Eben auch weil seine Ausbildung um einiges Aufwändiger und Stressiger ist wie die einer Stewardess oder eines Fluglotsen. Ausbildungsmäßig würde ich hier einen Luftfahrtingeneur als am nächsten kommend ansehen. Wie gesagt ohne den anderen Berufen irgendwas absprechen zu wollen.