Hausautomatisierung. Der Erfahrungsthread...

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  • Hausautomatisierung ist zweifellos ein wichtiges und spannendes Thema, aber in Zeiten wo der Elektriker für's Flurlicht immer noch lieber eine Kreuzschaltung installiert statt einem Stück Elektronik ... denke ich daß es noch 20 Jahre dauert, bis sich das durchgesetzt hat.


    Das Argument verstehe ich nicht. Was ist denn an der guten alten Kreuzschaltung oder einem stinknormalen Schalter falsch wo es nur Licht an/aus braucht? Es macht doch das Thema Hausautomatisierung absolut lächerlich wenn ich hundert Euro ausgebe um das Licht auf dem Lokus per IPhone zu steuern...
    Automatisierung dort wo sie wirklich Sinn macht muss sein. Ansonsten bitte die sparsamste Lösung nicht verteufeln.



    KNX & Konsorten halte ich für eine Übergangslösung. Spezielle Buskabel haben vllt. technische Vorteile, aber eben auch das Killerargument daß sie nicht nicht nachrüsten lassen.
    Wenn sich etwas durchsetzt, dann eine Art Powerline-Netzwerk mit Sensoren und Aktuatoren die mit Zweidraht-Verkabelung zurechtkommen.


    KNX hat sich doch schon durchgesetzt und das Thema "Nachrüstung" ist ein Thema, dass es nicht geben würde wenn Elektriker sauber arbeiten und die DIN Vorschriften einhalten würden. Dann wäre es kein Problem ein Bus Kabel von Lampe bis Sicherungskasten nachzuziehen falls nötig...


    Powerline ist technisch immer grenzwertig/unschön. Das Modulieren der Netzspannung ist von Anfang an Pfusch und je weiter die Energiewende fortschreitet wird sie immer schwieriger wegen dem unsauberen Grundsignal.

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  • Das Argument verstehe ich nicht. Was ist denn an der guten alten Kreuzschaltung oder einem stinknormalen Schalter falsch wo es nur Licht an/aus braucht? Es macht doch das Thema Hausautomatisierung absolut lächerlich wenn ich hundert Euro ausgebe um das Licht auf dem Lokus per IPhone zu steuern...
    Automatisierung dort wo sie wirklich Sinn macht muss sein. Ansonsten bitte die sparsamste Lösung nicht verteufeln.


    Entgegen des ganzen Hypes ist ein Smart Home nicht etwa smart, weil man es mit einem hippen Smartphone steuern kann. Die Leute haben das Thema Gebäudeautomatisierung komplett verfehlt - es geht nicht um eine Lösung fürs Posen ("Schau mal, ich kann mit dem iPhone das Licht schalten"), sondern darum, Komfort und Sicherheit zu gewinnen indem ich eben nicht auf irgendwelche Tasten oder Touchscreens drücken muss.


    Was an dem stinknormalen Schalter falsch ist merkst Du spätestens dann, wenn Du solche Funktionen wie Zentral-Aus fürs Haus realisieren willst. Bei mir werden beispielsweise alle Leuchten und schaltbaren Steckdosen abgeschaltet, wenn niemand zuhause ist. Oder wenn die Feuermelder Alarm geben, schaltet sich die Lüftungsanlage ab, alle Rollläden gehen auf und alle Leuchten werden eingeschaltet. Das ist in meinen Augen das, was ein Smart Home ausmacht und nicht bunte Apps.

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
    - Paul Sethe


  • ok, Zentral-Aus ist was anderes, aber: Was an dem stinknormalen Schalter falsch ist merkst Du spätestens dann, wenn Du solche Funktionen wie Zentral-Aus fürs Haus realisieren willst.

    Was z.B. an nem stinknormalen Schloß an der Haustür richtig ist, merkt man genau dann, wenn man wie ein Bekannter von mir alles vom feinsten per Bussystem eingebaut hat, und das kontaktlose Schloß eben mal nicht funktioniert. Und man dann die Nacht woanders verbringen darf:respekt: :happy: :hmmm:


    Man darf raten, wie lange dieses Schloß danach Bestand hatte :D

    Nur wer Sprache gut beherrschen tut ist in der Lage dem Gegner Ravioli zu bieten! :sz::zf:

  • Ich habe ein Motorschloß mit Funkfernbedienung, würde ich immer wieder verbauen. Und für Notfälle (Stromausfall) ist da ein normaler mechanischer Zylinder drin, mit dem die Türe aufgesperrt werden kann. Wer darauf verzichtet hat es nicht besser verdient...


    Ich finds ja lustig, dass man beim Auto alles mögliche an elektronischen und elektrischen Zeug einbauen lässt und beim Haus dann aber auf Technik von vor 100 Jahren setzt.

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    - Paul Sethe

  • Zitat

    Was an dem stinknormalen Schalter falsch ist merkst Du spätestens dann, wenn Du solche Funktionen wie Zentral-Aus fürs Haus realisieren willst. Bei mir werden beispielsweise alle Leuchten und schaltbaren Steckdosen abgeschaltet, wenn niemand zuhause ist. Oder wenn die Feuermelder Alarm geben, schaltet sich die Lüftungsanlage ab, alle Rollläden gehen auf und alle Leuchten werden eingeschaltet. Das ist in meinen Augen das, was ein Smart Home ausmacht und nicht bunte Apps.


    Genau das! Wobei auch das Schalten per Visualisierung (die dann auch auf dem Smartphone laufen kann) durchaus sinnvoll sein kann. Ich realisiere darüber Funktionen die ich fast nie manuell benötige und spare mir dadurch z.B. irgendwelche Schalterbatterien an der Wand.


    Häufig machen aber schon Kleinigkeiten einen großen Unterschied. Wenn ich nach Hause komme geht das Licht im Eingang an, ich muss nicht mehr durchs Haus rennen um die Rolläden zu bedienen, ich kann mich nicht per Rollade auf der Terrasse aussperren, die Musik wird stimmgeschaltet wenn das Telefon klingelt und vieles mehr.


    Auch die Flexibilität sollte man nicht vergessen. Ich muss eben nicht schon beim Legen der Leitung entscheiden wo ich was schalten will und wenn ich dann z.B. noch 20 neue Gartenlampen bekomme, dann kann ich die problemlos integrieren und wenn ich wollte sogar alle einzeln schalten.



    Zitat

    as z.B. an nem stinknormalen Schloß an der Haustür richtig ist, merkt man genau dann, wenn man wie ein Bekannter von mir alles vom feinsten per Bussystem eingebaut hat, und das kontaktlose Schloß eben mal nicht funktioniert. Und man dann die Nacht woanders verbringen darf


    Dann ist aber schon ein Fehler bei der Konzeption gemacht worden.


    Ein Problem hat man mit dem Motorschloss eher, wenn es zu einem Einbruch ohne sichtbare Einbruchspuren kommt und die Versicherung das Schloss in Verdacht nimmt. Das sollte man vorher abklären.



    Zitat

    Ich finds ja lustig, dass man beim Auto alles mögliche an elektronischen und elektrischen Zeug einbauen lässt und beim Haus dann aber auf Technik von vor 100 Jahren setzt.


    Ja, da kann man sich nur wundern. Viele Sachen liessen sich ja sogar konventionell realisieren, nur dann halt zu völlig unverhältnismäßigen Kosten.

  • Das Argument verstehe ich nicht. Was ist denn an der guten alten Kreuzschaltung oder einem stinknormalen Schalter falsch wo es nur Licht an/aus braucht? Es macht doch das Thema Hausautomatisierung absolut lächerlich wenn ich hundert Euro ausgebe um das Licht auf dem Lokus per IPhone zu steuern...
    Automatisierung dort wo sie wirklich Sinn macht muss sein. Ansonsten bitte die sparsamste Lösung nicht verteufeln.


    Wobei sich mir die Frage aufwirft wenn ich mir meinen Flur anschaue, mit 4 Tastern für das Licht (die auch nötig sind bei 12m², 7 Türen und nem Treppenabgang - mir fehlen eher noch 1-2 Taster damit es wirklich bequem wäre) ob da eine Kreuzschaltung mit X Metern geklopften Schlitzen und verlegtem Kabel wirklich preisgünstiger wäre. Bei mir sitzt wenigstens ein Eltako im Sicherungskasten aber selbst das sehe ich noch als recht umständlich. Hier könnte man IMHO optimieren.

    Georg

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Als erstes mal mit einem Bewegungsmelder ;-)


    Aber das stimmt schon, häufig wird 08/15 Einfach konventionell mit einer gehobenen KNX Ausstattung verglichen, die dann natürlich teurer kommt. Bei uns hat sich KNX eigentlich fast schon ab dem Moment gelohnt wo wir alle Rollläden einzeln und in Gruppen fahren können wollten und das auch noch automatisiert nach Helligkeit oder Uhrzeit.


    Bei anderen Punkten ist es ähnlich und manche Komfortfunktionen lassen sich dann konventionell realistisch überhaupt nicht mehr realisieren (z.B. Lichtszenen)

  • Ich hab im Flur und Treppenhaus (ebenso wie in einigen anderen Räumen) keinerlei Taster, Licht und Treppenstufenbeleuchtung wird mit Bewegungsmeldern gesteuert. Drei Bewegungsmelder ersetzen in meinem Fall mindestens 9 Taster und wesentlich bequemer ist es ohnehin.

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
    - Paul Sethe

  • Muss man leider so sagen! Ich hab vor einiger Zeit einen die KNX Schulung der Konnex mitgemacht, da kann man sich über manche der anderen Teilnehmer nur wundern. Und das ist dann ja schon der Teil der auch Interesse an KNX hat...

  • Was setzt du zur Visualisierung ein Westfale? Bin momentan dabei meinen Homeserver 4 zu verkaufen und mir was anderes zu holen.

  • Ich nutze openHAB mit der Standard-Visu im Webbrowser, manchmal auch mit der iOS App. Die ist deutlich flotter hat aber noch ein paar Macken.


    Fernziel ist die Cometvisu als zusätzliche Oberfläche mit einzubinden, dafür gibt es ein openHAB Bindung. Scheitert aber im Moment an meiner Zeit und an meinen grafischen Fähigkeiten...

  • Entgegen des ganzen Hypes ist ein Smart Home nicht etwa smart, weil man es mit einem hippen Smartphone steuern kann. Die Leute haben das Thema Gebäudeautomatisierung komplett verfehlt - es geht nicht um eine Lösung fürs Posen ("Schau mal, ich kann mit dem iPhone das Licht schalten"), sondern darum, Komfort und Sicherheit zu gewinnen indem ich eben nicht auf irgendwelche Tasten oder Touchscreens drücken muss.


    Ich möchte aber gar nicht, dass das Licht automatisch an- und aus geht, da ich noch keine sinnvolle Steuerung gefunden habe. Präsenzsteuerung per Handy ist für mich nicht brauchbar, Bewegungsmelder nervt (geht an wenn er nicht soll, bzw. geht aus wenn er nicht soll...). Jede Art der Steuerung bedeutet Komfortverlust, warum soll ich also eine Automatisierung meines Lichtes machen?



    Was an dem stinknormalen Schalter falsch ist merkst Du spätestens dann, wenn Du solche Funktionen wie Zentral-Aus fürs Haus realisieren willst. Bei mir werden beispielsweise alle Leuchten und schaltbaren Steckdosen abgeschaltet, wenn niemand zuhause ist. Oder wenn die Feuermelder Alarm geben, schaltet sich die Lüftungsanlage ab, alle Rollläden gehen auf und alle Leuchten werden eingeschaltet. Das ist in meinen Augen das, was ein Smart Home ausmacht und nicht bunte Apps.


    Zum einen würde ich die Feuermelder NIEMALS mit irgend etwas verknüpfen. Die gelegentlichen Fehlalarme mach so schon genug Spaß. Zum anderen habe ich nicht gesagt, dass Automatisierung Mist ist, sondern nur, dass man es auch übertreiben kann. Ich wüsste zum Beispiel nicht, was ich mit einem Zentral-Aus soll...meine Lichschalter sind an wenn ich Licht brauche und aus wenn ich keines brauche. Mehr als die Räume in denen sich jemand aufhält sind einfach nicht beleuchtet.
    Bei anderen Lösungen sehe ich viel mehr Sinn. So gehen meine Rollläden zeitgesteuert hoch und runter und eben nicht wenn die Balkontüre offen ist. Oder die Heizung lässt sich per INet an und aus schalten.


    Wobei sich mir die Frage aufwirft wenn ich mir meinen Flur anschaue, mit 4 Tastern für das Licht (die auch nötig sind bei 12m², 7 Türen und nem Treppenabgang - mir fehlen eher noch 1-2 Taster damit es wirklich bequem wäre) ob da eine Kreuzschaltung mit X Metern geklopften Schlitzen und verlegtem Kabel wirklich preisgünstiger wäre. Bei mir sitzt wenigstens ein Eltako im Sicherungskasten aber selbst das sehe ich noch als recht umständlich. Hier könnte man IMHO optimieren.

    Georg


    Ich verstehe nicht, welche Alternative du siehst. Funkschalter per Batterie an jeder Ecke?
    Bei ner guten Automatisierung fällt ja der gleiche Aufwand an. Nur eben statt nem Eltako ein KNX Bauteil.

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  • Zitat

    Bewegungsmelder nervt (geht an wenn er nicht soll, bzw. geht aus wenn er nicht soll...).


    Über eine ordentliche Parametrisierung und Auswahl des passenden Bauteils oder eines Präsenz anstatt eines Bewegungsmelders lässt sich das schon vernünftig realisieren. Aber natürlich gehört dazu auch die Erkenntnis wann es nicht geeignet ist.


    Zitat

    Jede Art der Steuerung bedeutet Komfortverlust, warum soll ich also eine Automatisierung meines Lichtes machen?


    Wenn das Licht z.B. angeht wenn ich abends in die Einfahrt fahre oder das ich Lichtszenen auswählen kann anstatt die Lampen einzeln abzugehen empfinde ich als deutliche Komfortsteigerung und dafür gibt es viele andere Beispiele.


    Zitat

    Ich wüsste zum Beispiel nicht, was ich mit einem Zentral-Aus soll...meine Lichschalter sind an wenn ich Licht brauche und aus wenn ich keines brauche.


    Noch nie das Licht vergessen oder gefragt ob z.B. der Herd wirklich ausgeschaltet ist? Ich kenne Leute die genau deswegen bei der Fahrt in den Urlaub noch mal 50km zurück gefahren sind.


    Zitat

    So gehen meine Rollläden zeitgesteuert hoch und runter und eben nicht wenn die Balkontüre offen ist.


    Blöd nur, wenn die per Zeit gesteuerte Rollade dich dann auf dem Balkon aussperrt.



    Zitat

    Bei ner guten Automatisierung fällt ja der gleiche Aufwand an. Nur eben statt nem Eltako ein KNX Bauteil.


    Der Aufwand für das Verlegen der Leitungen ist deutlich geringer außerdem können ggf. Schaltstellen wegfallen.

  • Über eine ordentliche Parametrisierung und Auswahl des passenden Bauteils oder eines Präsenz anstatt eines Bewegungsmelders lässt sich das schon vernünftig realisieren. Aber natürlich gehört dazu auch die Erkenntnis wann es nicht geeignet ist.


    Genau. Kein Sensor der Welt kann erkennen, ob ich um 0Uhr Nachts nun Licht im Flur brauche oder nicht. Wenn ich weg fahre (kommt öfter vor) brauche ich Licht um die Schuhe anzuziehen und meine bereitgelegten Sachen zu greifen und wenn ich nur auf den Lokus muss darf keines angehen, weil sonst die Frau auch wach ist, was schon reicht wenn ich weg fahre.



    Wenn das Licht z.B. angeht wenn ich abends in die Einfahrt fahre oder das ich Lichtszenen auswählen kann anstatt die Lampen einzeln abzugehen empfinde ich als deutliche Komfortsteigerung und dafür gibt es viele andere Beispiele.


    Im Wohnzimmer schalte ich auch die verschiedenen Lampen per Funk, bzw. Funkdimmer, aber welche Lichtscenen hast du denn auf dem Lokus oder im Flur?
    Einen Bewegungsmelder im Hof kann mal wohl kaum als übertriebene Automatisierung ansehen...davon spreche ich gar nicht.



    Noch nie das Licht vergessen oder gefragt ob z.B. der Herd wirklich ausgeschaltet ist?


    Nein. Licht, wie gesagt, nach Bedarf. Wenn ich einen Raum verlasse ist das Licht aus. Das Kochfeld kann man eh nicht derart vom Strom nehmen, da sonst Dauergepiepe ist und es geht eh von selber aus. Desweiteren gilt auch hier: Ich koche und wenn ich mit dem Kochen fertig bin mache ich den Herd aus oder schalte die Zeitschaltuhr. Damit ich den Herd vergesse müsste ich aus dem heißen Topf auf dem Kochfeld essen...
    Desweiteren frage ich mich, wieviele Urlaube ich das Licht brennen lassen kann, bis es so viel kostet wie jedes einzelne Licht mit KNX zu versorgen...



    Blöd nur, wenn die per Zeit gesteuerte Rollade dich dann auf dem Balkon aussperrt.


    Das verhindert ein kleiner Schalter am Griff der Balkontüre.



    Der Aufwand für das Verlegen der Leitungen ist deutlich geringer außerdem können ggf. Schaltstellen wegfallen.


    Gerade war noch die Rede von mehr Schaltstellen...
    Wenn mich nicht alles täuscht brauche ich für KNX zwei Buskabel. Für einen Lichtschalter/Taster brauche ich zwei Taster...weniger Aufwand?

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  • Halt jeder nach seiner Façon, ich will es jedenfalls nicht mehr missen!


    Zitat

    Im Wohnzimmer schalte ich auch die verschiedenen Lampen per Funk, bzw. Funkdimmer, aber welche Lichtscenen hast du denn auf dem Lokus oder im Flur?


    z.B. eine Szene wenn Gäste im Haus sind, die umfasst auch Lampen im Flur.


    Zitat

    Einen Bewegungsmelder im Hof kann mal wohl kaum als übertriebene Automatisierung ansehen...davon spreche ich gar nicht.


    Die Möglichkeiten gehen weit über einen simplen Bewegungsmelder in der Einfahrt hinaus!



    Zitat


    Gerade war noch die Rede von mehr Schaltstellen...


    Aber nicht von mir. Mit KNX bräuchte man in der Regel eine 230V Leitung zur Leuchte und eine Busleitung, die als Ring gelegt werden kann, zu den Sensoren. Eine Verbindung von der Leuchte zum Taster braucht es nicht. Das Verlegen der Leitung und ev. Stemmarbeiten eingerechnet ist der Aufwand dafür geringer. Der Kanalpreis für einen KNX Schaltaktor liegt unter 25 EUR.

  • Halt jeder nach seiner Façon, ich will es jedenfalls nicht mehr missen!


    Klar. Und ich möchte es nur da haben wo es zu 100% keine Spielerei ist.
    Es ging aber nicht um das, was wir wollen, sondern um das Durchsetzen der Automatisierung. Und die setzt sich einfach nicht durch wenn die Elektriker ein Entweder-Oder zwischen Komplett-Analog und Komplett-Automatik anbieten, denn kaum ein Häuslebauer hat noch die Kohle übrig um eine Komplettautomatisierung zu stemmen.



    Aber nicht von mir. Mit KNX bräuchte man in der Regel eine 230V Leitung zur Leuchte und eine Busleitung, die als Ring gelegt werden kann, zu den Sensoren. Eine Verbindung von der Leuchte zum Taster braucht es nicht. Das Verlegen der Leitung und ev. Stemmarbeiten eingerechnet ist der Aufwand dafür geringer. Der Kanalpreis für einen KNX Schaltaktor liegt unter 25 EUR.


    Man kann vieles...aber KNX schönrechnen? Es ist Luxus und Luxus kostet. Mit der Busverkabelung und Schaltaktoren im Schaltschrank spart man doch keinen Meter Kabel und jeder einzelne Schalter/Aktor ist teuer. Wenn man es dann noch machen lässt wird es zum einen oft suboptimal gelöst und zum anderen unbezahlbar.

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  • Es geht zu nicht ums Schönrechnen sondern darum gleichwertige Ausbaustufen zu vergleichen, Rolläden über einzelne Schalter sind halt etwas anderes als eine zentrale Steuerung, egal wie realisiert. Das Gerücht von den exorbitanten Kosten für KNX entsteht häufig genau dadurch, das da Äpfel und Birnen verglichen werden. In der jeweiligen Einfachstvariante ist konventionell aber in der Tat häufig günstiger.


    Und natürlich kann man mit KNX auch Leitungen sparen. Ich habe hier z.B. ein Treppenhaus über zwei Etagen mit Empore und Lampen auf beiden Ebenen und an der Decke, insgesamt 12 Türen. Konventionell wäre es bei höherem Aufwand auch noch deutlich weniger komfortabel. Stell Dir alleine den Aufwand zum Stemmen der Schlitze in konventioneller Technik vor. Mit KNX hab ich von jeder Leuchte genau eine Leitung zu einer UV, das können sogar verschiedene sein und eine Busleitung die von einem Sensor zum nächsten springt. Die 25 EUR für den Schaltaktorkanal sind da absolut zu vernachlässigen.


    Mich wundert aber auch immer wieder, welche Extras beim Auto für unverzichtbar gehalten werden (z.B. M-Paket, Automatik, Soundanlage) und welche altehrwürdige Technik dann zu Hause akzeptiert wird.

  • Das Kochfeld kann man eh nicht derart vom Strom nehmen, da sonst Dauergepiepe ist und es geht eh von selber aus. Desweiteren gilt auch hier: Ich koche und wenn ich mit dem Kochen fertig bin mache ich den Herd aus oder schalte die Zeitschaltuhr. Damit ich den Herd vergesse müsste ich aus dem heißen Topf auf dem Kochfeld essen...

    Was aber, ehrlich gesagt, garnicht soooo verkehrt wäre. Einen Taster der das Kochfeld schaltet mit Zeitschalter. An und dann für z.B. 2h Strom drauf, danach wieder automatisch aus. Sicherer wäre das sicher.

    Infos am Rande: Bei der Feuerwehr Augsburg (und sicher sehr vielen anderen auch)) gehen bei einem Alarm automatisch alle Kochfelder in der dortigen Küche aus damit man ggf. nach Rückkehr nicht im eigenen Haus löschen muss. ;)

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

  • Mein Auto ist 12 Jahre alt. Es hat Funkfernbedienung, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, elektrisches Schiebedach, Klimaautomatik, Sitzheizung, Standheizung, Regensensor, Lichtautomatik, Alarmanlage, Bordcomputer, Soundsystem und Freisprechanlage. In meinem Auto sitze ich werktags etwa 45 Minuten.


    Mein Haus ist 6 Jahre alt. Ich verbringe werktags etwa 10-14 Stunden darin. Die Komfortausstattung hat im Verhältnis zu den Baukosten einen Bruchteil dessen gekostet, was die Komfortausstattung meines Autos im Verhältnis zum Kaufpreis gekostet hat. Die Nutzungsdauer ist (hoffentlich) länger als das Auto. Ich sehe absolut nicht ein, warum ich in meinem Haus einen niedrigeren Komfort genießen soll als in meinem Auto.


    Man kann auch heute ein Auto mit der Ausstattung eines VW Käfer fahren. Macht aber keiner. Nur beim Haus, da wird rumgespart und Technik von vor 100 Jahren verbaut. Ich für meinen Teil habe die Entscheidung getroffen, heute so modern wie möglich zu bauen, veralten wird das von selber. Und Hausautomatisierung wird stärker kommen, siehe die ganzen Funk-Nachrüstlösungen, die es bereits gibt. Da werden sich die Elektriker halt umstellen müssen.

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