Mut zur Farbe?...Ich hätte da mal was zum anschauen...:D

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  • Es soll tatsächlich Fahrzeuge geben, die wirklich im Kundenauftrag verkauft werden.

    Klar der bindet sich einen Kundenauftrag ans Bein. Warum? Ach für Geld wahrscheinlich, aber zu wenig?

    Wenn ihm die Kiste zu heiß ist, warum lässt man die dann den Kunden nicht selbst verkaufen?


    Kundenauftrag hat grundsätzlich ein Geschmäckle.

  • Kundenauftrag hat grundsätzlich ein Geschmäckle.

    Da gebe ich dir vollkommen recht.

    Klar der bindet sich einen Kundenauftrag ans Bein. Warum? Ach für Geld wahrscheinlich,

    Ja, Provision heisst das Stichwort.

    Und es gibt sogar noch viel mehr Gründe als das Risiko dafür.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • .....Zum Beispiel einen Aston ans Bein binden, mit dem Risiko mittlerer 5-stelliger Betrag im Ernstfall, das kann man kaum einpreisen. Versicherer findet man da auch kaum.

    Findest du gar nicht, es sei denn man ist selber lizensierter Händler der Marke.

  • Klar der bindet sich einen Kundenauftrag ans Bein. Warum? Ach für Geld wahrscheinlich, aber zu wenig?

    Wenn ihm die Kiste zu heiß ist, warum lässt man die dann den Kunden nicht selbst verkaufen?


    Kundenauftrag hat grundsätzlich ein Geschmäckle.

    Der Kunde will XY, der Händler glaubt nicht, dass er soviel kriegt, will den Kunden aber behalten

    Der Kunde hat keinen Bock auf Verkaufsgespräche und zahlt dem Händler lieber Provision.

    Der Händler macht's als Kundenbindungsmaßnahme.

    etc.


    Möglichkeiten gibt's da viele... :sz:

  • Muss man erstmal drauf kommen :hehe: ;)

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • ich möchte den Händler sehen, der ein solches Fahrzeug in so einer speziellen Farbkombination ohne eine wirklich grosse Gewinnmarge ankauft. Das Risiko dass das zur Standuhr wird ist extrem hoch.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Eben - und deswegen im Kundenauftrag.

    Das ist für den Händler weder Geldeinsatz noch Risiko.

    Der Kunde stellt das Auto ganz oder teilweise hin und dafür dass der VK dem Interessenten mal die Tür aufsperrt und am Ende den Vertrag vermittelt gibts Geld.


    Ist für den Händler vielfach besser als dem Kunden das Auto abzunehmen und mit etwas Pech es am Ende für weniger als diese Summe zu verkaufen und noch Gewährleistung geben zu müssen.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Ist für den Händler vielfach besser als dem Kunden das Auto abzunehmen und mit etwas Pech es am Ende für weniger als diese Summe zu verkaufen und noch Gewährleistung geben zu müssen.

    So ist es. Garage 11 hier in Hamburg tritt meines Wissens nach ausschließlich als Vermittler auf.

    Der wählt aber auch entsprechend gut aus, welche Fahrzeuge es bei ihm in die Garage schaffen und hat sich einen sehr ordentlichen Ruf erarbeitet.

    Den Kaufvertrag schließt der Kunde aber mit dem eigentlichen Besitzer.

    Gerade bei Oldtimern ist das gängige Praxis. Wer will auf die alten Karren Gewährleistung geben?

    Würde ich nun, ehrlich gesagt, auch nicht erwarten.

    Es ist nicht so, als hätte man es nötig, ein altes Auto zu fahren - man hat es nur nicht nötig, ein neues zu fahren!

  • Wer will auf die alten Karren Gewährleistung geben?

    Würde ich nun, ehrlich gesagt, auch nicht erwarten.

    Warum eigentlich nicht?


    Kann es sein, dass es eine weit verbreitete Verwechslung von "Gewährleistung" und "Garantie" gibt?

    Eine Gewährleistung sagt nur, dass der Händler für Mängel gerade stehen muss, die zum Zeitpunkt des Kaufs vorlagen.

    Eine Garantie würde eintreten, wenn drei Monate nach dem Kauf etwas kaputt geht (was kein Verschleißteil ist und damit von der Garantie ausgenommen).


    Und den Zustand eines Autos beurteilen zu können, müsste man von einem Händler erwarten können. Zur Not gibt es Organisationen wie die Dekra, die einem das abnehmen.


    Der Terminus "im Kundenauftrag" schreckt mich in aller Regel ab. Das heißt für mich, dass der Händler sich aus seiner gesetzlichen Verantwortung stehlen will. Ich möchte nicht wissen, wie oft es da gar keinen Kunden im Hintergrund gibt.

    Kann man gern so machen, denn auch ich traue mir (inzwischen) zu, ein Auto zu kaufen "wie gesehen", aber dann zahle ich auch nur den Preis Privat-Privat.

  • Bei Oldtimern ist das aber wirklich absolut üblich - um Diskussionen zu vermeiden, was ein echter Mangel und was normaler Verschleiß ist.

    Grüße Peter

  • Und den Zustand eines Autos beurteilen zu können, müsste man von einem Händler erwarten können.


    Zur Not gibt es Organisationen wie die Dekra, die einem das abnehmen.

    Das hat jetzt was von Pippi Langstrumpf..... EIn Auto ist ein ziemlich komplexes Konstrukt. Je moderner, desto komplexer.

    Die wenigsten Autos, die die Fabrik verlassen, sind 100% fehlerfrei. Nicht mal annähernd.

    Und da von einem Händler zu erwarten, dass er ein 5 oder gar 10 Jahre altes Auto auf Herz und Nieren prüfen kann, grenzt an Wundergläubigkeit.

    Und Dekra, TÜV u.ä. prüfen allenfalls, dass das Auto verkehrstechnisch i.O. ist. Und das auch mit eher mäßigem Erfolg.

    Ich hab mal einen ca 6 Jahre alten Audi V8 3,6 verkauft mit frischem TÜV. Auto lief wie "an Glöckerl".

    Käufer kam und hat die Kiste von mir nach Augsburg mitgenommen (ca 140 km).... also wolllte..... Kurz hinter BAB-Ausfahrt FFB ist der Motor hochgegangen.

  • Und Dekra, TÜV u.ä. prüfen allenfalls, dass das Auto verkehrstechnisch i.O. ist. Und das auch mit eher mäßigem Erfolg.

    Wenn Du meinst.

    Zum 8er hab ich ein umfangreiches Dokument (in Niederländisch) von der Dekra bekommen, wo haarklein aufgelistet wurde, was an dem Auto funktioniert und nicht funktioniert, ob er Unfallschäden hatte, ob er nachlackiert wurde und in welchem Verschleißzustand die Baugruppen waren.


    Zitat

    Ich hab mal einen ca 6 Jahre alten Audi V8 3,6 verkauft mit frischem TÜV. Auto lief wie "an Glöckerl".

    Käufer kam und hat die Kiste von mir nach Augsburg mitgenommen (ca 140 km).... also wolllte..... Kurz hinter BAB-Ausfahrt FFB ist der Motor hochgegangen.

    Was hat ein Motorplatzer mit frischem Tüv zu tun? :?:

    Oder steht eine Prüfplakette für zertifizierte Mängelfreiheit?


    Man lernt hier jeden Tag dazu.

  • Kann es sein, dass es eine weit verbreitete Verwechslung von "Gewährleistung" und "Garantie" gibt?

    Eine Gewährleistung sagt nur, dass der Händler für Mängel gerade stehen muss, die zum Zeitpunkt des Kaufs vorlagen.

    Eine Garantie würde eintreten, wenn drei Monate nach dem Kauf etwas kaputt geht (was kein Verschleißteil ist und damit von der Garantie ausgenommen).

    Ich bin in der Lage, diese Begrifflichkeiten zu unterscheiden.

    Ich rede hier auch für mich ausschließlich von wirklich älteren Autos. Keine modernen Kisten, die nach drei Jahren aus irgendwelchen Leasingverträgen gelaufen sind.

    Klar kann man auch von privat kaufen. Oft ist es aber so, daß diese Vermittler gut vernetzt sind und schon aufgrund ihrer Erfahrung die Sahnestücke raussuchen, für die sie eine Vermittlungsprovision einstreichen wollen. Der Seltrecht von Garage 11 stellt sich z.B. sicherlich keinen Schrott hin. Das kann der sich gar nicht leisten. Bei den alten Kisten geht es um Zustand, Zustand, Zustand. Möglichst kein Rost und Innenraum intakt. Das kann man relativ gut beurteilen. Und die Vermittler erkennen in der Regel auch, ob der Wagen in der Momentaufnahme gut läuft oder wie ein Sack Nüsse. Als Käufer eines Oldtimers muss ich aber immer auch einkalkulieren, daß mir im höchst ungünstigen Fall auf der Überführungsfahrt oder auch danach irgendwas kaputt geht. Dafür kann ich von niemandem erwarten, dafür geradezustehen. Wenn ich das möchte, muss ich einen 3-jährigen vom Händler kaufen.

    Ist meine Ansicht, die natürlich keine allgemeine Gültigkeit hat.

    Es ist nicht so, als hätte man es nötig, ein altes Auto zu fahren - man hat es nur nicht nötig, ein neues zu fahren!

  • Wenn Du meinst.

    Zum 8er hab ich ein umfangreiches Dokument (in Niederländisch) von der Dekra bekommen, wo haarklein aufgelistet wurde, was an dem Auto funktioniert und nicht funktioniert, ob er Unfallschäden hatte, ob er nachlackiert wurde und in welchem Verschleißzustand die Baugruppen waren.

    Vielleicht ist der niederländische TÜV besser oder gewissenhafter als der deutsche Verein. Kann ich nicht beurteilen.

    Allerdings hört sich das eher nach einem kompletten Gutachten an, denn nach einer HU.

    Und welchen "Verschleißzustand" bescheingt eine Untersuchung den diversen elektronischen Bauteilen eines halbwegs modernen Autos?


    Was hat ein Motorplatzer mit frischem Tüv zu tun? :?:

    Oder steht eine Prüfplakette für zertifizierte Mängelfreiheit?

    Das ist eben die Frage!

    Der gewerbliche Käufer haftet aber für die Mängelfreiheit. Zumindest 6 Monate lang.

    Das war ja der Ausgangspunkt der Diskussion.

    Für mich der Grund meinen Hobby-Handel einfach einzustellen. Risiko zu groß.

  • Als Käufer eines Oldtimers muss ich aber immer auch einkalkulieren, daß mir im höchst ungünstigen Fall auf der Überführungsfahrt oder auch danach irgendwas kaputt geht. Dafür kann ich von niemandem erwarten, dafür geradezustehen. Wenn ich das möchte, muss ich einen 3-jährigen vom Händler kaufen.

    Wie wir gerade gelernt haben, kann das auch bei 6 Jahre alten Premium-Automobilen passieren. Im Grunde eigentlich immer.

    Aber die Wahrscheinlichkeit sinkt, wenn das Auto vernünftig begutachtet wird und für gut befunden wird.


    Oder mal anders ausgedrückt: angenommen Dir passiert das wirklich, und auf der Überführungsfahrt bleibt die Karre stehen. Bist Du dann nicht froh, wenn der Verkäufer dafür gerade steht und das Ding zurück nimmt? Oder denkst Du "ach naja, ich hab ihn ja ohne Gewährleistung gekauft"?


    Zitat


    Ist meine Ansicht, die natürlich keine allgemeine Gültigkeit hat.

    Same here.

    Deswegen sagte ich ja, für mich hat das einen negativen Beigeschmack, wenn Händler mit faulen Tricks versuchen, die Gewährleistung auszuschließen.


    Den 8er hab ich auch ohne gekauft. Lag aber nicht zuletzt daran, dass die nach niederländischem Recht nicht vorgesehen ist. Deswegen hab ich mir aber auch extrem viel Zeit gelassen und das Auto von Experten angucken lassen. Wenn dann immer noch was auftritt, dann ist es halt so. Zumindest hat der Händler in meinem Fall mit sehr offenen Karten gespielt.

  • das artet jetzt aber wirklich zum off Topic aus. Ausgangspunkt der derzeitigen Diskussion war ein neuerer Aston Martin zum Preis von 150K Euro mit einem wirklich sehr speziellen gelben Lederinterieur.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Deswegen sagte ich ja, für mich hat das einen negativen Beigeschmack, wenn Händler mit faulen Tricks versuchen, die Gewährleistung auszuschließen.

    Das ist sicher berechtigt bei relativ jungen Autos (obwohl auch dort sicher irgendwas nicht funktionieren kann, was man erst nach Wochen merkt)


    Bei älteren Autos dagagen würde ich mich Doc Brown anschliessen: Wenn man sich für sowas interessiert, muss man sich selbst mit den Schwachstellen des Modells auskennen und die prüfen und wenn dann noch was kaputt geht nach ein paar Tagen oder Wochen, dann ist das halt persönliches Pech, kann man aber schlecht dem Händler anlasten. (Klar... gerade in dem Gewerbe gibt es jede Menge schwarzer Schafe. Muss man auch zugeben.)

    Schlussendlich aber zählt bei Auto älter 8 oder 10 Jahre immer nur die eigene Einschätzung oder Expertise und der Zusatz "Im Kundenauftrag" hätte für mich da eher keine abschreckende Wirkung.

  • Wenn dann immer noch was auftritt, dann ist es halt so.

    Du hast Dich wahrscheinlich verschrieben. Das müsste "Wenn dann immer noch was austritt" heissen :p

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Oder mal anders ausgedrückt: angenommen Dir passiert das wirklich, und auf der Überführungsfahrt bleibt die Karre stehen. Bist Du dann nicht froh, wenn der Verkäufer dafür gerade steht und das Ding zurück nimmt? Oder denkst Du "ach naja, ich hab ihn ja ohne Gewährleistung gekauft"?

    Jetzt dreh ich den Spieß mal um: Da fährt jemand mit dem Wagen vom Hof den du selber als vollkommen einwandfrei in Erinnerung hast, ihn aufbereitet und durchgeguckt und da kein schlechtes Gefühl gehabt hättest selber damit los zu fahren und bringt dir das Ding am nächten Tag kaputt wieder. Was-auch-immer-der-damit-gemacht-hat...... Da verzichtest du doch auch lieber auf den letzten Groschen (und billiger sollte so ein Verkauf ohne Gewährleistung im Kundenauftrag ja schon sein) - und hast deine Ruhe, oder?


    Zum Thema zurück: "Bunt" ist ja immer noch exotisch. Selbst auf meinen blauen werde ich immer noch angesprochen. Allein weil er nicht weiß/grau/silber/anthrazit/schwarz ist.... :sz:


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori