Turboladerschaden!? 2 Wochen vor Fahrzeugwechsel

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  • Hallo Zusammen,


    ich gebe in spätestens 2 Wochen mein Auto ab aufgrund Ende Leasingvertrag.

    Heute dann die Hammerdiagnose.

    Ölflecken an der Unterverkleidung entpuppen sich nun nach Aussage meines Vertragshändlers bei dem das Auto grade steht als Turboladerschaden :eek:

    Ich bin momentan "leicht schockiert".


    Das Fahrzeug ist aus 11/2009 und hat keine 85T Km gelaufen. :(

    Ich habe hier jetzt aber mehrfach gelesen, dass Ölverlust nach Außen bei einem Turboladerschaden ungewöhnlich sei. Können die die sich auskennen was dazu sagen?
    Der Techniker den ich grade am Telefon hatte meinte, dass der Turbolader mit zu hohem Druck Öl pumpen würde und daher der Verlust resultiert :confused:

    Dabei ist vor allem merkwürdig, dass mein Fahrzeug bereits im Juli bei diesem Händler war weil einem Reifenwechsel Öl an der Unterverkleidung festgestellt wurde. Damals hieß es aber es sei ein undichter Schlauch oder sowas. Das wurde dann auch ausgetauscht.

    Mit kommt das etwas seltsam vor und vor allem weil das Auto in einigen Tagen zurückgeht wäre es mehr als bitter wenn ich nun einige Tausend Euro für einen Reperatur hinblättern müsste.

    Dazu sollte man wissen, dass dieses Autohaus nicht der Hänlder ist, der den Leasing Vertrag abwickelt. Das geschieht in eine Niederlassung.

  • Der Turbo pumpt doch kein Öl ? Der hängt doch "nur" am Ölkreislauf mit dran, oder etwa nicht ? Vielleicht ist´s auch "nur" eine sabbernde Dichtung an den Anschlüssen ?

    Todo es infierno !

  • deere7710: Die Fragen kann ich Dir auch nicht beantworten, deshalb habe ich diese ja auch gestellt :D


    Ich kann das nicht ganz glauben... Das Auto fährt sich tadellos. Im Netz ist zu lesen, dass Öl im Mototrraum in den seltensten Fällen einen Turboladerschaden als Ursache hat.

    So spontan glaube ich nicht, dass ich diese Diagnose ohne zweite Meinung akzeptieren werden.

    Zumal mir es garnicht schmeckt, dass das Auto im Juli wegen Ölverlust bereits dort war und es damals zufällig tatsächlich eine defekte Leitung gewesen sein soll.

  • Das wäre meiner Meinung nach nur denkbar, wenn das Gehäuse des Laders gerissen wäre und auf diesem Weg Öl verliert. Ich würde es aber mal als extrem unwahrscheinlich einstufen, dass das Auto dann noch normal fährt.


    Gruß
    Stefan

  • stevie: würdest du einen externen Sachverständigen hinzuziehen?


    EDIT: Die Beschreibung der Reperatur aus 07/2013 lautet "Dichtung im Bereich der Ladeluft ersetzt".

    Einmal editiert, zuletzt von Ca-sanova ()

  • stevie: würdest du einen externen Sachverständigen hinzuziehen?


    Ich denke, ich würde mir als erstes den Lader zeigen lassen. In dem Gehäuse müsste ein Riss sein, der zwar zu einem Ölverlust führt, die Funktion der Gleitlager aber nicht beeinträchtigt. Das ist nicht wahrscheinlich, aber denkbar. Allerdings kenne ich das Gehäuse nicht. Evtl. ist einfach eine angegossene Ölleitung gebrochen. Auf der Auslassseite würde das nicht unbedingt zu Druckverlust im Gleitlager führen.


    Ich würde mir das zumindest genau erklären lassen und Fotos machen. Kannst du ja hier posten.


    Bei Zweifeln würde ich einfach in eine andere Werkstatt fahren. Das Auto läuft ja.


    Gruß
    Stefan



  • Wenn ich mir den Lader zeigen lasse bring das nicht so viel weil ich von sowas absolut garkeine Ahnung habe.
    Allerdings könnte ich natürlich Bilder machen und sie posten.

    Da ich aber Zeitdruck habe (25.10. Vetragsende) überlege ich ob es nicht besser ist direkt einen Sachverständigen zu beauftragen.
    Das ganze kommt mir spanisch vor. Dem Autohaus habe ich immer vertraut aber diesmal habe ich ein komisches Gefühl.

    Ich entnehme Deinem Beitrag, dass der Lader also ausgebaut sein muss?! Die Frage kann ich ja schonmal stellen und schauen wie der Mann reagiert.


    Gestern war ich bei der BMW NL wegen Fahrzeugrückgabe und war froh, dass nur zwei Felgen beanstandet wurden und jetzt sowas.

  • Einfach gesagt muss Öl in den Lader rein und auch wieder raus. Das Öl schmiert die Gleitlager in der Mitte des Turbos.



    In diesem Fall geschieht das über die silbernen Leitungen.


    Die Frage ist also, wo da ein Leck sein soll. Einfachste Möglichkeit: es sind die Ölleitungen. Damit hat der Turbo selbst nichts zu tun.


    Unwahrscheinlicher: die Anschlussstelle am Ladergehäuse ist gebrochen. Warum sollte sie das tun? Da ist ja keine Belastung drauf.


    Die Werkstatt riecht natürlich, wenn du keine Ahnung hast. Das ist der Geruch enes Opfers, leider denken manche Werkstätten so. Lass dich also von denen überzeugen, mach Fotos der defekten Stelle.


    Bis zum 25. ist noch reichlich Zeit. Gibt es keine Garantie oder Kulanz?


    Gruß
    Stefan

  • Im Zweifel würde ich das Auto lieber dann jetzt schon zurückgeben. Das dürfte ja kein Problem sein.

    Und wenn Du ein Auto für die Überbrückung brauchst, ist das ja nicht so teuer wie ein neuer Lader.

  • Danke für deine Ausführungen.


    Er sagte etwas wie "Der Lader pumpt zu viel Öl, deshalb spritzt es raus (o.ä.)".

    Garantie besteht nicht mehr. Kulanz nach erster Auskunft nur ein Bruchteil der Materialkosten. Mein Eigenanteil wäre nach erster Schätzung bei über 2500€.


  • Er sagte etwas wie "Der Lader pumpt zu viel Öl, deshalb spritzt es raus (o.ä.)".


    Wie deere schon gesagt hat, pumpt ein Lader kein Öl. Und es gibt auch keine Stelle, an der zu viel Öl rausspritzen würde. Die Erklärung ist völliger Quatsch und würde mich schon mal erst recht stutzig machen.


    Das Öl wird extern in den Lader gepumpt. Dieser ist ein geschlossenes Gehäuse, zu viel Öl kann nirgendwo raus. Der Lader kann an der Ölmenge auch gar nichts machen. Innerhalb des Gleitlagers im Lader wird der Öldruck erhöht. Wenn das Gleitlager hin wäre, würde sich das deutlich bemerkbar machen. Wenn die Ölversorgung vor dem Gleitlager undicht wäre, ebenso. Denkbar ist also nur, dass es ein Leck hinter dem Gleitlager, am Ölausgang des Laders gibt. Diese Stelle müsste man dir ganz klar zeigen können. Da der Auslassstutzen mit angegossen sein wird, kann das nur ein Riss sein. Das kann man dir zeigen oder auch nicht. Wenn nicht, ist die Frage, wie die Werkstatt auf ihre Diagnose gekommen ist.


    Gruß
    Stefan

  • Schick denen eine Mail, worin Du um Erläuterung der Aussage "Lader pumpt zuviel Öl" bittest und gleichzeitig durchblicken lässt, das nach deinem Verständnis der Lader in den normalen Ölkreislauf eingebunden ist und nicht als eigene Ölpumpe arbeitet.

    Todo es infierno !


  • Ölflecken an der Unterverkleidung entpuppen sich nun nach Aussage meines Vertragshändlers bei dem das Auto grade steht als Turboladerschaden :eek:



    Ich habe letztes Jahr zufällig bei meinem 320d ebenfalls eine fette Ölverseuchung innerhalb der Unterbodenverkleidung entdeckt.

    Diagnose: eine defekte Dichtung am Ladeluftkühler / Ölabscheider.

    Turboschaden müsste sich doch durch Leistungsverlust und Geräusche (Pfeifen) bemerkbar machen?

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    "Eigentlich bin ich ganz anders - ich komm nur so selten dazu..."
    Meine aktuelle Userpage zum F40 120d xD: hier mal klicken...

  • Ich habe soeben mit dem Serviceberater gesprochen.

    Seine Auskunft:

    Der Motor wird grade zerlegt. Fotos und Kulanzanfrage werden dann an BMW gesendet.


    Er sagte:

    - Ölverlust am großen Turbolader

    - Ölverlust am oberen Ladeluftkühler zwischen den Ladern :confused:

    - Öl pumpt raus an Verbindungsstelle


    Ich bekomme eine Aufstellung per Mail sobald der Motor zerlegt ist.

    :idee:

  • cool.... die dachten vermutlich: "zerlegen wir schon mal den Motor, dann hüpft uns der Kunde nicht mehr aus der Pfanne".

    Sehr geschäftstüchtig :top:

  • cool.... die dachten vermutlich: "zerlegen wir schon mal den Motor, dann hüpft uns der Kunde nicht mehr aus der Pfanne".

    Sehr geschäftstüchtig :top:



    Ist das Zerlegen nicht notwending um eine Diagnose zu erstellen?

    Was ich mich frage ist auch wie er ohne Zerlegen um 12:03 wusste, dass es ein Turboschaden ist. Das Auto habe ich erst um 10 Uhr abgegeben.

    Ich habe es nach den Posts hier so verstanden, dass eine Diagnose ohne Auseinandernehmen schwierig ist.