Wird Konsumer-Elektronik wirklich immer schlechter?

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  • Mein TomTom Navi ist jetzt 7 Jahre alt und ich habe mir gedacht, ich schaue mal, was es von TomTom so Neues gibt.
    Dann habe ich mir bei den in Frage kommenden Geräte (mittlere bis obere Preisklasse) mal die Rezensionen auf Amazon durchgelesen und war erschüttert.
    Ok, muß ja nicht unbedingt TomTom sein.
    Also habe ich mal bei den anderen geschaut: Garmin, Medion, Becker.
    Ähnlich katastrophale Ergebnisse !

    Besonders überraschend für mich: nicht nur die Qualität ist anscheinend allgemein unter aller Kanone, auch viele Funktionen sind gestrichen worden: Zum Beispiel gibt es bei vielen Geräten keinen Helligkeitssensor mehr; das Display wird also nur noch nach Uhrzeit und nicht mehr im Tunnel umgestellt, auch manche Menü-Optionen sind gestrichen worden.

    Heute in der Mittagspause hat mir ein Arbeitskollege erzählt, daß er mit nahezu allen Heim-Entertainment Produkten Probleme hat. Die meisten halten gerade so die Garantiezeit durch und verrecken dann.
    Im Gegensatz dazu steht zum Beispiel mein CD-Player. Ein Denon DCD-2560 aus dem Jahr 1992, der nun seit 21 Jahren seinen Dienst tut.

    Sind das alles Einzelfälle oder geht die Qualität der Produkte generell in den Keller ?

  • Hinsichtlich eines neuen Navis stehe ich vor dem gleichen Problem wie Du. Ich habe derzeit ein Falk F8. Ich bin schon der Meinung, dass die Qualität der Produkte im Bereich Konsumer Elektronik nicht mehr mit der vor 7 oder 10 Jahren vergleichbar ist. Auf der anderen Seite sind die Produkte auch viel billiger geworden. Wahrscheinlich muss man damit leben, alle drei Jahre 199 Euro in die Hand zu nehmen, als alle 6 Jahre 499 Euro. Wäre immer noch gespart. ;)

  • Neue Bauknecht Waschmaschine vor drei Jahren für € 600,- gekauft, jetzt für € 300,- reparieren lassen (Elektronik wurde ausgetauscht). Macht € 900,-, hätte fast für ne Miele gereicht:motz:.


    Viele neue Geräte heutzutage machen so einen schlechten Eindruck, dass man sich nicht traut den Stecker in der Steckdose zu lassen, wenn man das Haus verlässt.


    Gruß
    Lucky

  • Besonders überraschend für mich: nicht nur die Qualität ist anscheinend allgemein unter aller Kanone, auch viele Funktionen sind gestrichen worden:


    Ja, das ist mir bei den Navis auch unangenehm aufgefallen. Letztes Jahr habe ich nach einem Navi für meinen Schwiegervater gesucht. Ich habe ein älteres Garmin-Gerät, das perfekt ist und sehr viele nützliche Features hat, und wollte etwas vergleichbares - gibt es nicht mehr. :eek:
    Ich habe dann mit Glück das Modell, das ich habe, als gebrauchtes Gerät bei Ebay ergattert. Kaum zu glauben, dass die Neugeräte gegenüber ihren Vorgängern so abfallen. Was sich die Hersteller dabei gedacht haben, ist mir schleierhaft. :rolleyes:


    Gruss
    Andreas

  • Neue Bauknecht Waschmaschine vor drei Jahren für € 600,- gekauft, jetzt für € 300,- reparieren lassen (Elektronik wurde ausgetauscht). Macht € 900,-, hätte fast für ne Miele gereicht:motz:.


    Viele neue Geräte heutzutage machen so einen schlechten Eindruck, dass man sich nicht traut den Stecker in der Steckdose zu lassen, wenn man das Haus verlässt.


    Gruß
    Lucky


    Die beiden Miele Geräte meiner Eltern hatten als unter 3 jährige beide auch schon Reparaturen.


    Habe seit 2.5 Jahren eine gebrauchte Siemens für 130 Euro - keine Reparatur bislang :D

    Wie poste ich falsch? - Ein Leitfaden für Forenbesucher und solche die es werden wollen

    Nachdem ich
    Google , die FAQ's und die Boardsuche erfolgreich ignoriert habe,
    erstelle ich zwei bis fünf neue Themen, in den falschen Unterforen, mit kreativen Titel und undeutlichem Text, unter der sich jeder etwas Anderes vorstellt
    :D

  • Nachdem ich schon mehrere Jahre bei euch im Forum als "stiller Beteiligter" mitlese, möchte ich auch gerne mitmachen :)


    Passend zu diesem Thema:


    Auch ein älterer BMW (wie mein E46) könnte ja mal wieder von einem neuen mobilen Navi profitieren. Leider ist es ja so, daß es für ein an sich gutes älteres Gerät heutzutage in den seltensten Fällen Updates für die digitalen Karten gibt (oder nur zu Preisen, für die man auch ein Neugerät bekommt).


    Wer könnte denn aufgrund eigener guter Erfahrungen Vorschläge machen, welche modernen mobilen Navis empfehlenswert sind? Kriterien sind in erster Linie einfache Bedienbarkeit, gute Routenvorschläge auch unter schwierigen Randbedingungen (Großstadt), im Idealfall auch Live-Dienste für Staumeldungen auf der Autobahn (sofern sie zuverlässig funktionieren).


    Auch hier (wie bei diversen anderen elektronischen Geräten) kann im Grundsatz natürlich nur gelten:
    You get what you pay for.


    Ein wirklich gutes Gerät darf also schon den einen oder anderen Euro mehr kosten, das ist klar. Im absoluten Einsteigersegment ist für die Hersteller ja auch nichts zu verdienen. Das dürfte natürlich auch dazu beitragen, daß die Anzahl der Anbieter deutlich zurückgegangen ist.

  • Bei den Navis gibt es aber auch andere Probleme, die Smartphones sind ne ernsthafte Konkurrenz für die mobilen Navis.


    Nicht nur die Smartphones sondern auch die Tablet PCs, ein Asus MeMo Pad 7 kostet EUR 149,- besitzt einen GPS Empänger und hat ein 7" IPS Display, also ideal für ein Naviapp. In den Gesamtkosten also vergleichbar mit einem mobilen Navi.


    Bei Consumer Elektronik wird davon ausgegangen, dass diese jedes Jahr günstiger und leistungsfähiger wird, mehr Features besitzt etc. Also bleibt nur, die Fertigungskosten zu reduzieren, weil der Hersteller sonst nicht mehr konkurrenzfähig ist. Gehäuse bestehen deswegen nicht mehr aus Metall, sondern Kunststoff, es wird generell nur noch in China produziert, Designschwächen in Kauf genommen, Entwicklung nach China, Indien und Vietnam ausgelagert etc. Nichts Neues eigentlich, sieht beim Automobilbau ähnlich aus, auch hier wird von den Lieferanten eine 10%-ige Kostenreduktion p.a. erwartet.


    Der Weltmarkt gibt das Qualitätsniveau vor, und das liegt unterhalb unserer deutschen Ansprüche. Das werden noch mehr Branchen schmerzlich erfahren müssen. Irgendwann geht das zwingend zu Lasten der Qualität, aber dann sind diese Branchen längst in Niedrigstlohnländer abgewandert und das Qualitätsniveau wird von dort vorgegeben. Zumal die meisten Consumerartikel Wegwerkware geworden ist. Reparatur zu deutsche Preisen vollkommen unwirtschaftlich, Produktlebenszyklen von wenigen Monaten: Nach dem Kauf ist das Produkt wertlos. That's it.

    Diplomatie ist die Kunst, mit dem Schwein freundlich, aber erfolgsorientiert über den Sonntagsbraten zu reden

  • ich nutze auch nur noch das Smartphone oder das Ipad als Navi,
    immer aktuell, kann nebenbei Musik hören und wenn kein Netz
    da ist, hab ich auch ne Offline-App

    _____________________________
    Gruß Rico

  • würde auch sagen, das klassische Navi ist ein Auslaufmodell, zu viel Konkurenz von Handy (Tablet) und festeingebauten Navi. Ist ja mit den Autoradios genau das gleiche mal passiert.


    Anders sieht es noch aus bei Radcomputer mit GPS, da kommen die smartphones noch nicht ran es gibt innovationen, man kann verschiedene Karten haben etc.

    ehemals Driver 7
    Früher war alles besser

  • So pauschaul kann man das nicht sagen, man muss meines Erachtens eher danach differenzieren ob es ein neues Produkt ist und/oder der Markt schon gesättigt ist:


    Neue Technologien kosten erst mal viel Geld in der Entwicklung und derjenige, der als erster damit auf den Markt kommt muss einfach Qualität liefern und kann hohe Stückzahlen liefern, damit lässt sich dann aber auch richtig Geld verdienen. (Stichworte CD/DVD-Player, Handys, Kaffeevollautomaten... Die ersten Geräte waren doch nicht kaputt zu kriegen)


    Wenn dann der Markt gesättigt ist gehen die Verkaufszahlen zurück, andere Hersteller drängen auf den Markt, da kann man dann nur noch über den Preis verkaufen. Unter dem Hintergrund, dass BWL'ler meist zuviel zu sagen haben, leidet dann die Qualität und das ganze verkommt immer mehr zur Wegwerfgesellschaft.
    Wer repariert denn heute noch Elektrikgeräte? Einen Sat-Reciever öffnen und neue Elko's einlöten, weil der China-Schrott nach 2 Jahren den Geist aufgibt? Lieber gleich für 50€ einen neuen kaufen - ist doch eh nichts wert.


    Momentan sinds in meinen Augen die Smartphones, welche im Qualitätsniveau rapid sinken - klar, es hat ja auch schon jeder eines :flop:

    Ingenieur mit Herz und Schraubenschlüssel

  • Kann es sein, dass die Bandbreite grösser geworden ist? Eine Stereoanlage gibt es für wenige Euro/CHF im Plastikgehäuse mit wackeligen Knöpfen und Tasten und windiger Elektronik. Es gibt aber auch welche mit einem massiven Alu-Gehäuse, Ring-Kern-Trafo, soliden Bauteilen und das ganz "Made in Germany". Das kostet dann etwas mehr und ist nicht überall erhältlich.
    Die Bändchen-Hochtöner meine Lautsprecher sind in CH handgemacht.
    Das Spektrum ist also ziemlich breit.
    Wenn Apple die neuen iPhones wie das Galaxy aus Plastik zusammenstecken lässt, brauche ich kein neues mehr. Gerade die Haptik des Metallgehäuses ist mir wichtig. Telefonierne kann ich mit jedem Gerät.

    Früher war alles besser. Vor allem die Zukunft!

  • würde auch sagen, das klassische Navi ist ein Auslaufmodell, zu viel Konkurenz von Handy (Tablet)


    Gut möglich, dass es so kommt und die Smartphone-Jünger die klassischen Navis verdrängen. Ist ja auch praktisch, dass die Karten immer aktuell sind, weil sie ja nicht im Gerät gespeichert sind, sondern über die Online-Verbindung kommen.
    Wenn die klassischen Navis allerdings erst mal weg sind, wird das nicht mehr so schön funktionieren, wie heute. Da kommt dann vor jedem Abbiegehinweis ein Werbejingle.
    "Diese Kreuzung wird Ihnen präsentiert von bla, Ihr kompetenter Partner für blub". :rolleyes: :motz::heul:


    Gruss
    Andreas

  • Kann es sein, dass die Bandbreite grösser geworden ist?


    Jupp. Mist gab´s früher auch. Nur haben wir den gnädig verdrängt.


    Und das schnell und billig lieber und öfter verkauft wird als solide und teuer ist auch ein alter Hut.


    Man mußte schon 1985 und 1995 aufpassen das man keinen billigen Mist angedreht bekam (Schneider HIFI-Turm mit Plattenspieler....) Die tollen Qualitätsprodukte von damals leben heute noch, sind aber nicht repräsentativ für eine Zeit, in der zerknallte Bildröhren zu den Hauptursachen von Wohnungsbränden zählten und die Lautsprechersicken aus Schaumstoff oft schon gerne im dritten Jahr zerbröselten....


    Heute gilt das selbe: Erst informieren, dann kaufen, sonst steht das 2013er Ghettoblaster-Äquivalent mit 1000W-Aufdruck und gespeist aus 8 Mono-Zellen im Wohnzimmer


    "Früher war alles besser" klagte schon mein Onkel gerne - "Früher war alles aus Holz und wir hatten Krieg" sagte meine Oma darauf immer....


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Damals gab es auch Dinge wie den SABA9241 digital. Aus gelochtem Blech mit Kühlrippen für die man heute beim Altmetal-Händler ein Vermögen bekäme. Das Teil funktioniert allerdings immer klaglos. Für die Musik am Ergometer ist das Ding mit den Bose301II von 1980 super und spielt und spielt. Hat damals auch schon etwas mehr gekostet als Schneider oder wie hiessen die Dinger aus dem Quelle Katalog?

    Früher war alles besser. Vor allem die Zukunft!


  • Heute in der Mittagspause hat mir ein Arbeitskollege erzählt, daß er mit nahezu allen Heim-Entertainment Produkten Probleme hat. Die meisten halten gerade so die Garantiezeit durch und verrecken dann.
    Im Gegensatz dazu steht zum Beispiel mein CD-Player. Ein Denon DCD-2560 aus dem Jahr 1992, der nun seit 21 Jahren seinen Dienst tut.
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    Das nennt man "geplante Obsoleszenz" und zwingt den Endkunden ein neues Gerät zu kaufen, da das alte teurer in der Reparatur wäre. Das neue Gerät hält dann aber auch nur die Garantiezeit durch :rolleyes: Ein Teufelskreis. Und eine unglaubliche Verarsche am Kunden :flop: :mad:


    https://www.youtube.com/watch?v=SoOdfcpZIHk

    Gruß Jürgen

  • Privileg, genau! Das kam damals wohl schon aus Polen, wie ich gehört hatte.


    Gab es nicht noch eine andere Marke: Senator ???

    Früher war alles besser. Vor allem die Zukunft!

  • Manchmal finde ich diese Billigteile einfach super.
    Ich hatte den Öltank entsorgen lassen und den Raum neu genutzt. Da die Wände aus Stahlbeton sind (der Bunker ist auf der anderen Seite der Mauer) hatte ich mit dem Schlagbohrer keine Chance die 36 Löcher für die gekauften Regalschienen zu bohren. Ein pneumatischer Bohrhammer " Made in China" war für CHF 99.-- zu haben. Ich habe ihn einen Tag gebraucht, 36 Löcher gebohrt und wieder eingepackt und zur Seite gelegt. Im Alltag brauche ich so ein Teil nicht.
    Zusammenfassung: 99.-- CHF und das Regal hängt an der Wand. Ferig. Wieviel Löcher das Teil noch bohren könnte ist mir egal. Mit Dieselkosten hat mich jedes Loch etwa CHF 3.-- gekostet. Prima!

    Früher war alles besser. Vor allem die Zukunft!

  • Ja, Senator waren die Radios, deren Gehäuse so edel aussahen (!) wie die von Saba.
    Privileg waren vor allem Küchen- und Waschmaschinen.


    Edith murmelt: "Gott, bist du alt...!" :rolleyes::D

    Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.

    (Marie von Ebner-Eschenbach)