Massivhaus bauen mit Architekt oder Generalunternehmer?

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  • ich möchte mir ein massiv-einfamilienhaus mit keller bauen. ich kann mich aber nicht richtig entscheiden, ob ich das klassisch mit einem architekten oder mit einem geralunternehmer oder sonstiges bauen soll. was sind die vor und nachteile? mich wundert auch, dass es so wenige foren dafür gibt. die paar die ich über google gefunden habe, werden kaum frequentiert.

  • Ich habe mich für die Variante Massivhaus mit Architekt entschieden. Hauptgrund war der, dass ich mit dem Architekten sowohl beruflich als auch familiär schon zusammengearbeitet habe. Als ziemlich ahnungslos auf dem Gebiet war mir einer der wichtigsten Punkte dass ich mit jemandem zusammenarbeite mit dem es (nur) positive Erfahrungen gibt und er auch stark daran interessiert ist, dass es die auch in Zukunft wieder geben wird.

  • Wir haben uns für den Generalunternehmer entschieden.


    Ob ein guter kreativer Architekt auch ein guter Baumanager ist, weiss man im Zweifel erst hinterher. Dann traue ich einem Generalunternehmer mit einem gewissen Volumen an Hausbauten pro Jahr auch mehr Durchsetzungskraft bei suboptimal funktionierenden Subunternehmern zu.
    Wir haben allerdings nicht das günstigste Angebot gewählt, einen Anbieter aus der Region gewählt und auf einen guten Ruf dieser Firma geachtet.
    nun wohnen wir seit drei Jahren im neuen Haus, das termingerecht fertiggestellt wurde (trotz überlangem Winter 2009/2010 hier im Norden) und haben das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die wenigen Reklamationen wurden zu unserer Zufriedenheit bearbeitet und behoben.

    Viele Grüße --Michael--
    "Frontantrieb ist entgangene Lebensfreude" (A. Merkle, 2005)
    520dT (F11)

  • Grundsätzlich kann mit beidem auf die Nase fallen.
    Ich würde den Architekten vorziehen weil alles flexibler.

    Ich schreib hier in der Regel meine Meinung. Ab und zu ergänze ich die auch mal mit Quellen.

  • Grundsätzlich muß man bei einem Hausbau die Möglichkeit von Mängeln und hier besonders versteckten Mängeln beachten. Bei einem GU, bzw. Wohnungsbauunternehmen hat man i.d.Regel Bauverträge (Werkverträge) mit einer 5-Jährigen Gewährleistungsfrist. So weit, so gut. Ein vom Bauherrn direkt beauftragter Architekt hat allerdings gesetzlich eine Haftung von 30 Jahren für versteckte Mängel, z.B. resultierend aus fehlerhafter Bauleitung oder was auch immer.
    Desweiteren würde ich jedem Bauherrn raten, einen unabhängigen Gutachter mit der Bauüberwachung zu beauftragen (z.B. TÜV) Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zu den verhinderten oder rechtzeitig entdeckten Schwachstellen.
    Und ... schief geht immer etwas, auch bei Fachleuten am eigenen Haus.
    Auf jeden Fall von mir alles Gute für das Vorhaben !

  • Hi,


    Wir haben mit einem lokalen Bauträger gebaut. Inkl. TÜV Baucontrolling.
    War nicht der günstigste hatte aber einen guten Ruf.
    Konnten auch trotzdem noch unsere Sonderwünsche umsetzen.


    Würden jederzeit wieder so bauen.


    Ciao Mike

  • mich wundert auch, dass es so wenige foren dafür gibt. die paar die ich über google gefunden habe, werden kaum frequentiert.



    schau mal beim Bauexperten-Forum rein. Da gibts endlose Diskussionen (auch mit guten Beiträgen) zum Thema. Die Stimmung dort ist zwar beschi$$en und der Umgangston auch mehr als "speziell", aber in meinen Augen gibts dort durchaus kompetente Leute.

  • Bei Massiv kann man auch bei fachwerk.de vorbei schauen. Dort geht es aber hauptsächlich um alte Hütten. Nicht alles ist da problemlos übertragbar. :D
    Bei den bauexperten musst du immer erklären das du nur sicher sein willst, ob dein Experte dir keinen Stuss erzählt. Ja nicht durchblicken lassen das du irgend etwas wirklich auch selber machen willst.
    Auch noch sehr umfangreich ist http://www.haustechnikdialog.de/ wenn es die Installation geht.

    Ich schreib hier in der Regel meine Meinung. Ab und zu ergänze ich die auch mal mit Quellen.

  • Die "patzigen" Antworten im Bauexperten- und Haustechnikdialogforum stammen aber meist daher weil Frager es nur "billig" wollen und die Unterschiede zwischen einem Hausbau und einem Autokauf nicht verstehen wollen/können.
    Viele meinen z.B. einfach wenn sie mit einem Bauträger, Generalunternehmer oder sonst wem bauen, können sie die Architektenleistung sparen. Ebenso meinen fast alle "Der BU hat doch einen Architekt, warum brauchen wir noch einen eigenen Bauleiter".


    Der Bauherr schafft es auch nicht Preise/Leistungen zu vergleichen. Der sieht meist nur den Betrag unten links und hat in Wahrheit absolut keine Ahnung was er dafür bekommt.

    Die Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei ist nur schwer zu ziehen. Stecken Sie einen Ring in Ihre Nase, und Sie sind eine Wilde, stecken Sie zwei Ringe in Ihre Ohren, und Sie sind zivilisiert.
    (Pearl S. Buck, amerikan. Schriftstellerin, 1892-1973)

  • schau mal beim Bauexperten-Forum rein. Da gibts endlose Diskussionen (auch mit guten Beiträgen) zum Thema. Die Stimmung dort ist zwar beschi$$en und der Umgangston auch mehr als "speziell", aber in meinen Augen gibts dort durchaus kompetente Leute.



    Also dieses Forum ist das mit Abstand schlechteste, in dem ich mich jemals angemeldet hatte. :rolleyes:

    Lauter arrogante Säckel die auf ihrer Wolke schweben... :crazy:

    BTT:
    Wir haben mit einem regionalen Bauträger gebaut. Und das würden wir jederzeit wieder machen. Auch Änderungen usw. waren absolut Problemlos.

  • Naja, ich hab jetzt auch nicht grad viel Ahnung vom Hausbau. Aber die Threads, die da teilweise im Bauexpertenforum erstellt werden würden in dieser Qualität auch im Treff auf ziemlich blöde Antworten stoßen:D


    Bin auch noch am rumüberlegen ob GÜ oder Architekt. Wenn ich mit GÜ baue, dann brauche ich eigentlich noch einen unabhängigen Sachverständigen. Dem Bauleiter vom GÜ sollte man nicht über den Weg trauen. Die Interessen sind da oftmals eher auf der Seite der Baufirma....

  • BTT:
    Wir haben mit einem regionalen Bauträger gebaut. Und das würden wir jederzeit wieder machen. Auch Änderungen usw. waren absolut Problemlos.


    Mit einem Bauträger baut man nicht. Von dem kauft man ein Haus. Alleine das ist schon ein riesen Unterschied.

    Die Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei ist nur schwer zu ziehen. Stecken Sie einen Ring in Ihre Nase, und Sie sind eine Wilde, stecken Sie zwei Ringe in Ihre Ohren, und Sie sind zivilisiert.
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  • ich habe einen guten bauträger vorort, allerdings will der den keller nur mit "weißer wanne" aus haftungsgründen bauen. das finde ich schon etwas merkwürdig, wo mein grundstück keinen hohen wasserstand hat.....

  • allerdings will der den keller nur mit "weißer wanne" aus haftungsgründen bauen.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Weiße_Wanne


    Finde ich doch gut. Feucht kannst du deinen Keller doch selber machen, oder?


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Hallo


    Wenn ich das richtig verstanden habe ist der Unterschied weiße zu schwarze Wanne der, das der eine gleich aus wasserdichtem Beton gemacht wird, der andere nachher mit Bitumen eingepinselt wird in der Hoffnung das es hält.


    Wir haben das ein mal durch. Und jetzt den Ärger. Diese Außenbeschichtung taugt nicht. Dann doch lieber ohne Keller als ein feuchtes Loch.


    Nimm das dichteste was du bekommen kannst. Nie wieder bekommst du so billig den Keller trocken.


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Mit einem Bauträger baut man nicht. Von dem kauft man ein Haus. Alleine das ist schon ein riesen Unterschied.


    Was willst Du damit sagen ?


    Wir haben ein individuelles Haus mit dem Bauträger/Generalübernehmer geplant und gebaut. Bzw. dann von ihm gekauft.

    Viele Grüße --Michael--
    "Frontantrieb ist entgangene Lebensfreude" (A. Merkle, 2005)
    520dT (F11)

  • Wir haben ein individuelles Haus mit dem Bauträger/Generalübernehmer geplant und gebaut. Bzw. dann von ihm gekauft.


    Was denn nun: Bauträger oder Generalunternehmer? Das ist schon ein Unterschied.


    Das Geschäftsmodell beim Bauträger ist, dass dieser Dir ein Haus baut und Du dieses dann nach Fertigstellung von ihm kaufst. Während der Bauphase bist Du NICHT der Bauherr, Du hast nicht einmal das Recht, die Baustelle zu betreten. Du kaufst also 1 Stück Haus zu einem festgelegten Preis. Das Interesse des Bauträgers ist natürlich, die vertraglich festgelegte Ausstattung zu einem für ihn möglichst niedrigen Preis zu realisieren - jeder Euro, den er bei der Ausführung spart, ist sein Gewinn. Das muss man sich immer vor Augen halten und deshalb den Vertrag so wasserdicht wie möglich machen. Als Laie ist man da überfordert, ich würde jedem zu einer Baubetreuung durch einen unabhängigen Gutachter raten.


    Beim Generalunternehmer dagegen bist Du der Bauherr mit allen Rechten und Pflichten.


    Marcus

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
    - Paul Sethe


  • Ah, danke für die Erläuterung. Wusste nicht. Bei uns war's dann also der Generalübernehmer.

    Viele Grüße --Michael--
    "Frontantrieb ist entgangene Lebensfreude" (A. Merkle, 2005)
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  • Wenn ich das richtig verstanden habe ist der Unterschied weiße zu schwarze Wanne der, das der eine gleich aus wasserdichtem Beton gemacht wird, der andere nachher mit Bitumen eingepinselt wird in der Hoffnung das es hält.



    Ganz so einfach ist der Unterschied nicht. Die Weiße Wanne macht nicht nur der WU-Beton aus, sondern vor allem die Verarbeitung (Fugenprofile, etc.). Wenn bei einer Weißen Wanne nicht sauber gearbeitet wird, ist der Keller nicht dicht, auch wenn WU-Beton verwendet wird.

    Bei der Schwarzen Wanne wird (zumindest bei uns in Österreich) nicht mit Bitumen eingepinselt, sondern es werden Bitumenbahnen (idealerweise zweilagig) aufgeflämmt. Das hält und sollte auch dauerhaft dicht sein.

    Wir haben unseren Keller als Schwarze Wanne ausgeführt und das obwohl wir nicht im Grundwasser stehen und auch nicht mit starkem Hangwasser zu rechnen ist.

    Beim Hausbau ist ein feuchter Keller aber mit das Ärgerlichste was man haben kann und sowas ist nachträglich nur immens schwer und vor allem kostspielig zu sanieren. Da sollte man lieber auf Nummer sicher gehen und im Zweifel die Variante mit dichtem Keller wählen (egal ob Weiße oder Schwarze Wanne).