Unzulässige Bearbeitungsgebühren bei Kreditverträgen

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  • Hallo,
    Das Thema ist ja zur Zeit sehr aktuell mit diversen Gerichtsurteilen zu ungunsten der Banken.Die gerne berechneten Bearbeitungsgebühren können schnell mal einen 4 stelligen Betrag erreichen.
    Hat sich den hier mal jemand seine Verträge dazu angesehen ob und wieviel Gebühren berechnet wurden?Gibt doch sicher einige hier die z.B. ein Auto finanziert haben.


    Auch gibt es 2 BGH Urteile bezüglich der Restschuldversicherungen (RSV) und fehlerhafter Widerrufserklärungen so das diese Verträge auch nach Beendigung widerrufen werden können und die Bank teils erhebliche Summen zurückzahlen muß.


    Habe ich aktuell selber bei meinem Kredit heute erfahren.


    Gruß Patrick

  • Hallo,


    Ich habe schon eine Rückerstattung von meiner Sparkasse bekommen, eine weitere von 2009 ist abgelehnt worden wegen Verjährung. Hier gibt es den Musterbrief
    http://www.hurriyet.de/documents/pdf/225621A.doc


    Gruß Martin

    BMW = Bangle Musste Weg, und das war gut so!


    Wo bei mir der Vorsprung durch Technik aufgehört hat, beginnt jetzt wieder die Freude am Fahren.

  • Also ich finde kein BGH-Urteil dazu. Hier war eine Revisionsrücknahme der Bank was dann natürlich wieder zu solchen Dingen führt: http://www.finblog.de/2012/09/…buhren-kredite-targobank/ :rolleyes:

    Sind das eigentlich nur Verbraucherkredite (sprich Autos etc.) oder auch Baudarlehen? Oder bin ich bei einer so ehrlichen Bank, die das seit mind. 2008 nicht mehr verlangt?

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • Hallo,


    Ich habe schon eine Rückerstattung von meiner Sparkasse bekommen, eine weitere von 2009 ist abgelehnt worden wegen Verjährung. Hier gibt es den Musterbrief
    www.hurriyet.de/documents/pdf/225621A.doc


    Gruß Martin


    2009 wäre aber theoretisch erst Ende 2012 verjährt gewesen!Bezüglich Verjährung der Kreditgebühren gibt es aber noch keine abschließende Rechtssprechung:
    http://www.anwalt-leverkusen.d…les/detail/items/124.html
    Wieviel waren es denn die abgelehnt wurden?


    Feuerwehr520i: Das BGH Urteil bezieht sich auf die fehlerhaften Widerrufsfolgen bei Kreditverträgen und RSV Versicherungen,siehe hier:
    http://www.vertragswertcheck.de/index.php/rsv-widerruf
    Sollte es aufgrund fehlerhafter Widerrufsbelehrungen möglich sein einen Vertrag zu widerrufen gibts es die Bearbeitungsgebühren eh zurück,dazu zuviel gezahlte Zinsen usw.!
    Es gibt einige Banken die keine Bearbeitungsgebühren verlangen,wird aber bei manchen Banken mal so und so gehandelt.Mal zahlste bei einer nicht (z.B. bei kostenlosen Finanzierungen Möbelhaus) und mal zahlste die dann doch bei gleicher Bank.
    Schau Dir doch mal deinen Vertrag an zum Baudarlehen ob eine RSV vorhanden ist...;)


    Gruß Patrick

  • Moment, verstehe ich das richtig, dass man einen Kreditvertrag unterschreibt (ich gehe davon aus, dass man ihn auch gelesen hat) um dann hinterher gegen irgendwelche Gebühren innerhalb dieses Vertrags vorzugehen?

    Better call Saul!

  • ja wenn man später erfährt das diese Gebühren nicht zulässig waren.Du kannst Sie aber gerne weiterhin bezahlen...

  • Moment, verstehe ich das richtig, dass man einen Kreditvertrag unterschreibt (ich gehe davon aus, dass man ihn auch gelesen hat) um dann hinterher gegen irgendwelche Gebühren innerhalb dieses Vertrags vorzugehen?

    Im Prinzip geht es darum, dass im Nachhinein festgestellt wurde, dass diese Gebühren mehr oder weniger "sittenwidrig" sind weil die Bank Geld für Tätigkeiten verlangt, die in ihrem eigenen Interesse (nämlich das Andrehen von Krediten und die "Beratung" dazu) liegen bzw. gesetzlich vorgeschrieben sind.

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • Ich hole mir jetzt die zu Unrecht gezahlten Bearbeitungsgebühren unserer damaligen KFZ-Finanzierung wieder zurück, zzgl. Zinsen.
    Das sind in unserem Fall rund 400 € + 5 % Zinsen.

    Einen entsprechenden Musterbrief habe ich hier gefunden:


    https://www.test.de/Musterbrie…r-Geld-zurueck-4309427-0/


    Wir hatten damals vor 4 Jahren rund 3 % Bearbeitungsgebühren an die PSA Bank gezahlt.
    Wohl zu Unrecht wie es laut dem BGH entschieden wurde.
    Ich habe bereits mit der PSA Bank telefoniert, und man teilte mir mit ich soll bitte ein entsprechendes Schreiben mit Angabe der Vertragsnummer und meiner Bankverbindung einreichen.


    Was mich aber doch sehr wundert ist, dass ich bei dem Autohaus wo wir unser Neufahrzeug gekauft haben, bisher der einzige Kunde war,der sich nach den Bearbeitungsgebühren erkundigt hat, bzw. die bereits bezahlten Gebühren zurück fordern möchte.
    Da verschenken aber viele Leute eine Menge Geld! :rtfm:

  • Liegt vielleicht daran das sich die meisten direkt an die Bank wenden ?


    Habe heute auch alles eingetütet und richtung Heidemannstr. in MUC geschickt .

  • ...


    Was mich aber doch sehr wundert ist, dass ich bei dem Autohaus wo wir unser Neufahrzeug gekauft haben, bisher der einzige Kunde war,der sich nach den Bearbeitungsgebühren erkundigt hat, bzw. die bereits bezahlten Gebühren zurück fordern möchte.
    Da verschenken aber viele Leute eine Menge Geld! :rtfm:


    Mich wundert das nicht. Das Urteil wurde auch so kommentiert. Die Banken setzen auch darauf. Wo kein Kläger bzw. kein Antrag, da kein Richter bzw. in dem Fall keine Rückzahlung.


    Die Leute regen sich über alles mögliche auf, und hier könnte man so leicht wieder Geld zurückholen... Tja!

  • Also in anderen Threads wird derartiges immer als "typisch Deutsch" betitelt. Sind also doch noch ein paar Deutsche hier unterwegs;-))

    mfg
    gaenseklaus

  • Hallo, ich habe gerade meinen Immbilienkredit durchgewälzt und bin da auf eine Bereistellungsprovision gestoßen, die sich auf 0,25% p. M. beläuft. Ist diese Provision rechtens und kann man diese ggf. auch zurückfordern?

    MfG
    Rainer


    Glauben ist Mangel an Wissen

  • Hallo, ich habe gerade meinen Immbilienkredit durchgewälzt und bin da auf eine Bereistellungsprovision gestoßen, die sich auf 0,25% p. M. beläuft. Ist diese Provision rechtens und kann man diese ggf. auch zurückfordern?


    Das ist eigentlich keine Provision, sondern Zinsen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bereitstellungszins

    Ist eine Entschädigung für die Bank, wenn Du das Geld nicht abrufst und aktuell IMHO unstrittig.

    2 Mal editiert, zuletzt von Cephalopod ()