Betrug eines Verkäufers

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  • Ich habe für diese, vielleicht auch sehr unwahrscheinlichen Eventualitäten, echt keine Kraft übrig. Ich habe so ein unheimlich ungutes Gefühl bei der Sache, das ich einfach nur noch davon Abstand halten möchte.


    Dass Du Dir Gedanken machst, ist richtig und gut. Nur so kann man verhindern, dass man über den Tisch gezogen wird.
    Im Falle der Bankdaten sind Deine Sorgen aber imho unbegründet. Du musst Deine Kontoauszüge ohnehin jeden Monat kontrollieren, denn eine unberechtigte Abbuchung kann jederzeit vorkommen. Solange man innerhalb der Frist widerspricht, können solche Abbuchungen problemlos rückgängig gemacht werden, i.d.R. sogar per Telefon.
    Auch wenn Du Deine Kontonummer einer "renommierten Firma" gibst, landet sie letzen Endes bei einem Mitarbeiter dieser Firma, den Du nicht mal kennst. Und der kann durchaus auch ein Gauner sein. ;)


    Ich würde auch das machen, was hier schon vorgeschlagen wurde: Ratenzahlung per Mail vereinbaren und sehen, was kommt. Du kannst dabei eigentlich nur gewinnen.


    Gruss
    Andreas


  • Ich würde auch das machen, was hier schon vorgeschlagen wurde: Ratenzahlung per Mail vereinbaren und sehen, was kommt. Du kannst dabei eigentlich nur gewinnen.


    Genauso ist es. Das Geld hast Du doch eh schon abgeschrieben innerlich, oder?


    Alternativ eben V-Schecks schicken lassen.

  • Der Betrag wurde doch damals auf das Konto der Mutter des "Verkäufers" überwiesen.
    Von daher haben die Deine Bankverbindung doch eh schon. :confused:


    Glaube auch nicht, dass er damit Mist anstellt. Wie schon geschrieben wurde, bekommt sind irgendwelche Bankverbindungen meist leicht zugänglich (Kassenzettel, Kontoauszüge in Mülleimern der Bank, Briefbögen, durch Ebay übermittelt usw)
    Ungerechtfertigte Lastschriften kann man eh zurückbuchen lassen und zum Aergern von Leuten gibt es einfachere und gefahrlosere Dinge.


    Ich würde einen Mahnbescheid durch einen Gerichtsvollzieher zustellen lassen (ohne Anwalt, ohne Inkassobüro)


    Was ist denn aus der Gerichtsverhandlung vom Januar geworden, bzw. wie ging es dann weiter?
    Da kann man sich immer noch auf eine Ratenzahlung einigen.


    So einfach würde ich das einem Typen, über den ich mich seit über einem Jahr ärgere, nicht machen.

  • Nie im Leben Scheck. Die Kosten fürs Einreichen und beim Platzen bleiben bei dir hängen.
    Noch einmal, die Verwendung reiner Bankdaten um auf ein Konto zuzugreifen ist kaum möglich, außer eben besagte Lastschrift. der kann man ohne gründe widersprechen. Teilweise gibt es da sogar einen Menüpunkt im Onlinebanking.
    Bei allem anderen ist das Risiko für zusätzliche eigene Kosten größer und bringt null Sicherheitsgewinn.
    Es gibt tausende öffentlich zugängliche Konten! Jede Firma druckt ihre Bankdaten auf Rechnungen und veröffentlicht die im Internet, ebenso Vereine und andere!
    Ich kenne da keinerlei Probleme, weder im Verein noch in der Firma.

  • Ich würde einen Mahnbescheid durch einen Gerichtsvollzieher zustellen lassen (ohne Anwalt, ohne Inkassobüro)


    ... was auch wieder kosten verursacht, für die man erstmal in Vorleistung gehen müsste.

    WENN man einen Titel braucht (was ich in diesem Fall nicht so sehe, der Schuldner ist ja anscheinend zahlungswillig) dann den Mahnbescheid online ausfüllen und durch das Gericht zustellen lassen. Kostet erstmal nur 23 EUR und man hat seinen Titel (wenn kein Widerspruch eingelegt wird) nach zwei Wochen in der Hand.
    Wie man diesen dann günstig vollstreckt ist ein anderes Thema.

    Wenn der Schuldner, wie in diesem Fall, aber OfW (*) ist, dann scheitert es schon an einer ladungsfähigen Anschrift ...

    (*)


    .. Der Typ ist ein Tagträumer ohne festen Job und Wohnsitz...

    4 Mal editiert, zuletzt von Cephalopod ()

  • @L´âme
    Klar hatten sie die ;) Ich glaube aber nicht, das diese dort noch zu finden ist. Ich halte beide für nicht sonderlich ordentlich in ihrem Handeln. Über die Bank könnte man das vielleicht noch erfragen. Ich will denen einfach nicht noch mehr Angriffsfläche bieten. Was bei der Verhandlung rausgekommen ist, weiß ich leider nicht. Ich wurde im Januar hier direkt im Gericht vernommen. Er wohnt in NRW und ich in Ba-Wü. Er ist bei seiner Mutter gemeldet aber so gut wie nie dort. Immer im Ausland unterwegs und für die Behörden wohl schwer greifbar. Da müsste ich dann wohl 50 mal den Vollzieher hindüsen lassen um ihn einmal zu erwischen. Da muss in letzter Zeit aber etwas Gerichtlich gelaufen sein, sonst hätte der sich nicht mehr bei mir gemeldet!
    Ich habe ihm heute eine Mail geschrieben und gefragt wie er sich eine Ratenzahlung vorstellt und um welche Summe es überhaupt geht. Das Kite liegt nun 1,5 Jahre bei mir rum und wird ja auch nicht wertvoller. Ich werde es nicht fliegen und was ich dafür noch bekomme ist total unklar. Ich rechne mit nicht mehr als 150-200€. Schauen wir mal was nun von ihm kommt.

  • Vielleicht hat er eine Verfahrenseinstellung unter Auflagen bekommen (§ 153a StPO). Gib ihm die Kontodaten und kontrolliere Deine Auszüge und gut ist.

  • Vielleicht hat er eine Verfahrenseinstellung unter Auflagen bekommen (§ 153a StPO). Gib ihm die Kontodaten und kontrolliere Deine Auszüge und gut ist.

    Dann kriegst Du aber ein Schreiben weil das immer der Empfänger der Auflage das Bestätigen muss dass das wirklich bezahlt wurde. Das wäre ein reichlich dämliches Gericht oder StA das eine vom Beschuldigten/Angeklagten selbst eingereichte Bestätigung akzeptiert. ;)

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

  • Natürlich. Früher als man noch beim Abgeben eines Überweisungsträgers einen Stempel der Bank draufbekommen hat, kam das schon mal vor, dass sowas eingereicht wurde, aber z.b. die Kohle mangels Deckung nie wirklich überwiesen wurde. Nicht nur deswegen wartet man natürlich auf die Bestätigung des Empfängers. Heute kannst ja jederzeit am PC eine "Überweisungsbestätigung" faken. Vertrauen in Beschuldigte ist ja schön und gut, aber Kontrolle besser. ;)

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  • Ja, und? Vorher müsste der Beschuldigte aber die Möglichkeit haben die Auflage zu erfüllen, oder? Dafür benötigt er aber die Kontonummer, oder?

  • Nochmal: Es würde mich sehr wundern wenn der als Auflage eine Geldzahlung an die Geschädigte zu erfüllen hat und diese nicht extra durch das Gericht/StA darüber informiert wird. Schließlich muss sie als Empfängerin dem Gericht bzw. der Staatsanwaltschaft nach Ablauf der Frist bzw. Zahlungseingang das entsprechend melden.

    Meine Einschätzung ist, dass es für den Typen sauber zusammenbraut und evtl. sogar eine Vollzugsfreiheitsstrafe ins Haus steht und er jetzt von seinem Anwalt den ganz heissen Tip bekommen hat, soviele Schadenswiedergutmachungen wie möglich zumindest anzustossen damit er vor Gericht besser dasteht.

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  • In NRW ticken die Uhren bisweilen anders als in Bayern. Wir sind hier sehr liberal. Das ist hier im Rahmen des Möglichen.


    Deine andere Erklärung möchte ich allerdings nicht ausschließen!

  • Wie geschrieben, sofern es eine Auflage geben sollte, ist es absolut sinnfrei davon den Geschädigten AKA Geldempfänger nicht von Amts wegen zu unterrichten. Der Geschädigte wird darin gebeten, dem Beschuldigten bzw. dem Gericht seine Bankverbindung zu nennen, um eben die Auflage erfüllen zu können. Liberale Umsetzung von Gesetzen ist ja das eine, aber deswegen muss ja nicht auch noch dämlich sein.

    Mein Tipp bleibt, dass dem eine Freiheitsstrafe ins Haus steht und er jetzt versucht zu retten was zu retten ist damit er vor Gericht vorbringen kann, er bemühe sich um Schadenswiedergutmachung.

    Gib dem Typen die Bankverbindung und gut ist. Die Ratenzahlung sollte im Übrigen zügig erfolgen, also nicht auf 10 Jahre. Spätestens nach einem Jahr sollte Schluss sein und dem Typen auch unmissverständlich klargemacht werden, dass bei Ausbleiben der Zahlungen umgehend der Zivilrechtsweg beschritten wird was zu deutlich höheren Kosten führen wird. Inkl. Schufaeintragung und Abnahme der eidesstattlichen Versicherung. Ob man das dann macht ist ja egal, aber eine sichere konstante Ratenzahlung wird m.E. nur bis zu dessen Strafgerichtstermin stattfinden und mit erhaltenem Urteil wird der Typ eh sämtliche Zahlungen einstellen. :rolleyes:

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  • Dann mal herzlichen Glückwunsch.:top:


    Wie war das: Was lange währt, wird gut!?!?!?

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

  • *Freibiergesichtaufsetz* :D

    Auf einen Schlag? Von seinem Konto (Name!)? Lief das über das Gericht oder wurde er des Nächtens von einem Geist bekehrt ob seiner gemeinen Schandtat?

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

  • *Freibiergesichtaufsetz* :D

    Auf einen Schlag? Von seinem Konto (Name!)? Lief das über das Gericht oder wurde er des Nächtens von einem Geist bekehrt ob seiner gemeinen Schandtat?




    Das ist echt eine gute Frage ;) Ich bekam gestern einen Anruf von seiner Mutter. Sie möchte mir heute die komplette Summe auf mein Konto überweisen. Ich dachte echt die will mich verarschen :rolleyes: Ich müsste ihr dann aber ganz schnell eine Eingangsbestätigung per Mail zukommen lassen. Ich vermute mal, das er gewisse Bewährungsauflagen bekommen hat und ohne die Zahlung mal ein paar Tage gesiebte Luft schnuppern müsste. Keinen Plan warum das gerade jetzt von jetzt auf gleich gehen musste. Das Geld wurde vom Konto der Mutter überwiesen. Manchmal braucht man echt ganzzzzzzzzzz viel Geduld!