Immer diese Schweizer Raser... ;-)

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  • ein Polizist mit über 11000 Postings hier weiß wovon er redet...:p

    Edit: da fällt mir gerade ein: es gibt ja 2 Möglichkeiten....

    a) es besteht ein Anfangsverdacht und die Polizei ermittelt - auch unter zu Hilfenahme von Facebook, BMW-Treff, etc.

    b) der Polizei ist langweilig, surft (ohne Anfangsverdacht), mit dem Ziel was zu finden, das man verfolgen könnte...

    Gibt es b) schon? Ist Fall b) legal??

    Gruß
    Fr@nk

    Einmal editiert, zuletzt von Fr@nk ()

  • tut mir leid, ich habe kein Account...;):p (oh, schon wieder ne Info über mich verraten)

    zu meiner Frage: gibt es den Fall b) ? Ist er legal?

    Gruß
    Fr@nk

  • tut mir leid, ich habe kein Account...;):p (oh, schon wieder ne Info über mich verraten)

    zu meiner Frage: gibt es den Fall b) ? Ist er legal?

    Gruß
    Fr@nk


    Man fährt halt nicht mehr Streife sondern surft Streife. ;)

  • zu meiner Frage: gibt es den Fall b) ? Ist er legal?

    Gruß
    Fr@nk



    Was, bitteschön, soll da illegal sein ....

    Da werden öffentlich zugängliche Infos im Internet angeschaut/genutzt ..... :confused:

    ........ oder meinst Du, die Polizei braucht für z.B. eine GOOGLE-Suche einen Anfangsverdacht oder gar richterlichen Beschluß ????

    Man fährt halt nicht mehr Streife sondern surft Streife. ;)



    In einigen Deliktsfeldern ist dies tatsächlich so.

    Einmal editiert, zuletzt von copdland ()

  • Ist doch auch richtig. Es ist höchste Zeit dass das Internet nicht als rechtsfreier Raum betrachtet wird. Hier werden unzählige Vergehen und Verbrechen geplant und begangen.


    Beweise werden dann bei konkreten Verdacht sicher anders gesammelt. Ein Facebook Screenshot wird wohl kein Staatsanwalt und Richter akzeptieren. :D


  • ........ oder meinst Du, die Polizei braucht für z.B. eine GOOGLE-Suche einen Anfangsverdacht oder gar richterlichen Beschluß ????


    Das sicher nicht. Aber sollte sich herausstellen, dass die Polizei tatsächlich, wie vom CCC behauptet, Bundestrojaner mit illegalen Funktionen einsetzt, sollte man der Polizei die Computer vielleicht lieber wieder wegnehmen, bevor größerer Schaden entsteht.
    Man stelle sich vor, die Polizei würde mit den ihnen anvertrauten Feuerwaffen wahllos in der Gegend rumballern - nach dem Motto, früher oder später erschießen wir auf diese Weise einen Schwerverbrecher. Da wäre die Geduld der Bevölkerung sicher sehr kurzfristig zu Ende. Dass Wild-West-Methoden im Computerbereich keine größere Empörung hervorrufen, liegt wohl nur daran, dass es den meisten Menschen -noch- an Wissen darüber fehlt, was da eigentlich gespielt wird.


    Gruss
    Andreas

  • Das sicher nicht. Aber sollte sich herausstellen, dass die Polizei tatsächlich, wie vom CCC behauptet, Bundestrojaner mit illegalen Funktionen einsetzt, sollte man der Polizei die Computer vielleicht lieber wieder wegnehmen, bevor größerer Schaden entsteht.
    Man stelle sich vor, die Polizei würde mit den ihnen anvertrauten Feuerwaffen wahllos in der Gegend rumballern - nach dem Motto, früher oder später erschießen wir auf diese Weise einen Schwerverbrecher. Da wäre die Geduld der Bevölkerung sicher sehr kurzfristig zu Ende. Dass Wild-West-Methoden im Computerbereich keine größere Empörung hervorrufen, liegt wohl nur daran, dass es den meisten Menschen -noch- an Wissen darüber fehlt, was da eigentlich gespielt wird.

    Gruss
    Andreas



    Mir erschließt sich nun so absolut überhaupt nicht, was eine Facebook - Recherche mit dem Bundestrojaner zu tun hat ..... :confused:

    ...... und den Bundestrojaner hat auch nicht jeder Polizeibeamte in der Tasche .. :D

    Also immer ruhig mit den jungen Pferdchen .... ;)

  • Mir erschließt sich nun so absolut überhaupt nicht, was eine Facebook - Recherche mit dem Bundestrojaner zu tun hat ..... :confused:


    Das wundert mich. Es liegt doch auf der Hand, dass beide Verfahren dem selben Zweck dienen - nämlich dem Sammeln von Daten.
    Es ist ja auch nicht so, dass sich die Polizei mit dem zufrieden gibt, was Google oder Facebook freiwillig ausspucken und damit auch jedem Bürger zugänglich machen. Es werden ja auch nichtöffentliche Daten bei diesen Diensten abgefragt. Zwischen Juli und Dezember 2010 geschah das z.B. bei Google genau 768 Mal, wie eine Google-Statistik zeigt.


    Gruss
    Andreas

  • Zitat

    Ist doch auch richtig. Es ist höchste Zeit dass das Internet nicht als rechtsfreier Raum betrachtet wird. Hier werden unzählige Vergehen und Verbrechen geplant und begangen.


    Irgendwie vermisse ich da den Smiley... Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und war es auch nie, auch wenn das immer wieder behauptet wird!

  • Das wundert mich. Es liegt doch auf der Hand, dass beide Verfahren dem selben Zweck dienen - nämlich dem Sammeln von Daten.
    Es ist ja auch nicht so, dass sich die Polizei mit dem zufrieden gibt, was Google oder Facebook freiwillig ausspucken und damit auch jedem Bürger zugänglich machen. Es werden ja auch nichtöffentliche Daten bei diesen Diensten abgefragt. Zwischen Juli und Dezember 2010 geschah das z.B. bei Google genau 768 Mal, wie eine Google-Statistik zeigt.


    Gruss
    Andreas


    Oh .... oh .... und wo steht in dieser Statistik, wieviele dieser Anfragen der staatlichen Behörden ( hier "Germany" ), ohne richterlichen Beschluß / ohne staatsanwaltschaftliche Anordnung, also nur mal so nach Lust und Laune der Strafverfolgungsbehörden, angefagt wurden.:confused:


    Ich sehe da nicht eine belastbare Zahl, die auf einen Mißbrauch hinweisen könnte.


    Und in einem Zeitraum von sage und schreibe 6 Monaten für das gesamte Bundesgebiet bei den Millionen und wieder Millionen Usern eine Abfragegröße von unheimlichen 768 Fällen als Gott weiß was Schlimmes stilisieren zu wollen, ist doch etwas weit an den Haaren herbeigezogen.


    Ein wenig mehr Objektivität wäre nicht schlecht ... einfach nur ein paar Zahlen in den Raum zu werfen, verschreckt vielleicht Menschen, die sich nicht auskennen und dies nicht einordnen können.;)


    Übrigens steigt auch jährlich im Bundesgebiet die Anzahl der Telefonüberwachungsmaßnahmen .... hieraus könntest Du nun auch wieder den "bösen Polizeistaat" versuchen, abzuleiten.


    Allerdings ist es erstens so, dass eben diese Maßnahmen nur mit richterlichem Beschluß und bei vorliegen bestimmter, schwerer Straftaten, ergriffen werden dürfen und zweitens ist es ja auch so, dass in der heutigen Zeit der Trend schon zum "Dritt-Handy" geht .... und es somit bespielsweise erforderlich ist, um eine Person zu überwachen, 3 und mehr Überwachungen zu schalten ... die jeweils einzeln beantragt und genehmigt werden müssen und dann in der Statistik auch als einzelne Fälle auftauchen .... obwohl nur 1 Person überwacht wurde.

    2 Mal editiert, zuletzt von copdland ()

  • Oh .... oh .... und wo steht in dieser Statistik, wieviele dieser Anfragen der staatlichen Behörden ( hier "Germany" ), ohne richterlichen Beschluß / ohne staatsanwaltschaftliche Anordnung, also nur mal so nach Lust und Laune der Strafverfolgungsbehörden, angefagt wurden.:confused:


    Nirgends steht das, und ich habe das auch nicht behauptet. Ich habe auch nirgendwo geschrieben, dass ich diese Google-Abfragen problematisch finde. Ich stimme mit Dir darin überein, dass die Anzahl der Abfragen nicht übermäßig hoch ist.
    Ich fand die Statistik aber erwähnenswert, weil sie zeigt, über welche legalen Möglichkeiten die Ermittlungsbehörden verfügen. Trojaner sind ja auch legal, wenn bestimmte Regeln eingehalten werden. Eben diese Regeln sind aber wohl verletzt worden. Das wirft natürlich auch die Frage auf, inwieweit denn die Regeln bei anderen TKÜ eingehalten werden.


    Der Staat darf sich in seinem Handeln nicht unglaubwürdig machen. Das ist so ziemlich das schlimmste, was passieren kann. Wenn erst die Mehrzahl der Bürger der Überzeugung ist, dass man dem Staat nicht trauen kann, ist unsere Gesellschaft insgesamt in Gefahr. Dazu dürfen wir es nicht kommen lassen.


    Gruss
    Andreas

  • Jeder kann (wenn er fähig ist) alle Daten von einem PC-User abfragen. Selbt bei all den unzähligen, noch so anonymen Umfragen, wird die IP usw. abgefragt und ist später zuordbar. Das ist so in jeder Firma, genau wie im normalen Gebrauch.

    Gerade wieder aktuell der Trojaner vom Bundes- / Landeskriminalamt den der Chaos Computer Club festgestellt hat.

    Jede Mail und jeder Web-Link wir doch für unbegrenzte Zeit gespeichert und das von allen von uns......

    Ganz lustig finde ich, wenn ich in China mit dem Handy telefoniere und höre wie die Jungs zwischendurch "niesen, o.ä." :D.

    DLzG
    Alexander

    Einmal editiert, zuletzt von Alex330d ()


  • Der Staat darf sich in seinem Handeln nicht unglaubwürdig machen. Das ist so ziemlich das schlimmste, was passieren kann. Wenn erst die Mehrzahl der Bürger der Überzeugung ist, dass man dem Staat nicht trauen kann, ist unsere Gesellschaft insgesamt in Gefahr. Dazu dürfen wir es nicht kommen lassen.


    Gruss
    Andreas


    Hier gebe ich Dir zu 100 % Recht.:top:


    Ich kann Dir aber auch aus eigenen Erfahrungen sagen, dass die einzelnen Ermittler überhaupt keine Lust haben, z.B. Leute abzuhören, die "nüscht" mit dem "Fall" zu tun haben.


    Ich persönlich hatte schon mal gegen einen Schleuser eine TÜ, wo wir einige Tage eine junge Dame abhörten, da sie ein Handy des Schleusers benutzte .....


    Nach ein paar Tagen war dann sonnenklar, dass der Schleuser dieses Handy nicht mehr benutzte und es "verschenkt" hatte ( eben an die junge Dame, die wir abhörten ) .... damit war dann auch die junge Dame sowas von uninteressant für uns und raus aus der Überwachung ... natürlich wurde sie zuvor von uns abgehört, jedoch nicht aus Jux und Dollerei, sondern, weil sie ein Handy des Schleusers benutzte und es erst so aussah, als sei sie eventuell eine Komplizin ... alles nach Recht und Gesetz mit richterlichem Beschluß.


    Niemand von uns kam auch nur ansatzweise auf die Idee, diese TÜ bei der jungen Dame dann weiterzubetreiben, denn dies hätte uns dem Schleuser nicht näher gebracht.

  • Das wundert mich. Es liegt doch auf der Hand, dass beide Verfahren dem selben Zweck dienen - nämlich dem Sammeln von Daten.
    Es ist ja auch nicht so, dass sich die Polizei mit dem zufrieden gibt, was Google oder Facebook freiwillig ausspucken und damit auch jedem Bürger zugänglich machen.


    Gruss
    Andreas


    Das finde ich ist etwas viel des guten. Wie gesagt, der Vergleich zur Streife liegt auf der Hand. Die sind auch nicht regelmäßig ans Fenster mit der Taschenlampe und haben geschaut was der Bürger so treibt. Wieso sollte man jetzt Milliarden von deutschen Rechnern hacken? Einfacher ist das wohl kaum als in die Häuser schauen...


    Übrigens verwundert mich die Berichterstattung zum Bundestrojaner sehr. Die FAZ veröffentlicht ein Artikel nach dem anderen. Der Quelltext hat für mich als Laien ein paar komische Zeilen. Ich weiß nicht ob ich das so richtig dem CCC glauben schenken mag...Zu oft ist die Presse auf Fehlmeldungen und Täuschungen reingefallen...


  • Niemand von uns kam auch nur ansatzweise auf die Idee, diese TÜ bei der jungen Dame dann weiterzubetreiben, denn dies hätte uns dem Schleuser nicht näher gebracht.


    Das glaube ich Dir, und ich bin auch überzeugt, dass die Beamten, die mit den Überwachungen befasst sind, nicht das Problem sind.
    Die wesentlichen Probleme ergeben sich aus den "Nebeneffekten". Z.B. im konkreten Fall des illegalen Trojaners: Der reißt sicherheitstechnisch ein Scheunentor in den befallenen Rechner, so dass dieser nicht nur von den zuständigen Beamten, sondern von jedem interessierten Laien ferngesteuert werden kann, denn die Kommandos nimmt dieser Trojaner unverschlüsselt entgegen. Der dickste Hund ist, dass die Kommunikation mit dem Trojaner offenbar über amerikanische Server läuft - wer hat denn dem Staat das Recht gegeben, persönliche Daten von unschuldigen Bundesbürgern (auch ein Terrorist ist während der Überwachung noch unschuldig, da i.d.R. noch nicht verurteilt) in andere Staaten zu transferieren, deren Datenschutzgesetze ein Bundesbürger nicht beeinflussen kann und wo er seine hier geltenden Rechte gerichtlich nicht durchsetzen kann.
    Solange das alles nur die wirklich üblen Elemente betrifft, mag man zu der Ansicht neigen, dass das alles ja nicht so schlimm sei. Aber Du hast in Deinem Beispiel mit der jungen Dame ja selbst aufgezeigt, wie leicht man als völlig unbescholtener Bürger in eine solche Überwachung hineingeraten kann. Und dann? Muss ich damit leben, dass meine Familienfotos, meine Kontodaten und meine Steuererklärungen für die nächsten 30 Jahre beim CIA gespeichert sind? Vielleicht habe ich keinen Nachteil davon, wenn der CIA meine Daten speichert - aber ich habe auch keinerlei Einfluß darauf, wenn sich das in Zukunft mal ändert. Mich würde das stören.



    Ich weiß nicht ob ich das so richtig dem CCC glauben schenken mag...Zu oft ist die Presse auf Fehlmeldungen und Täuschungen reingefallen...


    In diesem Fall darfst Du Deine Zweifel beerdigen. Die Echtheit des Trojaners ist inzwischen bestätigt und man weiß inzwischen auch, wo er eingesetzt wird: klick


    Gruss
    Andreas