Bitcoin? Hat das jemand schon mal genutzt?

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  • Ich kenne übrigens nur eine Person die bis jetzt Bitcoin für eine Zahlung verwendet hat (war vor einem jahr die Zahlung für einen Verschlüsselungstrojaner ;-)).


    sag ich doch: die völlig durchgeknallte Marktentwicklung lässt sich nur dadurch erklären, daß dauernd illegales Geld hinein fließt.
    Wer in Bitcoin investiert sollte wissen, daß er damit letztendlich illegale Geschäfte finanziert.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • sag ich doch: die völlig durchgeknallte Marktentwicklung lässt sich nur dadurch erklären, daß dauernd illegales Geld hinein fließt.



    Wir halten hier mittlerweile bei einer (rechnerischen) Kapitalisierung von 270 Mrd. USD. Davon ist wohl nur ein verschwindend kleiner Teil illegales Geld. Der Rest ist Spekulation.


  • Interessante Gesichtspunkte ja, aber am Schluss schiesst er doch sehr über das Ziel hinaus, indem er einen völlig willkürlichen Zusammenhang zwischen der, existierenden, Marktkapitalisierung von Gold und einer, fiktiv angenommenen, möglichen Marktkapitalisierung von Bitcoin herstellt. Genausogut kann ich behaupten das eine sinnvolle Marktkapitalisierung für Bitcoin bei einem Hundertstel derer von Gold liegt, schon ist Bitcoin bereits jetzt in einer Megablase. Aber, davon abgesehen, übersieht der gute Mann zwei wesentliche Dinge, Gold kann man, als physisches Gut, nicht hacken. Und jede Kryptowährung kann von heute auf morgen verboten werden. Und das wird auch passieren, sobald nämlich das von ihm geschilderte Szenario Wirklichkeit zu werden droht. Und, da nur ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung Bitcoin besitzt, wird das noch nicht einmal besonders laute Proteste hervorrufen.

    Wenn Gott gewollt hätte das der Mensch zu Fuss geht hätte er ihn nicht das Auto erfinden lassen

  • Wie will man denn ein Bitcoin Verbot durchsetzen?


    Eine andere Frage: es müssen doch sämtliche Transaktionen dauerhaft gespeichert bleiben, oder? Das wäre doch das genaue Gegenteil von anonym.


    Gruß
    Stefan

  • Eine einzige Transkation kostet im Moment Strom um ca. 50-80 Dollar und das wird noch eher mehr als weniger.


    vielleicht eine blöde Frage, aber bin gerade erst dabei mich in das Thema einzulesen: ist "Transaktion" hier das was bei klassischen Konten eine Überweisung ist?


    Wenn ja wären diese Kosten ja ein Witz, und klar dass das keine große Zukunft haben kann...
    EDIT: es sei denn, der Aufwand für Transaktionen ist Teil des "schürfens" von Bitcoins :confused:

    Gruß Mathias (formerly known as Mathias386)


    Für einen Fahrzeugtyp, wie ihn der BMW 7er und seine nationalen wie internationalen Wettbewerber darstellen, sind rund 135 kW (gut 185 PS) angemessen und selbst bei sportlichsten Ansprüchen mehr als ca. 185 kW (rund 250 PS) nicht erforderlich.

    (aus einem BMW-Prospekt von 1980, gefunden bei www.7-forum.com)

  • Nutzt jemand von euch Trezor?

    Gruß Schorsch



    ...recht drollig wird die angelegenheit, wenn der ahnungslose meint die weisheit mit löffeln gegessen zu haben - und in wirklichkeit war es doch nur buchstabensuppe, die er auch noch mit der gabel zu sich genommen hat.

  • Wir halten hier mittlerweile bei einer (rechnerischen) Kapitalisierung von 270 Mrd. USD.


    .. wovon du 250 Mrd gleich wieder abziehen kannst weil diese nur als Spekulationsblase existieren
    Ode was meinst Du was passiert, wenn einer der Urväter seine Codes wiederfindet und sagen wir mal 10 Mrd $ realisieren will ?


    Ich bin trotzdem überzeugt, daß illegales Geld, selbst wenn es nicht die große Masse ausmacht, zumindest den stetigen Nachfragepush aufrecht erhält

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Wie will man denn ein Bitcoin Verbot durchsetzen?



    Ein Verbot von Bitcoin selbst kann man staatlich wohl schwer technisch durchsetzen. Sehr wohl reglementieren kann man aber die Schnittstelle vom Bitcoin zur realen Welt. Wenn es beispielsweise untersagt wird, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren, dann wird die Anzahl der Webshops wohl sehr überschaubar sein, wo du mit Bitcoins noch einkaufen kannst und es wird dir wohl auch kaum jemand Bitcoins in Euro, USD, oder was auch immer auszahlen. Den Bitcoin würde es dann zwar immer noch geben, aber mangels Nutzbarkeit würde dessen Wert gegen Null tendieren.


    Eine andere Frage: es müssen doch sämtliche Transaktionen dauerhaft gespeichert bleiben, oder? Das wäre doch das genaue Gegenteil von anonym.



    Auch hier ergibt sich wieder das Problem mit der Schnittstelle in die Realwelt. So lange du deine Bitcoins in deiner Wallet hältst und noch nie (!) eine Transaktion in die reale Welt damit durchgeführt hast, ist das ganze vollkommen anonym. Sobald du dir aber auch nur einen Cent davon in realem Geld auszahlen lässt, must du deine Bankdaten für die Überweisung angeben und dein reguläres Bankkonto ist alles andere als anonym. Oder wenn du dir beispielsweise eine Pizza nach Hause liefern lässt oder bei Amazon bestellst, dann musst du deine Adresse bekannt geben, also auch nicht anonym. Und das beste daran, sobald man einmal deine Identität kennt, kann man alle Transaktionen dir zuordnen ... ist wie gesagt ja alles gespeichert in der auch so anonymen Blockchain.

    Wenn du es wirklich anonym willst, empfehle ich das gut alte analoge Bargeld ;-)

  • Da es beim Bitcoin mittlerweile ja um richtig viel Geld geht, rückt schön langsam wohl auch die Problematik der vermeintlichen Unknackbarkeit in den Fokus. Da Bitcoin als Peer-to-Peer System ja über keine zentralisierten Server verfügt, basiert das gesamt Sicherheitskonzept auf Vertrauen. Konkret auf dem Vertrauen, dass mehr als 50 % der Teilnehmer an diesem Peer-to-Peer Netzwerk das Richtige tun.

    Nun muss man aber wissen, dass sich die meisten Miner zu Gruppen, sogenannten Pools, zusammenschliessen. Und dass ca. 80 % der Miner die Server in China stehen haben. Und alleine 4 der größten Mining-Pools über 50 % der Blöcke der Blockchain generieren. Wenn man nun 1 und 1 zusammen zählt, dann ist das Szenario wohl nicht so unrealistisch, dass sich ein paar dieser Mining-Pools zusammen tun und damit mehr oder weniger volle Kontrolle über die Blockchain erlangen und somit nach Herzenslust Transaktionen zum eigenen Vorteil generieren. Wie gesagt, bei einer rechnerischen Kapitalisierung von mittlerweile 250 Mrd. USD kann da der eine oder andere sicher schwach werden, zumal man ja gar nicht so genau weiß, wer hinter diesen Mining-Pools eigentlich steht.

    Ein anderes denkbares Szenario wäre auch, dass jemand im Hintergrund heimlich enorme Kapazitäten an Mining-Hardware hochrüstet und diese dann abrupt in Betrieb nimmt, um die 50-% Hürde zu knacken und die Kontrolle über die Blockchain zu erlangen. Bei den Summen die hier mittlerweile zu holen sind, könnte sich ein Investment von einigen hundert Millionen mitunter mehr als lohnen.

  • Frage an die technisch Versierten: mich erinnert die Blockchain-Idee (habe bisher nur rudimentäres Wissen....) sehr an die PKI (Publik key infrastructure):


    dort werden die Öffentlichen Schlüssel in ein Zertifikat gepackt, ein Hash gebildet und das ganze getrustet in dem es signiert ist mit einem privaten Schlüssel, die Gültigkeit dieses Elementes kann per Öffentlichem Schlüssel geprüft werden, der sich wiederum trusted in einem Zertifikat befindet... so hangelt man sich bis zum Root Key


    Diese Zertifikate, die den Öffentlichen Schlüssel schützen per Signatur erinnern mich sehr an die Elemente der Blockchain, wo dann die Verknüpfung auch per Key gemacht wird, ist das so?


    Bei Blockchain wäre eben dann der Inhalt des Elements zB eine Transaktion, die durch Hash und Signatur getrusted wird und dann verknüpft wird zum nächsten Element

  • ... der sich wiederum trusted in einem Zertifikat befindet... so hangelt man sich bis zum Root Key



    Bei Bitcoin werden grundsätzlich keine Zertifikate verwendet, da niemandem per se vertraut wird. Der private Schlüssel dient hier also nur als Besitznachweis der einzelnen Bitcoins. Das bedeutet im Umkehrschluss -> ist der private Schlüssel weg, sind auch die Bitcoins weg. Also die Bitcoins sind zwar schon noch da, aber man hat keinen Zugriff mehr darauf. Und es gibt auch keine Möglichkeit mehr, jemals wieder Zugriff darauf zu erlangen, da es wie gesagt keine übergeordnete Instanz gibt "die es wieder richten wird".

    Da sich der Wert eines Bitcoins bis vor wenigen Jahren noch im Bereich von deutlich unter einem Euro bewegt hat, haben viele Leute ihren privaten Schlüsseln irgendwann keine Bedeutung mehr geschenkt und diese verloren. Da man zu dieser oft über hunderte oder gar tausende Bitcoins verfügte (waren ja nur ein paar Euro wert), ist hier ein nicht unerheblicher Teil der verfügbaren Bitcoins bereits auf ewig verloren gegangen.

    Die Tatsache dass bei Bitcoin keine Zertifikate von vertrauenswürdigen Stellen verwendet werden, ist auch der Hauptgrund für den enormen Energieverbrauch, da das Vertrauen in die Blockchain über die Proof-of-Work Technik erreicht wird -> dabei wird das Errechnen der Hash-Werte der Blockchain kontinuierlich so schwierig gestaltet, dass im Schnitt ein Rechenaufwand von ca. 10 min erforderlich ist, um den Hash eines Blocks zu berechnen. Und um das Errechnen dieses Hashwertes konkurrieren alle Miner weltweit. Das Errechnen des Hash-Wertes an sich ist überhaupt keine Schwierigkeit; da aber nur alle 10 Minuten ein neuer Block für die Blockchain generiert werden soll, werden die Bedingungen für das Errechnen der Hash-Werte laufend verschärft. Bitcoin wird also mit jedem Rechner der dem Netzwerk neu betrifft nicht effizienter, sondern (aus ökologischer und ökonomischer Sicht) immer uneffizienter.

    Die Proof-of-Work Technik ist hier meiner Meinung nach eine Sackgasse. Proof-of-Stake oder gerichtete azyklische Graphen (wie sie beispielsweise von IOTA verwendet werden) sind hier sicher ein wesentlich besserer (weil energieeffizienterer) Ansatz.


  • Interessanter Vergleich, war mir so noch gar nicht aufgefallen -- aber stimmt, ist eigentlich ein vergleichbares Prinzip. Beim PKI um die Keys aufeinander aufbauend zu signieren, bei der Blockchain um die Blöcke vom Inhalt und zeitlicher Abfolge her zu signieren...



    Insgesamt erinnert mich das ganze gerade ziemlich an ein riesiges Schneeballsystem, wo die die am Anfang dabei waren mit dickem Plus rausgehen, was letztlich von denen bezahlt wird die zu spät aussteigen...


    Allerdings ist das gerade nur ein Gefühl, die stetige Reduzierung neuer Bitcoins und die definierte Gesamtzahl Bitcoins müsste eigentlich eher das Gegenteil bewirken. Soweit habe ich das ganze bisher noch nicht verstanden um es wirklich einschätzen zu können...

    Gruß Mathias (formerly known as Mathias386)


    Für einen Fahrzeugtyp, wie ihn der BMW 7er und seine nationalen wie internationalen Wettbewerber darstellen, sind rund 135 kW (gut 185 PS) angemessen und selbst bei sportlichsten Ansprüchen mehr als ca. 185 kW (rund 250 PS) nicht erforderlich.

    (aus einem BMW-Prospekt von 1980, gefunden bei www.7-forum.com)

  • NKoreas Hacker...


    http://www.spiegel.de/wirtscha…ackt-haben-a-1183702.html


    klingt für einen Laien wie als könnte man auch in übliche Börsen einbrechen hier in Frankfurt zB und Aktien klauen:D


    eine Frage an die Spezialisten: in der Blockchain werden alle Infos zu den Bitcoins gespeichert, d.h., sowohl die Transaktionen als auch die Coins? Oder kann man das gar nicht trennen? Meine zwar das 'Trusted-Prinzip' grob verstanden zu haben (also wie die Blöcke gehashed und signiert werden....), aber wie das Zusammenwirken von Transaktionen, Coins und Wallets (lokal) läuft, ist mir noch nicht klar...


    zB die verlorenen Coins sind dann quasi die privaten Schlüssel, mittels denen ich 'an was?' drankäme (innerhalb der Chain?)

  • Guter Kommentar zur Blockchain-Technologie und die weitere Entwicklung!


    @scam: Mit dem privaten Schlüssel kommst du immer an deine Coins in der Blockchain. Letztendlich wichtig ist nur der Private Schlüssel, alles andere befindet sich in der Blockchain, sofern ich das richtig interpretiere.

    Grüße
    Markus <-- formerly known as powders


    To be or not to be · Shakespere | To do is to be · Nietzsche | To be is to do · Sartre | Do be do be do · Sinatra