Leistenbruch OP- Erfahrungen

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  • Hallo,

    ich komme gerade vom Arzt mit der tollen Diagnose: Leistenbruch

    Muss operiert werden. Der untersuchende Chirurg macht das aber nicht selbst, sondern würde nur Überweisen. Dadurch fiel das Beratungsgespräch erstmal sehr kurz aus.

    Es ist ein kleiner Bruch ohne Beule, bei Belastung aber Schmerzhaft (sofern die Schmerzen überhaupt vom Bruch kommen ?)

    Termin hab ich mir erstmal keinen geben lassen. Ich bin mir unschlüssig ob ich es zeitnah machen lassen soll, da der Bruch noch recht klein ist.

    Es gibt wohl eine Minimalinvasive und eine offene Methode. Aber was genau gemacht wird würde ich halt dann mit dem operierenden Arzt besprechen.

    Wie sind eure Erfahrungen? Wie war die Zeit nach der OP? Krankenhausaufenthalt? Wie lange AU?

    Speziell jemand Erfahrungen mit den Enzkreis Kliniken bzw. den Kliniken in Pforzheim?

    Gruß René

  • Ich weiß nicht, ob Dir mit meinen 44 Jahre alten Erfahrungen wirklich gedient ist ;)

  • Ich weiß nicht, ob Dir mit meinen 44 Jahre alten Erfahrungen wirklich gedient ist ;)




    Ich glaub da hat sich mittlerweile einiges getan :rolleyes:

    Im Internet liest man halt meist nur Horrorgeschichten oder Informationsseiten zu verschiedenen Techniken und allgemeines Bla Bla. Keine wirklichen Erfahrungsberichte wie es einem danach ging.

    Gruß Rene

  • Hi!

    Ich wurde heuer Mitte Januar an der rechten Leiste operiert. Ich habe es so lange "rausgezögert", dass der Bruch schon recht groß war und sich ein Bruchsack gebildet hat. Operiert wurde ich ambulant. Als ich hin kam, erstmal Kochsalzlösung und beruhigende Mittel am Tropf bekommen, dann im OP Saal eben das Narkosemittel. Die OP hat ca. 30 Minuten gedauert (Vollnarkose). Nach dem Aufwachen hab ich doch ziemliche Schmerzen verspürt, bekam aber von den Schwestern im Aufwachraum gleich wieder Schmerzmittel. Wenn man die Narkose gut verträgt, darf man zwei Stunden nach dem Aufwachen wieder nach Hause. Aber nur per Taxi oder eben Verwandte und Bekannte die einen dann die ersten 24 Stunden nach der OP betreuen. Ich war knappe 3,5h im aufwachraum, da ich Kreislaufprobleme hatte. Die ersten 5-6 Tage waren schlimm, was die Schmerzen angeht. 600er Ibuprofen haben grad mal ne Stunde Linderung gebracht. Hab aber noch stärkere Sachen mitbekommen inkl. welche für den Abend, die auch schläfrig machen. Nach 8 Tagen wurde es dann besser, im liegen konnte man es gut aushalten, aber das sitzen und gerade stehen eine Qual. Nach ca. 10 Tagen konnte ich schon wieder länger sitzen und nach 14 Tagen wieder einigermaßen Schmerzfrei sein. Nur das aufstehen tat noch weh. Krankgeschrieben war ich nach der OP noch 6 Wochen, da ich schwere Lasten heben muss.

    Bis jetzt hats gehalten, ist nicht wieder aufgerissen. :) Ein Netz bekam ich keines, bei mir wurde das Gewebe doppelt vernäht.

    Mein Tip: Warte nicht lange, machs gleich, dann sparst du dir die Schmerzen. Je größer der Bruch wird, desto größer die Schmerzen nach der OP.

  • @Smirnof
    Welche Methode hast du gewählt?


    Rene320i
    Ich hab vorletztes Jahr die Metzker Methode genommen und stark bereut. Nie mehr ohne Minimalinversiv!
    Die haben beim aufschneiden, anritzen und Fleischlappenübernanderlegen irgendwie zuviel angeritzt. Wehgetan hat nix, jedoch am nächsten Tag hatte ich ein schönes Hämatom, wodurch ich gemütliche 1,5Wochen länger im Krankenhaus inkl. nochmal aufschneiden miterleben durfte.


    Vollnarkose ist jedoch ne recht lustige Sache, nach dem aufwachen kann man prima mit den Krankenschwestern ähh, reden :D



    Mein Tipp: Nimm die Minimalinvasive Methode, diese ist moderner und hält länger. Der Quatsch mit: man merkt das man ein Netz eingesetzt gekriegt hat, mag zwar stimmen, jedoch bei der Metzger Methode merkt man auch wo die Fleischlappen übereinander liegen. Dafür hat man jedoch keine fette Narbe…

    Zitat von Der_Stevie


    Ist natürlich regional unterschiedlich, aber hier haben Geschwister meist keine Kinder zusammen.

  • Ja, je schneller du das Problem angehst desto besser ist es.:top:
    Ich hatte mal einen Leistenbruch im zarten Alter von ca. 5 Jahren, weil ich gerne von den Apfelbäumen gesprungen bin (konnten einfach nicht hoch genug sein).:D
    Ergab dann auch eine richtig schöne Beule, was mir zwei Wochen Klinikaufenthalt und eine Metzger- Narbe von „heute“ ca. 2x10 cm eingebracht hat.:rolleyes:
    Habe aber nie wieder, in über 40 Jahren, in irgendeiner Form Schwierigkeiten wegen des Leistenbruches gehabt.;)

    Small:cool:

  • Ich hab vor 3 Jahren ein Netz reínbekommen. Drei kleine Schnitte + Endoskop. Ich war 1 Tag stationär und nach 5 Tagen schmerzfrei (die Schmerzen bis dahin aber Hölle) . Allerdings konnte ich nicht wie versprochen nach 3 Wochen schon wieder meiner Leidenschaft dem Fussaball nachgehen :( Ich hatte dabei genau die selben Schmerzen wie vor der OP, was mich fast am Sinn der OP zeifeln ließ. Nach über 4 Monaten Sportpause hatte ich keine Beschwerden mehr bis zum letzten Umzug. Nun habe ich auf der anderen Seite genau das selbe Ziehen wie damals auf der op Seite.

    Diesmal ziehe ich die OP bzw. überhaupt den Arzttermin raus, mal sehen wie lang noch einigermaßen Kicken kann:D Schneiden wollen die Ärzte immer recht schnell;)

    BMW M3 CSL

  • Meine linke Leiste wurde mit Netz operiert, 3 Minischnitte. Hätte auch am gleichen Tag gehen können, wenn der Redon nicht gewesen wäre.

    Der wurde dann am nächsten Tag abgezogen und ich bin ab nach hause.

    Keinerlei Probleme, keine Schmerzen.

    Sport habe ich nach 1 Woche wieder voll gemacht, auch Null Probleme.

  • Hallo zusammen,
    was hattet ihr denn alle so für Symptome?

    Mir ist vor knapp zwei Monaten das erste Mal eine Schwellung in der rechten Leistengegend aufgefallen, einige Tage später kam dann noch ein Ausschlag hinzu. Ich bin damals sofort zum Arzt, chirurgische Ambulanz. Dieser hat sich die Schwellung kaum ansehen, der Ausschlag hat ihn viel mehr interessiert -> Überweisung auf die Derma, Diagnose: Gürtelrose. Die Schwellung sollen die Lymphknoten sein.

    Heute, etwa zwei Monate später, ist die Schwellung unverändert ausgeprägt da, tut nicht weh und garnichts. Ich habe derzeit massiv Stress, weswegen ich schwer irgendwann zwischen 8 und 15 Uhr zwei Stunden beim Arzt rumsitzen einschieben kann, nur wegen einem vagen Verdacht :/

    Übrigens: wäre ich nicht, *ähem*, rasiert, hätte ich das vermutlich niiieee bemerkt. Ist genau dort, wo man normalerweise nicht "durchsieht", und erfühlen alleine wäre wohl nicht möglich. Ist das vielleicht sogar eine völlig falsche Stelle?

  • Greif mal an die Beule und Huste. Wenn sich beim Husten was verändert könnte es ein Leistenbruch sein.

    Ich speziell habe Schmerzen im Leistenbereich. Diese Strahlen dann auch aus. Kurzzeitig stechende Schmerzen bei ungünstigen Bewegungen. Schmerz wird stärker wenn man z.B. längere Zeit sitzt.

    Aufgrund der Schmerzen wäre ich nie auf einen Leistenbruch gekommen, sondern eher Richtung Zerrung / eingegklemmter Nerv.

    Gruß Rene

  • Könnte ein Leistenbruch sein. Wenn sich das mit der Gürtelrose erledigt hat,stellt sich ansonsten die Frage, wo die Schwellung herkommt.

    Bei mir waren folgende Symptome: leichte Schwellung in der Leistengegend (aber nur gaaaanz minimal, kaum erkennbar), hin und wieder leicht ziehender Schmerz auf der gleichen Seite, selten -bei starker Belastung- auch kurzer stechender Schmerz.

    Grundsätzlich aber relativ harmlose Symptome.

    Die Diagnose war aber eindeutig. Wir haben hier ein gutes Krankenhaus in der Gegend, da sich auf Leisten-OP´s spezialsiert hat, insb. die mit Netz.

    Zur Diagnose wird die Leiste vom Arzt abgetastet. Weiterhin wird ergänzend eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

  • Danke für die Antworten!


    Rene; woher hast du das denn mit dem Husten?
    Ist irgendwie schwer zu sagen - natürlich tut sich da etwas, es dürfte aber nicht mehr als auf der anderen Seite sein, meine ich.


    Meine Mutter ist Krankenschwester (zwar nicht auf der Chirurgie, aber immerhin), die hab ich das auch mal ansehen lassen -> sie erkennt nichtmal wirklich eine Schwellung. Vermutlich weils direkt von vorne kaum sichtbar ist - ich sehe es, weil es, von oben betrachtet, mehr Schatten wirft als links.


    Hmm, auf Kurz oder Lang werd ich um den Doc wohl nicht rumkommen :/
    Ich finds nur seltsam, dass es seit Monaten besteht, ich aber keienrlei Beschwerden oder Schmerzen habe. Nicht beim Laufen, nicht beim Krafttraining, nie!


    Danke jedenfalls nochmal.

  • So wird der Leistenbruch abgetastet. Noch nie untersucht worden? Wird bei uns teilweise durch den BG-Arzt untersucht. Bei der Musterung wird das auch untersucht.

    "So, jetzt husten sie mal"

    Ein Leistenbruch kann schmerzen, muss aber nicht. Typisch ist wohl auch das man die Beule im liegen wegdrücken kann. Wenn es mal richtig schmerzt und die Beule nicht mehr wegzudrücken ist wird das ganze dann brenzlig. Das ist dann ein eingeklemmter Bruch.

    Aber jede Fern- und Eigendiagnose bringt nichts. Da wirst du schon zu einem Arzt müssen.

    Gruß Rene

  • hast du schon Kontakt mit der Klinik in Bietigheim aufgenommen ?
    Die haben gut Erfahrung mit minimalinvasiv (Netzmethode).
    War dort allerdings schon 2002, anders als die Vorredner hatte ich kaum Schmerzen danach und war froh, dass ich beim Husten nicht mehr gegen den Bauch drücken musste...;)
    Allerdings hat sich nach der OP eine kleine Wasserzyste am Hoden gebildet, die erst nach Monaten wieder abgebaut war...
    Manchmal hervorgerufen dadurch, dass bei der minimalinvasiven OP der Bauchraum quasi etwas aufgepumpt wird...
    Hierauf einfach den Facharzt mal ansprechen. Ich würde dennoch niemals eine Näh-OP präferieren, kann wieder reissen...
    Mit dem natürlich eingewachsenen Netz an sich habe ich seither keinerlei Probleme !



  • Bei mir war es die Shouldice Methode. Da werden die einzelnen Schichten der Bauchdecke nacheinander vernäht. Die einzigen Nachteile sind, dass die Wunde spannt durch das vernähen, dadurch etwas mehr schmerzen und es dauert länger, wieder aufrecht gehen zu können. Also ich bin die ersten 10 Tage gegangen wie ein 90 jähriger. Die ersten drei Tage überlegst du dir, ob du dich überhaupt aufsetzen willst, um aufs Klo zu gehen. Ich hab vom liegen ins stehen ca 5 Minuten mit Hilfe gebraucht und dabei so schmerzen gehabt, dass mir teils die Luft weg blieb. Dann wirds aber von Tag zu Tag spürbar besser. Vorteil: Man hat kein körperfremdes Gewebezeugs im Bauch. :top:

  • Hallo,

    ich bin auch im April wegen eines Leistenbruches links operiert worden, ich habe es im Robert Bosch KKH in Stuttgart machen lassen. War auch zuerst beim örtlichen Chirurgen, der wollte auch die Metzgermethode (Shouldice) machen, wollte ich aber nicht, ich wollte auf jeden Fall die TAPP Methode haben (Netz). Dann gibt es zwei Möglichkeiten einmal die Methode Liechtenstein (aufschneiden) oder die minimalinvasive Methode (endoskopisch). Ich habe mich letztlich für die Liechtenstein (oder wars Liechtenfels?) entschieden weil man die ambulant durchführen kann und somit am gleichen Tag wieder nach Hause kann, bei der minimalinvasiven Methode ist auf jeden Fall eine Nacht KKH fällig.

    Die Argumentation des KKH pro Liechtenstein war eben, dass man bei der minimalinvasiven Methode durch dei Bauchdecke durch muss und man eben nichts im Bauch zu suchen hat, wenn man dort nichts machen muss. Hat mir dann auch eingeleuchtet und die Narbe von ca. 10cm ist mir ziemlich egal in der Leistengegend und auch schon jetzt nach ca. 8 Wochen ist sie schon sehr verblasst.

    Die Shouldice Methode würde ich auf keinen Fall wählen, hier liegt die Wahrscheinlichkeit eines rezidives bei ca. 10% und dass muss ja nicht sein.

    Die OP dauerte ca 4h von "einchecken" bis wieder aufwachen, nach 5h war ich wieder daheim. Schmerzen konnte ich das nicht wirklich nennen, direkt nach der OP sowieso nicht, da Schmerzmittel und am nächsten Tag hielt es sich auch in Grenzen, einzigst bei "Lastwechsel" d.h. vom liegen ins sitzen oder umgekehrt musste man n bisschen langsam machen, hat sich angefühlt als wenn was hakt. Nach ner Woche war nichts mehr zu spüren. Alles in allem hatte ich schon schlimmere Kopfschmerzen. Also keine Panik. :top:

    Ich würde sagen für dich stellt sich nur die Wahl zwischen minimalinvasiv oder Liechtenstein (- fels?) Aber in jedem Fall mit Netz! Alles andere ist quark.

    Grüße
    Marc

  • Hi,


    ich hatte meine Leisten-OP for ca.5Jahren und habe mich für's Netz entschieden.


    OP waren auch etwas um die 5 Stunden. Die Assistenz meine ich könne mal versuchen aufzustehen und wenn's geht könnte ich nach Hause.
    Ich konnte jedoch nicht und wurde in einem Zimmer untergebracht. Die Zeitung hab ich etwa 5x Gelesen und dann versuchte ich es selbst auf die Beine zu kommen. Jedoch hat's mich dann hingehauen und die Schmerzen waren dann enorm so, das ich mich nochmal für 3 Stunden hinlegte. Die Zeitung kannte ich ja schon auswendig und so wurde mir langweilig.
    Nach ca 14 Tagen war ich dann wieder Beruflich unterwegs. Zwar mit Schmerzen, aber die Arbeit stand wieder an und Aufschub gab's nicht mehr.
    Bis jetzt ist soweit alles i.O.


    mfg:


    ich

    Breitmaulfrosch

    Mehr Käse = mehr Löcher..mehr Löcher = weniger Käse...Mehr Käse = weniger Käse?

  • So, morgen früh geht es los.

    Jetzt wird mal aufgemacht und nachgesehen (Minimalinvasiv), da der Bruch nicht eindeutig ist.

    Falls es ein Bruch ist wird dieser mit einem Netz abgedeckt. Dieses wird evtl. getackert oder geklebt. Ich hab aber gesagt das mir kleben lieber wäre.

    Gruß Rene

  • So, morgen früh geht es los.

    Falls es ein Bruch ist wird dieser mit einem Netz abgedeckt. Dieses wird evtl. getackert oder geklebt.




    :eek: getackert, nee näh :crazy::heul: ...

    ... ooh man(n), dies hättste jetzt nicht schreiben dürfen.

    Ich schiebe die Leisten OP schon fast ein halbes Jahr vor mehr her :rolleyes:.

    Ist wie bei Zahnschmerzen ... wenn Doornkaat gurgeln nix mehr hilft ... dann isses
    soweit :o

    Alles Gute für Morgen :top: