Allgemeine Fragen zum Hausbau

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  • Bei einem Neubau oder umfangreicher Renovierung würde ich auf keinen Fall auf das Netzwerk verzichten, dass ist heute in meinen Augen wichtiger als z.B. Fernsehkabel.


    Einzeldosen würde ich nicht verbauen, mindestens Doppeldosen, der Aufwand fürs Verlegen ist deutlich höher als das zusätzliche Material.


    Ansonsten Anschlüsse mindestens dorthin, wo Telefon, Fernseher & Stereoanlage, feste PCs und WLAN APs hin kommen sollen. Wenn Kameras, Alarmanlage oder Türsprechanlage vorgesehen sind auch dafür, ggf. auch für die Haustechnik wie Heizung. Dabei auch Steckdosen in der Nähe nicht vergessen und daran denken, dass man auch die Einrichtung vielleicht ändern will.


    Bei der Auswahl eines Netzwerkschrankes überlegen, ob da vielleicht noch ein NAS oder ein Server rein soll.


    Ich habe in jedem Raum, mit Ausnahme nur der Badezimmer, mindestens je eine Doppeldose an diagonal gegenüberliegenden Seiten, in den meisten Räumen aber deutlich mehr Anschlüsse. Zusätzlich noch Anschlüsse im Keller und im Außenbereich und in allen Verteilungen. Natürlich brauche ich die nicht alle gleichzeitig, erhöht aber die Flexibilität.


    Das Angebot lässt sich schwer beurteilen wenn nicht klar ist, was alles enthalten ist. Geht es nur um 4 Netzwerkdosen ohne sonstige Installation ist es deutlich zu teuer. Ich meine für die letzten Sachen hier hat mein Elektriker in Mischkalkulation pauschal irgendwas zwischen 150-200 Euro pro Doppeldose berechnet, müsste ich aber nachschauen. Verlegung der Kabel, Montage der Dose, Auflegen auf Patchfeld, Messung inklusive Protokoll, inklusive Material aber ohne die Abdeckungen aus dem jeweiligen Schalterprogramm für die Dosen.

  • Bei einem Neubau oder umfangreicher Renovierung würde ich auf keinen Fall auf das Netzwerk verzichten, dass ist heute in meinen Augen wichtiger als z.B. Fernsehkabel.

    Richtig. Wir haben komplett ohne Fernsehkabel gebraucht. Brauchen nur Netflix und Amazon Video.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Wir haben in unserer Wohnung (wir haben die Wohnung 5 Jahre nach Erstellung gekauft) in die bereits vorhandenen Rohre folgendes verlegt (selbst gemacht):

    • Wohnen & Elternschlafzimmer: 4x RJ45
    • Essen, Kind 1, Kind 2: 2x RJ45

    Koax haben wir komplett entfernt.


    Falls du noch die Möglichkeit hast, die Verlegung der Leerrohre zu bestimmen, würde ich pro Raum diagonal ein Leerrohr vorsehen. Die Verkabelung (sofern die Leerrohre sauber verlegt wurden), ist im Anschluss zusammen mit einem Kollegen schnell gemacht. Wir haben damals für folgende Arbeiten ca. 1 Arbeitstag zu zweit gehabt:

    • Alle Netzwerkkabel und Koax-Kabel entfernen
    • 14 Neue Cat 6 Kabel einziehen
    • Aus drei 2er Kombinationen 4er (2x2) machen (inkl. Spitzen, neue UP-Dose setzen, eingipsen, neu verkabeln)
    • Alle Steckdosen gegen solche mit Kindersicherung tauschen
    • Bei zwei Zimmer geschaltete Steckdosen nachrüsten (was dann aber leider abgebrochen werden musste, da wir mit den zusätzlichen Kabel nicht mehr durch die vorhandenen Rohre kamen)


    Die Netzwerkverkabelung hat dabei ca. 3h in Anspruch genommen. Für den Rest haben wir ca. 6-7h gebraucht.

  • Schliesse mich den Vorrednern an. Grosszügig Leerrohre und ggfs. später nachrüsten.

  • Ja, mittlerweile würde ich gerne ein umfangreicheres nicht übertriebenes Netzwerk haben. Aber wenn bisher für ein 8er Patchpanel und Anschlüsse in 4 Räume mit je 1 Dose 1500€ verlangt wird, weiß ich nicht wo ich damit dann lande.


    Würde je 1 Anschluss für Access Point in EG und OG sowie Leerrohre in alle Räume bevorzugen. Dann kann ich das später in Ruhe selbst organisieren. Oder?


    Außer sie sagen mir dass die Leerrohre kaum günstiger sind, was ich mir typischerweise vorstellen kann.

  • Ja, mittlerweile würde ich gerne ein umfangreicheres nicht übertriebenes Netzwerk haben. Aber wenn bisher für ein 8er Patchpanel und Anschlüsse in 4 Räume mit je 1 Dose 1500€ verlangt wird, weiß ich nicht wo ich damit dann lande.


    Würde je 1 Anschluss für Access Point in EG und OG sowie Leerrohre in alle Räume bevorzugen. Dann kann ich das später in Ruhe selbst organisieren. Oder?


    Außer sie sagen mir dass die Leerrohre kaum günstiger sind, was ich mir typischerweise vorstellen kann.

    Ich glaube ein großer Preispunkt ist immer die Gefahr des Nicht Könnens und damit Großaufwand und Garantie...wenn jemand professionell das Zeug verlegt, dann braucht man Werkzeug, Zeit und die Möglichkeit das zu testen.

    Leerrohre können kaum teuer sein, die liegen ja einfach Parallel zu denen für Strom. Ich würde nur aufpassen das die schön dick und die Dosen tief sind. So dick das eben zwei Netzwerkkabel und ein Sat Kabel gut rein gehen


    Privat läuft das gerne anders...ich habe werkzeuglose Keystone, CAT6 Kabel und dann selber zusammen gesteckt...danach bei jedem Kabel mit zwei Laptops die Übertragung geprüft. Bei mir ist im Büro am Schreibtisch halt ein doppelter Keystone der den Fernsehanschluss im Gästezimmer versorgt, in anderen Räumen immer nur Sat und Netzwerk in einer doppel Keystone Dose von Gira. Switch Router habe ich nur lokal, keinen im Keller. Ich kann pro Stockwerk von Fritzbox oder Schreibtisch weiter verteilen.


    Auf Satkabel würde ich nicht verzichten. Wir haben ein einfaches Unicable System, bei dem nur ein Unicable LNB und ein Netzteil nötig sind.

    M&M Kreditkarte + Online Zahlung bei der Zentralen Bußgeldstelle = Vielfliegermeilen für Tiefflug auf der Autobahn :D:top:

  • Unbedingt Kupfer legen.

    Mindestens Leerrohre.

    Spätestens mit 4k TV Streaming stößt du mit WLAN an Grenzen.

    Da ich ja selber gerade ein Haus gekauft hab und am umbauen bin - ist das wirklich so "wichtig"?

    Bisher in der Wohnung lief bei mir alles über Wlan, da gingen auch 3 4k Streams parallel problemlos (250k Leitung, welche laut Speedtest trotz WLAN auch ankommen).

    Klar - mir wäre auch ne Netzwerkdose hinter jedem TV lieber - aber ist WLAN inzwischen nicht für alles schnell genug (bei meiner Fritzbox ist z.B. die maximale WLAN Geschwindigkeit mit 1733Mbps angegeben - auch wenn ich netto vielleicht nur auf die Hälfte komme sollte das doch mehr als genug sein)?

  • Da ich ja selber gerade ein Haus gekauft hab und am umbauen bin - ist das wirklich so "wichtig"?

    Ja, ist es.


    Wie willst du denn ansonsten deine Wlan-APs anschließen?

    Einer pro Stockwerk ist sowieso nötig für eine ordentliche Geschwindigkeit bei 5 GHz. Dann kannst du auch gleich in jedes Zimmer ein Kabel ziehen, das ist dann auch nicht mehr so wild.


    Bisher in der Wohnung lief bei mir alles über Wlan, da gingen auch 3 4k Streams parallel problemlos

    3x 4k über Wlan?

    Glaube ich fast nicht.

    Einer braucht ca. 25 Mbit/s

    Drei wären 75 Mbit/s. Niemals über einen einzigen AP 8|

    Einmal editiert, zuletzt von Cephalopod ()

  • Über WLAN kommen wie gesagt die vollen 250Mbit an, einziger AP die Fritzbox 7590 (ist halt auch die schnellste) und die 3 4k Streams waren wirklich nie ein Problem…

  • Außer sie sagen mir dass die Leerrohre kaum günstiger sind, was ich mir typischerweise vorstellen kann

    Das kann ich mir sehr gut vorstellen - die paar Meter LAN-Kabel kosten ja nichts.

    Kosten tut die Verlege-Arbeit!

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Einer pro Stockwerk ist sowieso nötig für eine ordentliche Geschwindigkeit bei 5 GHz. Dann kannst du auch gleich in jedes Zimmer ein Kabel ziehen, das ist dann auch nicht mehr so wild.

    Ich habe mich bewusst gegen beides entschieden. Ein AP im EG genau über dem Hobbyraum im Keller und diagonal dazu einen AP im DG. Damit brauche ich keinen im OG. Theoretisch kann ich irgendwann ins OG nachziehen, sehe aber da auch langfristig keinen Bedarf. Mein Schreibtisch hat LAN und der unterscheidet sich in der Arbeit kaum vom Schreibtisch meiner Frau mit WLAN.

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  • Das mit LAN werde ich auf meine Liste setzen. Danke für eure Infos.


    Jetzt habe ich ein anderes Thema. Für knapp über 10k€ könnten wir aus dem kfw55 ein kfw40 Haus machen. Da Wärmepumpe, Lüftungsanlage ohnehin im Haus ist und ich sowieso in PV und evtl Batteriespeicher investieren wollte, wäre eigentlich alles gegeben. Zusätzliche 12k€ Förderung von kfw55 auf kfw40plus gegenüber 10k€ Aufpreis, da muss man eigentlich nicht viel überlegen, oder?


    Allein die bessere Dämmung wäre langfristig interessant, denn diese kann man teilweise nicht mehr ändern (Bodenplatte).

  • Das mit LAN werde ich auf meine Liste setzen. Danke für eure Infos.


    Jetzt habe ich ein anderes Thema. Für knapp über 10k€ könnten wir aus dem kfw55 ein kfw40 Haus machen. Da Wärmepumpe, Lüftungsanlage ohnehin im Haus ist und ich sowieso in PV und evtl Batteriespeicher investieren wollte, wäre eigentlich alles gegeben. Zusätzliche 12k€ Förderung von kfw55 auf kfw40plus gegenüber 10k€ Aufpreis, da muss man eigentlich nicht viel überlegen, oder?


    Allein die bessere Dämmung wäre langfristig interessant, denn diese kann man teilweise nicht mehr ändern (Bodenplatte).

    Bei KfW 40 ist soweit ich weiß die Begleitung eines Energieberaters Pflicht, das könnten nochmal 1500-2000€ ausmachen (dafür gibt es aber mMn noch eine zusätzliche Förderung, Programm 431). Bei der Plus Variante brauchst du außerdem den Batteriespeicher zwingend und zusätzlich eine Visualisierung des Stromverbrauches.

  • Meinst mit Begleitung Energieberater zusätzlich über kfw55 hinaus? Weil für kfw55 brauche ich auch einen Energieberater, der über das Programm 431 gefördert wird.

  • Zusätzliche 12k€ Förderung von kfw55 auf kfw40plus gegenüber 10k€ Aufpreis...?

    Damit ist doch schon alles gesagt, oder? Zusätzlich kriegst Du noch ein Haus, das 20% weniger Primärenergie braucht. Ich müßte da nicht überlegen! ;)

    Grüße
    shneapfla
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Wir haben uns ganz bewußt dagegen entschieden Kfw40 anzustreben, weil ich ein Haus mit Belüftungsanlage derart was von grottig finde. Tagaus, tagein, Sommer wie Winter immer alle Türen und Fenster geschlossen halten. Da käme ich mir vor wie im Knast.

    Ein entfernter Nachbar von uns hat sowas gebaut. Nicht wirklich gemütlich.....

  • Tagaus, tagein, Sommer wie Winter immer alle Türen und Fenster geschlossen halten. Da käme ich mir vor wie im Knast.

    Wo steht denn, dass Du dich auch daran halten musst?

    Kommt die KfW zum Kontrollieren vorbei?

    Oder sind die Fenstergriffe verplombt?


    Welcher Energiestandard ist denn eigentlich aktuell Pflicht bei einem Neubau?

  • Wo steht denn, dass Du dich auch daran halten musst?

    Kommt die KfW zum Kontrollieren vorbei?

    Oder sind die Fenstergriffe verplombt?


    Welcher Energiestandard ist denn eigentlich aktuell Pflicht bei einem Neubau?

    a) Natürlich kontrolliert das keiner. Führt aber den Energiestandard ad absurdum, wenn man sich nicht an die Regularien hält und außerdem lösen sich damit natüprlich auch die berechneten Energie-Einsparungseffekte in Wohlgefallen auf.


    b) => Der Niedrigstenergiestandard beim Neubau ab 2021

    Da es für Kfw55 immer noch, bzw. ab 1.7.21 sogar noch etwas erhöhte Zuschüsse gibt, dürfte der "Zwangsstandard" noch niedriger liegen.

  • Ich wollte keine KWL Diskussion auslösen :)


    Wir wollten ursprünglich auch keine KWL, aber selbst bei kfw55 muss das Haus schon ziemlich „dicht“ gebaut werden, so dass es mit manuellem Lüften schwierig ist. Außerdem bei einer typischen EFH-Wohnfläche und 2 Etagen gibt es dabei einiges zu tun.


    Aufmachen kann man ja trotz KWL. Ständig macht man es ja nicht, außer im Sommer vielleicht. Tja, und dann schenkt man halt etwas Effizienz her, aber ich würde mich trotzdem sicher nicht einsperren.


    Übrigens, dass es für kfw55 ab 1.7. mehr gibt als bisher, würde ich nicht unbedingt sagen. Bisher (naja bis 31.12.20) gab es ja für effiziente Heizung usw. extra eine BAFA-Förderung i.H.v. 35%. Das ist nun inkludiert in die neue kfw Förderung. Daher kann dabei je nach Konstellation auch weniger am Ende rauskommen…