Allgemeine Fragen zum Hausbau

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  • Der Weinkeller


    Da es kein komplettes Haus wird, sondern nur ein Lager fuer meinen Wein, braucht es kein eigenes Thema, und ich hoffe es ist hier gut aufgehoben. Schon seit laengerem in der Planung ist der Bau eines Weinkellers. Da ich leider keinen echten Keller habe, die Chilenen vermurksen schon das, was aus der Erde rausschaut, da kann man in die Erde reinbauen komplett vergessen, soll es ein Raum ausserhalb des Hauses werden. Obwohl wir im Hang wohnen, ist das eingraben in die Erde nicht darstellbar. Daher habe ich mir eine Ecke, in der es schon eine alte Bruchsteinmauer mit Steinboden gab, ausgesucht und die anderen Seiten auch mit einer Bruchsteinmauer schliessen lassen. Die neue ist allerdings rein kosmetisch und hat keine tragende Funktion. Von aussen sieht das ganze so aus:

    cava05dctH.jpg


    Innen so:

    cava02uwcH.jpg


    Mein Plan ist es innen eine Holz Fachwerkstruktur vor die neuen Bruchsteinwaende zu setzen, die dann das DAch traegt. Hinter der alten Wand will ich einen horizontalen Traeger im Hang einbetonieren zur Aufnahme des Dachs. Das Fachwerk will ich innen mit 10 cm Mineralwolle isolieren, Dampfsperre ist vorgesehen, und dann davor eine Ziegelwand mauern. Fuers Dach habe ich Balken die 20 cm hoch sind. Auf diese sollen 5 cm starke Thermopanele gelegt werden und zwischen die Balken soll dann noch 10 cm Styropor kommen, aufs Dach dann nochmal 20 cm Erde.


    Das ganze soll einen Vorraum und zwei Massivholztueren bekommen und sieht in der Draufsicht so aus:

    cava04zxdH.jpg


    Da es bei uns im Sommer recht heiss wird, gehe ich davon aus, dass ich trotz Isolierung die Temperatur nicht vernuenftig halten kann, deshalb soll in die hintere Ecke des Eingansbereiches eine kleine portable Klimaanlage positioniert werden, mit Schlauchanschluss nach aussen.


    Was habe ich vergessen, falsch bedacht oder kann man besser machen? BIn fuer alle HInweise dankbar. Gutachter und Rechtsanwalt brauche ich nicht, da ich selbst baue:). Wenn sich jemand in der Statik vom konstruktiven Holzbau auskennt, waere ich froh ein bisschen HIlfe bei der Auslegung des Fachwerks fuer horizontale Kraefte zu bekommen, vertikal passt's einigermassen, wenn es nicht gerade in Stroemen regnet und gleichzeitig ein Erdbeben Richter 9 kommt.


    Edit: bekomme blockierte Grafiken angezeigt, eigentlich sollten die Vorschaubildchen auftauchen

  • Dann musst Du auch die entsprechenden URLs nehmen. :D


    Das mit der Schleuse am Eingang ist eine sehr gute Idee :top:


    20cm Balken sollten eigentlich das Gewicht der Dachbedeckung gut tragen, also wenn das nicht gerade 5x5m freischwebend sind. Folien nicht vergessen. Warum stopfst Du die Balkenzwischenräume nicht auch mit Stein- oder Glaswolle aus?

    Lieber ein bißchen verrückt als total doof... :p

  • der Bau eines Weinkellers

    Was planst du da zu lagern? Nur Wein?


    innen mit 10 cm Mineralwolle isolieren, Dampfsperre ist vorgesehen, und dann davor eine Ziegelwand mauern. Fuers Dach habe ich Balken die 20 cm hoch sind. Auf diese sollen 5 cm starke Thermopanele gelegt werden und zwischen die Balken soll dann noch 10 cm Styropor kommen, aufs Dach dann nochmal 20 cm Erde.

    Das mit der Isolierung verstehe ich noch nicht. Du musst bedenken, dass die Mineralwolle kaum gegen die Hitze hilft. Umgekehrt ist ohne Winter und Heizung fraglich, ob du die Dampfsperre brauchst. Rechne alles auf jeden Fall im Ubakus durch. Du hast hier eine etwas umgekehrte Variante...außen heiß, innen kühl....ich frage mich wo die Klimamembran hin muss...eher außen?


    Wenn du was gegen die Hitze machen willst wäre etwas wie Pavatex, also Holzfaser anstatt Glas oder Steinwolle gut. Der Ubakus sagt dir auch wie die Temperaturverläufe sind.


    Insgesamt wäre ich eher im Bereich Ästhetik unterwegs: Die Mauer ist ja super, da würde ich maximal das Tragwerk einsetzen wenn möglich. Dach dann mit Holzwolle. Ich habe Bedenken, dass egal was du an den Wänden machst die Luftdichtheit fraglich ist bei den Pfuschern. Dann bringt die Dämmung wenig wenn der Wind durch zieht. Um das innen dicht zu bekommen muss man ja die Ziegel verputzen und dann die Dampfbremse sauber anschließen...


    kleine portable Klimaanlage positioniert werden, mit Schlauchanschluss nach aussen.

    Das halte ich für schwierig...ich kenne viele Labore mit normalen Klimaanlagen und wie da die Temperaturen schwanken sobald die Sonne aufgeht...für Wein ist das zu viel. Wenn du wirklich sinnvoll Wein lagern willst, dann ist die portable Anlage eher nichts, die Schwankungen Nacht/Tag werden schon zu groß sein und wenn dir die Temperatur im Winter runter geht kannst gar nichts dagegen machen. Wir haben hier rund 20cm Glaswolle auf dem Dach und da kannst von 5° Temperaturänderung ausgehen.

    Zudem würde ich wenn dann ne Split Anlage verbauen.


    Aber zum Wein lagern würde ich ehrlich anders vorgehen: Bei der Dämmung und Klima sparen und Weinkühlschränke installieren.

    M&M Kreditkarte + Online Zahlung bei der Zentralen Bußgeldstelle = Vielfliegermeilen für Tiefflug auf der Autobahn :D:top:

  • Aber zum Wein lagern würde ich ehrlich anders vorgehen: Bei der Dämmung und Klima sparen und Weinkühlschränke installieren.

    Weinkühlschrank ist eine gute Idee.

    z.B. so einer:

    Weinkühlschrank - 800 Liter - mit 2 Glastüren (ggmgastro.com)

    Es gibt aber in Chile - als Weinanbauland - bestimmt eine große Auswahl.


    Trotzdem würde ich eine Dämmung und zumindest eine Lüftung vorsehen, die im Sommer die Warme Luft unter dem Dach herausfördert.

    Die Kühlleistung der Schränke ist auch nicht unbegrenzt und Wärme geben sie auch noch ab.


    PS: Dass Mineralwolle nicht gegen Hitze "hilft" (was auch immer das heißt), musst du mal erklären ...

    Ich würde allerdings auch lieber auf Styropor setzen, aber eher wegen der Nagetiere :zf:

  • Aber zum Wein lagern würde ich ehrlich anders vorgehen: Bei der Dämmung und Klima sparen und Weinkühlschränke installieren.

    Jupp, wäre jetzt auch mein Gedanke.... den Verschlag nicht als Kühlraum ausbauen, sondern nur auf Regendichtheit achten, und dann die gewünschte Lagerkapazität in Weinklimaschränken installieren.....


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Trotzdem würde ich eine Dämmung und zumindest eine Lüftung vorsehen, die im Sommer die Warme Luft unter dem Dach herausfördert.

    Die Kühlleistung der Schränke ist auch nicht unbegrenzt und Wärme geben sie auch noch ab.

    Ja, absolut. Ich würde einen Ständer machen, einfach KVH mit Querverstrebung...ich glaube da braucht es nichts spezielles. Auf die Dachbalken dann wenn es auf die Optik ankommt Platten oder Rahmenholz darauf (oder direkt) dann die Holzfaserdämmung. Auf die Holzfaserdämmung ne Folie, dann über Kreuz Holzlattung, damit hat man dann gleich die Hinterlüftung. So bleibt die Hitze an den Dachplatten, wird leicht hinterlüftet und die Dämmung bekommt gar nicht sooo viel zu tun.


    PS: Dass Mineralwolle nicht gegen Hitze "hilft" (was auch immer das heißt), musst du mal erklären ...

    Ich würde allerdings auch lieber auf Styropor setzen, aber eher wegen der Nagetiere :zf:

    "Nicht" ist zu viel. Es ist einfach so, dass Holzfaser wegen der Masse ein vielfaches hilft. Styropor weiß ich jetzt nicht, aber das kann man leicht im Ubakus rausfinden. Da bekommt man die Phasenverschiebung, die soll halt bei 12h oder höher liegen. Wir haben lange überlegt Holzfaser mit rein zu nehmen, aber der Dämmwert war dann zu gering, was um die Dachfenster ein Schimmelrisiko gewesen wäre. Für den Sommer wäre es aber viel besser gewesen.


    Der Hauptvorteil für mich ist: Du nagelst die Platten einfach auf die Balken. Das sieht gut aus und da kann nichts schief gehen. Die Kombi Thermopaneele und Styropor hat ne Schimmelgarantie in Deutschland....keine Ahnung wie das in Chile aussieht. Wobei ich auch die 20cm Erde noch nicht verstanden habe, wenn man 20cm Erde auf nen Holzständer schüttet ist Schimmel natürlich erstmal kein Problem mehr....:p

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  • ... aufs Dach dann nochmal 20 cm Erde.

    Sicher?

    Wenn die Dachfläche angenommen 3 x 3 m² beträgt und die Erde durch Regen gut durchtränkt ist, sind das grob geschätzt fast 2 Tonnen, die da drauf liegen.

    Da würde ich ohne ordentliche Statik nicht reingehen wollen :idee:

  • Erst mal Danke fuer die vielen konstruktiven Kommentare, sehr hilfreich!:top:

    Was planst du da zu lagern? Nur Wein?

    Ja, ausschliesslich Wein, 95% Rot

    Wenn du was gegen die Hitze machen willst wäre etwas wie Pavatex, also Holzfaser anstatt Glas oder Steinwolle gut. Der Ubakus sagt dir auch wie die Temperaturverläufe sind.

    1. Super Tip mit dem Ubakus, kannte ich noch nicht!

    2. Holzfaser ist sicher ein guter Tip, allerdings fraglich, ob ich hier sowas bekomme. Momentan kann man auch nirgendwo hin, alles zu, selbst die Baumaerkte. AUf die Schnelle habe ich jetzt einen Anbieter gefunden, die naehen Saeckchen mit Holzfasern

    Dann bringt die Dämmung wenig wenn der Wind durch zieht. Um das innen dicht zu bekommen muss man ja die Ziegel verputzen und dann die Dampfbremse sauber anschließen...

    Ziegel verputzen war jetzt nicht die Idee, und ein bisschen Lueftung brauche ich eh.

    enn du wirklich sinnvoll Wein lagern willst, dann ist die portable Anlage eher nichts, die Schwankungen Nacht/Tag werden schon zu groß sein und wenn dir die Temperatur im Winter runter geht kannst gar nichts dagegen machen

    Das Ding "regelt" angeblich die Teperatur automatisch und schaltet im Bedarfsfall automatisch von Kuehlung auf Heizung um. Da es ja ein recht kleiner Raum/kleines Luftvolumen (8qm/17cbm) ist, muesste das schon einigermassen gehen. Ne Splitanlage wollte ich jetzt nicht, ist im allgemeinen auch fuer groessere Raeume. Ich habe mirvor einiger Zeit schon einen Temoeratur Recorder gekauft, da kann ich das mal eine Weile ohne Wein verfolgen

    Aber zum Wein lagern würde ich ehrlich anders vorgehen: Bei der Dämmung und Klima sparen und Weinkühlschränke installieren.

    Das waere der Plan B

    Es gibt aber in Chile - als Weinanbauland - bestimmt eine große Auswahl.

    Nein, leider nicht. Ein Bekannter importiert gerade einen.

    Trotzdem würde ich eine Dämmung und zumindest eine Lüftung vorsehen,

    Ja, ist vorgesehen

    und dann die gewünschte Lagerkapazität in Weinklimaschränken installieren.....

    Wier schon geschrieben, das waere Plan B, allerdings bei vernuenftiger Qualitaet und einer Kapazitaet von 300-400 Flaschen so ab 7.000 Euro aufwaerts.

    Wenn die Dachfläche angenommen 3 x 3 m² beträgt und die Erde durch Regen gut durchtränkt ist, sind das grob geschätzt fast 2 Tonnen, die da drauf liegen.

    Da würde ich ohne ordentliche Statik nicht reingehen wollen

    Boese verschaetzt: 4 Tonnen. Aber wie geschrieben, fuer die vertikalen Kraefte habe ich das ueberschlaegig mal gerechnet, sogar mit 0,4g Erdbebenzuschlag. Horizontal das mit den 0,4g zu rechnen, da habe ich keine Rechenhilfe gefunden.

  • Es gibt aber in Chile - als Weinanbauland - bestimmt eine große Auswahl.

    Die machen halt nicht so ein Mimimimi draus wie wir hier. "Oh, der Wein hat 0,3 Grad zu viel, das geht ja garnicht. Klasse, der ganze Abend versaut jetzt und einsneunundsiebzig zum Fenster raus... :mad: "


    ;)


    Boese verschaetzt: 4 Tonnen. Aber wie geschrieben, fuer die vertikalen Kraefte habe ich das ueberschlaegig mal gerechnet, sogar mit 0,4g Erdbebenzuschlag. Horizontal das mit den 0,4g zu rechnen, da habe ich keine Rechenhilfe gefunden.

    Nur halb so dick machen? Ich meine, die üblichen Dachbegrünungen sind vielleicht die Hälfte? 20cm haben ja manche kaum als Humusschicht im Garten :D Wieso ziegelst das nicht passend?

    Lieber ein bißchen verrückt als total doof... :p

  • Die machen halt nicht so ein Mimimimi draus wie wir hier. "Oh, der Wein hat 0,3 Grad zu viel, das geht ja garnicht. Klasse, der ganze Abend versaut jetzt und einsneunundsiebzig zum Fenster raus... :mad: "

    Hehehe, das kenne ich aus Italien: der Prosecco auf Festen ist dort normaler Tischwein aus Kegs, der in einer Bierzapfanlage mit Kohlensäure versetzt wird. :top:


    Schmeckt aber lecker :) :) :)

  • 2. Holzfaser ist sicher ein guter Tip, allerdings fraglich, ob ich hier sowas bekomme. Momentan kann man auch nirgendwo hin, alles zu, selbst die Baumaerkte. AUf die Schnelle habe ich jetzt einen Anbieter gefunden, die naehen Saeckchen mit Holzfasern

    Bekommt man hier auch nicht im Baumarkt. Das ist halt Ware die man nur im Fachhandel bekommen kann. Stelle ich mir aber in Chile schon auch schwierig vor.


    Ziegel verputzen war jetzt nicht die Idee, und ein bisschen Lueftung brauche ich eh.

    Der Wein mag es feucht, also um die 70% Luftfeuchte. Du musst bedenken, dass der Raum durch die Klima eh zu trocken wird. Dazu Belüftung....dann ist es im Winter und in der Nacht auch super trocken. Zudem bekommst du die Temperatur bei Zugluft im Sommer mit 30° außen innen nicht mehr unter die nötigen 20°C.


    Das Ding "regelt" angeblich die Teperatur automatisch und schaltet im Bedarfsfall automatisch von Kuehlung auf Heizung um. Da es ja ein recht kleiner Raum/kleines Luftvolumen (8qm/17cbm) ist, muesste das schon einigermassen gehen. Ne Splitanlage wollte ich jetzt nicht, ist im allgemeinen auch fuer groessere Raeume. Ich habe mirvor einiger Zeit schon einen Temoeratur Recorder gekauft, da kann ich das mal eine Weile ohne Wein verfolgen

    Ich glaube du musst sehr viel kühlen und ne gute Regelung haben. Die Mono Anlage ist weder wirtschaftlich, noch gut im Regeln. Vibrationen mag der Wein auch nicht.

    Gerade bei deinem Aufbau muss ja nur ein Loch in die Wand, Kompressor raus. Da kannst ja ne vorgefüllte Anlage in 5min installieren.


    Boese verschaetzt: 4 Tonnen. Aber wie geschrieben, fuer die vertikalen Kraefte habe ich das ueberschlaegig mal gerechnet, sogar mit 0,4g Erdbebenzuschlag. Horizontal das mit den 0,4g zu rechnen, da habe ich keine Rechenhilfe gefunden.

    Ich verstehe das Dach nach wie vor nicht. Die Erde bringt viel Hitzeschutz....allerdings ist ein begrüntes Dach auf einem Holzständer schon derb gefährlich. Nicht nur statisch. Wenn du dir Foren und Aufsätze von den Biohäuslebauern dazu anschaust wirst du sehen, dass sowohl der Aufbau an sich und auch die Montage höchst schwierig sind. Gerade mit deinen Maestros verstehe ich das nicht, da muss doch eher ein Dach her das man leicht reparieren kann....bei dem keine 4 Tonnen Erde auf dem Loch liegen das du nicht findest...


    Die machen halt nicht so ein Mimimimi draus wie wir hier. "Oh, der Wein hat 0,3 Grad zu viel, das geht ja garnicht. Klasse, der ganze Abend versaut jetzt und einsneunundsiebzig zum Fenster raus... :mad: "

    Da oben stehen 300-400 Flaschen. Selbst als trainierter Alkoholiker hat man da Flaschen die über 5 Jahre liegen sollen ohne das der Wein für den Ausguss ist...ich halte das für sehr schwierig, moderne Keller eigenen sich nicht. Unser Keller hätte noch mangels Dämmung die Voraussetzung, aber ich muss den zu sehr heizen sonst schimmelt es an jeder Ecke. Oberirdisch...au weia...

    In Summe ein Jahr über 21° und der Wein ist hin. Schwankungen von 3° täglich über ein Jahr und der Wein hat so viel Sauerstoff gezogen, das man nur noch den Salat damit anmachen kann....

    M&M Kreditkarte + Online Zahlung bei der Zentralen Bußgeldstelle = Vielfliegermeilen für Tiefflug auf der Autobahn :D:top:

  • Ich klink mich jetzt auch gleich mal hier im Thread ein. Nachdem ich gestern ein Haus gekauft habe werden da sicher noch ein paar Fragen hier kommen (auch wenn kein Neubau, aber Arbeit steckt so auch genug drin).

    Also auch wenn ich JETZT noch keine Fragen hab, die Vorwarnung wollte ich schonmal da lassen 😀

  • Oh, der Wein hat 0,3 Grad zu viel, das geht ja garnicht. Klasse, der ganze Abend versaut jetzt und einsneunundsiebzig zum Fenster raus..

    Das ist tatsaechlich ein Problem, im Sommer gibt es grundsaetzlich Gluehwein und im Winter Eiswein, eine der wenigen Ausnahmen ist ein franzoesisches Restaurant, die muessen eine gigantische Weinkuehlung haben, Riesenlokal, immer rappelvoll und eine immense Auswahl an Weinen, immer perfekt temperiert. Bei den anderen sind es leider keine 1,79 die da beim Teufel sind, da reicht es meistens nicht das Komma eine Stelle zu versetzen.

    Aber Wein lagern ist ein interessantes Thema und wenn man Wein gerne trinkt und etwas Geld dafür ausgibt ist ein Klimaschrank für mich fast Pflicht, sonst hat man wenig Freude am Lagern.

    Mittlerweiel bin ich schon fast von Euch ueberzeugt, dass ich zumindest die besseren Weine in einen Weinkuhlschrank packen werde.

    Bei teuren Weinen möchte man natürlich schon, dass der die Zeit übersteht, zum selber trinken oder auch weil man ihn irgendwann verkaufen will.

    Zeit ueberstehen soll der ein oder andere natuerlich schon, verkaufen tun wir nix, wird alles selbst gesoffen.

    Kommt halt drauf an. Zum einen ist der Wein den Du trinken möchtest in ein paar Jahren nur schwierig oder gar nicht mehr zu bekommen, zum anderen ist es häufig auch finanziell interessant Wein jung zu kaufen und dann im eigenen Keller zu lagern. Nicht jeden Wein möchte man ja trinken wenn er gerade erst von der Rebe kommt. Und dann gibt es noch die extremen Fälle, mein Onkel hat an seinem 70igsten eine Château d'Yquem aus seinem Geburtsjahrgang geöffnet, den hat mein Großvater rechtzeitig eingelagert, ähnliches habe ich, meinem Vater sei Dank, auch im Keller. Mein Schwiegervater holt zu besonderen Anlässen auch schon mal einen 30 oder 40 Jahre alten Bordeaux aus dem Keller.

    So extrem wie bei Dir beschrieben wird es bei mir nicht werden, die meisten werden bei mir zwischen 4 und 10 Jahre alt. Es gibt ja auch nicht so viele Weine, die man laenger als 10 Jahre lagern kann, zumindest chilenische. Im allgemeinen ist es so, dass ein Jahrgang vermarktet wird und dann ein Jahr spaeter nicht mehrverfuegbar ist. Ein gutes Beispiel ist ein sehr guter Durchschnittswein, ein Tarapaca Gran Reserva, da kommt der 2020er, so es einen gibt, 2021 auf den Markt und wird komplett verkauft. Nach 4 Jahren hat der seinen besten Geschmack eintwickelt, dann flacht er dramatisch ab. Aber den 4 Jahre alten bekommst Du nur, wenn Du ihn selbst gelagert hast. Und nebenher, die Weinhaendler und Weingueter, die selbst lagern nud aeltere Weine verkaufen, lassen sich das Lagern ja auch vorzueglich vergueten.

    Du musst mehr trinken ;) Natürlich nimmt der "Grenznutzen" mit steigenden Preisen ab, keine Frage. Aber Unterschiede merkt man zwischen einem 10 EUR und einem 30 EUR Wein durchaus. Ob es einem das Wert ist muss man natürlich selbst entscheiden.

    Bedauerlicherweise sich die Weine hier in Chile sehr teuer, ist halt ein gut geschuetzter Binnenmarkt. Teure Weine von hier sind in Europa deutlich guenstiger als hier im eigenen Land. Grundsaetzlich erwerbe ich meine Weine nur, wenn sie mal wieder mit 30 - 40% Nachlass angeboten werden, dann sind sie meiner Meinung nach fair bepreist. Die etwas teureren kaufe ich mit den Praemienpunkten meiner Kreditkarte, da kann ich mir die hohen Preise schoen reden, dass das ja nur Spielgeld ist^^

    Mit welchen Umgebungstemperaturen musst Du denn rechnen? Ich würde mir zusätzlich auf jeden Fall Gedanken um die Beschattung machen, zumindest mit ein paar geschickt gepflanzten Büschen oder Bäumen.

    Im Sommer werden es gerne schon mal 35 Grad, aber die Erfahrung mit meinem gut isolierten Haus zeigt mir, dass man die Temperatur durchaus auf einem annehmbaren Niveau halten kann, wenn man beschattet, im Falle des Hauses mit Raffstores. Fuer den Sommer, wenn es am heissesten wird, sollte der Dachueberstand genug Beschattung bieten. Baeume und Buesche wird schwer fuer die heisseste Jahreszeit.

    Beim Wein ist das schon sehr spekulativ und als Käufer weiß ich nie wie der behandelt wurde.

    deshalb selbst lagern und selbst trinken

    Aber wenn wir in der Runde zu Abend essen ist es eigentlich egal ob der Wein 10 oder 20 Euro kostet.

    Das sehe ich genauso, gehen ja dann keine 7 Flaschen drauf bei sowas. Ich schenke im allgemeinen danach aus, wie ich denke, dass die Mittrinkenden einen Wein zu schaetzen wissen. Wenn ich weiss, dass meine Gaeste zuhause nur den guten Cartonet Saufervignon in sich reinschuetten, werde ich sicherlich keinen 30 Euro Wein kredenzen.

    Nur halb so dick machen? Ich meine, die üblichen Dachbegrünungen sind vielleicht die Hälfte? 20cm haben ja manche kaum als Humusschicht im Garten :D Wieso ziegelst das nicht passend?

    Die Schicht ist schon mit ein bisschen Reserve auf 20 cm ausgelegt, zu duenn will ich sie auch nicht machen, geht ja auch um den Hitzeschutz. Ziegelwaende haben hier nur eine tragende Funktion, wenn ich einen armierten Betonrahmen drum rum baue, bei mir ist die ja mehr dekorativ und zur thermischen Traegheit gedacht.

    Ich verstehe das Dach nach wie vor nicht. Die Erde bringt viel Hitzeschutz....allerdings ist ein begrüntes Dach auf einem Holzständer schon derb gefährlich. ..... Gerade mit deinen Maestros verstehe ich das nicht, da muss doch eher ein Dach her das man leicht reparieren kann....bei dem keine 4 Tonnen Erde auf dem Loch liegen das du nicht findest...

    Deshalb baue ich da ja auch selbst, bzw zusammen mit dem Kolumbianer meines Vertrauens. Und wenn ich es selbst mache, habe ich schon das Vertauen, dass wir die 10 m2 dicht bekommen, ist ja kein komplettes Haus, und so viel regnet es hier ja auch nicht

    In Summe ein Jahr über 21° und der Wein ist hin. Schwankungen von 3° täglich über ein Jahr und der Wein hat so viel Sauerstoff gezogen, das man nur noch den Salat damit anmachen kann....

    Auch fuer mich als trainierten Alkoholiker:p sind die 300-400 Flaschen mit Reserve gerechnet. Derzeit habe ich so um die 150 Flaschen gelagert, und die im Kuechenabstellraum, der gefuehlt auch die meiste Zeit 21 Grad+ hat. Ueber drei Jahre hat hat der Wein es ganz gut ueberstanden. Die 3 Grad Tagesschwankung bedingen ja eine hoehere Temperaturschwankung der Umgebung. Das ganze System hat ja doch eine gewisse Traegheit.

    Ich habe mein Weinlager auch "outgesourced" in die nächstgelegene Weinhandlung meines Vertrauens.

    Wie oben schon geschrieben, dann verpasst man, zumindest bie mir, einige Weine, die durch ein paar Jahre mehr deutlich zulegen.

    Falls es aber um eine Wertanlage bei der Sammlung geht, würde ich mir eher sorgen um die Diebstahlsicherung, als um die Temperierung machen:

    Obwohl ich meinen Wein nicht als Geldanalge ansehe, ist das tatsaechlich ein Thema, um das ich mir auch Gedanken mache.