Beerdigungs- /Friedhofskosten

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  • Aber es ist doch anonym ohne Namen, Geburtsjahr und Todestag, oder? Davor kann ich nur abraten.


    Für mich ist der Friedhof auf dem Petra Mustermann, neben Hans Müller liegt, trotz der Daten genauso anonym.


    Freunde, die leider schon gestorben sind, leben bei mir im Kopf weiter, da brauche ich keine Bronzelettern auf einem Grabstein.


    Irgend ein kluger Mann hat gesagt: Baut nach meinem Tod keine Denkmäler, ich möchte in euren Eriinerungen weiterleben.


    Aber jeder soll entscheiden, wie er es haben möchte.


    Wer dies zu Lebzeiten ordentlich regelt, nimmt seinen Angehörigen eine Stück der Last von den Schultern, weil diese dann nicht spekulieren müssen was im Sinne des Toten sein könnte.
    In der Praxis resultiert dies dann oft, daß das Maximal Programm gebucht wird, damit mal sich vor der Verwandtschaft blamiert. Obwohl der Verstorbene eigentlich lieber eine kurze Ansprache von einem Bekannten und ein schlichten Fichtenholzsarg gehabt hätte.

    Garfield Diesel, jetzt ohne Nebelwerfer

  • Aber es ist doch anonym ohne Namen, Geburtsjahr und Todestag, oder? Davor kann ich nur abraten.


    vor dieser entscheidung standen wir auch. wir haben uns für eine "urnenplatte mit namen" entschieden um mal einen konkreten anlaufpunkt zu haben. finde ich wichtig!
    die urne befindet sich dann auf einem urnenfeld und benötigt dann auch keine pflege.

  • Meine Geschichte ist ähnlich zu deiner. Ich hab meine Mum 08/2009 verloren...Nach einem sehr guten Gespräch mit dem Bestatter war ich zuerst auch skeptisch aber auch neugierig. Bin dann in den Wald gefahren und habe mir das in Ruhe angesehen und für perfekt befunden. Die Ruhe und die Natur sind einfach ein Traum ! Gut finde ich ebenfalls, dass es eben NICHT anonym ist. Der Baum wird mit einem schlichtem, kleinen schwarzen oder kupferfarbenen Schild mit Namen und Sterbedatum, auf Wunsch auch kleinem Zweilzeiler, versehen. Wir haben auch die Trauerfeier an Wald (Andachtplatz vor einem See) gemacht ! Anschliessend dufte ich selbst die Urne tragen und vor dem Baum in das Erdloch hinablassen. Das war der schwerste Gang meines Lebens...
    Aber trotzdem war es irgendwie schön und genau richtig. Ich musste das einfach tun...


    Auch heute fahre ich noch mind. 1x Monat zu dem Baum im Wald ! Die Natur ist immer schön, im Sommer wie im Winter...


    Hier einige Infos:
    http://www.ruheforst-rostockerheide.de/



    Gruß
    Falko

  • Danke für die vielen, hilfreichen Informationen und Links! :top:
    Nach einer ersten Sondierung kann ich meinen Eltern nun mit konkreten Infos zur Seite stehen. Auch Muttern möchte es so einfach wie möglich.
    Jetzt müssen wir uns "nur" mal im engeren Familienkreis zusammensetzen und alles klären.


    Eine Frage, die noch aufkam: Wer kommt eigentlich für Beerdigungskosten auf, wenn auf der Familienseite finanziell nichts vorhanden ist?
    Beispiel: Ehepaar, beide nur Mindestrente, keine Ersparnisse, keine Kinder - Ehepartner stirbt.


    - Kris -

    Wir geben Geld aus, das wir nicht besitzen, um uns Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen, damit wir Leuten imponieren können, die wir nicht mögen.

  • Eine Frage, die noch aufkam: Wer kommt eigentlich für Beerdigungskosten auf, wenn auf der Familienseite finanziell nichts vorhanden ist?
    Beispiel: Ehepaar, beide nur Mindestrente, keine Ersparnisse, keine Kinder - Ehepartner stirbt.


    - Kris -


    Der Staat kommt dann dafür auf.


    Wobei die auch schon mal forschen lassen, ob es nicht doch noch irgendwo Verwandte gibt...



    Gruss


    Pascal

    Der Versuchung sollte man nachgeben, man weiß nie, ob sie wiederkommt. (Oscar Wilde)