Chefin will Mitarbeiter "ausspionieren" - Rechtslage für den Admin?

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  • Ich nehme an, die Ausbildung zum Briefzusteller beinhaltet auch einen Exkurs zu diesem rechtlichen Thema.
    Und eine Schulung dazu wird evtl. auch von ihm unterzeichnet worden sein.


    Die Ausbildung würde ich gern mal sehen...

  • Die Ausbildung würde ich gern mal sehen...

    Jede Krankenschwester hat Rechtskundeunterricht. Würde mich wundern wenn das Thema im Informatikstudium nicht angesprochen werden würde.

    Aber vielleicht liegt das ja an der Frage, warum Info-Studenten um halb acht aufstehen. ;)

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  • Was sagt eigentlich der Datenaschutzbeauftragte des Unternehmens dazu?


    Ich finde die Haltung des TEs auch :top:


    Wäre es eigentlich strafbar, wenn man der betroffenen Kollegin zwischenzeitlich mal Bescheid gibt, was da so läuft und ihr mal nahelegen, "relevante" E-Mails zu Löschen?


    Gruß,
    GJC

    Grmpf...
    Schon wieder vergessen, die Signatur zu ändern...

  • Was sagt eigentlich der Datenaschutzbeauftragte des Unternehmens dazu?

    Nachdem es da nicht mal einen Betriebsrat gibt, wird es vermutlich auch keinen DS-Beauftragten geben. Und wenn weiss dieser vermutlich garnichts von seiner Funktion. :D

    Das ist so wie Gleichstellungsbeauftragter oder Erste-Hilfe-Beauftragter. :rolleyes:

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  • Anwalt und deine Haltung ist. :top: Auf so einen Job ist geschi$$en, wer weiß was der "Chef" noch macht. Auch ist die Verhältnismäßigkeit nicht mal ansatzweise gegeben, bei so was mit zu machen.


    Im frei erfundenen Fall wäre sowas wenigsten vor dem Gewissen zu vereinbaren: Ein Mitarbeiter ist ne Psychoshow und ihr wisst, dass er jemanden töten will. Polizei etc. können aber nichts machen, solange nichts passiert ist.

  • Ich bleibe dabei, dass das schwerwiegendere Vergehen die Verweigerung einer dienstlichen Anweisung eines Vorgesetzten darstellt und nicht die Fragwürdigkeit seiner Anordnung die dann sowieso er als Vorgesetzter zu verantworten hätte. :p

  • Ich bleibe dabei, dass das schwerwiegendere Vergehen die Verweigerung einer dienstlichen Anweisung eines Vorgesetzten darstellt und nicht die Fragwürdigkeit seiner Anordnung die dann sowieso er als Vorgesetzter zu verantworten hätte. :p


    Sogar bei der NVA war ich nicht verpflichtet Befehle auszuführen die eine Straftat waren. ;)
    Den Arbeitsrichter möchte ich sehen der die Kündigung / Abmahnung wegen dieser "Verweigerung" nicht genüsslich in die Tonne tritt. ;)

  • Das sehe ich anders.
    Wenn jemandem ein illegaler Befehl/Anweisung gegeben wird dann heißt es nicht, dass er straffrei ausgeht, weil es der Vorgesetzte fordert und dieser dann automatisch schuld ist.

    Wenn die Kollegin ihn wegen Datenmissbrauch anzeigt dann ist er dran, weil ohne ihn kann der Chef mangels Ahnung gar nix machen.

    Für illegale Handlungen gibt es IMHO keine Haftungsübernahme - zumal dann nciht, wenn jemandem aufgrund seiner Ausbildung bzw. seinem gesunden Menschenverstand eindeutig klar ist (oder sein sollte) dass das nicht rechtens ist was er da anstellt.

    Georg

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Ich bleibe dabei, dass das schwerwiegendere Vergehen die Verweigerung einer dienstlichen Anweisung eines Vorgesetzten darstellt und nicht die Fragwürdigkeit seiner Anordnung die dann sowieso er als Vorgesetzter zu verantworten hätte. :p

    Sorry, ich glaube Du hast die vorhergehenden Postings nicht gelesen :rolleyes: Wenn mich mein Vorgesetzter zum Bankraub auffordert, was meinst Du wer in den Knast geht?

    Trinke vor dem sterben, sonst saufens deine Erben! :sz::zf:

  • Ich bleibe dabei, dass das schwerwiegendere Vergehen die Verweigerung einer dienstlichen Anweisung eines Vorgesetzten darstellt und nicht die Fragwürdigkeit seiner Anordnung die dann sowieso er als Vorgesetzter zu verantworten hätte. :p


    Das ist natürlich Dein gutes Recht. Falls Du allerdings selbst einmal in die Situation des TE kommst, solltest Du die einschlägigen Gesetze nochmal lesen. Die Rechtslage ist klar und übersichtlich. Und auf die Ausrede mit dem Befehlsnotstand gibts gerade hier in Deutschland höchstens ein müdes Lächeln vom Richter. Schon deshalb, weil Du ja noch nicht einmal befürchten musst, bei Befehlsverweigerung von Deinem Vorgesetzten erschossen zu werden. ;)


    Gruss
    Andreas

  • Hi,
    mal ganz unabhängig vom Für und Wider der Postfachbereitstellung: solch ein Ansinnen hätte mein Vertrauen in den Arbeitgeber völlig untergraben. D.h., sofern das auch der oberste Boss unterstützt, würde ich gehen, ansonsten gilt 'Betriebsleiterin oder ich'.


    Gruß
    Henry

  • D.h., sofern das auch der oberste Boss unterstützt, würde ich gehen, ansonsten gilt 'Betriebsleiterin oder ich'.


    Ja, das wären die weiteren Konsequenzen, wenn die Angelegenheit nicht bereinigt werden kann. Ich hoffe für den TE, dass bei der notwendigen Aussprache die beteiligten Personen die Rechtslage zur Kenntnis nehmen und sich dementsprechend verhalten. Falls es noch Widerstände gibt, kann sich der TE möglicherweise auch Hilfestellung von der Aufsichtsbehörde für den Datenschutz seines Bundeslandes holen.


    Ich drücke die Daumen und bin gespannt, wie die Sache ausgeht!


    Gruss
    Andreas

  • Fern ab einer juristischen Diskussion sagt doch auch ein Gefühl von Anstand, das man das Postfach einer Mitarbeiterin nicht ungefragt öffnet.

    Viele Grüße

  • Wenn ich die Konstellation richtig verstanden habe, also TE ist Admin, Betriebsleitering hat Affaire mit dem Abteilungsleiter, dann sehe ich keine Chance für den TE, wenn es zur Situation "Betriebsleiterin oder ich" kommt, da die Betriebleiterin am "langen Hebel" sitzt.


    Eine schriftliche Aufforderung das Postfach zu überlassen, wird es denke ich auch nicht geben, da der TE einbestellt wurde und es ihm mündlich gesagt wurde.


    Ich will auch mein höchsten Respekt für die Haltung aussprechen. :top:
    Aber ich bin auch der Meinung, dass der TE sich nebenbei nach einem neuen Job umschauen sollte. Denn selbst wenn er arbeitsrechtlich Recht bekommt und weiter in der Firma arbeiten kann, wird es zukünftig denke ich kein angenehmes Arbeitsverhältnis sein.

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

  • Schließe mich in vollem Umfang meinem Vorredner an:


    unabhängig von der rechtlichen Situation wird das Verbleiben im Unternehmen unter diesen Bedingungen unmöglich, sie werden vermutlich den TE herausekeln / Kündigung nahelegen, auf jeden Fall ist das Betriebsklima stark gestört.


    Gegen die neue "Dame" wird er wenig ausrichten können.

    Grüße Peter

  • Unabhängig von den rechtlichen Lage, sehe ich die Tage des TE in der Firma als gezählt ...



    Ich war selber schon mal in einer ähnlichen Situation, allerdings keine privaten Daten im Unternehmensbereich. Sondern Zugriff für eine ansonsten privilegierte Person auf an sich schützenswerte Daten. Da ich kein Verwaltungsrecht studiert habe und die Ausführung aufgrund für mich nicht nachvollziehbarer Rechtslage abgelehnt habe bekam ich die schriftliche Dienstanweisung eines Vorgesetzten. Diese habe ich zu Hause beim Arbeitsvertrag sowie elektronisch archiviert, schriftlich (dies auch archiviert) mit der Ankündigung, der Anweisung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht Folge zu leisten, geantwortet. Ich habe keine Ahnung wie ein Verwaltungsgericht bez. des Zugriffs entscheiden würde, habe auch bisher nur komplett konträre Kommentare dazu gelesen.

    Bei einem Postfach hätte ich diese Anweisung nicht ausgeführt da man mir hier zumindest Sachkenntnis der Rechtslage unterstellen könnte.

    Aufgrund der Vorkommnisse beim TO würde ich auch mal die Zeitung aufschlagen und mich orientieren.

    Gruß
    Martin

    Trinke vor dem sterben, sonst saufens deine Erben! :sz::zf:

  • Wenn ich die Konstellation richtig verstanden habe, also TE ist Admin, Betriebsleitering hat Affaire mit dem Abteilungsleiter, dann sehe ich keine Chance für den TE, wenn es zur Situation "Betriebsleiterin oder ich" kommt, da die Betriebleiterin am "langen Hebel" sitzt.


    Ist der TE denn als Admin dem Abteilungsleiter überhaupt disziplinarisch unterstellt?

    Gibt es keinen IT-Chef?



  • Aufgrund der Vorkommnisse beim TO würde ich auch mal die Zeitung aufschlagen und mich orientieren.



    ...und der Kollegin, die ausspioniert werden soll, einen Tip geben...

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    Gruß Rico