Wieviel Schnee liegt bei Euch

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  • Ich denke mal die Russen lassen noch Landen und Starten wo hier keiner mehr den Hut aufsetzt. Warum wohl? Das Thema hatten wir doch schon mehrfach hier. Wenn es bei 15cm Schnee dann bei einer Landung kracht sitzt du hier im Knast in Moskau gehst du weiter normal arbeiten.



    Du kannst davon ausgehen dass ich bei jeder Landung in Moskau den Asphalt der Landebahn gesehen habe!! Und die schlimmste Landung habe ich in Frankfurt erlebt.
    Die Sitznachbarin hat ihren Mageninhalt zum Glück nach rechts entleert. Auf der linken Seite saß ich.
    In Moskau wurden wir ,als es nach einem halben Dutzend abgebrochener Landeanflüge wirklich zu viel war, nach St. Petersburg umgeleitet, bekamen ein schönes Hotelzimmer und wurden am nächsten Tag nach Moskau zurückgeflogen.

    Noch mal. Ich habe im tiefsten Winter (und glaub mir der Winter in Russland hat seinen Namen verdient) auch nicht im Ansatz solch ein Chaos in Russland erlebt wie hier in Deutschland wenn´s mal ein paar Flocken mehr sind.

    Gruß Udo

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    Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.

  • Noch mal. Ich habe im tiefsten Winter (und glaub mir der Winter in Russland hat seinen Namen verdient) auch nicht im Ansatz solch ein Chaos in Russland erlebt wie hier in Deutschland wenn´s mal ein paar Flocken mehr sind.


    Das ist schon auch mit eine Mentalitäts-/Systemfrage. Zu DDR-Zeiten ging es auch erst zur Tagesordnung über, wenn alles wieder funktionierte. Es war normal notfalls auf Arbeit zu laufen um dann dort mit dem Schnee räumen zu beginnen. Natürlich ist man so zeitig los, damit man zu Arbeitsbeginn da war. Wir haben als Anwohner noch Straßen und Kreuzungen mit dem Schneeschieber geräumt, öffentliche Parkplätze frei geschoben etc. ;)
    Da konnte sich mit der Technik um wichtiges gekümmert werden.
    Heute räumt man nicht mal seinen "persönlichen" öffentlichen Parkplatz frei. Wenn der nicht mehr befahrbar ist, wird das Auto einfach auf der Fahrbahn stehen gelassen. Die gleichen Leute regen sich dann auf, das die Straßen nicht geräumt werden.


    Dazu kommt, in Moskau ist lange und richtig Winter. Die haben Erfahrung, Routine und robuste Technik. Zur Not kommt die Armee und hilft. Bei uns muss sich die Armee helfen lassen. :D


    Aber auch bei den Russen wird das noch anders werden.:D


  • Heute räumt man nicht mal seinen "persönlichen" öffentlichen Parkplatz frei. Wenn der nicht mehr befahrbar ist, wird das Auto einfach auf der Fahrbahn stehen gelassen. Die gleichen Leute regen sich dann auf, das die Straßen nicht geräumt werden.


    Der einfache Autofahrer ist daran schuld, dass der Staat seine Räumkapazitäten immer weiter herunter gefahren hat und heutzutage viel weniger für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur tut als früher. Alles klar, jetzt habe ich es verstanden, er ist dumm, und Autofahren kann er ohnehin nicht (einzige Ausnahme: man selbst). :)


    Blöd nur, dass wir nicht mehr das ausgezeichnete Wirtschaftssystem der DDR haben, wo das viel besser klappte. :mad:

  • Heute kann ich euch auch ein kleines Schneebällchen zurückwerfen. Bisher haben wir aber nicht viel mehr als 1cm Puderzucker zu bieten ;)

    detlef
    Das sind doch optimale Bedingungen für deinen neuen Flitzer :top: Warst schon im dicken Schnee unterwegs?

  • Schönes Wetter jetzt, die Sonne ist stark geworden und es taut nun bei 7,5°+,


    :eek: Die Temperaturunterschiede sind schon enorm. Mein Außenthermometer zeigte vor einer Stunde -8°C.

  • Der einfache Autofahrer ist daran schuld, dass der Staat seine Räumkapazitäten immer weiter herunter gefahren hat und heutzutage viel weniger für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur tut als früher. Alles klar, jetzt habe ich es verstanden, er ist dumm, und Autofahren kann er ohnehin nicht (einzige Ausnahme: man selbst). :)


    Blöd nur, dass wir nicht mehr das ausgezeichnete Wirtschaftssystem der DDR haben, wo das viel besser klappte. :mad:


    Och ich will nur erklären warum es woanders anders funktioniert. ;)
    Ob das besser ist ... in dem Einzelfall vielleicht ja.
    Aber wie gesagt, es zeigen scheinbar die Unternehmen auch kaum Interesse an dieser Hochverfügbarkeit. Da schaffen es einige nicht mal das Stückchen Straße bis zur Firma mal mit eigener Technik zu räumen obwohl vorhanden. Dann kann es ja nicht so wichtig sein oder?
    Ich will nur mal daran erinnern, die letzten 20 Jahre hatten wir im Flachland vielleicht 30-40 solche Tage wo 24/7 eben mal nicht funktionierte. Macht im Mittel 2 Tage pro Jahr.
    Das was du dir vorstellst bedarf nicht blos mal 20-30% mehr Budget. ;)
    Damit ist das Problem noch nicht so gelöst wie du das gerne hättest. Die Fahrzeuge, die Fahrer, die Schilder, die Streuaufsätze müssen nicht die 2 Tage sondern 365 Tage bezahlt werden. Die Müllfahrzeuge umbauen und abziehen klappt auch nicht wirklich, der Müll soll ja trotzdem weg und das dauert nun mal bei dem Wetter auch länger als normal.
    Die einzigen mit Kapazitäten sind die von der Grünfläche. Die fahren aber oft nur 3,5t und dort wurde auch viel ausgeschrieben und an Privatunternehmen vergeben.


    Um bei dem Vergleich Flughafen zu bleiben. Die können Landebahnen schließen um zu räumen. Auf der Straße wäre für vergleichbare Leistung vergleichbares notwendig.
    Es passt nämlich nicht immer der Schneefall in die verkehrsarme Zeit, wo man mal fix räumen kann. Sobald der Berufsverkehr angelaufen ist ist Schicht im Schacht mit System. Da wird sich durch die Formation gedrängelt um die Räumfahrzeuge zu überholen. Da kann die Strecke auf der AB nicht mehr mit 60 abgefahren werden, es brauch dann mal fix die 4-fache Zeit.
    Zeit wo die Technik auf anderen Straßen fehlt.
    In der Stadt muss dann mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden, diverse Falschparker verhindern ein richtiges beräumen.
    24h Schichten gehen auch nicht mehr. Beamte kann man auch nicht mehr vergattern, die hat hat man ordentlich abgebaut.
    Wo siehst du denn das Geld und die Kapazitäten?

  • :eek: Die Temperaturunterschiede sind schon enorm. Mein Außenthermometer zeigte vor einer Stunde -8°C.



    Wenn man halt in der Pampa wohnt..... :D

    Selbst gegen 7 Uhr waren es hier nur 2,5°- und als ich vorhin so um 8:30 bis 9:00 draußen mit dem Schnee gekämpft habe, hörte man es schon tröpfeln vom Tauwasser.

    Detlef59 Wie geschrieben, es hat schon um 8:30 ohne Sonne bei +2° getaut und jetzt mit Sonne waren es vorhin 7,5°+, jetzt wo sie gerade mal verschwunden ist, sind es immerhin noch 5°+.

    Hinter dem Haus, wo ich die kälteste Messung mache, sind es um die 0°, aber da wärmt es sich selbst im Sommer nicht so schnell auf.

    Ich gehe jetzt gleich nochmals dort nachschauen.

    Hier die Antwort, kälteste Stelle hinterm aus ohne jegliche Sonneneinstrahlung im Moment 1°+, vor dem Haus mit Sonne jetzt 6°+.

    Bin froh, dass der Schnee vor dem Haus langsam wieder verschwindet, hinter dem Haus kann er sich von mir aus Zeit lassen, dort liegt das meiste Pulver eh auf dem Rasen.

  • Aber vermutlich fühlen sich die Gemeinden dann wieder nicht zuständig, weil es Bundesautobahnen oder Bundesstraßen sind.
    Dass die Autobahnmeisterei nicht alles alleine schaffen kann, ohne daß an 300 Tagen die Leute ausschließlich Däumchen drehen ist klar. (Obwohl, man könnte ja schneller wachsende Büsche entlang der Mittelleitplanke pflanzen und die entsprechend öfter am Freitag nachmittag schneiden... :Crazy: )


    L'âme: Die "fühlen sich nicht" nur nicht zuständig, die SIND nicht zuständig!


    Wer hier immer meckert, der sollte sich vorher mal mit dem Kommunalrecht auseinander setzen, Zuständigkeiten der Städte und Gemeinden, Kreisumlagen, Ortsdurchfahrtsgrenzen und finanzielle Zuständigkeiten der Gemeinden, Kreise, Regierungsbezirke und des Landes.


    Immer meckern die "besonders besser Wissenden" darüber, dass Steuergelder verschwendet werden, und die "faulen Beamten und Angestellten bei den Städten" ja zu nix Lust haben ... hier geht es nicht um Lust, hier geht es schlichtweg um ZEIT!


    Jeder MA im ÖD möchte, genauso wie jeder andere Arbeitnehmer jeder Branche auch, ein gutes Auskommen mit dem Einkommen haben, und natürlich möchten wir im ÖD auch NICHT von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt werden. Also wird dann der Zyklus von Streiks und Tarifverhandlungen und Gehaltserhöhungen in Gang gesetzt.
    Da wir ja auch nicht von trocken Brot leben wollen, unser Gehalt aber wie bei jedem anderen auch von der Inflation aufgefressen wird, kommt es halt in den immer gleichen Zyklen zu Ausgabensteigerungen der Kommunen etc.


    Und da kommen dann die "am besten keine Steuer bezahlen" Protagonisten daher, und faseln ohne Sinn und Verstand ihre immer währende Leier von den überbezahlten faulen ÖD Mitarbeitern und den verschwendeten Steuermitteln.


    Um mal die Augen zu öffnen: Der ÖD lebt in einem Zyklus des vom Steuerzahler erzwungenen Mitarbeiterschwunds bei gleichzeitiger Erhöhung der Anzahl der Aufgaben. Viele Kollegen sind schon lange jenseits einer akzeptablen Belastungsgrenze, und somit werden Arbeiten und Aufgaben geschoben.
    Der in unserer Gemeinde für die Schneeräumung auf Geh- und Radwegen teilweise zuständige Bereich Grünflächen ist massiv ausgedünnt worden, als Folge gibt es keine bunten, gepflegten und das Auge erfreuenden Blumenbeete mehr, sondern nur noch triste Immergrüne mit Dornen... das hält Vandalen ab, außerdem wächst der Kram langsamer.
    Auf der anderen Seite haben wir die Straßenreinigung, und die machen was?
    Richtig, die Straße reinigen und mit dem verbliebenen Equipment (na, warum wird das wohl weniger?? s.o.!) im Winter die WICHTIGSTEN Straßen räumen und streuen .. und natürlich ist für den Bürger DIE Straße am wichtigsten, welche vor seinem Haus verläuft!


    Und dann kommen die Heulsusen die meinen, das beim kleinsten bischen Schnee sofort ALLE Räumfahrzeuge genau DIE Strecke räumen sollen, auf der SIE jetzt gerne im winterlichen Straßenverkehr mit Tempo 200 fahren wollen, und wenn das nicht passiert, sind die im ÖD alle faul und haben keine Ahnung wie man Straßen räumt! Ach ihr armen Besserwisser ...


    Die Stammtischler und Dummparolenzitierer sind nunmal die treibende Kraft!!


    Ach so, ja, und natürlich müssen dabei die Steuern gesenkt, und die Anzahl der MA im ÖD dringend massiv gesenkt werden!! :kpatsch:
    Der eigene Geldbeutel geht nunmal vor, und die sollen doch zusehen wie sie fertig werden, hauptsache man selber kommt gut voran ... und wie immer gerne auf dem Rücken anderer. :flop:


    Wer mal wissen will, warum plötzlich ab einer bestimmten Stelle nicht mehr geräumt und gestreut ist, dem empfehle ich, am Straßenrand mal nach einem Schild mit der Aufschrift "OD" zu suchen, das heißt "Ortsdurchfahrt" und markiert die Zuständigkeitsgrenzen zwischen den BAULASTTRÄGERN, sprich: Wo für die Stadt die Zuständigkeit endet, und der Kreis bzw. das Land loslegen muss.
    Aber die haben ja auch kein Geld mehr, weil ja keiner "überflüssige" Steuern bezahlen will, da die im ÖD ja alle so faul sind, und nur Geld verschwenden, und statt faul Kaffee zu trinken lieber die Schlaglöcher flicken sollten. (Von welchenm Geld? Ist doch egal, sind doch genug Steuern da!)


    Wenn also nächstes Mal bei gewissen Protagonisten hier der Drang groß genug wird, sein gequirrltes Stammtischnichtwissen in Worte zu fassen, schlage ich demjenigen vor, sich vorher einfach mal zu informieren ... und dabei immer an Dieter Nuhr denken :p


    So, jetzt habe ich mir den Ärger von der Seele geschrieben .. ich bin nämlich auch so ein fauler ÖD'ler ... und darf die verwendete Zeit dafür nachher nachholen :flop:


    Viel Spaß noch auf rutschige Straßen, uind einfach mal morgends eher losfahren, dann ist der Leidensdruck geringer und es bleibt Zeit, dem Räumwagenfahrer, der vielleicht seit 18 Stunden im Dienst ist, mal freundlich zuzuwinken.


    Michael.

    Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beißen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch. (Mark Twain (1835-1903))
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    Jeep fahren heißt da stecken zu bleiben, wo andere erst garnicht hinkommen!

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  • Wo siehst du denn das Geld und die Kapazitäten?


    Ich habe oben schon die wirtschaftlichen Dimensionen aufgezeigt, und möchte mich nicht immer wiederholen. Tatsächlich bin ich der Meinung, dass es sich für den Staat über die höhere Wertschöpfung und die damit ausgelösten Steuereinnahmen volkswirtschaftlich lohnen würde, mehr für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur zu tun.

  • Ich habe oben schon die wirtschaftlichen Dimensionen aufgezeigt, und möchte mich nicht immer wiederholen. Tatsächlich bin ich der Meinung, dass es sich für den Staat über die höhere Wertschöpfung und die damit ausgelösten Steuereinnahmen volkswirtschaftlich lohnen würde, mehr für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur zu tun.


    Er müsste aber auch diese erhöhten Aufwendungen bei den Unternehmen abschöpfen. Ich glaub aber das die das nicht zahlen wollen.
    Gern kannst du mich vom Gegenteil überzeugen.
    Vor allem große Firmen versuchen eh schon alles um hier sowenig wie möglich Steuern zahlen zu müssen. Gewinne aus steigenden Umsätzen werden gern nach anderen Ländern geschoben die gar keine Räumfahrzeuge einsetzen (müssen).

  • Das geschieht ja weitgehend automatisch über die Umsatzsteuer und die besteuerten höheren Unternehmensgewinne.


    Zitat

    Gewinne aus steigenden Umsätzen werden gern nach anderen Ländern geschoben die gar keine Räumfahrzeuge einsetzen (müssen).

    Ach ja, die legendären Zauberkräfte der Steuerabteilungen. Andererseits würden ja viel mehr ausländische Firmen in Deutschland investieren, wenn endlich der Winterdienst funktionierte. ;):D

  • Tatsächlich bin ich der Meinung, dass es sich für den Staat über die höhere Wertschöpfung und die damit ausgelösten Steuereinnahmen volkswirtschaftlich lohnen würde, mehr für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur zu tun.


    das auf jeden Fall, jedenfalls bezüglich der Instandhaltung
    Bei so Dingen wie Räumdienst bin ich aber versucht zu sagen: Vielleicht sollte man sich auch einfach mal der Natur beugen, und sagen: Heute ist Schneechaos, da machen wir mal langsam.
    Die null bis zwei Tage die das den Normaldeutschen trifft kann man doch in Gottes Namen auch mal 'ne Stunde später zur Arbeit kommen.

    Kofferraum statt Hubraum !