Steuererklärung - Tipps und Infos

Registrierte und angemeldete Benutzer sehen den BMW-Treff ohne Werbung
  • Hallo, jetzt bin ich aber mal etwas verwirrt?

    Ich habe meine letzte Steuererklärung, also für 2015, selbst erledigt. Meine Frau hat im Jahr 2015 wieder angefangen auf Steuerkarte mitzuverdienen. Unsere Steuerrückerstattung ist wohl auch dadurch erheblich niedriger ausgefallen als die vergangenen Jahre.
    Wir haben für das Jahr 2015 eine Rückerstattung von 58€ bekommen, aber nun sehe ich, dass wir in dem Schreiben auch zu einer Steuervorauszahlung aufgefordert werden!!
    Was ist denn nun passiert? Das hatten wir noch nie und wieso will das Finanzamt eine Vorauszahlung, wo wir doch noch eine, wenn auch kleine Rückerstattung erhalten haben?
    Die erste Vorauszahlung sollte bereits für März erfolgen, wo wir doch jetzt schon Juli haben, ist das wirklich für dieses Jahr gemeint?
    Ich stehe da aktuell etwas auf dem Schlauch und würde mich freuen, wenn da jemand spontan weiterhelfen könnte.

    Ich habe es nicht mehr nötig eine Signatur mein eigen zu nennen,
    über den Status bin ich hinaus"

  • Ohne einen Haufen Details abzufragen wird Dir da keiner eine vernünftige Auskunft geben können.
    Auf der ersten Seite des Bescheides vom Finanzamt, oben rechts, ist der Name und die Telefonnummer Deine/s/r Sachbearbeiter/s/in angegeben. Ruf da an und frag einfach nach. Die beißen nicht. ;)


    Gruss
    Andreas

  • Der Tip von Zwilling ist prima - bislang hatte ich auch nur nette Sachbearbeiter. (Anders als bei den Prüfabteilungen wird einem hier geholfen <g>)



    Es gibt auch eine etwas sarkastische Antwort:


    Sie fordern es, weil sie es können. Soweit ich eingenordet wurde, ist da Widerspruch zwecklos.....



    vg
    Chrissy

  • Es gibt auch eine etwas sarkastische Antwort:


    Sie fordern es, weil sie es können. Soweit ich eingenordet wurde, ist da Widerspruch zwecklos.....


    Kommt immer drauf an. Bei der letzten Lohnsteuerprüfung wollten sie auch Geld von mir, mit einer Begründung, die mir gleich merkwürdig vorkam. 5 Sekunden Google und siehe da - es gibt ein Urteil vom Bundesfinanzgericht, das mir Recht gibt.
    Da mussten sie dann zurückrudern und den Bescheid aufheben.
    Offen blieb nur die Frage, wieso die Prüfheinis eigentlich die Urteile des Bundesfinanzgerichtes nicht kennen... :rolleyes:


    Gruss
    Andreas

  • Auch ein Tipp von mir:


    Nach der Abgabe ruhig bleiben.
    Mein Bruder hat seine Steuererklärung vor einigen Wochen gemacht und abgegeben. Vor einer Woche kam ein Brief:


    "Aufforderung zur Abgabe der Erklärung unter Strafandrohung..."
    => Blutdruck erstmal gestiegen


    Drei Tage später kam der Bescheid.. :kpatsch:


    Wie sowas nur sein kann, ich verstehe das nicht.

    Grüße
    Markus <-- formerly known as powders


    To be or not to be · Shakespere | To do is to be · Nietzsche | To be is to do · Sartre | Do be do be do · Sinatra

  • Vermutlich gilt eine Steuererklärung erst dann als abgegeben wenn der Sachbearbeiter sie tatsächlich bearbeitet. Wobei das aber bei der Nutzung der elektronischen Abgabemöglichkeit aber trotzdem komisch ist, weil dann reicht ja eigentlich ein einfacher automatischer Abgleich vor der Mahnung ob schon Daten vorhanden sind, auch wenn die Steuererklärung dann erst später gemacht wird. Die Mahnungen werden ja vermutlich eher nicht manuell angestoßen sondern automatisch.

    Aktuelle Signatur

  • Hi,


    wahrscheinlich hat deine Frau erst im Laufe von 2015 angefangen zu arbeiten (nicht direkt am Anfang). Deshalb noch die geringe Erstattung. Das FA geht nun davon aus, dass deine Frau ganz 2016 arbeiten wird. Damit wird es zu einer Nachzahlung kommen. Deshalb die Festlegung von Vorauszahlungen. Du kannst davon ausgehen, dass diese ab 2016 festgelegt wurden. Müsste aber im Bescheid stehen.
    Sicherlich kann man versuchen mit dem FA zu reden, aber unter dem Strich wird es zukünftig zu Nachzahlungen kommen (sofern sich bei euch nichts ändert). Entweder gebündelt auf einmal mit dem Bescheid - oder per Vorauszahlungen.


    Gruß
    Fr@nk

  • @ Stefan:


    Eben, das verstehe ich auch nicht, die Steuererklärung liegt ja schon vor dem Einwurftermin elektronisch vor, man legitimiert das FA, daß es auf die Daten zugreifen kann.


    Mein Bruder hat dort angerufen. Die Sachbearbeiterin meinte, sie könne sich auch nicht erklären, warum das System diese Erinnerung raus schickt. :rolleyes:


    Aber mein Bester Fall war dieser, vor einigen Jahren..


    1) Eigene Steuererklärung abgegeben, gesendet, eingeworfen.
    2) Nach ein paar Wochen kam ein Brief (nicht aus dem System) mit folgendem Inhalt:


    "Sehr geehrter Steuerzahler,
    vielen Dank für die Abgabe ihrer Erklärung. Bitte reichen Sie uns nochmal eine Kopie ein, da das Original nicht mehr aufgefunden werden kann."


    Uiuiuiui. :D


    Vermutung: Sachbearbeiter hat Kaffee drüber geschüttet oder mit Heim genommen. ;)

    Grüße
    Markus <-- formerly known as powders


    To be or not to be · Shakespere | To do is to be · Nietzsche | To be is to do · Sartre | Do be do be do · Sinatra

  • Hi,


    wahrscheinlich hat deine Frau erst im Laufe von 2015 angefangen zu arbeiten (nicht direkt am Anfang). Deshalb noch die geringe Erstattung. Das FA geht nun davon aus, dass deine Frau ganz 2016 arbeiten wird. Damit wird es zu einer Nachzahlung kommen. Deshalb die Festlegung von Vorauszahlungen. Du kannst davon ausgehen, dass diese ab 2016 festgelegt wurden. Müsste aber im Bescheid stehen.
    Sicherlich kann man versuchen mit dem FA zu reden, aber unter dem Strich wird es zukünftig zu Nachzahlungen kommen (sofern sich bei euch nichts ändert). Entweder gebündelt auf einmal mit dem Bescheid - oder per Vorauszahlungen.


    Gruß
    Fr@nk


    Es ist wie Du sagst, meine Frau hat erst ab Juli 2015 wieder steuerpflichtig gearbeitet!
    Es ist ja so, dass sie nun ganz normal weiter, also das gesamte Jahr 2016 durch steuerpflichtig beschäftigt sein wird, ist dann für das Jahr 2016 nicht eher wieder mit einer Rückerstattung zu rechnen?
    Ich habe mir den Steuerbescheid noch mal angesehen und festgestellt, dass die Vorauszahlungen für dieses Jahr, also 2016, natürlich erst ab September beginnen, also 10. Sept. und dann wieder 10. Dez. usw.
    Ich werde da nächste Woche mal anrufen.
    Wird die Vorauszahlung abgebucht oder muss ich da aktiv werden und überweisen?

    Ich habe es nicht mehr nötig eine Signatur mein eigen zu nennen,
    über den Status bin ich hinaus"

  • Hi,

    Es ist wie Du sagst, meine Frau hat erst ab Juli 2015 wieder steuerpflichtig gearbeitet!
    Es ist ja so, dass sie nun ganz normal weiter, also das gesamte Jahr 2016 durch steuerpflichtig beschäftigt sein wird, ist dann für das Jahr 2016 nicht eher wieder mit einer Rückerstattung zu rechnen?


    nein! Die Steuererklärung ist eine Jahresabrechnung. In 2016 werdet ihr mehr verdienen als 2015 (da deine Frau nun das ganze Jahr arbeitet). Also müsst ihr auch mehr Steuern zahlen. Eure Steuerabzüge vom Lohn sind letzten Ende zu niedrig, für das was ihr zahlen müsst. Deshalb wird eine Vorauszahlung verlangt.
    Übrigens genau wegen obigem Sachverhalt _müssen_ verheiratete eine Steuererklärung abgeben.


    Gruß
    Fr@nk

  • Würde ich mal überlegen ob evtl. Freibeträge eingetragen sind die man rausnehmen kann. Ist ja nett wenn man jeden Monat 50€ mehr aufs Konto kriegt, aber dafür am Jahresende dann genau jene 600€ wieder zurückzahlen muss. Oder andere Schrauben an denen man drehen kann wenn man unterm Jahr zu wenig zahlt.

    Ok, der eine oder andere Sparfuchs wird jetzt gleich mit dem Zinseffekt ankommen... :crazy:

    Aktuelle Signatur


  • Wird die Vorauszahlung abgebucht oder muss ich da aktiv werden und überweisen?


    Hast Du Deinem Finanzamt ein Lastschriftmandat erteilt? Wenn nicht, musst Du selber überweisen.
    Wenn ja, würde ich trotzdem sicherheitshalber noch einmal nachfragen, ob die auch die Vorauszahlungen abbuchen. Wenn nämlich das Geld nicht rechtzeitig kommt wirds teuer. Und Argumente wie "Ich dachte, dass ..." lassen die erfahrungsgemäß völlig kalt.


    Gruss
    Andreas

  • Ich werde die Erklärung diesmal einem Fachmann überlassen:mad:

    hätte gedacht, dass allein durch die Wahl der Steuerklassen monatlich genügend Steuern gezahlt werden, damit es halt gerade zu keiner Vorauszahlung kommt!?

    Evtl. habe ich ja für 2015 auch vergessen sich für uns positiv auswirkende Faktoren an-, bzw. einzugeben:confused::heul:

    Ich habe es nicht mehr nötig eine Signatur mein eigen zu nennen,
    über den Status bin ich hinaus"

  • Hi,


    hätte gedacht, dass allein durch die Wahl der Steuerklassen monatlich genügend Steuern gezahlt werden, damit es halt gerade zu keiner Vorauszahlung kommt!?


    die monatlichen Steuerabzüge vom Gehalt, die ja wesentlich von der Steuerklassenwahl abhängen, muss man als Abschlagszahlung betrachten, ähnlich wie die Nebenkosten bei einer Mietswohnung.
    Die Abrechnung der "Nebenkosten" (hier Steuern) erfolgt dann mit der Steuererklärung. Als Besonderheit gibt es die Vorauszahlungen an das FA, falls (für das FA) klar ist, dass zu wenig Steuern von den Arbeitgebern einbehalten wird. Eigentlich ganz einfach und unter dem Strich zahlt man (egal wie man die Steuerklassen wählt) immer den gleichen Betrag an das FA. Durch die Vorauszahlungen "verliert" man also kein Geld.


    Gruß
    Fr@nk

  • Ich werde die Erklärung diesmal einem Fachmann überlassen:mad:

    hätte gedacht, dass allein durch die Wahl der Steuerklassen monatlich genügend Steuern gezahlt werden, damit es halt gerade zu keiner Vorauszahlung kommt!?

    Evtl. habe ich ja für 2015 auch vergessen sich für uns positiv auswirkende Faktoren an-, bzw. einzugeben:confused::heul:


    Was kann man da vergessen? Wegekosten und so wirst du ja angegeben haben, oder? Der Rest, den man "vergessen" kann wie die kleinen Pauschalen bei den Arbeitsmitteln, die machen das Kraut ja nicht fett.

    KOA SIGNATUR!

  • Was kann man da vergessen? Wegekosten und so wirst du ja angegeben haben, oder? Der Rest, den man "vergessen" kann wie die kleinen Pauschalen bei den Arbeitsmitteln, die machen das Kraut ja nicht fett.



    Ja, gerade weil bei uns eigentlich auch nicht mehr anzugeben ist und unsere Rückzahlung für 2015 so geschrumpft ist, habe ich etwas gedacht evtl. selbst den Fehler eingebaut, bzw. etwas vergessen zu haben.

    Wegekosten sind natürlich drin, lohnen sich aber nur bei mir, etwas haushaltsnahe Dienstleistungen, die Pauschalen und das war es dann ja auch schon.

    Habe trotzdem gedacht, dass durch die Steuerklassenwahl 3 und 5, es eher zu einer Überzahlung an Steuern über das Jahr kommt:(

    Wenn es dann halt so richtig ist, kann und muss ich damit leben, werde aber trotzdem die nächste Erklärung mal von einem Fachmann machen lassen, um zu sehen ob es da doch noch etwas abzusetzen gibt. Das ist es mir dann einmal wert, ansonsten mache ich es dann wieder in Eigenregie.

    Ich habe es nicht mehr nötig eine Signatur mein eigen zu nennen,
    über den Status bin ich hinaus"

  • Ich habe das erste Mal die Situation, dass das Finanzamt Zinsen berechnet. Mir ist gerade erst der Steuerbescheid 2018 zugegangen, den wir Anfang Januar 2020 eingereicht haben. Normalerweise beginnt die Zinspflicht 15 Monate nach Ablauf des relevanten Steuerjahrs. Finde ich schon überl, wenn das Finanzamt ein halbes Jahr zur Bearbeitung einer Steuererklärung braucht, dass man deswegen nun 6% Zinsen zahlen muss. Werde dann wohl nächstes Mal früher abgeben müssen.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Du hättest auch eine freiwillige Vorauszahlung der voraussichtlichen Nachzahlungsbetrages leisten können. Mache ich eigentlich immer, wenn ich Ende März keinen Steuerbescheid für das vorvorherige Jahr habe. Aber vorher kurz mit dem Steuerberater sprechen, das FA muss die Vorauszahlung wohl nicht akzeptieren, gab bei mir aber noch keine Problem. Wichtig ist, auf der Überweisung klar anzugeben, für welche Steuerart und welchen Zeitraum die Zahlung ist.


    Wegen der Höhe der Zinsen ist wohl eine Klage anhängig, vielleicht einfach mal Einspruch einlegen, aber auch da besser mit dem Steuerberater sprechen.